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Bob Sportkinderwagen Revolution SE im Test


Ein guter Kinderwagen kann den Alltag einer Mutter ungemein erleichtern. Geht man jedoch in einen gut sortierten Babyladen, wird man vom Angebot erschlagen. Welcher Kinderwagen passt zu mir, wie stimmt der Preis gegenüber der Qualität. Auch wir haben schon so manchen Kinderwagen besessen und dachten eigentlich, dass wir unser uneingeschränktes Highlight gefunden haben. Endlich ein Kinderwagen, der sich von der Griffhöhe optimal verstellen ließ, auf jedem Untergrund eine gute Figur machte, für das Kind unglaublich bequem war, leicht zusammenfalten ließ und viel Platz bot. Doch das allein macht keinen guten Kinderwagen aus. Auf unserer Kreuzfahrt haben wir festgestellt, dass er einfach viel Platz wegnimmt. Er ist einfach breiter als normale Modelle und leider klappert er nach dem extremen Urlaub beim Schieben. Als sich uns die Möglichkeit bot den Bob Sportkinderwagen Revolution SE für euch zu testen, haben wir nicht lange überlegt.

PREISKLASSE
Der Bob Sportkinderwagen Revolution SE liegt mit aktuell 463,50€ auf Amazon im mittleren Preissegment.

PRODUKTDETAILS
GS-geprüft - Ja
Empfohlenes maximales Körpergewicht - 17 Kilogramm
Art des Gurtes - 5-Punkt-Gurt
Art der Bereifung - Luftrad
Reifendurchmesser - 40.65 cm
Maße zusammengeklappt - 100 x 65x 41 cm
Einfacher 2-Schritt Faltmechanismus
Leichter Rahmen
Einstellbare Federung
Zubehör-Adapter für eine schnelle und einfache Befestigung des BOB® Adapters für Babyschalen oder Spieltisch
Gepolsterte, verstellbare Sitzeinheit
5-Punkt-Gurt
Mehrfach verstellbares Verdeck
Großes Sichtfenster
Transportkorb, große Rückenlehnentasche und Sitzinnentaschen zur Aufbewahrung
Verstellbare Spurführung
Feststellbremse

FÜR EUCH GETESTET
Als Mutter eines 2jährigen Sohnes muss ein Kinderwagen viel mitmachen. Bei dem Modell handelt es sich um einen sportlichen Kinderwagen der Marke BOB. Was viele nicht wissen, 2011 wurde BOB von Britax Römer aufgekauft und zählte vorher in den USA zu den führenden Anbietern im Bereich Outdoor Kinderwagen. Zusammen mit Britax erobert BOB nun auch seit 2013 den deutschen Markt.



Aufbau des Bobs
Nachdem wir schon vom Orbit wissen, dass gerade im Bereich Kinderwagen die Anleitungen manchmal sehr verwirren können, konnte uns diese Gebrauchsanleitung nicht mehr schocken. Der Kinderwagen wird ebenfalls in mehreren Einzelteilen geliefert, sodass er beim Paketdienst keine Übergröße annimmt. Die Gebrauchsanweisung selbst ist eher verwirrend. Wer jedoch halbwegs logisch denken kann, oder schon Erfahrung im Aufbau eines Kinderwagens hat, wird schnell selbst erkennen, wohin welche Teile kommen und wie sie zusammengebaut werden. Im Grunde ist man ohne einen Blick auf die Anleitung besser bedient, denn danach zweifelt man doch schon etwas an seiner Logik. Die wenigen Teile lassen sich jedoch schnell mit der Hand montieren. Wir haben für den Aufbau selbst keine 10 Minuten gebraucht. Werkzeugtechnisch benötigt ihr höchsten ein Messer zum Öffnen und einen Schraubenzieher. Im Grunde gilt es nur die drei Räder, eins davon ist übrigens im Wagen versteckt, auszupacken und in die Radhalterungen einzuspannen.

Qualität
Ich glaube die erste Frage, die man sich beim Kauf stellt: Stimmt die Qualität!? Wir hatten nun schon hochwertige Wagen, wie die Quinni oder den Orbit, aber auch günstige Modelle, die schon beim Anblick wackelten. Dementsprechend neugierig waren wir. Der BOB Kinderwagen macht hier einen äußerst hochwertigen und stabilen Eindruck. Es klappert an keiner Stelle und das Verdeck sieht ebenfalls sehr stabil aus. Zudem lässt es sich mehrfach verstellen, sodass das Kind nicht der Sonne ausgesetzt ist, aber auch vor Regen geschützt sein müsste. Das Material des Sitzes ist bequem und kleinere Flecken sind durch die dunkle Farbwahl nicht sofort sichtbar. Es ist jedoch auch ein Material, welches notfalls auch mit Schwamm und Spülmittel gereinigt werden kann. Die Räder, die ich bei meinem letzten „US-Modell“ bemängelt habe, weil sie aus Hartplastik waren und schon nach wenigen Fahrten durchlöchert waren, gibt es hier nicht. Dieses Modell setzt auf Luftreifen, die sich sehr gut drehen lassen und für einen kleinen Wendekreis sorgen. Ansonsten warten viele Staumöglichkeiten auf Mutter und Kind. Probeweise habe ich einen 2,5kg Sack Kartoffeln, 2 x 1,5 Flasche Pepsi, etwas Spielzeug und eine große Dose Gemüse in das Netz unter dem Wagen gelegt. Es bietet viel Platz und wirkt sehr stabil. Auch gibt es noch zusätzlichen Stauraum in Form von Sitztaschen, die aber wirklich nur für Kleinigkeiten ausgelegt sind.
Die Feststellbremse funktioniert ebenfalls sehr gut, sodass ich hier nichts bemängeln kann. Selbst an einem abschüssigen Hang, kann der Wagen geparkt werden.
Besonders hat es mir der Griff angetan. Er ist nicht nur gut gepolstert, sondern auch durchgängig. Leider setzen viele Kinderwagen inzwischen auf einzelne Griffe. Höhentechnisch haben sowohl mein Mann mit 187cm, als auch ich mit 165cm kein Problem. Er lässt sich zwar nicht verstellen, wie wir feststellen mussten, aber das ist nicht schlimm.



Den Qualitätscheck mit einigen Tests, aber im Grunde der erste Eindruck, hat der BOB Kinderwagen auf jeden Fall bestanden.

Fahrtests mit verschiedenen Untergründen
Optisch und von der Qualität kann ein Kinderwagen noch so gut sein. Wenn er sich schlecht schieben lässt, ist der Rest vollkommen egal. Hier wird mir wohl jedes Elternteil zustimmen. Nichts ist schlimmer als ein XXL-Wendekreis, oder wenn sich der Wagen total schlecht auf einem sandigen Untergrund schieben lässt. Aus diesem Grund habe ich die verschiedensten Untergründe für euch getestet.

Unser Testpilot saß im BOB sehr bequem und auch die Sicherheitsgurte sind endlich mal für schmalere Kinder ausgelegt. Der Wagen ist gut gefedert, kann aber ggf. auch angepasst werden. Die Kinder selbst haben einen guten Ausblick und sitzen auch beim Vorbeugen sehr gut im Wagen.

ASPHALT
Asphalt gibt es überall, und der Kinderwagen lässt sich hier göttlich schieben. Er gleitet regelrecht über den Bodenbelag. Das Kind merkt hier gar nicht viel durch die gute Federung. Durch das Rad, welches nicht fixiert ist, sich aber fixieren lässt, ist der Wendekreis sehr gut. Damit wäre der Wagen definitiv tauglich für die Städte dieser Welt.

PLATTENWEG
Manche Wege bestehen aus Platten und hier sind schon ein paar mehr Rillen und Unebenheiten. Auch hier lässt sich der Wagen gut schieben, hält die Spur, bleibt nicht hängen und das Kind wird nicht unnötig durch gerüttelt, weil der Wagen sehr gut federt.

PLASTERSTEINE
Bei uns in der Innenstadt gibt es viele Pflastersteine. Klar merkt man hier, dass der Boden uneben ist, und das Kind wird auch leicht gerüttelt, aber es klappert nichts und die Federung dämpft sehr viel. Auch hier verkanten sich die Räder nicht.

SAND
Hier hatte ich bei einigen Wagen deutliche Probleme. BOB lässt sich sehr gut schieben. Das Kind wird nicht durch geschüttelt, der Waagen hält auch mit einer Hand die Spur, sodass das Kind auch an der Hand neben dem Wagen herlaufen kann. Das Gefühl leicht gebremst zu werden, bleibt hier völlig weg.

WALDWEGE
Unebenheiten, Matsch, Wurzeln, Löcher, Laub. Ihr kennt das ja. Klar hakt der Wagen auch mal bei großen Unebenheiten, aber ansonsten lässt sich mit diesem Wagen auch eine schöne Wanderung mit den Kindern im Wald unternehmen.

MATSCHIGER UNTERGRUND
Jetzt im Herbst wieder öfters vorhanden und auch diesen Test hat der Wagen gut bestanden. Die Räder werden zwar dreckig, aber lassen sich trotzdem auch durch tiefe Matschpfützen schieben. Hier wird man aber je nach Tiefe des Matsches etwas gebremst.

WIESE
Da im Sommer auch das Gras höher wird, und Kinder gerne über Wiesen laufen, nehme ich diesen Boden auch einmal auf. Ist das Gras natürlich sehr hoch, dann lässt sich auch hier der Wagen nur mit etwas mehr Kraft schieben. Ein leichtes Bremsgefühl ist einfach vorhanden. Bei normaler Höhe merkt ihr jedoch gar keinen Unterschied.

STEIGUNG
Egal ob in der Natur oder in Städten, immer trifft man auf Steigungen. Der Wagen lässt sich sehr gut hochschieben ohne schwer zu wirken. Selbst wenn man nur eine Hand frei hat, weil noch eine Einkaufstüte mit muss, kommt man schnell oben an. Manche Kinderwagen können bei einer Steigung leider nur schwer die Spur halten, und das trifft auf den BOB nicht zu.

SCHNEE
Ja, theoretisch gehe ich auch im Winter mit dem Wagen raus, aber in diesem Fall gibt es noch keinen Schnee, sodass ich diesen Untergrund für euch noch nicht testen konnte. Dies reiche ich aber zu einem späterem Zeitpunkt nach.

Der Autotest
Manchmal muss der Kinderwagen auch ins Auto passen. Hier war bei unserem Orbit das größte Problem. Er passte zwar hinein, nahm aber sehr viel Platz weg. Zudem soll es schnell gehen, denn manchmal hat man nur wenig Zeit. Deswegen habe ich einfach mal die Zeit gestoppt, wie lange ich für den Zusammenbau benötige. Vom Beginn bis zum fertigen Liegen im Auto haben wir 15 Sekunden benötigt. Hier ist der Abbau der Räder natürlich mit einberechnet. Er lässt sich leicht mit wenigen Handgriffen zusammenfalten. Mit mehr Übung geht es natürlich schneller. Der Wagen ist überraschend klein und nimmt wenig Platz weg. In unserem Ford Focus Kombi passt er locker hinten hinein und vorne ist noch Platz für Einkäufe oder andere Sachen.

UNSER FAZIT
Der BOB Kinderwagen ist ein Allround-Talent, welches sich auf sicher gut auf allen getesteten Bodenarten schieben lässt. Die Federung ist ausgezeichnet und die Kinder fühlen sich sehr wohl. Ich persönlich kann nichts negatives entdecken. Er passt gut ins Auto hinein, lässt sich schnell zusammen- und auseinanderbauen, lässt sich gut schieben, bietet viel Platz und was besonders wichtig ist – Mama und Kind fühlen sich sehr wohl mit diesem Kinderwagen. Ich bin ehrlich gesagt etwas traurig, dass mein Zwerg schon so groß ist und BOB nicht schon eher auf den Markt gekommen ist. Er hätte uns viel Ärger und Leid ersparen können, denn hier habe ich beim Schieben ebenfalls keine Nackenschmerzen, die zu Kopfschmerzen führen. Einfach weil er sich so gut schieben lässt.

Kommentare

  1. Hört sich gut an, ich lass Leonie nur noch ganz selten in ihren Buggy, haben uns damals einen für ca 100 € gekauft da es echt der bequemste und sogar stabilste war (zumindest bei babytrends) Für einen Kinderwagen gebe ich aber auch gerne mehr aus. LG Desiree

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  2. Kennst Du eigentlich den neuen Blogger-System Anbieter qwer.com ? Ich würde mich sehr über eine Antwort auch per Email von Dir freuen. Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg mit Deinem Blog.

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  3. Die Marke kannte ich, wenn ich ehrlich bin, bislang noch gar nicht. Aber du hast recht: Ein Kinderwagen muss schon vieles mitmachen. Vor allem, wenn man nicht nur ein Kind hat. Da ist eine hohe Qualität sehr wichtig.

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