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Die Schatten von New Orleans / Oliver Becker

Sei nicht so törricht“, erklärte ihre Tante Molly unmissverständlich, „dich in den jungen Herren zu verlieben. Von mir aus kannst du ein wenig für ihn schwärmen. Aber dein Herz, das darfst du ihm nicht schenken, meine Kleine. Niemals!...“  (Zitat S. 12 - Beispiel für den Stil)




Vor einigen Tagen erreichte mich wieder mal ein kleines Rezensionsexemplar. Es handelte sich um einen historischen Roman, den ich am Liebsten sofort angefangen hätte. Leider lagen noch einige Rezensionsexemplare und Challenge-Bücher auf dem Stapel „Jetzt lesen“. Es kam somit nach hinten in die Warteschlange und endlich habe ich es gelesen. Begleitet ihr mich nun auch in eine Welt voller Magie, Liebe und Trauer.

'''o0o OPTK o0o'''
Ich liebe das Cover und hätte es mir im Geschäft auch näher angesehen. Die Voodoo-Puppe und der Mohn kommen auf dem blau-braunen Hintergrund sehr gut zum Vorschein. Ich persönlich hätte zwar einen Turm mit Raben, sowie eine Voodoo-Puppe gewählt, aber es prägt sich auch so ein.

'''o0o FIGUREN o0o'''
Cynthia – Hausmädchen, Geliebte von David, unglaublich willensstark
David – Sohn der Familie, ängstlicher Typ
Molly – Ersatzmutter von Cyn
Kay – Starke Frau aus dem Gefängnis, Cynthias Freundin
Danny – Schwarzer, der Cynthia unterstützt auf ihrem Weg
Victor – Davids Vater

'''o0o INHALTLICHE FAKTEN o0o'''
Ort: New York, New Orleans, USA
Zeit: 1870
Perspektive: Dritte Person
Alter der Figuren: um die 20

'''o0o WORUM GEHT ES? o0o'''
1870 in New York: Cynthia sitzt auf gepackten Koffern. Heute will sie mit David fliehen und ein gemeinsames Leben abseits seiner reichen Familie beginnen. Als die Tür aufgerissen wird, ahnt sie noch nicht, dass sie am Abend schon im Rabennest sitzen wird. Die Polizei und Victor, der Vater von David, finden bei ihr unter der Matratze Schmuck, den sie angeblich gestohlen hat. Sie wird zu vielen Jahren verurteilt, niemand hilft ihr und nicht mal Molly darf mehr Kontakt zu ihr haben, dabei hat gerade Molly Beweise gefunden, dass mehr hinter der Sache steckt. Als im Rabennest, dem berühmten Gefängnis ein Feuer ausbricht, gelingt es Cynthia mit Kay zu fliehen. Cynthia versucht mehr über die Hintergründe zu erfahren und stößt dabei auf die Nachricht von Davids Tod. Kurze Zeit später zieht seine Familie nach New Orleans ohne das Cynthia mehr erfahren konnte. Anfangs schlägt sie sich mit Kay, später mit Danny in New York durch. Als sie von Molly eine Menge Geld bekommt, macht sie sich zusammen mit ihrem neuen Freund Danny auf den Weg nach New Orleans. Dort fangen sie an nachzuforschen und stoßen dabei auf so manches düsteres Familiengeheimnis.

'''o0o WIE HAT ES MIR GEFALLEN? o0o'''
„Die Schatten von New Orleans“ ist ein historischer Roman, der voller Voodoo, Liebe und Freundschaft steckt, aber keineswegs langweilig oder trocken ist. Es ist eher wieder das genaue Gegenteil der Fall. Wer schon frühere Werke von Oliver Becker gelesen hat, der weiß, dass er den Leser mit einer modernen Sprache und abwechslungsreichen Inhalten fesselt, die  einen das Buch  nur schwer aus den Händen legen lassen können.

Erzählt werden zwei Geschichten, die sich nach und nach zu einer Handlung verbinden. Den Hauptteil der Geschichte begleitet der Leser Cynthia. Es handelt sich hierbei um eine liebenswerte, starke und sympathische Figur, mit der ich mich sofort identifizieren konnte. Gleiches gilt für weitere Charaktere. Jeder wird so dargestellt, dass man ihn gleich korrekt einschätzt. Lediglich bei David wird anfänglich ein offener Eindruck vermittelt, der bei mir jedoch sofort Gegenwehr erzeugte. David war mir von Anfang an unsympathisch und das liegt nicht daran, dass der Autor unterschwellig immer wieder die Frage aufkommen lässt, was damals wirklich passierte. Ehrlich gesagt hat ein geübter Leser und ein Kenner von Oliver Becker schon recht früh eine kleine Ahnung und ich muss sagen, dass ich fast richtig lag.

So liebevoll seine Charaktere gestaltet wurden, so detailliert sind auch die Schauplätze. Egal ob Räumlichkeiten, Straßenzüge oder andere Schauplätze. Sie werden mit wenigen Worten zu Leben erweckt und wirken mehr als authentisch. Es ist eine faszinierende Welt vergangener Tage, in die ich dank Oliver Becker eintauchen durfte.

Inhaltlich befasst sich der Autor mit jeder Menge historischer Aspekte, wie zum Beispiel das Thema „Schwarz / Weiß“, Flut in New Orleans, Piraterie in New York, sondern auch Dingen wie Voodoo. Es wird dementsprechend zu keiner Zeit wirklich langweilig. Klar gibt es Passagen, wo es hätte gerne etwas knackiger sein dürfen, während andere Passagen, wie zum Beispiel die im Rabennest, einfach zu kurz waren. Ich muss gestehen, dass mich der dortige Alltag, der Umgang untereinander noch etwas tiefgehender interessiert hätte. Vordergründig ist jedoch die Liebe immer wieder präsent. Erst mit David, dann die Gefühle seitens Danny und dann der Mann aus dem wilden Westen, der ihr nicht aus dem Kopf geht. Damit möchte ich nicht zu viel verraten, aber macht euch auf eine gehörige Portion an Gefühlen gefasst. Dabei geht der Autor aber nie ins Kitschige über und versucht die romantischen Ansätze immer mit etwas Spannung aufzupeppen. In meinen Augen gelingt es ihm ausgesprochen gut.

Die zweite Handlung ist in kursiver Schrift, und somit klar differenziert. Hier beschreibt ein fast blinder Mann seine Erlebnisse und entführt einen in die Welt des Voodoos. Wie die Geschichten zusammenhängen, wird erst sehr spät deutlich. Gleiches gilt für die Aussage eer Voodoo-Priesterin, die Cynthia folgende Botschaft gibt. „Der, den du liebst, ist nicht der, den du liebst. Du bist nicht die, die du bist.“ Was sich hinter den Worten verbirgt? Lest selbst, sonst verrate ich einfach zu viel. Es steckt eine Menge dahinter und mit etwas Fantasie, kommt an zumindest auf einen Teil von selbst. Welcher? Das müsst ihr auch selbst erlesen.


Alles in allem ist dem Autoren ein weiterer wunderschöner historischer Roman gelungen, der für mich alles beinhaltet hat, um mich über Stunden zu fesseln und sogar die Zeit vergessen zu lassen.

'''o0o BUCHFAKTEN o0o'''
Autor: Oliver Becker
Titel:  Die Schatten von New Orleans
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Bookspot Verlag (10. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3937357904
ISBN-13: 978-3937357904
Preis: € 17,95
Genre: historisch
Gelesen in: 4


Das Buch ist ein Rezensionsexemplar, für das ich mich ganz herzlich beim Autor Oliver Becker bedanke.

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