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Falsch verbunden / Robert L Stine

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.


'''o0o Allgemeine Daten o0o'''
Autor: R. L. Stine
Titel: Falsch verbunden
Gebundene Ausgabe: 152 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785540191
ISBN-13: 978-3785540190
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Wrong Number
Preis: 0,01€

'''o0o Leseinformationen o0o'''
Genre: Jugendthriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Kids ab 12
Lesedauer: 2 Stunden

'''o0o Informationen zum Autoren o0o'''
Robert Lawrence Stine, besser bekannt als R. L. Stine, wurde 1943 in Ohio geboren. Schon im zarten Alter von neun Jahren liebte er das Schreiben von Geschichten. Seine Karriere begann jedoch nicht schon in diesem Alter. Nach seinem Abschluss war er erst über Jahre als Lehrer tätig und hat auch Erfahrungen als Lektor gesammelt, bevor er selbst mit dem Schreiben begannt. Anfangs waren es jedoch eher humorvolle Sachen, bevor er sein Talent für Gruselgeschichten entdeckte. 1992 schaffte er mit der Reihe „Gänsehaut“ den Durchbruch. Inzwischen ist er nicht nur Millionär, sondern steht auf im Guinness-Buch der Rekorde. Neben Gänsehaut gibt es genauso viele Fans für die Jugendreihe Fear Street.

'''o0o Wie schön ist das Cover o0o'''
Das Cover ist schwarz gestaltet, wie alle Bände dieser Reihe. Darauf ist ein Telefonhörer mit Blut sichtbar. Passt also perfekt zur Geschichte und gefällt mir daher sehr gut.

'''o0o Zitierter Klappentext o0o'''
Die Frauenstimme aus dem Hörer fleht Chuck verzweifelt um Hilfe an. Plötzlich ein Aufschrei, dann zischt ein Mann ?Falsch verbunden? ins Telefon ? die Leitung ist tot. Was als harmloser Telefonstreich begann, wird schnell bitterer Ernst. Denn Chuck hat eine Nummer in der Fear Street gewählt. Und ehe er sich versieht, ist er in ein entsetzliches Verbrechen verstrickt? (Quelle: Klappentext)

'''o0o Leseprobe o0o'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen. Diese findet ihr jeweils in meiner Meinung untergebracht.

'''o0o Inhalt in eigenen Worten o0o'''
Für Deena und ihre beste Freundin Jade beginnt bald wieder der Ernst des Lebens. Am Montag geht wieder die Schule los, und so nutzen die Freundinnen den letzten Samstag-Abend, um Spaß zu haben. Beautyprogramm steht auf den Plan. Zum Ende kommen sie auf die neue Telefonanlage, die Deenas Vater, der für eine Telefongesellschaft arbeitet, bekommen hat. Jade führt einen Spaßanruf durch, und so kommen sie auf den Geschmack, müssen es jedoch lassen, denn am nächsten Tag muss Deena fit sein. Ihr Halbbruder zieht zu ihnen, um an ihrer Schule das letzte Schuljahr zu absolvieren. Er ist von seiner alten Schule geflogen, hatte schon ärger mit der Polizei und nennt Deena immer nur abfällig Kid. Als er jedoch auf der Rückfahrt aus einem brennenden Auto einen Hund rettet, ahnt Deena, dass mehr in ihm steckt. Chuck ist mal lieb, dann wieder cool und mal böse. Das merken die Freundinnen, als sie sich wieder für Telefonstreiche treffen und Chuck auf der anderen Leitung lauscht. Er schließt sich der Gruppe an, und sein erster Anruf geht an eine Bowlingbahn, wo er eine anonyme Bombendrohung macht. Dieser Anruf ist für Deena jedoch eine Nummer zu groß, und sie hat die Nase voll, zumal dieser Anruf sogar in die Zeitung kommt, und die Polizei ermittelt. Die verführerischen Anrufe bei ihrem Schwarm, oder der böse Anruf bei der Schwester von Jade sind okay, aber eine Bombendrohung nicht. Als sie jedoch nach einem Grillabend doch wieder eine Nummer anrufen, geraten sie ihn tödliche Gefahr. Am anderen Ende ist eine Frau, die um Hilfe bittet, weil jemand bei ihr ist, der sie umbringen will. Der unheimliche Täter entreißt ihr jedoch das Telefon und tut so, als habe man sich verwählt. Chuck bleibt cool, sucht sich die Adresse raus, und will zumindest überprüfen, was an dieser Sache dran ist. Vielleicht wurden ja diesmal sie hereingelegt. Doch als sie ankommen, liegt eine Frau tot neben dem Telefon. Sie wollen die Polizei informieren, aber ein maskierter Mann, verschreckt sie und verfolgt sie bis nach Hause. Kurz darauf kommt die Polizei, und verhaftet Chuck, denn er hat am Tatort das Messer aufgehoben, um sich gegen den maskierten Mann zu verteidigen. Deena und Jade wissen, dass er mit seiner Polizeiakte das gefundene Fressen ist. Niemand glaubt die Geschichte mit dem Telefonstreich, zumal der Mann der Frau sie identifiziert hat. Die Mädchen fangen an zu ermitteln und müssen bald erkennen, dass sie dem maskierten Mann gefährlich nahe kommen und sie dem Mörder mit ihrem Anruf in die Hände gespielt haben. Denn nun versucht der Täter alles daran zu setzen, dass niemand erfährt, wer er ist, und das Chuck unschuldig ist.

'''o0o Wie gefällt das Buch o0o'''
R. L. Stine ist ein Autor, der mich schon als Jugendliche fasziniert hat. Seine Werke sind spannend, leicht zu lesen und meistens sehr realitätsnah. Es gibt zwar auch Werke, wo er auf übersinnliche Aspekte setzt, aber glücklicherweise sind seine Jugendthriller meist wirklich logisch. Dementsprechend lese ich sie auch jetzt noch sehr gerne, obwohl ich mit 30 sicherlich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Obwohl ich schon einmal „Falsch verbunden“ gelesen hatte, konnte ich mich nach über 10 Jahren nicht wirklich daran erinnern. Beim Lesen kam jedoch die Erinnerung wieder, und ich kann sagen, dass meine Beurteilung damals wie heute ausfällt.

ZITAT S. 9
Er hatte einen genialen Plan zurechtgelegt. Nach außen hin schien alles ganz normal. Aber jemand würde eine große Überraschung erleben. Eine tödliche Überraschung.

Schon im Vorwort gelingt es Stine mit diesen Andeutungen Spannung zu erzeugen. Eine Spannung von der man sich wünscht, dass sie die gesamten 152 Seiten andauert. Nach diesem Vorwort wechselt die Perspektive und man lernt Deena und ihre Freundin Jade kennen. Der Leser wird über die Familiengeschichte aufgeklärt. Und erkennt, dass Jade eher die typische Aufreißerin ist. Selbstbewusst, sexy, ist nicht auf den Mund gefallen, und kann jeden Jungen haben. Deena ist die typische stille, schüchterne Freundin, die liebenswert ist, aber meist die vernünftigere Person ist. So individuelle, wie diese beiden Freundinnen, sind auch die anderen Figuren, sodass jeder eine Figur zum Identifizieren findet. Zudem sind die Charaktere logisch und konsequent gestrickt. Noch einmal wechselt sich die Perspektive und man fragt sich wer diese unbekannte Person ist. Wer, wo, was und wann sind die Fragen, die mir durch den Kopf schossen. Damit ist dieser Blickwinkel jedoch abgehakt und im Verlauf fragt man sich, ob man sich diese beiden Kapitel eingebildet hat, denn irgendwie passen sie so gar nicht hinein. In meinen Augen hätte man sie im Nachhinein auch weglassen können, denn im Grunde sind es unnötige Langzieher.

Thematisch setzt sich der Autor mit Telefonstreichen auseinander. Ich glaube jeder hat schon einmal einen solchen Telefonstreich gemacht, ähnlich wie Klingelstreiche. In der Regel sind solche Streiche harmlos. Man erzählt eine Geschichte, spielt eine Rolle und ärgert die Person am anderen Ende der Leitung. So kann man zum Beispiel seinen Schwarm sprechen, ohne das er weiß, mit wem er telefoniert. Auf der anderen Seite kann man auch Grenzen übertreten, wie zum Beispiel, in dem man dem Telefonpartner droht oder etwas schlimmes ankündigt. In der Regel sind es diese Varianten, die der Mehrheit Spaß machen. Stine versucht die Konsequenzen aufzuzeigen. Liebesanrufe müssen nicht immer so unerkannt bleiben, wie man sie sich wünscht. Drohanrufe können polizeiliche Folgen haben und manchmal kann man auch in Gefahr geraten. Stine setzt hier zwar eher einen Fall, der wohl in 100 Jahren einmal vorkommt, aber manchmal sind es diese übertriebenen Dinge, die wachrütteln. In diesem Fall ist es aber so unwahrscheinlich, dass es wohl eher der falsche Weg ist. Das muss aber jeder Leser selbst beurteilen. Ich fand es so unrealistisch, dass ich schon etwas enttäuscht war, denn eigentlich könnte man viel mehr daraus machen.

Am Anfang baut Stine wirklich schön die Spannung auf. Dafür sorgt auch sein treffender, authentischer und leichter Stil. Er sorgt für ein flüssiges Leseerlebnis und so kommt man schnell zum spannenden Anruf, der im Klappentext angekündigt wurde.

ZITAT S. 46
Nach dem 16. Klingelzeichenzeichen war ein Klicken zu höhren, gefolgt von einem atemlosen Keuchen. Dann schrie die schrillste, ängstlichste Stimme, die Deena je gehört hatte: „Bitt! Bitte, kommen Sie schnell! Er bringt mich sonst um!“

Danach hofft man auf einen weiteren spannenden Verlauf, der jedoch in meinen Augen nicht so perfekt umgesetzt wurde, wie man es von Stine gewohnt ist. Ich würde zwar selbst auch einem solchen „Anruf“ nachgehen, weil ich mir sorgen machen würde, und vielleicht wäre ich auch hingefahren, aber es gibt doch zahlreiche Möglichkeiten, der Polizei einen solchen Anruf zu erklären. Verwählt oder man wurde selbst angerufen, wären zwei Möglichkeiten. Stattdessen fahren die Jugendlichen selbst hin, fassen die Waffe zur Verteidigung noch an, wo man sie eigentlich noch mitgenommen hätte und führen dann den Verfolger direkt zu sich nach Hause. Danach wird es doch sehr chaotisch und leider auch weniger spannend. Es fängt schon damit an, dass schnell klar ist, wer der Täter ist, und die Polizei keine Lust hat zu ermitteln. Stattdessen fangen die Mädels selbst an zu ermitteln und dabei werden ihnen immer wieder unnötige Steine in den Weg gelegt. Mal ist ihr Hauptverdächtiger bei der Arbeit, obwohl er eigentlich sonst immer abends arbeitet, dann taucht ein Mitarbeiter auf oder sie werden bei einer Befragung unterbrochen. Es ist alles so künstlich und das nervt leider mit der Zeit. Nach 100 Seiten hat man eigentlich schon genug, und quält sich durch den Rest, um wenigstens noch einmal zu lesen, wie der Täter überführt wird.

Der Ausgang ist jedoch so schlimm, dass ich nun wieder weiß, warum ich ihn verdrängt hatte. Er ist zwar in Anführungsstrichen logisch, aber so haarsträubend, dass man einfach nur enttäuscht sein kann. Ich will nicht zu viel verraten, aber es werden sicherlich viele Leser am Ende den Kopf schütteln.

An sich ist das Buch eine schöne Idee, und die Telefonstreich ist mit Sicherheit kein verkehrter Ansatz, aber im Vergleich zu anderen Werken aus der Feder von R. L. Stine ist dieses Buch eher durchschnittlich. Es geht einfach besser und mit einer leicht abgewandelten Umsetzung hätte das Buch 100 mal mehr Spannung gehabt. Man kann das Buch lesen, aber man kann auch drauf verzichten.


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