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Tales of Xilia 2 im Test

DATEN
Entwickler: Namco Bandai
Publisher: Namco Bandai
Alter: ab 12
Konsole:PS3
Preis: 59,99€
Genre: Aktion/Rollenspiel
Jahr: 2014

Fans der „Tales of“-Reihe konnten den Erscheinungstermin gar nicht erwarten. Nachdem wir im ersten Teil mit Jyde und Milla Maxwell die Welt gerettet haben, waren wir neugierig was die Fortsetzung mit sich bringt.


STORY – SO JUNG UND SCHON VERSCHULDET
Die beiden einst getrennten Länder Rieze Maxia und Elympios sind inzwischen vereint. Trotzdem kommt es immer wieder zu Reibereien. In dieser neuen Situation lebt der wortkarge Ludger, der unbedingt so werden möchte wie sein großer Bruder. Als er jedoch durch die alles entscheidende Prüfung fällt, muss er einen Job in der Kantine des Bahnhofs antreten. Auf dem Weg zu seinem ersten Arbeitstag lernt er unfreiwillig Elle Martel kennen, die den Auftrag von ihrem Vater bekommen hat nach Canaan zu reisen. Sie nutzt Ludger aus, um an der Absperrung des Bahnhofs vorbeizukommen. Kurzer Hand erzählt sie der Aufsichtsperson, sie sei von Ludger entführt worden. Bevor dieser jedoch die Situation aufkläre kann, wird der Bahnhof angegriffen, und er muss fliehen. Auf seiner Flucht trifft er Elle wieder, die ihm von ihrem Ziel erzählt. Er nimmt sich dem kleinen Mädchen an, und macht es sich zur Aufgabe sie sicher an ihr Ziel zu bringen. Damit beginnt für beide eine Reise ins Ungewisse und ein großes Abenteuer, hinter dem mehr steckt als es scheint. Hindernisse, Gefahren und 20 Mio. Gald Schulden erschweren ihren Weg ungemein. Hilfe bekommt er von alten Bekannten, wie Jyde oder Elize. Es dauert nicht lang und die alte Truppe ist so gut wie komplett.


FRAGE-ANTWORT - DU HAST DIE ENTSCHEIDUNG
Während im ersten Teil die Möglichkeit bestand sich zu entscheiden, ob der Spieler Jyde oder Milla spielen möchte, fällt diese Option weg. Stattdessen gibt es immer wieder Dialoge oder Handlungen, wo ihr euch als Spieler entscheiden müsst. Kämpfe ich oder fliehe ich lieber; bin ich persönlich oder distanziert; oder bin ich freundlich oder patzig. Es sind kleine Entscheidungen, die in manch anderen Rollenspiel Auswirkungen auf den Charakter oder Spielverlauf haben und so zu einem mehrmaligen Durchspielen animieren, um alle Verläufe zu entdecken. In diesem Fall sind sie jedoch mehr Schein als Sein. Bis auf minimal abgeänderte Antworten, ändert sich der Verlauf nicht. Dadurch wirkt das Spiel wieder völlig linear, wie schon „Tales of Graces F“.

SPEICHERN / SCHWIERIGKEITSGRAD - TOT ODER DARF ICH NOCH MAL
Ihr seht, es hat sich schon wieder etwas zum ersten Teil geändert, und das ist nicht der einzige Punkt. In Bezug auf Speichern und Schwierigkeitsgrade hat sich jedoch glücklicherweise oder auch enttäuschenderweise nicht viel getan. Ihr könnt jeder Zeit auswählen welchen Schwierigkeitsgrad ihr bevorzugt. Zur Auswahl stehen unter anderem leicht oder normal. Sie haben Einfluss auf die Stärke bzw. Lebenspunkte der Gegner, aber wie auch schon im Vorgänger ändert sich nichts an den Erfahrungspunkten. Sie sind überall gleich, während es früher mit höherem Schwierigkeitsgrad auch mehr Erfahrungspunkte gab. Noch immer ein Punkt den manche Spieler angenehm, andere wiederum ungerecht finden. Da es jedoch bei jedem Schwierigkeitsgrad vorkommen kann, dass ihr plötzlich sterbt, gibt es die Möglichkeit zu speichern. Unterwegs könnt ihr jeder Zeit im Menü den Punkt Schnellspeicher nutzen und so sicher stellen, dass ihr vor einem Kampf gespeichert habt. Zusätzlich gibt es in regelmäßigen Abständen Speicherkristalle, die euch zusätzlich noch die Energie auffüllen.


KAMPFSYSTEM - DRAUFHAUEN WAS DAS ZEUG HÄLT
Das ist auch nötig, denn überall lauern Kämpfe auf euch. Wir haben auf Normal gespielt und empfanden die Kämpfe sowohl mit automatischen Gruppenmitgliedern oder zu zweit gerade am Anfang sehr leicht. Manche Kämpfe haben lediglich eine Sekunde gedauert. Mit der Zeit werden sie jedoch Schwieriger und länger. Trotzdem empfinde ich es als schwer überhaupt zu sterben, denn Apfelgummies, die 30% der KP wiederherstellen sind reichlich vorhanden oder können zur Not mit Gald gekauft werden. Zudem gibt es wieder Speisen, die unterschiedliche Ergebnisse oder Heileffekte mit sich bringen. Wer also aufpasst und schnell reagiert, stirbt nur mit Pech.

Gerade am Anfang können, die auf der Karte rot markierten Feinde umgangen oder rücklings angegriffen werden, was uns einen klaren Vorteil bringt. Überraschungen sind dementsprechend selten. Kommt ein Kampf zu Stande, dann öffnet sich ein separates Kampfareal, welches meist kreisförmig ist. Die Kämpfe finden in Echtzeit statt und die Spieler können sich mit L2 sogar frei bewegen. Pausiert wird das Kampfgeschehen, sobald das Menü aufgerufen wird, um Tränke zu nehmen, Taktiken zu ändern, Waffen zu wechseln oder zu heilen. Bei den normalen Kämpfen unterwegs wird dies jedoch fast nie benötigt. Bei den Bosskämpfen wird dies schon nötiger, da sie nicht ungefährlich sind und mit der falschen Taktik kann es schnell nach hinten los gehen. Wer jedoch vorher fleißig gelevelt hat, wird weniger Schwierigkeiten haben. Wie auch schon beim ersten Teil könnt ihr euch im Kampf wieder mit einem Gruppenmitglied verbinden. Ihr kämpft so zusammen, könnt Talente und Angriffe teilen. Ganz nach belieben könnt ihr euch im Kampf mit verschiedenen Mitgliedern verbinden oder diese wieder trennen. Jedes Bündnis hat seine Vorteile.
Alles in allem machen die Kämpfe sehr viel Spaß. Wobei ich auch zugeben muss, dass die eintönigen Gegner schon etwas den Spielspaß bremsen. Zwar ändern sie ihren Namen, ihre Farbe und werden mit der Zeit stärker, aber etwas mehr Abwechslung hätte dem Spiel definitiv in Bezug auf die Gegner nicht geschadet.


GRAFIK – EINTÖNIG, NICHT EINÖDE
Nicht nur die Gegner sind recht eintönig. Vor allen Dingen die Schauplätze hätten etwas mehr Aufmerksamkeit und Kreativität nicht geschadet. Bei einer Welt, die wir schon vom ersten Teil kennen, ist es nur konsequent, das alte Schauplätze übernommen werden. Trotz der Vereinigung wurden sie jedoch nicht verbessert oder geändert, was entwicklungstechnisch schon etwas schade ist. Wenn jedoch auch andere Schauplätze in ähnlicher Weise vorkommen, obwohl sie doch nichts mit dem Vorgänger zu tun haben, oder diese altbekannten Schauplätze plötzlich auch noch für eine weitere Dimension verwendet werden, dann ist es schon etwas schade. Nichtsdestotrotz ist alles liebevoll gestaltet, auch wenn sich seit Zeiten von Graces F nicht viel getan hat und viele die Grafik inzwischen als veraltet bezeichnen würden. Stellenweise erinnert sie eben an die Anfänge der PS3. Es kommen noch immer klobige Gegenstände vor, Hintergründe wirken platt und trotz vieler Details fehlt manchmal etwas. Es ist aber eine Umsetzung, die zum Anime Stil des Spiels passt und immerhin ohne Ruckler auskommt.

SOUND – ENDLICH PASST ES
Ich kann mich noch genau an die derbe Stimme von Milla erinnern, die so gar nicht zu ihr passte. In diesem Teil passen alle Stimmen zu ihren Charakteren. Es macht also wieder Spaß, der US-Synchro zu lauschen und mit den deutschen Untertiteln alles nicht verstandene zu ergänzen. In Kombination mit zauberhaften, fremdklingenden Melodien und treffenden Soundeffekten eine runde Sache.

STEUERUNG – INS BLUT ÜBERGEGANGEN
Ebenso rund wie der Sound, ist die Steuerung. Das liegt daran, dass sie sich zum Einen nicht wirklich geändert hat, aber hauptsächlich daran, dass wirklich alles ausführlich beschrieben wird. Angriffstechniken, Verbinden mit Gruppenmitgliedern, Öffnen des Menüs oder sogar freies Laufen. Es gibt also viel zu lesen, aber einmal verstanden geht es ins Blut über. Für uns hieß es daher überspringen, denn eigentlich kannten wir noch alles vom ersten Teil. Mit x wird noch immer gekämpft, o sorgt für magische Angriffe. In Kombination mit dem L-Stick können so verschiedene Magie-Tricks angewandt werden. Ich fand schon damals alles sehr eingängig und diese Meinung trifft auch diesmal zu.

QUESTS – 30, 40 ODER MEHR
Quests sind neben Kämpfen der Kern eines Rollenspiels. Zum Einen gibt es lineare Quests, die die Hauptgeschichte vorantreiben, aber auch zahlreichen Nebenaufgaben. So bleibt der linearen Handlung zumindest etwas Freiheit, denn wie vielen Nebenquests ihr erfüllt, ist euch überlassen. Zumindest halbwegs, denn während früher Areale frei bereist werden konnten, sofern sie nicht aus bestimmten Gründen nicht zugänglich waren, müssen hier Areale freigeschaltet werden. Wie oben erwähnt hat Ludger 20 Mio. Gald Schulden. Um ein weiteres Areal bereisen zu können, muss er regelmäßig einen Teil abtragen. Manchmal hat man das Geld, häufig jedoch nicht. Und so heißt es weitere Kämpfe an Land ziehen, Schatzkisten suchen oder einen Auftrag an der Börse annehmen. Könnte man wie im ersten Teil so viele Nebenquests annehmen wie man will, wäre das nicht verkehrt. Früher ging es weiter und kamen wir zufällig zu einem Nebenquest, dann haben wir es mit erledigt, bevor wir sie zum Schluss hin alle erledigt haben. Jetzt können wir jedoch nur maximal 5 solcher Aufgaben mit uns herumtragen. Dadurch wird das Spiel arg in die Länge gezogen. Es gibt schon deutlich mehr als beim Vorgänger und so kommt eine Minimum Spielzeit von 30 Stunden zu Stande, die aber problemlos auf 40 oder sogar 60 Stunden ausgereizt werden kann, um wirklich alles zu erledigen. Das nenne ich persönlich viel für sein Geld bekommen, auch wenn es stellenweise in die Länge gezogen wirkt. Wenigstens eine Aufgabe ist dauerhaft. Und zwar heißt es 100 Katzen zu sammeln, und mit diesen kann ein Katzenkurier gestartet werden, um Gebiete zu erforschen.


VERBESSERN – WOZU DENN DAS
Neben den Quests und Kämpfen heißt es im Rollenspiel seine Fähigkeiten oder Waffen / Rüstungen zu verbessern. Im alten Teil war dies günstig gelöst. Ein Erfahrungsnetz konnte individuell mit Punkten belegt werden und die Waffen aufgerüstet werden. Da diesmal jedoch so viel Gald für den Kredit benötigt wird, kommen zwar neue und stärkere Waffen mit jedem Gebiet, aber Waffen können nicht verbessert werden. Ob hier eine sparsame Hausfrau mitgewirkt hat?
Auch das Level-System der eigenen Fähigkeiten wurde drastisch abgespeckt. Es gibt zwar immer noch eine Art Spinnennetz, aber dieses wird automatisch weiterentwickelt. Für diese Entwicklungen werden Extraktoren benötigt, die im Spielverlauf erbeutet werden. Welchen ihr ausrüstet ist euch selbst überlassen, aber er nimmt Einfluss auf die Entwicklungen. Um zielgerichtet seinen Charakter zu verbessern, müsste man rechtzeitig wechseln. Doch leider sieht man nicht alle Optionen der nachfolgenden Entwicklungen an. Daher ist es fast unmöglich.


FAZIT – LOHNT ES SICH DENN
Als Fan des Spiels können mich die kleinen Schwächen, wie zum Beispiel das neue Verbesserungssystem, die Schulden und die doch extremen Längen nicht wirklich abschrecken. Dank vieler Aufgaben, einer interessanten Story, vielen Nebenquests und lustigen Dialogen wird es eigentlich nie langweilig, höchsten etwas eintönig, da die Gegner und Schauplätze nicht sehr abwechslungsreich sind. Grafisch hat sich auch bei diesem Teil nichts verändert und die Entscheidungsfreiheit, wie beim vorherigen Teil, wo es möglich war zwei verschiedene Perspektiven zu spielen, wurde hier mehr schlecht als recht umgesetzt. Statt zwei Perspektiven gibt es Entscheidungen bei Antworten oder Handlungen zu treffen, die sich aber leider nicht auf den Spielverlauf auswirken. Trotz dieser Schwächen sorgt das Spiel für unendlich langen Spielspaß und hoffen auf einen baldigen nächsten Teil.

ZUSAMMENGEFASST

PRO
bis zu vier Spieler möglich
viele, verschiedene Waffen....
neues, fast automatisches Verbesserungssystem
faire Echtzeitkämpfe
niedliche Monster ….
Jeder Zeit anpassbarer Schwierigkeitsgrad
Bunter, liebevoller Anime-Stil...

NEUTRAL
… viele Monster und Regionen wiederholen sich
… aber die Grafik hat sich noch immer nicht entwickelt
… Waffen können nicht verbessert werden
Stiller Ludger ist sehr gewöhnungsbedürftig

CONTRA
Wird künstlich in die Länge gezogen
Entscheidungen führen nicht zu veränderten Spielverlauf oder wirken sich auf Figuren aus. Lediglich die Freundschaft steigt symbolisch

GAMEPLAY: 9 von 10
STEUERUNG: 10 von 10
GRAFIK: 8 von 10
SOUND: 9 von 10
MULTIPLAYER: 10 von 10

92%

Kommentare

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