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Test: Falk Neo 620 LMU - Für alle Sonntagsfahrer

Wenn man viel unterwegs ist, dann kommt man in der heutigen Zeit nicht um ein Navigationsgerät herum. Leider gibt es hier so viele Geräte, dass man gar nicht weiß, für welches man sich entscheiden soll. Letztes Jahr habe ich für meinen Mann ein Exemplar gesucht, welches ihn besser auf seinem Arbeitsweg durch Schleswig Holstein begleitet und lebenslanges Kartenmaterial anbietet.. Ich habe 3 Wochen gesucht, bis ich ein Exemplar fand. Es handelte sich um ein Garmin und eigentlich ist mein Mann damit sehr zufrieden gewesen. Nachdem wir aber zufällig ein TomTom Go zum Testen geschenkt bekommen hatten, war klar, dass das Garmin leider nicht mithalten kann und so haben wir es wieder verkauft. Leider fällt im Vergleich zu diesem Modell unser Zweitgerät von Arival so klein aus, dass auch hier Ersatz her musste. Das Falk NEO 620 LMU klang interessant und sollte es werden. Falk steht schließlich für gute Karten und viele Navigationsgeräte haben gute Bewertungen erhalten.




'''PREISKLASSE'''

Das Navi kostet aktuell bei Amazon 149€ (Stand 20.12.13).



'''FAKTEN DES HERSTELLERS'''

  • Bildschirm: 15,24 cm (6’’) Touchscreen Farbe: schwarz / silber-metallic Speicher: Interner 4 GB Flash-Speicher Anschlüsse: Micro-USB

Steckplatz: Micro-SD (bis 32 GB, Class 6) Geräteabmessungen (BxHxT): 161x101x13 mm Verpackungsabmessungen (BxHxT): 208x149x73 mm

  • Lebenslange Kartenupdates (LMU)
  • Einfache Bedienung und Navigation dank großer Buttons und Schriften
  • Animierte Anzeige von Spurwechseln zur besseren Unterstützung bei komplizierten Straßenverläufen
  • Lieferumfang:Gerät Falk NEO 620 LMU, Passivhalter, USB-Kabel für PC-Anschluss, Autoladekabel (12/24V), gedruckte Kurzanleitung, Falk Navi-Manager PC Tool online verfügbar



'''FÜR EUCH GETESTET'''

Wer täglich 150-500km fährt, der kennt zwar mit der Zeit sehr viele Strecken, freut sich aber, wenn er mit dem Navi neue Abkürzungen entdecken kann oder bei Baustellen und Staus eine gute Alternative angeboten bekommt. Dementsprechend ist das Navi bei uns täglich auf vielen Routen im Einsatz. Autobahn, Stadt, Landstraße und vieles mehr. Zwar ist dieses Navi eigentlich für unser privates Auto gedacht, aber man muss ja mal ausprobieren wie zuverlässig es ist, wenn man dann privat mal darauf angewiesen ist. Verglichen wurde es mit unserem aktuellen TomTom Go



'''Hardware / Optik'''

Hier erkennt sogar der Laie, dass Falk mit seinen neuen Modellen versucht eine Zielgruppe zurückzugewinnen. Immer mehr junge Nutzer verzichten auf teure Navigationssysteme, und setzen auf die Navi-Software auf ihrem Smartphone. Dementsprechend zeigt sich dieses Navigationssystem von seiner besten und größten Seite, denn man hat das Gefühl ein Mini-Tablet in den Händen zu halten. Flach, groß und eindrucksvoll. Der erste Blick lässt ein hochwertig verarbeitetes Navi erkennen, welches keine Macken vorzuweisen hat, und gut in der Hand liegt. Es sieht alles sehr edel aus, wirkt aber durch seine Größe auch schon wieder gigantisch. Um es einfach mal in seine Handtasche zu stecken oder unterwegs zu nutzen, ist es eher unpraktisch. Das ist jedoch kein Manko, denn schließlich kauft man eine solche Größe bewusst. Eingeschaltet kann das hochauflösende Display punkten. Die Sonneneinstrahlung sorgt zwar für einige Spiegelungen, die sich jedoch zumindest bis jetzt in Grenzen halten, denn das winterliche Wetter ist natürlich nicht so, wie die Sommersonne. Geliefert wird das Gerät mit einem passiven Halter, der uns zwar nicht zu Freudenschreien, wie das magnetische Modell beim TomTom, verleiten konnte, aber stabil und sicher an der Scheibe hält.




'''Karten / Software'''

Beim Kartenmaterial setzt Falk auf 20 Länder von Zentraleuropa, was für unseren Geschmack definitiv ausreicht. Gespeichert wird das Material auf einem 4GB Flash-Speicher. Das Besondere an unserem Modell ist das lebenslange Kartenmaterial, welches wir regelmäßig mittels Updates aktualisieren können. So lange also das Gerät funktioniert und Falk existiert, wird es nie zu alten Kartenmaterial kommen.



'''Performance'''

Ist das Falk Neo 620 ausgeschaltet, dann kommt es auf die aktuelle Position an, wie schnell der eigene Standort ermittelt wird. Hier bei uns vor der Tür braucht das Gerät vom Einschalten bis zur Standortermittlung rund 60 Sekunden. Allerdings gab es auch einsamer Gegenden, wo nach rund 10 Minuten erst die korrekte Position angezeigt wurde. Aus dem Standby-Modus sind es rund 10-15 Sekunden weniger. Wenn es unterwegs jedoch das Signal verliert, dann kann es auch schon mal sein, dass man erst nach einer halben Stunde wieder gefunden wird. Auf einer Strecke, wo man sich auskennt, ist das nicht weiter schlimm, genauso, wenn es nur gerade aus geht, aber in solchen Momenten braucht man ja auch weniger sein Navi. Glücklicherweise ist es bis dato nur in solchen Momenten vorgekommen.



Als schnelles Leistungswunder würde ich das Gerät daher nicht bezeichnen. Auch die Routenberechnung dauert einige Sekunden länger als bei unserem TomTom Go, aber auch länger als bei unserem Smartphone. Dafür sind die Routen sehr schön berechnet und Einstellungen wurden sehr gut berücksichtig. Mehr zu den Strecken erzähle ich aber gleich noch.



Auch der Akku ist kein Meisterstück. Er geht verhältnismäßig schnell leer, was mich bei der Displaygröße aber auch nicht wundert. Es ist natürlich von der Helligkeit des Displays abhängig, aber nach gut 1,5-2 Stunden ist bei uns Schluss gewesen. Damit ist das Gerät aber nicht allein, und da wir es nur im Auto nutzen und nicht wie andere auch für Fahrrad-Touren, ist es für uns nicht weiter tragisch.



Alles in allem merkt man hier, dass das Gerät wirklich eher etwas für den privaten Sonntagsfahrer ist, der eben Geduld hat. Wer es eilig hat oder mobil unterwegs ist, stößt an kleinere Grenzen.



'''Bedienung'''

An der Bedienung gibt es jedoch wenig zu meckern. Sie ist sehr intuitiv und alle Punkte, wie zum Beispiel Stummschaltung, Routeneinstellungen oder Nachtumschaltung.



Bei der Suche können schnell Orte, Adresse oder die POIs eingegeben werden. Schnell wird das gewünschte Ziel angezeigt und kann ausgewählt werden. Bedient wird das Ganze natürlich über den Touchscreen, der im Übrigen sehr gut reagiert.



'''Akustisch und visuell zum Ziel'''

Wie bei den meisten Navis gibt es viele tolle oder weniger tolle Stimmen, die deutlich ansagen, wo es lang geht. Leider wird auch bei diesem neuen Modell auf die nützliche Ansage verzichtet. Damit meine ich, dass zwar gesagt wird, dass man bald links abbiegen muss, aber eine genauere Angabe, die präziser ist, fehlt auch hier. So muss man sich trotzdem auf den eigenen Blick verlassen. Zumal in unseren Augen die Ansage oft viel zu früh kommt. Blickt man nicht zusätzlich auf das Display, dann heißt es ganz schnell, bitte wenden.



Visuell hatte ich aber ehrlich gesagt mehr erhofft. Die Farben sind auch hier eher dezent gehalten, was ich sehr schön finde. Der Pfeil selbst ist flüssig und so ist man immer auf dem aktuellsten Stand. Falk setzt bei diesem Modell auch auf 3D Einblendungen, die aber im Vergleich zum TomTom doch eher mager ausfallen. Es ist zwar auch hier alles deutlicher gekennzeichnet und man sieht auch welche Spur man nehmen soll, aber es könnte grafisch schöner sein. Auf den Werbefotos bei Amazon sieht man zum Beispiel auch Sehenswürdigkeiten oder wichtige Gebäude. Ich weiß nicht ob es an unserer Region liegt, aber wie schon beim TomTom wird uns auch hier nichts angezeigt. Beim TomTom haben wir es bis dato immer nur in Hamburg oder auf den Weg nach Rostock wahrnehmen können, und da hat uns unser Weg diesmal leider nicht hinverschlagen. Dementsprechend fließt es auch nicht in unsere Bewertung mit ein.



Dafür hat man hier den Vorteil, dass man die Streckenumgebung oder genauer gesagt die vorausliegende Strecke besser im Blick hat. Das war und ist ein Punkt, den mein Mann beim TomTom etwas schade fand.



'''Route'''

Die Routenberechnung hat uns bis jetzt überzeugen können. Zumindest hier im Norden werden meinem Mann immer die Strecken angeboten, die er auch sonst nutzen würde. Natürlich kann man auch einstellen, ob man zum Beispiel Autobahnen meiden möchte oder die schnellste Route ermittelt haben will. Auch die Umrechnung funktioniert verhältnismäßig schnell. Sonst ist man ja immer schnell vom: Bitte Wenden, genervt. Hier ertönt dies zwar auch, aber es wird irgendwann in den nächsten Sekunden umgerechnet..





'''UNSER FAZIT'''

Das Navi ist mit Sicherheit nicht verkehrt und bietet eine sehr gute Routenberechnung, aber auch Neuberechnung, wenn man einmal nicht reagiert. Allerdings merkt man jedoch, dass es sich eher um ein Einsteigermodell handelt bzw. wirklich nur für Leute ist, die Zeit haben. Bis ein Signal gefunden wurde, vergeht doch etwas Zeit. Gerade unterwegs kann das schon etwas nervig sein, wenn man sich nicht auskennt und es eilig hat. Wer keine pompöse Optik bei der Grafik erwartet, macht mit diesem Modell auf jeden Fall nicht viel falsch. Wir sind bis jetzt immer angekommen, und somit vertraue ich bei privaten Fahrten ab jetzt auf dieses Navi.Dementsprechend fällt auch meine Bewertung aus, denn ich gehöre eher zu den ruhigeren Fahrern, die auch mal zehn Minuten auf ein Signal warten können, solange ich am Ende sehr gut ans Ziel geleitet werde. Mein Mann findet hingegen die Schnelligkeit seines TomTom Go deutlich besser. Nervig wird es jedoch, wenn unterwegs das Signal verloren wird, und man plötzlich angezeigt bekommt, dass man auf einem Feld fährt, statt in einer Ortschaft oder ähnliches. 

Kommentare

  1. Menno, mein Lappi ist hängen geblieben, also nochmal. Ich denke das dies kein Navi für uns wäre, ich bin nicht grade der geduligste Mensch und wenn das Signal nur 2 Minuten weg ist werde ich schon sauer. Wir haben aktuell auch ein TomTom Go und sind damit sehr zufrieden. LG Desiree

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Hinweis für Allergiker: Enthält Senf und Milcherzeugnisse.
NÄHRWERTE Energie     911 kJ / 219 kcal
Fett     16 g
davon gesättigte Fettsäure     3,2 g
Kohlenhydrate     1,5 g
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