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Sündenherz / Julie Parson

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Pünktlich zu meinem Geburtstag wurde das Wetter besser, und damit das Geburtstagsessen sich nicht auf den Hüften absetzt, hab ich natürlich Sport getrieben. Beim Fahrradfahren lese ich sehr gerne ein Buch, damit die Zeit schnell vergeht, und so hab ich mir ein Buch geschnappt, auf das ich mich sehr gefreut habe. Obwohl es viele schlechte Kritiken bekommen hat, habe ich es mir sofort ertauscht, als ich es entdeckt habe. Ich musste nicht überlegen, und das spricht eigentlich für ein Buch. Meine Erwartungshaltung war dementsprechend sehr freudig.


'''o0o Allgemeine Daten o0o'''
Autor: Julie Parsons
Titel: Sündenherz
Verlag: Augsburg : Weltbild (2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3828976433
ISBN-13: 978-3828976436
Seiten: 432
Preis: 0,01€

'''o0o Leseinformationen o0o'''
Genre: Psychothriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage

'''o0o Autor/in o0o'''
Julie Parsons wurde 1951 als Tochter irischer Einwanderer in Neuseeland geboren. Im Alter von fünf Jahren verlor sie ihren Vater, einen Mediziner, der bei einer Dienstfahrt mit dem Schiff zu einer kleineren Inselgruppe bei Samoa spurlos verschwand. Die Mutter kehrte mit ihrer Familie zurück nach Irland, als Julie 12 Jahre alt war.
Bevor sie sich der Schriftstellerei widmete, arbeitete sie als Journalistin sowie als Radio- und Fernsehproduzentin. Mit »Mary, Mary« veröffentlichte Julie Parsons 1998 ihren ersten Roman, mit dem sie prompt einen großen Erfolg verbuchen konnte.
Julie Parsons lebt heute mit ihrer Familie in Dun Laoghaire bei Dublin.
(Quelle: www.krimi-couch.de)

Weiterer Titel: Rache kennt kein Gebot

'''o0o Optik o0o'''
Meine Ausgabe gefällt mir optisch nicht unbedingt. Ein Rasen, wo ein Junge spielt, ist jedoch treffend gewählt und passt daher besser zum Buch, als eine andere Ausgabe, wo ein Apfel abgebildet ist. Dies sieht aber dafür hübscher aus.

'''o0o Zitierter Klappentext o0o'''
Owen Cassidy, acht Jahre alt, dichtes blondes Haar, hellblaue Augen – spurlos verschwunden mitten in Dublin an Halloween 1991. Alle dachten, Owen würde mit seinem besten Freund spielen. Zu Hause ist er aber nie angekommen. Das Verschwinden seines Sohnes stürzt Nick in tiefe Schuld. Denn statt sich um ihn zu kümmern, hatte er den Nachmittag im Bett verbracht – mit der Nachbarin. Diese Affäre kostet ihn seine Familie, sein Glück. Ruhelos flieht er nach Amerika und versucht vergeblich zu vergessen. Zehn Jahre später kehrt er nach Irland zurück, um sich seiner Vergangenheit zu stellen und herauszufinden, was sich wirklich ereignet hat, damals, an diesem Tag im Herbst. Doch alles kommt ganz anders. Nick gerät in eine Welt des Schreckens, von der er nichts, aber auch gar nichts geahnt hatte … (Quelle: Klappentext)

'''o0o Leseprobe o0o'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Aus diesem Grund verzichte ich auf eine Leseprobe, damit es keine rechtlichen Probleme gibt.

'''o0o Inhalt in eigenen Worten o0o'''
10 Jahre ist es her, als Owen Cassidy verschwunden ist. Damals war Owen acht Jahre alt, und wollte eigentlich mit seinem Freund alles für Halloween vorbereiten. Doch nach einem Streit verschwindet er und kommt nie zu Hause an. Seine Mutter Susan, eine beliebte Ärztin, war im Krankenhaus am Arbeiten, während ihr Mann Nick sich um ihn kümmern sollte. Statt sich jedoch um seinen Sohn zu kümmern, streicht er dem Au-Pair ihren freien Tag und zwingt sie auf Owen aufzupassen. Nicht aus Faulheit oder weil ein wichtiger Termin vorlag, sondern um sich mit der Nachbarin Gina im Bett zu amüsieren. Das Owen wahrscheinlich nicht verschwunden wäre, wenn er aufgepasst hätte, aber auch den Seitensprung kann ihm seine Frau nicht verzeihen. Nach der Tragödie, der erfolglosen Suche und als die Vorwürfe, er oder Gina hätten was damit zu tun, verlässt er Dublin und will in den USA ein neues Leben anfangen. Die damaligen Geschehnisse lassen ihn allerdings nie wirklich zur Ruhe kommen. Als er nun auf ein altes Gesicht, ein früheres Nachbarskind trifft, die als Domina arbeitet, entschließt er nach 10 Jahren zurückzukehren. Auf eigene Faust fängt er an zu ermitteln und stößt auf neue Informationen, die den Fall in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Min, die Polizistin, die damals schon den Fall übernommen hatte, nimmt ihn erneut auf und fängt ebenfalls an zu ermitteln. Dabei kommt ein dunkles Geheimnis ans Licht, dass Nick plötzlich in Gefahr bringt und ihn als Täter erscheinen lässt. Kann er den wahren Täter überführen, oder spielt er doch nur ein falsches Spiel?

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Es gibt Bücher, die will man unbedingt lesen, auch wenn alle sagen, dass das Buch sich definitiv nicht lohnt. Als sich mir damals die Möglichkeit bot es zu ertauschen, konnte ich nicht widerstehen. Damals war mir die Autorin noch fremd, was sich jedoch in der Zwischenzeit geändert hat. „Rache kennt kein Gebot“ konnte mich jedoch nicht überzeugen. Schon damals zeigte die Autorin, dass sie gute Ideen hat, es ihr aber nicht gelingt sie spannend und perfekt umzusetzen. Ausnahmen bestätigen die Regel, und so hab ich das Buch angefangen.

Schnell wird jedoch auch hier deutlich, dass die Autorin wirklich nicht mehr als gute Ideen zu bieten hat. Warum sie von der Presse stets gelobt wird, konnte ich auch beim zweiten Werk einfach nicht nachvollziehen. Es beginnt schon auf den ersten Seiten. Der Leser wird mitten ins Geschehen geworfen. Zehn Jahre sind vergangen und nun darf der geübte Leser sich zwischen rasanten, ungeordneten und nicht immer ersichtlichen Sprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ein Bild zusammenbasteln. Bei guten Sprüngen habe ich kein Problem mit einer solchen Bastelei. Als Autor sollte man dies jedoch beherrschen, wenn man es einsetzt. Oft ist unklar, in welcher Zeit man sich befindet, wer gerade berichtet, denn man begleitet nicht immer Nick, sondern auch ab und an seine Frau und wo man die Geschehnisse einordnen soll. Es wird mit Namen um sich geworfen, die am Anfang nur kurz und blass eingeführt werden, sodass dies noch erschwerend hinzukommt. Irgendwann ist jedoch der Punkt erreicht, wo man alles über die Vergangenheit weiß und sich nur noch in der Gegenwart befindet. Puh, dachte ich mir, und war hier schon an einem Punkt, wo ich genervt war. Es war wirklich schwer hier ein klares Bild entstehen zu lassen. Gerade auch bei den Personen, die eine so tragende Rolle spielen. Zudem sind die Figuren allesamt irgendwo fragwürdig und eher nervig. Nehmen wir zum Beispiel Susan. Sie liebt ihren Sohn, ist jedoch nur für ihren Job da. Einer muss ja arbeiten gehen, aber man bekommt das Gefühl, dass sie nie eine Stunde auf die Arbeit für Owen verzichtet hätte. Nick ist ebenfalls komisch. Er will unbedingt ein Kind, aber wirklich aufpassen will er nicht, sondern seinen Spaß haben. Auch die Nebenfiguren, wie das Kindermädchen, dass als Patientin eingeführt wird, später Drogen nimmt und sich sogar Nick anbietet, oder die Nachbarstochter, die als Domina arbeitet. Es sind schon merkwürdige Figuren. Ausgefallen, aber leider so blass. Ich konnte ehrlich gesagt nicht mal Mitgefühl aufbringen, weil die Gefühle der Eltern einfach nur schwach dargestellt wurden.

Statt nun auf Spannung zu setzen, dümpelt die Geschichte nur so vor sich hin. Sollte ein Psychothriller aber nicht spannend aufgebaut sein? Sicherlich ist die Frage, was Owen damals passiert ist, ein guter Ansatz, aber ich muss für mich persönlich sagen, dass sie mich nur minimal gereizt hat. Das liegt daran, dass durch die Umsetzung am Anfang, ich keine große Bindung zu diesem Fall hatte. Hätte die Autorin den Leser direkt bei dem Verschwinden teilhaben lassen, die Ängste danach, und wäre sie dann in die Zukunft gesprungen, hätte sie mich mit dem Ansatz gehabt. So war ich fremd, als hätte mir jemand erzählt, dass vor zehn Jahren in China ein Baum umgefallen ist. Es ist natürlich übertrieben ausgedrückt, denn es wurde ein Kind entführt und als Mutter finde ich das natürlich tragisch, aber vielleicht versteht ihr worauf ich hinaus möchte. Im Grunde hätte ich einfach auf die letzten Seiten blättern können, ohne etwas zu vermissen.

Irgendwann wird das der Autorin wohl auch bewusst, denn sie entwickelt so etwas wie einen roten Faden und fängt an in eine bestimmte Richtung zu schreiben. Allerdings mangelt es auch hier an Spannung. In meinen Augen würde man definitiv nichts verpassen, wenn man mittendrin abbrechen würde, und nebst Anfang nur die letzten 30 Seiten lesen würde. Hinterher ist man jedoch meist schlauer.

Wo wir gerade vom Schluss reden, kommen wir doch auch zu ihm. Ich weiß, dass es viele kranke Menschen auf der Welt gibt, und das die Idee für den Ausgang definitiv nicht unbedingt unrealistisch ist. Trotzdem hat mich der Schluss nicht wirklich überzeugen können. Es kommt so überraschend und wird so schnell abgehakt, dass man irgendwo das Gefühl hat: Das war schon alles!?

Wie ihr schon merkt, konnte mich das Buch noch weniger überzeugen als „Rache kennt kein Gebot“. Für mich bedeutet es: Nie wieder ein Buch dieser Autorin. Das Thema bietet doch so viel Möglichkeiten, und wenn man es schon so umsetzt, dann muss man es doch nicht als grandiosen Psychothriller auf den Markt bringen, wenn gänzlich null Spannung aufkommt. Mir kommt das Ganze eher wie ein schlechtes Drama vor. Dementsprechend fällt meine Bewertung auch niedrig aus – 1 Stern.

'''o0o Zusammengefasst o0o'''

Pro: Ansatz
Contra: Figuren, mangelnde Spannung, wirrer Einstieg
Empfehlung: Nein, 1 Stern


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