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Das Blutschwert - Buffy / C. Golden, N. Holden

Ward ihr in den 90ern Buffy Fans, oder was war euer Serien-Highlight dieser Generation?

Buffy, ich persönlich habe einige Folgen gesehen, aber als Fan würde ich mich nicht bezeichnen. Mein Mann ist da ganz anders. Er hat alle Staffeln auf DVD gehabt, konnte mitsprechen und hat eben auch drei Bücher von Buffy. Da ich gerade für eine Challenge ein Buch mit Vampiren brauchte, habe ich mich entschlossen, mir eins dieser Werke zu Gemüte zu führen. Eigentlich ist es das letzte Buch, welches er noch von Buffy herumstehen hat, welches ich noch nicht gelesen habe. Damit ich es endlich hinter mir habe, denn wirklich begeistern kann mich diese Serie nach wie vor nicht, habe ich es einfach mal als Aufgabe für ein magisches Wesen gelesen. 



== OPTK ==
Buffy sitzt in einer typischen Fotopose auf einer Treppe zeigt ihr Dekollete und schaut irgendwie bedröppelt oder bekifft. Das schoss mir zumindest als erstes durch den Kopf. Das Cover ist nicht schlecht, aber ich finde das Buffy irgendwie etwas freundlicher hätte schauen dürfen.

== FIGUREN ==
Buffy – Vampirjägerin, Schülerin in Sunnydale, kämpft später gegen Chirayoju
Willow – Hexe und ebenfalls Schülerin in Sunnydale
Angel – Vampir-Freund von Buffy
Xander – Befreundet mit Buffy, kämpft später gegen Sanno
Chirayoju – Böser Vampir, der als Essenz in ein Schwert verbannt wurde
Sanno – Gottheit, die mit Chirayouju gekämpft und ebenfalls eine Essenz im Schwert wurde

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: Sunnydale, USA
Zeit: 90er Jahre
Perspektive: Dritte Person

== AUSGEWÄHLTES ZITAT ZUM STIL ==
Sanno, der Gott, der von den Menschen König der Berge genannt wurde, erhob sich wie jeden Morgen von den Wolken um den Berg Hiei und wandelte wie ein Mensch über die Erde.Jeder seiner Schritte verursachte ein keines Erdbeben und lockte die Gläubigen an, die ihn begrüßten, als wäre er die Sonne. ( Zitat S. 105 -  Es zeigt, wie die vergangene Zeit in kursiver Schrift dargestellt wird.)

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Ruhe kehrt nie in Sunnydale ein. Dafür sorgen schon die ganzen Vampire, die fast täglich das kleine Örtchen belästigen. Doch jetzt scheint etwas noch sonderbareres in Sunnydale zu passieren. Buffy weiß nicht was, aber sie ahnt, dass es eine große Bedrohung ist. Buffy kann die Gefahr regelrecht spüren und ist irgendwie überrascht, dass die Gefahr auch von Willow auszugehen scheint. Es dauert nicht lange, bis Buffy die Hintergründe erkennt. Vor langer, langer Zeit herrschte im fernen China ein Zauberer und Vampir namen Chirayoju, der alles andere als freundlich gesinnt war. Als er sich zum Ziel gesetzt hat, auch Japan seinen Willen aufzuzwingen, greift der legendäre Sanno, ein Berggott ein. Der Kampf endete damals unentschieden und die Essenz von beiden wurde in ein einfaches Schwert gebannt. Dieses ist nun in Sunnydale. Eigentlich nicht weiter schlimm, wäre Willow nicht Willow und hätte einen der Mächtigen aus den Schwert befreit, der nun von ihren Körper Besitz ergriffen hat. Buffy und Xander setzen alles daran, um gegen diese beiden mächtigen Gegner zu kämpfen und vor allen Dingen ihre Stadt und Willow zu retten.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
Buffy gehört definitiv zu den Kult Serien der 90er Jahre. Entweder mag man die Serie und damit auch das Buch, oder nicht. Deswegen richtet sich die Literatur auch vor allen Dingen an Fans, die nicht genug bekommen können. Aber das dürfte, wohl den meisten Lesern klar sein.

„Das Blutschwert“ ist der 5. Band der Buffy-Reihe. Der Leser wird in die bekannte Welt von Sunnydale und Buffy geworfen. Logischerweise sind Gefühle, Beziehungen, Zusammenhänge vorausgesetzt. Nichtsdestotrotz hatte ich als Buffy-Laie nicht das Gefühl arg auf den Schlauch zu stehen. Minimales Hintergrundwissen reicht vollkommen aus.

Buffy selbst ist eine Figur, die schon durch die Fernsehserie stark vorgeprägt ist. Man hat ein klares Bild im Kopf und die Autoren haben sich sehr stark an die Serie gehalten. Auch ohne den Hinweis auf die Serie, würde man Buffy sofort identifizieren können. Sportlich, selbstbewusst, kampfbereit und trotzdem weiblich. Gleiches gilt auch für die anderen Charaktere, die sehr lebendig geschildert sind. Besonders die Gegner sind diesmal sehr interessant. Nicht nur wegen dem fernöstlichen Hintergrund, sondern auch wegen dem Kampf zwischen Vampir und Gottheit. Es ist doch mal etwas sehr interessantes, aber irgendwie habe ich mich an „Die Dämonin des Todes“ erinnert. Die Bücher haben sehr ausgefallene Gegner, bei denen man eigentlich weiß wie es ausgeht, und trotzdem mitfiebert.

In diesem Teil haben sich die Autoren etwas besonderes einfallen lassen. Und zwar bekommt Willow einen Part, der zum ersten Mal zeigt, wie ihr die böse Seite steht. Aber nicht nur dieser Part ist ein interessanter Einblick, sondern auch der Rest des Buches setzt auf spannende Momente. Zum Beispiel müssen Buffy und Xander, den wohl härtesten Kampf ihres jeweiligen Lebens führen. Es ist sogar ein so tödlicher Kampf, dass sich Angel entscheiden muss, wen von beiden er versucht zu retten. Ihr seht also, es ist spannend.

Allerdings haben die Autoren durch die präsenten Figuren viel Zeit, um Details auszubauen. Theoretisch nicht schlecht, aber manchmal sind es dann doch längen. Gerade die Vergangenheit der „bösen Gegner“, welche in kursiver Schrift festgehalten ist interessant, aber manchmal einfach zu lang, wie ich persönlich finde, dadurch geht die aktuelle Zeit etwas verloren, denn die Kapitel haben natürlich auch ihre eigene Länge. Aber nicht nur hier sind Längen zu finden. Gerade am Schluss, wo der finale Kampf statt findet, übertreiben es Nancy und Christopher. Jedes noch so winzige Detail in der Bewegung wird erfasst. Zwar möchte das Autorenduo sicherlich erreichen, dass ein genaues Kopfkino, wie bei der Serie entsteht, aber ich empfand es stellenweise einfach zu detailliert. Einfach weil die vorhandene Spannung dadurch immer wieder minimiert wird.

Alles in allem ist das Buch auf jeden Fall recht spannend geschrieben und ich kann mir diesen Inhalt sehr gut als Serienteil, aber auch als kleinen extra Film von Buffy vorstellen. Wie mir, dürfte es sicherlich auch den Fans damals gegangen sein. Ich denke, diese Tatsache zeigt, dass die beiden Autoren eigentlich alles richtig gemacht haben.  Ein Buch soll doch so sein, dass man es auch gerne sehen würde oder es sich im Kopf idealerweise vorstellen kann. Da mir einige  Passagen aber einfach zu übergenau geschildert wurden, und ich der Meinung bin, dass manchmal weniger mehr ist, bekommt das Buch von mir lediglich vier Sterne. Ich denke aber, dass echte Fans, genau diese haargenau beschriebenen Szenen lieben werden und für diese Gruppe das Buch absolut empfehlenswert ist und sicherlich auch fünf Sterne wert. Für einen Nicht-Fan finde ich aber 4 Sterne fair.

== BUCHFAKTEN ==
Autor: Christopher Golden, Nancy Holden
Titel:  Buffy – Das Blutschwert
Gebundene Ausgabe: 246 Seiten
Verlag: Egmont Vgs (1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802526627
ISBN-13: 978-3802526626
Preis: € 0,01
Genre: Fantasy
Gelesen in: 5

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