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Der Modigliani-Skandal / Ken Follett

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Der Tag der Geburt rückt immer näher. Da ich seit Wochen nur noch liegen darf, lese ich wieder recht gerne. Für eine Lese-Challenge benötigte ich ein Buch, welches mit dem Buchstaben „M“ anfängt. Entschieden habe ich mich für ein Buch, welches ich in einem Doppelbuch entdeckt habe. Da es zwei vollwertige Geschichten sind, werde ich sie euch einzeln vorstellen. Den Anfang macht „Der Modigliani-Skandal“.


Gleich zu Beginn gibt der Autor in einem Vorwort zu, dass die Idee eigentlich als gescheitert zu betrachten sei. Das liegt in seinen Augen jedoch daran, dass die Leser und Presse sein Buch völlig falsch eingeordnet haben, und ihm sogar eine humorvolle Seite nachgesagt haben. Das war jedoch nicht die Idee, die Follett verfolgt hat. Nichtsdestotrotz ist der Roman gelungen, wie die vielen Leser zeigen.

Genau dieses Vorwort hat meine Neugierde geweckt und ich habe mich sofort ans Lesen gemacht. Wie mir das Buch nun gefallen hat, das verrate ich euch nun.


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? O0o'''
Der Modigliani-Skandal ist kein gewöhnliches Buch, sondern beinhaltet viele unterschiedliche Handlungsstränge, die sich erst im Verlauf zu einem Gesamtbild zusammenfügen.

Die junge Engländerin Dee ist mit ihrem amerikanischen Freund Mike in Paris. Sie ist Kunstexpertin und benötigt fürs Studium bzw. für ihre Doktorarbeit noch ein interessantes Thema. Künstler unter Drogeneinfluss soll es werden. Sie wählt Modigliani, einen Maler, der berühmt ist, jedoch viele seiner Werke verbrannt hat. Sie stößt in Paris auf eine Spur, die zu eine verschwundenen Meisterwerk seitens Modigliani führen soll. Begeistert von der Idee dieses Werk zu finden, begibt sie sich auf die Suche. Anfänglich noch allein, kommen jedoch bald weitere Personen hinzu, die ebenfalls auf der Suche nach dem Meisterwerk sind. Jeder hat andere Gründe für seine Suche und niemand weiß, ob es das Bild wirklich gibt.

Den Anfang macht ihr Onkel Cardwell, der selbst finanziell etwas angeschlagen ist und kurzer Hand einen hervorragenden Detektiv beauftragt vor seiner Nichte das Kunstwerk zu finden. Schließlich würde ein solcher Fund nicht nur seinen Ruf verbessern, sondern die aktuell angebotenen Werke, die er versteigert noch einmal pushen.

Ein weiterer Schatzsucher ist Julian Black. Er möchte eine Galerie eröffnen, hat jedoch nur begrenzte finanzielle Mittel. Mit der Lokation und anderen Dingen ist sein Budget aufgebraucht, bevor er auch nur ein Kunstwerk für seine erste Ausstellung hat. Durch Zufall entdeckt er bei Samantha, einer Bekannten von Dee und seiner Frau, eine Postkarte, in der Dee von ihrem Plan berichtet. Kurzer Hand nutzt er diese Information, um selbst dieses Meisterwerk zu finden. Schließlich wäre damit seine Galerie sofort bekannt.

Zeitgleich spielen Usher und sein Freund Mitchell eine tragende Rolle. Usher wurde von ihrem Onkel aus der Galerie geworfen, da dieser eben die anderen Werke vorzieht und nicht ihn ausstellt, wie versprochen. Er beginnt Werke zu fälschen und das auf einem Standard, der sich sehen lassen kann. Ebenfalls übernimmt Samantha eine kleine Rolle, denn ihr neuer Partner ist alles andere als gut für sie. Er überredet sie zu einem Kunstraub.

Alles zusammen wird zu einer turbulenten Schnitzeljagd mit einem Ausgang, den man so vielleicht nicht erwarten würde. Aber lest selbst.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Ken Follett ist ein Autor, den ich sehr schätze und immer wieder gerne lese. Besonders seine historisch angehauchten Werke, wie zum Beispiel „Die Säulen der Erde“, haben es mir angetan. Wer hier schon meisterhaftes bewirkt, sollte in der Moderne ebenfalls Wunder bewirken. Das war der Grund, warum ich mir den Doppelband ertauscht habe.

Nach seinem kleinen Vorwort, war ich etwas irritiert, aber die Neugierde nach einem so ehrliches Statement, wuchs an. Der Leser wird in die Ausgangsstadt Paris entführt und lernt Dee, sowie ihren Freund kennen. Auf wenigen Seiten erfährt der Leser einiges über ihre Beziehung, die Interessen und wie die Suche nach dem Modigliani überhaupt ihre Anfänge nimmt. Ein Einstieg, der eigentlich sehr schön gewählt wurde, und zumindest mich überzeugen konnte. Statt jedoch die Perspektive einzuhalten, wird im nächsten Kapitel Ort und Perspektive gewechselt und der Leser muss sich auf eine völlig neue Seite einstellen. Hier sind die Zusammenhänge noch deutlich und so fiel es mir weniger schwer, mich auf die neuen Figuren einzulassen. Statt es jedoch bei diesen Figuren zu belassen, die für genügend Zündstoff sorgen könnten, führt der Autor immer weitere Charaktere ein. Jede neue Persönlichkeit wird in dem vorherigen Kapitel eingeläutet und hat eine ganz eigene Geschichte. Sicherlich ist es nicht verkehrt und Follett schafft es auf seine Art und Weise, dass ich nie Figuren durcheinandergebracht habe. Allerdings fand ich es wiederum erschlagend. Das Buch hat rund 270 Seiten. Wenn man auf Seite 80 merkt, dass noch immer neue Figuren eingeführt werden, fragt man sich, wann die Suche losgeht, und was hier auf wenigen Seiten noch passieren kann. Mir persönlich war es eine Spur zu viel, obwohl die Konflikte und Verbindungen untereinander sehr lebhaft und menschlich dargestellt wurden.

Zumal diese Menschlichkeit bei den Figuren selbst nicht wahrzunehmen war. Sie wirkten doch recht flach. Wäre zumindest der Rest des Buches so umgesetzt worden, dass Spannung aufkommt, dann wäre dies weniger tragisch gewesen. In meinen Augen dümpelt die Geschichte jedoch vor sich hin. Von einer spannenden Schnitzeljagd kann gar nicht die Rede sein. Wäre es mein erster Follett gewesen, ich hätte es nicht besser gewusst, aber da ich viele Werke gelesen habe, weiß ich zu welcher Spannung er in der Lage ist. Bei diesem Buch konnte ich problemlos sagen, jetzt lege ich es aus der Hand und lese später weiter. Bei anderen Werken musste ich mich dazu zwingen. Dabei bietet die Grundidee eine Menge spannendes Potential. Durch die vielen Protagonisten und Abschweifungen kommt in meinen Augen die Schnitzeljagd einfach zu kurz, und somit eben die Spannung. Wären dann zumindest die Charaktere ausgereift und ihre Motive reizvoll, hätte es halbwegs gepasst. So entsteht nur eine Geschichte, die aus mehreren Handlungssträngen, die aber auch willkürlich aus verschiedenen Romanen stammen könnten und einzeln für sich schon eine triviale Lektüre ergeben.

Nein, Ken Follett hat sich diesmal in meinen Augen keine Gefallen getan. Ich muss zum ersten Mal sagen, ich kann von diesem Buch nur abraten. Sicherlich gibt es schlechtere Bücher und ich habe mich schließlich bis zum Schluss durchgekämpft. Dieser ist im Übrigen eine kleine Überraschung, die aber nicht die vorherigen Schwächen ausbügeln kann. Vergleicht man es jedoch mit anderen Werken aus seiner Feder, ist es bis dato das schwächste Buch, das ich gelesen habe, und dementsprechend fällt auch leider Gottes die Bewertung aus.


'''o0o NOCH EIN PAAR FAKTEN RUND UM DAS BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: Ken Follett
Titel: Der Modigliani-Skandal
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2013 (29. Januar 1991)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404116755
ISBN-13: 978-3404116751
Preis: € 6,99
Genre: Thriller
Lesedauer: 3 Tage

'''Autorenportrait'''
Ken Follet wurde am 5.6.1949 in Cardiff als erstes von drei Kindern geboren. Im Alter von 10 Jahren zog er mit seiner Familie nach London. Als Kind haben ihm seine Eltern Fernsehen aus religiösen Gründen verboten, sodass er seine Unterhaltung aus Büchern zog. Kein Wunder, dass aus ihm ein berühmter, britischer Schriftsteller wurde. Seine Werke sind meist klassisch mit einem Hauch von Thriller. Berühmt wurde er durch einen solchen Roman „Die Nadel“. Auch seine historischen Romane haben weltweiten Erfolg. Privat ist er zum zweiten Mal verheiratet mit einer ehemaligen Abgeordneten des britischen Unterhauses.

Weitere Werke:
Die Säulen der Erde
Die Nadel
Mitternachtsfalken

'''Zitierter Klappentext'''
Die junge Engländerin Dee und ihr amerikanischer Freund Mike stoßen in Paris auf die Spur eines verschwundenen Meisterwerkes - ein Bild des berühmten Malers Amedeo Modigliani. Aber es machen noch andere Jagd auf die kostbare Beute, und sie schrecken vor nichts zurück. Diebstahl, Betrug und vielleicht Mord sind im Spiel. Und keiner weiß: Gibt es das Bild von Modigliani wirklich? Und wenn ja, ist es echt?

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''
Pro: Grundidee, unerwarteter Schluss
Contra: zu viele Handlungsstränge, keine Spannung,
Empfehlung: Nein
Sterne:1


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