Die kleinen Freuden / Bruno H. Bürgel


Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Heute darf ich euch ein Buch vorstellen, welches ich eigentlich gar nicht lesen wollte. Wie ihr wisst, bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, und das Buch steckt voll davon. Als ich es jedoch von einer Bekannten geschenkt bekommen habe, musste ich es notgedrungen lesen. Schließlich ist mein Motto: Jedes Buch verdient eine Chance. Auf seine Art und Weise hat es sich auch gelohnt.


'''o0o Worum gehts o0o'''
Das Buch setzt sich aus vielen liebevollen kleinen Kurzgeschichten, Erlebnissen, Anekdoten und Weisheiten zusammen. Alles Kleinigkeiten, die aus kleinen Freuden bestehen, die den Alltag so liebenswert machen. Auf genauere Beispiele gehe ich noch in meiner Meinung ein, daher gibt es hier ein paar Auszüge aus der Kapitelübersicht.

I.: Die kleinen Freuden (Die Blumenwiese des Laotse. Die Sichel der Bescheidenheit. Die kleinen Freuden des Li-tai-peh... uva.). / II.: Die Reise nach Krauschen (Nuddel-Niddel, vier Stunden über Land. Meine Tante Christine. Die Arche Noah... uva.). / III.: O törichtes Herz! (Mama Miette wartet auf Stienne. Das Mutterherz in der Kirchenorgel. Die Uhr der Marquise von Pompadour. Das verhärtete Herz des Pharao und die moderne Wissenschaft... uva.). / IV.: Tautropfen und Grashüpfer (Die Naturferne des Grossstädters. Jerome verpasst den Sonnenaufgang.. uva.). / V.: Eine Geige singt in der Sommernacht (Dorf in schwüler Nacht. Der Hagere unter der Linde... uva.). / VI.: Von Kindern, Lausbuben und jungen Hunden (Das Kind ist der Vater des Mannes. Die Jugend kommt, das Alter weiss... uva.). / VII.: Vor Schaufenstern (Rauschebart und Selleriezopf machen Weihnachtseinkäufe. Kant ist unbekannt... uva.). / VIII.: Der Kampf mit dem Drachen (Die kleinen Freuden und die kleinen Leiden. Mark Twain stirbt dreimal... uva.). / IX.: Philosph sein ist alles! (Das Lied der Freude und der Schrei der Not. Unser täglich Brot gib uns heute... uva.)

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Kleine Freuden sind es, die unser Leben so lebenswert machen. Doch häufig nehmen wir sie gar nicht wahr in dem alltäglichen Stress, der uns Tag ein, Tag aus beschäftigt. Bruno H. Bürgel hat seine Beobachtungen für jeden Menschen, egal ob Arbeiterschicht oder gar Politiker festgehalten. Ihm entging nie auch nur eine Kleinigkeit, sodass er uns nun von Ameisen, Hühnern, Goethe, Laotse, Lausbuben, Reisen und vielen anderen tollen mit Dingen berichten kann. Mit viel Liebe zum Details sind so neun Kapitel mit unzähligen Freuden festgehalten worden. Anfänglich bedarf es einiger Seiten, um den Blick für diese Kleinigkeiten aus der Perspektive von Bürgel selbst zu bekommen. Seine Art von Humor, Weitsicht und auch Wortwahl sind teilweise etwas veraltet. Doch mit jeder neuen Seite kann er auch nach 60 Jahren noch Emotionen beim Leser hervorrufen. Es ist eine angenehme Art der Unterhaltung, die heute kaum noch entsteht und wegen ihres Alters kaum noch Beachtung findet. Schade eigentlich, denn in unseren Augen schafft sie es, den stressigen Alltag in einem anderen Licht erstrahlen zu lassen, und die Augen wieder für die kleinen Freuden im Alltag zu öffnen.

ZITAT S. 115:
Freilich, sie hat auch einen vortrefflichen Raumsinn; kleine Kinder verlaufen sich viel leichter als so eine Wespe.“

Ihr seht hier nur ein kleines Beispiel, aber es hat etwas Wahres. Oder nehmen wir den Buben mit dem Apfel. Wusstet ihr, dass ein Apfel Berge hat wie die Erde und bevölkert ist? Würde man die Erde auf die Größe eines Apfels schrumpfen, sähe sie ihm verdammt ähnlich. Man betrachtet einen Apfel und die liebe Wespe nun ganz anders. Oder ?

Es ist nichts, was ich jeden Tag lesen müsste, aber zwischendurch lädt es doch zum Nachdenken und Entspannen ein. Aus diesem Grund bekommt das Buch auch fünf Sterne von mir

'''Noch ein paar allgemeine Daten und etwas zum Autoren'''
Autor: Bruno H.Bürgel
Titel: Die kleinen Freuden. Ein besinnliches Buch vom Glück im Alltag.
Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg. (März 1989)
ISBN-10: 3548207197
ISBN-13: 978-3548207193
Preis: 0,01€
Genre: Kurzgeschichten
Lesedauer: 2 Tage

Bruno Hans Bürgel wurde am 14.11.1875 in Berlin geboren und verstab am 8.7.1948. Seine Mutter verstarb recht früh, und da sein Vater sich nicht zu ihm bekennen wollte, wurde er adoptiert. Nachdem er den Beruf seines Adoptivvaters, Schuhmacher erlernte, arbeite er später als Fabrikant, bevor er sich seiner Liebe der Astronomie widmete. Später versuchte er sich als Schriftsteller und Wissenschaftspublizist.


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