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Letzter Dreh / John Sandford

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Heute habe ich mal wieder einen spannenden Thriller für euch. Sofern man diesen Thriller als spannend empfindet. Dazu aber gleich mehr. Ich habe mir das Buch bei einem Tauschspiel ertauscht und war wirklich froh über diesen Fang. Gute Bewertung bei Amazon und genau mein Geschmack. Nun habe ich es gelesen, und war alles andere als froh.


'''o0o Worum geht es o0o'''
Anna ist Sensationsreporterin und fährt Nacht für Nacht mit ihrer Crew durch die Straßen von Los Angeles. Sie ist immer auf der Suche nach heißen Nachrichten, die sie exklusiv an die unterschiedlichsten Nachrichtensender verkaufen. An einem chaotischen Abend, ändert sich jedoch alles. Abends drehen sie noch eine Szene mit Tierschützern und verlassen diese für einen Irren, der auf einem Hotelbalkon steht und bevor ins Innere klettern kann, in die tödliche Tiefe stürzt. Das Team trennt sich danach und am nächsten Tag wird die Leiche von einem Teammitglied am Strand angespült. Unter Drogeneinfluss wurde er misshandelt, fast zu Tode geprügelt und im Anschluss erschossen. Als kurz darauf noch auf ein weiteres Crew-Mitglied geschossen und er dabei verletzt wird, merkt Anna, dass jemand es gezielt auf sie und die Crew abgesehen hat. Vielleicht wäre sie auch schon an der Reihe gewesen, denn jemand war in ihrer Wohnung, konnte aber dank der Nachbarschaftshilfe vertrieben werden. Zu allem Überfluss taucht auch noch ihr Ex auf. Steckt er dahinter oder ist der Hintergrund ein ganz anderer?

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Es gibt Bücher, auf die man sich freut. „Letzter Dreh“ ist ein solches Exemplar. Ohne zu zögern habe ich es mir ertauscht und aufgehoben, denn ich erwartete ein spannendes, mitreißendes Buch.

Vom Autoren selbst hatte ich noch nie etwas gehört, und so habe ich mich neugierig, und offen ans Lesen gemacht. Die ca. 400 Seiten sind in 31 Kapitel unterteilt und haben somit eine angenehme Länge Zumindest, wenn das Buch fesselt, denn sonst können sich die Kapitel in die Länge ziehen. Dies ist hier jedoch der Fall. Am Anfang ist das große Fragezeichen vorhanden, und die Vorfreude gleichfalls groß. Als Leser wird man mitten ins Geschehen geworfen, ohne die Figuren und Situation zu kennen. Wer ist Anna, wer ist die Frau mit der Maske.... Nach und nach klärt sich einiges. Doch nach 50 Seiten registrierte ich zum ersten Mal, dass mir die Figuren völlig fremd waren. Grob nach Schema F werden sie vorgestellt, aber sie sind farblos und ich persönlich konnte keine Bindung aufbauen. So wie die Figuren wie „weiße, farblose“ Schachfiguren dargestellt sind, wird auch der Rest beschrieben. Leere Adjektive. Eine Tierschutzaktion, ernst und doch humorvoll trifft z. B. auf einen Sprung von einem Hotel, der mit dem Tod endet. Genauso passiert ein Mord. Doch weder emotional noch sonst konnte das Geschehen mich berühren, obwohl man in den Strudel voll Gewalt, Rache, Hass und Alltag von US-Großstädten eintaucht, kam für meinen Geschmack keine Bindung und noch weniger Spannung auf. Laut Rückseite von Kirkur Reviews „..von Spannung schier berstender Psychothriller....“. Davon ist das Buch jedoch meilenweit entfernt. Ich versuche es euch mal via Zitat zu erkären.

ZITAT S. 48
Der Typ hockte mit aufgerissenen Augen auf dem Fußboden, Blut lief ihm aus Mund und Ohren, und er sagte noch immer nichts weiter als „Au, Mann.“

An sich ist es schon eine heftige Beschreibung, schließlich wird ein vollgedröhnter Junkie hier gerade übelst zusammengeschlagen und sollte eigentlich erkennen, dass er gleich sterben wird. Aber so gleichgültig, wie er es wahrnimmt, sind viele Beschreibungen. Der Autor schafft es mit seinen Worten nicht mich zu berühren. Normalerweise würde ich mich bei einer solchen Situation schütteln und vielleicht Angst um den Menschen haben, aber nicht so. Zumal man einfach gar nichts über den zukünftigen Toten weiß.

Ich für meinen Teil habe nach gut 100 Seiten die Lust verloren und mich wirklich durch die letzten Seiten gekämpft, den nicht mal der Schluss war ein echtes Highlight. Logisch, rasant, aber nicht krönend, sondern irgendwie auch langweilig. Mein Fall war es leider nicht.

'''o0o Noch ein paar allgemeine Daten, etwas zum Autoren, Klappentext o0o'''
Autor: John Sandford
Titel: Letzter Dreh
Verlag: Goldmann; Auflage: 1 (1998)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442440580
ISBN-13: 978-3442440580
Preis: € 0,01
Genre: Thriller
Lesedauer: 3 Tage

John Sandford ist das Pseudonym des mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Journalisten John Camp. Seine Romane um den Polizisten Lucas Davenport finden sich regelmäßig ganz oben auf der amerikanischen Bestsellerliste. Schneller und fesselnder als er schreibt kaum ein zeitgenössischer Thriller-Autor. John Sandford lebt in Minneapolis. (Quelle: Amazon)


'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''

Pro: Idee
Contra: Figuren, Beschreibungen
Empfehlung: Nein
Sterne: 1 Stern


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