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Wild Cards Das Spiel der Spiele / George RR Martin

Vor kurzem wurden Blogger über Hallimash gesucht, die Lust hätten den neuen Roman von George R. R. Martin zu lesen. Als ich direkt angeschrieben wurde, habe ich mich spontan beworben, obwohl ich eigentlich kein Fan von „Games of Thrones“ bin. Allerdings sprach die Idee mit einer Casting Show spannend zu werden. Wie mir das Buch gefallen hat, lest selbst.


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Kurz nach dem zweiten Weltkrieg verändert sich alles. Ein Alien-Virus wird freigesetzt und während der Pilot, der das versucht aufzuhalten als wahrer letzter Held stirbt, breitet sich das Wild Card Virus aus. Der Virus überschreibt die DNA. Entweder die Person stirbt dadurch oder wird ein Mutant. Davon gibt es verschiedene, wie den Joker, der äußerlich grotesk verschandelt überlebt. Einige hingegen werden Asse. Äußerlich bleiben sie normal, bekommen aber ehr oder weniger gute Superkräfte. Zum Beispiel kann Curveball Objekte im Flug steuern und explodieren lassen. Hive kann sich in einen Bienenschwarm verwandeln oder Gardener kann Pflanzensamen rasant wachsen lassen.

Nur was macht man mit den Superkräften, die doch teilweise alles andere als praktisch sind? 28 dieser Asse entschließen sich bei American Hero mitzumachen, einer Casting Show, die den besten von ihnen sucht. So versuchen sie berühmt, beliebt und reich zu werden. Vier Teams, Herz, Kreuz, Pik und Karo werden als Teams gebildet, und kämpfen gegeneinander gegen die Aufmerksamkeit der Zuschauer.

Alles beginnt harmlos und witzig, bis ein Fanatiker aus Ägypten beschließt die Weltherrschaft zu erlangen. Einige der Asse erkennen, dass sie gebraucht werden und schließen sich zu einem Superteam zusammen.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Obwohl ich kein Fan von „Games of Thrones“ bin oder werde, wollte ich dem Autoren eine Chance geben, als mir das Buch zur Rezension angeboten wurde. Karten, die alles verändern in Kombination mit einer Casting-Show sind in meinen Augen Aspekte, die einen Fantasyroman interessant gestalten können. In Zeiten von Marvel Comics Verfilmungen und Reality TV auf jeden Fall eine goldene Idee.

Das Buch beginnt spannend und setzt zumindest auf ein solides Grundgerüst, ohne das ich mich als Leser immer wieder fragen muss, woher kommen die Superhelden. Zwar wirkt auch die Idee mit dem Alien-Virus etwas fantasievoll, aber zumindest passt es zum Genre des Romans. Die Welt von Wild Cards ist auf den ersten Blick kompliziert und es bedarf einiger Seiten, bevor deutlich wird, dass es nicht die Welt ist, sondern die Art und Weise wie George R. R. Martin sie einführt. Im Grunde ist alles viel einfacher. Generell ist der Stil des Autors anfänglich eine Herausforderung, da er eine umständliche Art und Weise hat, Dinge zu beschreiben. Mal kommt er auf den Punkt, mal beschreibt er so detailliert, dass man gar nicht weiß, welches der Details nun wichtig ist. Mit ansteigender Seitenzahl gewöhnt man sich jedoch an den Stil, und kann sogar sagen, dass er auf seine Aufmerksamkeit fordernde Art, viele Leser begeistern wird

Vordergründig greift der Autor zwei Aspekte auf, die zumindest von der Idee viele Leser anziehen wird. Schaut man sich die Kino-Zahlen an, dann wird deutlich, dass Superhelden zu den Kassenschlagern gehören. Schaut man sich die Einschaltquoten von „Ich bin ein Star holt mich hier raus“ oder „Big Brother“ an, dann erkennt man, dass Reality TV ebenfalls beliebt ist. Beides bietet viel Material an, welches spannende, aber auch witzige Momente zu Tage fördert. Alleine schon dies wird so manchen Leser gefallen. Doch wer genauer liest, wird etwas mehr Tiefgang vorfinden, als er anfänglich sicherlich erwartet hat. Martin erschafft eine Welt, die unserer gleich, irgendwie völlig fremd und doch wiederum ähnlich ist. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Im Grunde wählt er unseren Planeten, lässt ihn etwas mutieren und geht auf gesellschaftliche Aspekte ein. Der Wunsch nach Reichtum, Macht, Aufmerksamkeit, ist genauso vertreten, wie die Klassenspaltung. In diesem Fall sind es zwar nur Joker und Asse, aber gibt es nicht auch reale Klassenunterschiede? Auf jeden Fall gelingt es dem Autor bewusst oder unbewusst zum Nachdenken anzuregen. Auch das Klischee, dass ein Ägypter die Weltherrschaft erlangen möchte, ist simple, aber hat etwas reales an sich.

Nach gut 100 Seiten war ich eigentlich von der Geschichte recht angetan. Die Spannung stieg an, humorvolle Anspielungen haben für eine Auflockerung gesorgt, und es könnte theoretisch nur besser werden. So dachte ich zu diesem Zeitpunkt.

Mit fortlaufender Seitenzahl hat sich jedoch das positive Bild etwas gewandelt. Irgendwann kam der Punkt, wo die Klischees und Supermächte einfach langweilig wurden. Pauschal gesagt, hätte das Buch, um mich durchweg zu faszinieren gut 100-150 Seiten weniger haben dürfen. Einfach aus dem Grund, weil der Autor sich in meinen Augen regelmäßig in langatmigen, beschreibenden Szenen verliert. Also den Kritikpunkt, den ich am Anfang schon bemängelt habe. Der Autor beschreibt einfach zu viel und dementsprechend auch viel unwichtiges.

Nun werden viele andere Leser anderer Meinung sein, und das ist auch ihr gutes Recht. Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass ich kein Fan von Superhelden bin. Als Teenager habe ich gerne Comics gelesen und ich kenne auch so gut wie alle Superhelden Verfilmungen der letzten Jahre. So ist es nicht, aber schauen und lesen ist zum einen ein Unterschied, der spannungstechnisch leider deutlich wird. Dem Autor gelingen viele tolle Kopfkinoszenen, oftmals ist es aber einfach zu langatmig, da im Kino Szenen einfach visuell erfasst werden, während hier Seiten nötig sind, um das Bild zu vervollständigen. Zum anderen muss ich ehrlich zugeben, dass ich sogar erst kürzlich bei einem via Maxdome angeschauten Film, gegen ein Buch eingetauscht habe, und das schon nach 20 Minuten, weil irgendwie alle Superhelden Filme ähnlich sind.

Was ich damit sagen möchte, dass Buch würde vielleicht am Ende weniger langweilig erscheinen, wenn ich Fan von Superhelden wäre. Alles in allem kann zumindest der Schluss wieder fesseln und mit einem Show Down, wie es sich für Superhelden gehört punkten.

Alles in allem ein Buch für echte Superhelden-Fans, die mit kleineren Schwächen im Stil-Bereich und den Längen leben können.

'''o0o ALLGEMEINE FAKTEN ZUM BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: George R. R. Martin
Titel:  Wild Cards – Spiel der Spiele
Broschiert: 544 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764531274
ISBN-13: 978-3764531270
Originaltitel: Wild Cards - Inside Straight
Preis: € 15,00
Genre: Fantasy
Gelesen in: 9 Tagen

''' Zum Schluss zusammengefasst '''
Pro: Idee, reale Konflikte
Contra: Langatmig, Stil
Empfehlung: Ja, für Superhelden Fans
Sterne: 3

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