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Drachenland / Byron Preiss


Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Heute darf ich euch ein Buch vorstellen, welches schon seit fünf Jahren in meinem Buchregal steht. Damals habe ich über 500 Bücher ersteigert und das Buch landete auf den unbedingt lesen Stapel. Das Buch klang so vielversprechend und sah so niedlich aus. Jetzt wo ich es gelesen habe, muss ich es euch natürlich auch vorstellen. Sicherlich seid ihr auch neugierig, wie mir eins meiner alten Überraschungsbücher dann tatsächlich gefallen hat.


'''o0o Worum gehts o0o'''
In einer fremden Welt gibt es zwei Länder, die unterschiedlicher nicht sein kann. Fandora ist das Land der Bauern, Handwerker und bodenständigen Menschen. Sie hassen den Fortschritt, glauben nicht an Technik und denken, sie sind ihren Nachbarn überlegen, weil sie ihr Essen selbst anbauen. In Simbala hingegen müssen die Leute ihre Nahrung kaufen, sind aber moderner. Sie können fliegen und auch sonst gelten sie als Zauberer, denn sie setzen auf modernste Erfindungen. Es gibt jedoch auch in Fandora eine Ausnahme namens Amsel Er ist ein Erfinder und kann auch fliegen. Deswegen ist er ein Außenseiter und wird gerne als Narr gehalten. Als sein einziger Freund, der kleine Johann sich seine Flügel ausleiht und damit abstürzt, glauben alle an Mord und einen Angriff der Menschen von Simbala. Untermalt wird die Vermutung durch die Entführung eines Mädchens. Alle verdächtigen Amsel daran beteiligt zu sein, und ein Spion aus Simbala zu sein. Ihm gelingt die Flucht, und dabei muss er erkennen, dass er die einzige Person ist, die den bevorstehenden Krieg beider Länder verhindern kann, denn Fandora will Krieg, um ihre beiden „Kinder“ zu rächen. Auf seiner Reise muss Amsel jedoch die wahren Hintergründe erkennen, und niemand weiß, ob er das Schlimmste verhindern kann.

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Fantasy Bücher ziehen Menschen magisch an und auch ich lese sie ab und mal gerne. Magische Wesen, traumhafte Welten, erfüllte Wünsche. Ja, so kann man doch manchmal den tristen Alltag hinter sich lassen und sogar vergessen. Das ich mir mit diesem Buch so viel Zeit gelassen habe, liegt wohl an der Tatsache, dass es über 80 bezaubernde Schwarz-Weiß-Zeichnungen hat, die einfach so liebenswert ausschauen, dass man das Abenteuer auch gleich vor seinem realen Auge sieht.

Doch schon der Einstieg hat mir gezeigt, dass tolle Zeichnungen nicht alles sind. Die Idee hinter dem Buch ist nicht verkehrt. Das Autoren-Duo, Preiss hat sich für dieses Werk einen Co-Autoren gesucht, setzt in diesem Fall nämlich auf den ach so bösen Fortschritt, der von den alten Generationen immer als Zauber, oder inzwischen als Unfug bezeichnet wird. In diesem Fall geht es zum Beispiel um das Thema fliegen, dass früher vielen Menschen Angst gemacht hat. Auf der anderen Seite geht es jedoch auch darum, dass es besser ist über gewisse Dinge zu reden. So können nicht nur Streitereien, sondern auch Kriege verhindert werden. Wie man hier erkennt, geht es hier sehr lehrreich zu, wirkt jedoch durch die fantasievolle Welt theoretisch für jüngere und auch ältere Leser nicht langweilig. So viel zumindest zur Theorie. Die Praxis war für mich anstrengend und schwer. Autoren versuchen viel Gehalt in ihre Sätze zu packen, verlieren sich jedoch gerne mal in ihren Gedanken. Dadurch entstehen lange, verschachtelte Sätze. Ab und an stört dies weniger. Wenn es jedoch wie in diesem Buch ständig der Fall ist, wird es schwer.

ZITAT S. 21
Jondalrun wusste, daß die Possen seines Sohnes mit dem verrückten Amsel, dem Irrgläubigen zu tun hatten, mit dem Narren, der seinen Sohn ständig gefährliche Ideen in den Kopf setzte.

Es ist jetzt nur ein kleines Beispiel, aber man hätte es auch kürzer ausdrücken können. Sicherlich ist es schön beschrieben und die Worte angenehm zu lesen, aber mir hätte es eine Spur direkter besser gefallen. Vielleicht wäre mir diese Sprachwahl bzw. die langen Sätze oftmals gar nicht aufgefallen, wenn ich nicht durch die vielen oft gleich klingenden Namen meine Schwierigkeiten gehabt hätte. Am Anfang denkt man sich noch, dass es nur zu Beginn so ist und der Leser sich schon an die merkwürdigen Namen gewöhnt. Im Land Fandora geht es noch und obwohl man hier vielleicht weniger Namen hätte nutzen können, hatte ich am Ende nicht das Gefühl erschlagen worden zu sein. Doch kaum hat man sich daran gewöhnt, erscheint auch schon die Reise ins nächste Land und in Simbala war für mich das Aus. Wieder prasseln die unbekannten und ähnlichen Namen auf den Leser. Es gelingt einem nur schwerlich ein Bild von jeder Figur entstehen zu lassen, um sie überhaupt zuordnen zu können. Oftmals fragte ich mich, wer war denn das nun schon wieder. Gefühlte 100 Namen sind schon für normale Leser ohne Namensschwäche zu viel.

Irgendwann war jedoch der Punkt, wo man sich an die wichtigsten Namen gewöhnt hat, und die anderen einfach als „leere“ Anhängsel mitzieht. Hat man sich damit angefreundet, erwartet den Leser eine aufregende Reise durch bezaubernde, magische Welten, die im Grunde gar nicht so unterschiedlich sind. Wie schon eingangs erwähnt, kann eine Menge gelernt werden, und durch die spannende Verpackung, die sich langsam, aber kontinuierlich aufbaut, macht es zudem großen Spaß, der Geschichte zu folgen. Ich selbst habe für das Buch drei Tage gebraucht und war auf jeden Fall am Ende nicht enttäuscht. Es ist schon ein bezauberndes Buch.

Alles in allem ist es ein schönes Buch, dass für angenehme Unterhaltung sorgt, es aber gerade am Anfang durch die vielen Namen und eben die langen Sätze oft schwierig macht.


'''o0o Zusammengefasst o0o'''


Pro: Idee, Lehrgehalt, Zeichnungen, Themen
Contra: Namen, manchmal unnötig lange Sätze
Empfehlung: Ja 4 Sterne

'''Noch ein paar allgemeine Daten und etwas zum Autoren'''
Autor: Byron Preiss
Titel: Drachenland
Broschiert: 461 Seiten
Verlag: Econ Tb. (1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3612273124
ISBN-13: 978-3612273123
Preis: 0,01€
Genre: Fantasy
Lesedauer: 3 Tage

Byron Preiss (* 11. April 1953 in Brooklyn, New York, USA; † 9. Juli 2005 in East Hampton, New York, USA) war ein US-amerikanischer Verleger, Book Packager, Spieleentwickler und Autor. Zusammen mit dem bekannten Autoren Michael J. Reaves schrieb er dieses Buch. (Quelle: Teilweise Wikipedia)



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