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Der Magier - Sand der Zeit / Wolfgang Hohlbein

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Nur noch sieben Bücher, und ich habe das Kapitel Hohlbein endlich hinter mir. Als ich damals Weihnachten krank im Bett lag, und seine Templer-Geschichten gelesen hatte, da war ich der Meinung einen brillanten Autor vor mir zu haben. Aus diesem Grund habe ich mir für viel Geld ein ganzes Paket von ihm ersteigert. Anfänglich war meine Euphorie noch groß, denn auch die nächsten Werke waren einfach nur genial. Doch irgendwann schlich sich der erste Roman ein, der irgendwie nicht überzeugen konnte. Langweilig, sehr ähnlich oder einfach langgezogen. Inzwischen ist es eher so, dass ich mich echt freue, wenn ich mal wieder einen Hohlbein vorfinde, der mich überzeugen kann. Bei diesem hatte ich es gehofft, und deswegen ihn als erstes ausgewählt. 


'''o0o Worum geht es o0o'''
Den Magier Robert Craven plagt seit einigen Wochen ein und der selbe Traum. Ein Wikingerfürst mit Namen Hellmark bricht auf, um neue Länder zu entdecken. Lange vor Kolumbus entdeckt er das spätere Amerika. Bevor er aber auch nur einen Fuß auf dieses neue Land setzen kann, begeht seine Mannschaft Meuterei. Sie entern sein Schiff und als er sich nicht ergeben möchte, wird er einfach mit einem Pfeil getötet. Er schwört mit seinem letzten Atemzug Leif Erickson Rache. Die Götter sollen das Unrecht für ihn rächen. 

Craven erkennt an der Häufigkeit und der Angst, dass an diesem Traum etwas dran sein muss. Er schreibt ihn nicht nur detailgetreu auf, sondern wendet sich auch an den Altertumsforscher Pfessor Havilland, der in Mexiko wohnt. Dieser Professor ist der gleichen Ansicht wie er, ist jedoch ein Einsiedler, und so muss Craven unter falschen Vorwand den Professor aufsuchen. Als dieser seine Lüge erkennt, fordert er Craven kurzer Hand zur Abreise auf. Mit einem Schiff macht er sich auf den Weg. Doch unterwegs kommt immer stärkerer Nebel auf, der stark an den Traum erinnert. Als kurze Zeit später die Meeresoberfläche anfängt zu brodeln und ein uraltes, mitgenommenes Wikingerschiff auftaucht, ahnt Craven, dass etwas nicht stimmt. Craven muss zusammen mit den anderen an Bord um sein Leben kämpfen, und auch am Land wird schnell klar, dass die Mannschaft von damals nun gekommen ist, um Rache zu nehmen. 

'''o0o Meine Meinung o0o'''
„Der Magier – Der Sand der Zeit“ ist der letzte Teil einer dreiteiligen Reihe. Beide vorherigen  Bände habe ich nicht gelesen, und auch der Hexer, der wie ich in einer anderen Rezension gelesen habe, um das Fehlen der anderen Werke auszugleichen, ebenfalls dazu gehört. 

Während Hohlbein bei längeren Werken bekanntlich auf viele Details aus vorherigen Bänden eingeht, ist es bei einem Buch mit rund 300 Seiten nicht der Fall. Als Leser fühlte ich mich plötzlich in die fremde Geschichte hineingeworfen, und brauchte einige Seiten, um überhaupt die Figuren richtig kennenzulernen. Berichtet wird aus der Ich-Perspektive von Craven, der leider als gegeben vorausgesetzt wird. Als Quereinsteiger war es mir so gut wie unmöglich mir ein klares Bild zu machen. Die wenigen Andeutungen an frühere Dinge und seine Kindheit haben mich ehrlich gesagt eher verwirrt, als mir geholfen. Nun kann das Buch dafür nichts, und deswegen habe ich mich durch fremde Rezensionen von Band 1 und 2 gearbeitet, damit ich es fair bewerten kann. 

Die Geschichte selbst beginnt mit dem Traum von Craven, der wirklich Lust auf mehr macht, denn ich persönlich liebe Bücher über Wikinger. Sie sind ein interessantes Volk und dementsprechend wecken sie auch meine Neugierde. Das später noch einmal der gesamte Traum zu lesen ist, fand ich etwas schwach, denn dieser hätte auch gleich zu Beginn festgehalten werden können, aber nun gut, so muss der Leser einige Passagen doppelt lesen.  

Obwohl ich mich mit dem Einstieg etwas schwer tat, empfand ich die Idee, von Hellmark und seinen Männern wirklich faszinierend, und auch die Frage nach dem immer wiederkehrenden Traum hatte mich sofort in den Bann gezogen. Wäre sich Hohlbein in diesem Punkt treu geblieben, dann hätte er mich bis zum Schluss gehabt. Doch nach der Beichte nimmt das Buch eine Wendung an, mit der ich irgendwie Probleme hatte. Das liegt daran, dass die Thematik viel Spielraum bietet, sich Hohlbein jedoch für eine Zombie-Variante entscheidet, die auf einem eher schwachen Gerüst basiert. Da möchte Craven etwas über diesen Traum herausfinden, und gibt sofort auf, als der Professor ihn aus dem Hause weist? Für mich ist das persönlich keine Glanzleistung. Nun muss ein solcher Roman nicht jede Logiklücke abdecken und zumindest die Spannung wird nach dem auftauchen der ersten Geister-Wikinger aufgebaut. Im Verlauf lässt diese nicht nach, und so darf der Leser so manche Wendung und so manchen Kampf miterleben. Die Spannung wird durch den manchmal sehr blumigen Stil zwar minimal gemindert, aber auch dafür ist Hohlbein bekannt.

Ich persönlich muss sagen, dass ich von der Umsetzung leicht enttäuscht bin. Natürlich kann es daran liegen, dass ich den letzten Band einer Reihe gelesen habe, und mir dadurch die nähere Liebe zum Detail einfach verwehrt wird, aber als Quereinstieg kann ich das Buch nicht empfehlen. Ich selbst hätte mich vielleicht besser eingefunden, wenn Hohlbein sich auf ein Genre festgelegt hätte. Hier ist es eine Mischung aus Fantasy, Horror, Thriller. Von allem etwas, aber nie was ganzes. Mag sein, dass ich zu viele Hohlbeins gelesen habe, aber inzwischen sind meine Ansprüche einfach gestiegen. Daher fällt die Bewertung auch dementsprechend aus. 

'''o0o Noch ein paar allgemeine Daten, etwas zum Autoren, Klappentext o0o'''
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel:  Der Magier – Der Sand der Zeit
Verlag: Heyne; Auflage: 1.auflage (1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453149793
ISBN-13: 978-3453149793
Preis: € 1,00
Genre: Fantasy , Thriller
Lesedauer: 2 Tage

Wolfgang Hohlbein, 1953 in Weimar geboren, ist der meistgelesene und erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor. Seine Bücher decken die ganze Palette der Unterhaltungsliteratur ab - von Kinder- und Jugendbüchern über Romane und Drehbücher zu Filmen, von Fantasy über Sciencefiction bis hin zum Horror. Der Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Jugendbuch "Märchenmond", für das er mit dem Fantastik-Preis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet wurde. 1993 schaffte er mit seinem phantastischen Thriller "Das Druidentor" im Hardcover für Erwachsene den Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste. Die Auflagen seiner Bücher gehen in die Millionen und immer noch wird seine Fangemeinde Tag für Tag größer. Der passionierte Motoradfahrer und Zinnfigurensammler lebt zusammen mit seiner Frau und Co-Autorin Heike, seinen Kindern und zahlreichen Hunden und Katzen am Niederrhein. (Quelle: Amazon)


'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''

Pro: Idee, Spannung am Anfang
Contra: Umsetzung
Empfehlung: nein
Sterne:2


~*~ Danke ~*~ fürs  ~*~ Lesen ~*~ Kommentieren ~*~


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Kommentare

  1. Ich bin als Jugendliche auf Hohlbein durch "Märchenmond" aufmerksam geworden - bis heute bin ich der Mienung, daß das ein bestes Buch ist. Alles nachfolgende fand ich von der Idee her spannen, von der Umsetzung her eher weniger...
    Ich habe letztes Jahr noch mal ein Hörbuch von ihm gekauft - aber wir zwei werden einfach keine Freunde mehr!

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