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City Heroes Band 1 / Peter Jay Black

Hab ich etwas verpasst?
Doch er wusste es. Es war schließlich seine Aufgabe, solche Dinge zu wissen. Selbst bei einem nur vierstelligen Code gab es zehntausend mögliche Kombinationen.  (Zitat S. 7)



Ich kann einfach nichts dafür. Wahrscheinlich werde ich auch mit 60 Jahren noch immer Jugendbücher lesen und lieben. Deswegen habe ich mich auch für ein spannendes Exemplar beworben, als dieses bei Blogg Dein Buch angeboten wurde. Es hat den Namen „City Heroes“.

'''o0o FIGUREN o0o'''
Jack – Er ist der schlaue Kopf, der alle Eventualitäten durchgeht
Charlie – Sie ist die Bastlerin und kennt sich mit Technik wie ein Junge ausbleiben
Obi – Er ist nicht nur übergewichtig, sondern ein wahres Computer-Genie
Skink – Er ist flink und sportlicher als alle andere
Wren – Sie ist der Neuzugang und eine perfekte Taschendiebin.

'''o0o INHALTLICHE FAKTEN o0o'''
Ort: London, England
Zeit: Konnte ich nicht erlesen
Perspektive: Dritte Person - Personal
Alter der Figuren: 11-16

'''o0o WORUM GEHT ES? o0o'''
Jack, Charlie, Obi, Skink und Wren haben einige Dinge gemeinsam. Sie sind nicht nur Freunde und gehören den City Heros an, sondern sind allesamt Waisenkinder. Zusammen leben sie in einem alten Bunker unter London und haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Reichen und manchmal nicht ganz ehrlichen Bürgern etwas Geld abzuknöpfen. Für sich selbst nur kleinere Beträge, um Überleben zu können. Große Beträge inzwischen im eine Millionen Pfund Bereich spenden sie an Krankenhäuser oder andere Einrichtungen. Bei einer ihrer Aktionen stoßen sie zum ersten Mal auf Komplikationen. Es beginnt mit einem geänderten Türschloss und bewaffneten Wachleuten. Merkwürdig daran ist nur, dass in dem Haus bis auf ein paar leere Räume und einige Versicherungen nichts großes drin ist, weswegen sie es ausgewählt hatten, um von dort die Operation im Nachbarhaus zu beobachten.  Ihnen gelingt zwar die Aktion, die im Nachbarhaus stattfindet mit ganz viel Glück, aber Obi stößt bei der Recherche, warum in diesem Haus, plötzlich alles geändert wurde, auf das Symbol von Proteus. Hierbei handelt es sich um einen Supercomputer, der eigentlich nur ein Legende ist, wie der Heilige Gral. Als nächstes Projekt nehmen sie sich vor, mehr darüber herauszufinden. Schon bei den ersten Erkundungen wird Charlie festgenommen, und später Jack, der versucht sie zu retten. Wie es scheint, ist er den Agenten, die dahinter stecken in die Falle gegangen. Doch was steckt wirklich dahinter?

'''o0o WIE HAT ES MIR GEFALLEN? o0o'''
„City Heroes – Stoppt Proteus“ ist der erste Band einer geplanten Reihe. Mit seinem glänzend, silbernen Cover zieht das Buch definitiv Blicke auf sich. Muss aber gerade bei Sammlern mit Vorsicht behandelt werden, denn man sieht natürlich jeden Kratzer oder Fingerabdruck überdeutlich.

Das Buch selbst erinnert mich im ersten Moment an eine jugendliche, moderne, wenn nicht futuristische Version von Robin Hood, aber auch an die Drei ???. Vom Ansatz her genau mein Lesegeschmack. Nur nützt diese alleine herzlich wenig, weswegen ich vom Werk recht enttäuscht war.

Es beginnt schon beim Einstieg. Als Leser trifft man auf viele verschiedene Figuren, mit denen man sich theoretisch gut identifizieren könnte, wären sie nicht, abgesehen von einigen markanten Details, recht blass. Wobei blass eigentlich das falsche Wort ist. Die Figuren sind von der Theorie interessant, vielfältig und logisch konstruiert.  Es ist vielmehr die Art, wie der Autor sie einführt. Er setzt auf die Happen-Einführung. Immer mal wieder gibt es einen Informationbrocken, wie eine Art Rückblende. Dadurch fehlt mir persönlich einfach die Bindung. Ich hatte bis zum Schluss das Gefühl einen Folgeband zu lesen, und nur mit Hilfe dieser vorhandenen Informationen einige Erinnerungen aufzufrischen, wie es Autoren eben bei Folgebänden tun. Ein solches Bild für einen definitiv ersten Band ist nicht das, was ich mir als Leser wünsche.

Diese Tatsache trifft nicht nur auf die Figuren zu, sondern betrifft auch den Inhalt. London, klar, aber welche Zeit? Es wirkte so futuristisch. Dementsprechend hatte ich bis zum Schluss immer das Gefühl, dass eine Lücke vorhanden sei, die durch das Lesen eines ersten Bandes, nicht entstanden wäre. Ihr versteht sicherlich meinen Lage, wenn eben ein solcher Band nicht mal existiert, weil es eben gerade erst beginnt.

Dadurch wird die gesamte Spannung, die der Autor in einer Art kindgerechtem James Bond / Robin Hood Manier aufbaut, immer wieder auf Null gesetzt. Es schwirren einfach zu viele Fragen im Kopf herum. Hier mag sein, dass jüngere Leser sich einfach fallen lassen und vieles als gegeben hinnehmen. Jedenfalls mangelt es nicht an spannenden Momenten, die von Anfang an greifbar sind. Zum Beispiel muss Charlie als Plan B einen bewaffneten Wachmach vor dem Schuss abhalten, indem sie einen selbstgebastelten Elektro-Schocker einsetzt.

Es sind aber nicht nur die Fragen meinerseits, sondern auch die Länge der Kapitel, die zumindest minimal für den Spannungseinbruch sorgen. Ich selbst war schon als Kind der Meinung 10-15 Seiten reichen für ein Kapitel aus. Als Kind liest man schließlich vor dem Schlafen gehen oder auf dem Weg zur Schule, sofern man in der Bahn sitzt. Extrem lange Kapitel haben keinen richtigen Pausenpunkt zwischendurch und die Gedanken, wenn man müde ist, schweifen ebenfalls ab. Ich zumindest war schon als Kind bei langen Kapiteln irgendwann etwas genervt.

Empfehlen würde ich das Buch für Kinder ab 11. Mein 11jähriger Stiefsohn zum Beispiel konnte dem Geschehen ohne Probleme folgen, allerdings hat er nach drei Kapitel gesagt, dass es nicht seinem Geschmack trifft.

Die Idee des Autors ist definitiv nicht schlecht. Die Umsetzung in meinen Augen allerdings ausbaufähig. Aber ich denke, mit steigender Anzahl der Werke, wird sich die Problematik in Luft auflösen.

Vergleiche ich es jedoch mit vergleichbarer Lektüre, sprich den Drei ???, die mir eben spontan eingefallen sind (vielleicht wegen dem Superhirn und dem etwas korpulenterem Mitglied), dann sind diese Werke doch leider um Längen spannender, obwohl dort nicht ansatzweise so viel Action passiert. Dafür sind sie aber einfach klarer und fesseln vom Aufbau einfach mehr. 



Alles im allem bleibt für mich abzuwarten, ob der zweite Band besser wird. Eine zweite Chance verdient das Buch definitiv und daher gibt es von mir eben zwei Sterne.

'''o0o BUCHFAKTEN o0o'''
Autor: Peter Jay Black
Titel:   City Heroes Stoppt Proteus!: Band 1
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: cbt (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570162885
ISBN-13: 978-3570162880
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren
Originaltitel: Urban Outlaws 1
Preis: € 12,99
Genre: Jugend, Action, Agenten, Robin Hood
Gelesen in: 2 Tagen


Ich bedanke mich bei cbt für das Rezi-Exemplar. 

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