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Wächter der Nacht / Sergej Lukianenko


Hallo lieber Leser, liebe Leserin.


Manchmal gibt es Tage, da habe ich keine Lust zu lesen, und erst ein richtig spannendes, fesselndes Buch kann, mich aus dieser Laune herausholen. Es sind aber auch solche Tage, an denen ich mir Bücher schnappe, auf die ich am wenigsten Lust habe. Warum? Einfach weil ich diese dann endlich abhaken kann, aber auch weil mich diese am Ehesten überraschen können. Das Geschmack, und so hab ich es in mein Buchregal gestellt. Allerdings bin ich selbst auch kein Fan dieser Reihe. „Wächter der Nacht“ war schon ein Film bei dem ich zu Hause vor dem DVD-Player eingeschlafen bin. Geschmäcker sind eben verschieden, aber ich hatte die Hoffnung, dass das Buch mich den Hype verstehen lassen kann. 

'''o0o Allgemeine Daten o0o'''
Autor: Sergej Lukianenko
Titel: Wächter der Nacht
Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (2. September 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453530802
ISBN-13: 978-3453530805
Originaltitel: Nochnoi Dozor (1)
Preis: 0,45€

'''o0o Leseinformationen o0o'''
Genre: Fantasy / Horro
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 5 Tage

'''o0o Informationen zum Autoren o0o'''
Sergej Lukianenko wurde 1968 in Kasachstan geboren. Er studierte Medizin, um danach einige Jahre als Psychiater zu arbeiten. Mit dem Zusammenbruch der UdSSR begann Sergej mit dem Schreiben. Den Durchbruch erlangte er mit dem vorliegenden Roman im Jahr 1998. In Russland sogar erfolgreicher als „Der Herr der Ringe“. Heute lebt der Autor in Moskau und widmet sich ganz dem Schreiben.

Wächter der Nacht (Oktober 2005)
Wächter des Tages (März 2006)
Wächter des Zwielichts (September 2006)
Wächter der Ewigkeit (April 2007)
Wächter des Morgen (Dezember 2012)

'''o0o Wie schön ist das Cover o0o'''
Das Cover ist düster. Ein Rabe, der genau wie der Rest schwarz ist. Mir gefällt das Cover nicht so gut, aber ich bin ja auch eine Leseratte, die es bunt, glitzern und am Liebsten in Pink mag. Es passt auf jeden Fall und das ist die Hauptsache.

'''o0o Zitierter Klappentext o0o'''
Seit Menschengedenken gibt es die sogenannten »Anderen«: Vampire, Gestaltwandler, Hexen, Schwarzmagier. Unerkannt leben sie in unserer Mitte und sorgen dafür, dass das Gleichgewicht zwischen den Dunklen Anderen und den Hellen Anderen gewahrt bleibt. Zwei Organisationen, den »Wächtern der Nacht« und den »Wächtern des Tages«, obliegt es, den vor langer Zeit geschlossenen Waffenstillstand zu überwachen und jegliche Verstöße zu ahnden. Doch es heißt, dass ein mächtiger Anderer kommen wird, der die Fähigkeit besitzt, das Gleichgewicht der Kräfte für immer zu verändern. Und sollte er sich auf die Seite des Bösen schlagen, würde dies die Welt ins Chaos stürzen … (Quelle: Klappentext)

'''o0o Leseprobe o0o'''
http://www.amazon.de/Wächter-Nacht-Roman-Sergej-Lukianenko/dp/3453530802/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1368964180&sr=1-1&keywords=w%C3%A4chter+der+nacht

Aus rechtlichen Gründen verlinke ich nur die Leseprobe auf eine Seite, wo die Genehmigung vorliegt.

'''o0o Inhalt in eigenen Worten o0o'''
Unsere Welt ist nicht so harmlos, wie wir Menschen denken, denn es gibt die „Anderen“. Hinter ihnen verbergen sich Vampire, Gestaltwandler, Hexen und Schwarzmagier. Unerkannt leben sie so zwischen uns Menschen.
Anton Gorodetzki ein ein sogenannter Anderer, ein Lichter. Anton ist als Wächter der Nachtwache ein kleiner Streifenpolizist, der immer versucht die Dunklen daran zu hindern, den großen Vertrag zu brechen. Er beschützt im Grunde die ahnungslosen Menschen.
Es ändert sich jedoch alles, als ein Vampir auftaucht, und ohne Lizenz das Blut von Menschen trinkt. Anton begibt sich auf die Jagd nach dem Vampir und stößt dabei auf einen blutigen Kampf zwischen Licht und Dunkel. So lernt er Swetlana kennen, eine junge Frau, auf der ein mächtiger und uralter Fluch lastet, der von einem mächtigen Magier gesprochen wurde. Anton nimmt sich ihrer an und wird immer mehr in den Kampf hineingezogen.

'''o0o Wie gefällt das Buch o0o'''
Wächter der Nacht“ ist ein viel gelobtes Buch, dass von Kennern gerne mit „Herr der Ringe“ verglichen wird. Die Verfilmung hat Millionen Fans in die Kinos gelockt, und trotzdem kann ich diesen Kultstatus nicht nachvollziehen. Nachdem mir der Film schon nicht gefallen hatte, hätte ich das Buch nicht unbedingt gelesen, wenn wir es nicht geschenkt bekommen hätten. Geschmäcker sind verschieden, und auch wenn mir vieles mit Kultstatus gefällt, gibt es Ausnahmen, so wie diese.

Die Idee hinter diesem Buch ist simple und wird gerne aufgegriffen. Normalerweise wird es eher als Gut gegen Böse dargestellt, aber Licht gegen Dunkel trifft es ebenso gut. Wer gerne Werke aus dem Fantasy-Genre liest, wird des Öfteren mit dieser Grundidee konfrontiert. Allerdings hauchen die meisten Autoren diesem Ansatz eigenes Leben ein. Sei es durch eine neue Perspektive, einen neuen Schluss oder neuen Figuren und Orten. Zumindest letzteres versucht auf Lukjanenko. Habt ihr schon einmal einen Fantasy-Roman mit Vampiren und anderen magischen Wesen in Russland gelesen!? Ich persönlich nicht.

Der Einstieg in das Buch ist nach Jahren, denn so lange ist es her, dass ich den Film gesehen habe, recht schwer gewesen. Schon damals hatte ich anfängliche Schwierigkeiten wirklich zu erkennen, worauf der Film hinausläuft. Bei dem Buch ging es mir nicht anders. Erinnerungen wurden nur durch wenige Aspekte geweckt. Manchmal hat man schon von den ersten Seiten des Buches eine Erinnerung, aber hier musste ich in der Tat 100 Seiten lesen, bis es so langsam dämmerte.

ZITAT S. 9 Jegor steckte die Hände in die Taschen und blickte über die Schulter zurück. Seit er vor zwei Minuten aus dem Zug gestiegen war, hatte er das Gefühl, ein fremder Blick ruhe auf ihm. Das jagte ihm jedoch keine Angst ein, sondern hatte eher etwas Hypnotisierendes, etwas Stechendes, als pike ihn jemand mit einer Spritze.

Dieses Zitat stammt aus dem Prolog und zeigt den leichten, trivialen Stil, mit dem der Autor trotz akademischer Ausbildung auch den Otto-Normal-Leser anspricht. Eine einfache Wortwahl soll für einen zügigen Lesefluss sorgen, und bekanntlich ist dies, die richtige Entscheidung. Allerdings darf man sich dann nicht in belanglosen Diskussionen verlieren, die irgendwann nur noch einschläfern, die Spannung minimieren und vieles x-mal durchkauen. Die Aufmerksamkeit, die der Autor in die Dialoge legt, hätte er lieber in andere Buchaspekte stecken sollen. So finde ich die Persönlichkeiten angefangen von Aton und endend mit Swetlana, alles andere als lebendig, ansprechend und authentisch. Auf mich wirkten die Figuren leblos und blass. Zumindest hatte ich starke Schwierigkeiten mir die Charaktere vorzustellen, und sie in ein Kopfkino zu integrieren, was ich mir bei Fantasy-Werken nun einmal wünsche. Handlungen sind nicht immer logisch und spätestens dies ist ein Punkt, der mir negativ aufstößt. Ich persönlich bin ein Fan von Logik, auch wenn es sich um fantasievolle Romane handelt.

So lässt sich zwar alles in meinen Augen flüssig lesen, aber mir persönlich fehlt der gewisse Tiefgang, die reale Spannung und Fesslung, die ein solcher Roman mit sich bringt. Es kann in einem Buch noch so viel passieren, wenn dies durch zu viele Dialoge und durch blasse Protagonisten unterstützt wird, dann kommt in der Regel trotz roten Fadens keine richtige Spannung auf. Das im Film nicht alles aufgegriffen wurde, trägt nicht dazu bei, dass mir das Buch mehr gefällt.

Da das Buch anfangs auf drei Teile ausgelegt war, sind die einzelnen Ausgänge nicht wirklich abgeschlossen, sondern bieten genügend Platz für den nächsten Teil. Der Band selbst ist zwar durch ein gigantisches Finale „abgeschlossen“ und dieses kann sich auch sehen lassen, aber mich konnte der Schluss nicht reizen den zweiten Band zu sehen oder zu lesen. Im Grunde ist es nett, aber wie gesagt, konnte mich das Buch einfach nicht reizen, weil mich die ellenlangen Diskussionsrunden zwischen den Figuren einfach nur gestört haben. Buchtechnisch ein guter Ansatz, aber mehr auch nicht.


© Eure CQ auch für Sarah hats getestet, Sarahs Bücherwelt und auf anderen Plattformen


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