Das Ende ist mein Anfang / Tiziano Terzani

Heute möchte ich mal wieder ein Buch vorstellen, welches ich mehr als unfreiwillig und daher auch nur quälend langsam gelesen habe. Bei Rebuy habe ich nämlich wieder ein Buch gewonnen, das ich so nie gelesen hätte. Ich mag Biographien im Bereich Schicksal, aber nicht in dieser Form. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor:
Tiziano Terzani
Titel:  Das Ende ist mein Anfang
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 16. (September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442129877
ISBN-13: 978-3442129874
Originaltitel: La fine è il mio inizio
Preis: € 1
Genre: Biographie
Gelesen in: 10 Tagen

== DAS COVER ==
Ein Mann mit einem Kind. Wenn ich mich nicht täusche müsste es Tiziano mit seinem Sohn sein. Passt, aber ich hätte mich gefreut, wenn eine andere Farbe für den Hintergrund gewählt worden wäre.

== AUSGEWÄHLTES ZITAT ZUM STIL ==

Ich bin so froh, mein Sohn. Ich bin jetzt sechsundsechzig, und mein Leben, diese große Reise, geht dem Ende zu. Ja, ich bin an der Endstation angelangt. Aber ohne Trauer, im Gegenteil, fast mit einem Schmunzeln. (Zitat S. 8)

== ZITIERTER KLAPPENTEXT ==
Tiziano Terzani hat als langjähriger Korrespondent des SPIEGEL unser Bild von Asien mit geprägt. Das damals noch unzugängliche China kannte er wie kaum ein anderer westlicher Journalist, im asiatischen Denken war er seit langem zu Hause. Als nach längerer Krebserkrankung sein Tod naht, lädt der 65-jährige Terzani seinen Sohn Folco zu sich ein, um Abschied zu nehmen. In einem langen Zwiegespräch erzählt der Vater dem Sohn von seinem bewegten Leben zwischen Europa und Asien und von der Auseinandersetzung mit Krankheit und dem Sterben. Es entspinnt sich ein berührender Dialog über das Leben und die Begegnung mit dem Tod, über Abschied, Trauer und Verlust, aber auch über Hoffnung und Wiederkehr.
Die sehr persönlichen Erinnerungen des bekannten SPIEGEL-Journalisten und Asienkenners.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Das Ende ist mein Anfang“ ist eigentlich das Gespräch zwischen den Journalist Tiziano Terzani und seinem Sohn Folco. Der Journalist ist schwer an Krebs erkrankt und blickt so auf sein Leben zurück. Dieses Gespräch, welches rund drei Monate dauerte wurde aufgezeichnet und von Folco in diesem Werk festgehalten.

Eigentlich könnte man sagen ist die Geschichte rührend und Tiziano hatte ein erfolgreiches und spannendes Leben als Spiegel-Korrespondent in Asien, sodass man als Leser wirklich gute Einblicke in viele Dinge bekommt. Allerdings wirkt das Buch eher wie ein langer Monolog in dem sich Tiziano wie der perfekte Mensch darstellt, der keine Fehler begangen hat. Normalerweise werden Menschen vor ihrem Tod Bescheiden und sehen Dinge nicht mehr verklärt, sondern mit klarem Blick. Im Alter mag es sein, dass sie verbohrt sind, aber im Angesicht des Todes nimmt dies eigentlich ab. In diesem Fall hat man eher das Gefühl das genaue Gegenteil sei der Fall. Tiziano ist Unfehlbar, seine Meinung die einzig wahre. Mag vielleicht sein, dass dies auch das Bild seines Sohnes ist, der seinem geliebten Vater noch ein letztes Denkmal setzen möchte.

Seine Meinung muss man mögen und hier kann ich leider nicht mit ihm auf einen Nenner kommen. Ich will damit nicht sagen, dass ich alle Dinge die in Amerika oder von Amerika ausgehen gut heiße. Aber wenn ich Passagen lese, wo er die Taliban lobt, diese als Kämpfer gegen die Unterdrückung ansieht oder ähnliches, kann ich nur den Kopf schütteln. Wäre dies ein einziger Punkt, könnte ich mit dem Werk noch warm werden, aber seine Ansichten sind einfach zu speziell. Zum Beispiel war das alte und kommunistische China wirklich schon fast ideal, während das neue, modernere, weltoffenere China einfach nur völlig schwach und schlecht ist.

Mag man ein Buch lesen, wo man schon recht schnell merkt, dass man die Person unsympathisch findet? Eigentlich fällt es einen dann umso schwerer. Ich gehe gerne neue Wege, lerne Leute kennen, höre mir fremde Meinungen an, um so etwas von der Welt, der Anschauung  und den Gedanken kennenzulernen. Auf mich wirkt Tiziano jedoch verbohrt und sein Sohn gibt ihm nicht ein Widerwort, wie wahrscheinlich seine Frau in den 47 Jahren Ehe auch nie gegeben hat.

Ich für meinen Teil war froh, als ich das Buch aus der Hand legen konnte. Vielleicht bin ich nicht offen genug solche Meinungen zu tolerieren oder mit klarem Blick zu sehen. Solltet ihr den Mann faszinierend finden oder über sein Leben eine Arbeit schreiben müssen, kann ich das Buch empfehlen, denn es ist umfangreich, zeigt seine Persönlichkeit sehr gut und ist leicht zu verstehen. Von der Umsetzung her also sehr gut, aber inhaltlich nicht meins. Daher gebe ich dem Buch nur faire 3 Sterne.

Fett Kohle / Dorit Linke

Heute möchte ich euch das Buch zur Blogtour „Fett Kohle“ endlich näher vorstellen. Wer die Blogtour verfolgt hat, weiß schon einiges über das Buch, und nun gibt es meine persönliche Meinung zu dem Buch. Vorab schon einmal, es ist ungewöhnlich, aber sehr zeitnah. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Dorit Linke
Titel: Fett Kohle
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Magellan (17. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734847060
ISBN-13: 978-3734847066
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Preis: € 12,95
Genre: Fundsache, Brennpunkt, Krimi, Drama, Freundschaft
Gelesen in: 2 Tagen

== DAS COVER ==
Das Cover ist okay. Es stellt den vorderen Bereich einer Ledertasche dar, die auch im Buch vorkommt. Die Schnallen haben etwas von Augen, die einen anschauen und das Fach vorne wirkt wie ein grinsender Mund, aber was ich noch passender gefunden hätte, wäre, wenn dort ein Geldschein herausgeschaut hätte. Dieser werden nur gezeichnet, unten am Rand angedeutet. So, wie auch im Verlauf des Buches.

== FIGUREN ==
Niklas – Vater weg, Mama und ihr neuer Hartz IV, schlecht in der Schule
Felix – sportlich, bester Freund von Niklas, gut in der Schule, Opfertyp
Murat – Gehört zur angesagtesten Gang und schikaniert Niklas und Felix gern
Cowboy – Einer der Bankräuber, die Niklas verfolgen
Kaminski – Stiefvater von Niklas

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: Berlin Neukölln
Zeit: Gegenwart 2010er
Perspektive: Ich-Perspektive von Niklas
Alter der Figuren: 12- 14

== AUSGEWÄHLTES ZITAT ZUM STIL ==

„Wer weiß die richtige Antwort?“ Felix meldete sich gelangweilt. „War klar, du Opfer“, rief Bülent. (….) Ich schüttelte den Kopf. Blamieren wollte ich mich nicht, schon gar nicht vor Hatice. „Und?“ „Kann nicht.“ „Spast“, rief Bülent. (Zitat S. 44 – Stil der heutigen Generation)

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Niklas hasst sein aktuelles Leben, und möchte am Liebsten zu seinem Vater, der auf Mallorca lebt. Sein Stiefvater säuft und ist Hartz IV Empfänger, der außer Bier nichts richtig schreiben kann. Seine Mutter lässt sich von Kaminski unterdrücken und ist nur für die Zwillinge da. In der Schule ist er abgerutscht und seit er versucht hat in Murats Gang zu kommen, ist auch noch das Jugendamt auf sie aufmerksam geworden. Beschissener kann es nicht kommen. Doch dann beobachtet Niklas, wie ein Lieferwagen bei ihm vorm Fenster vorbeifährt, die Polizei im Nacken und etwas in den Mülleimer vor seinem Haus wirft. Die Neugierde ist geweckt und als die Luft rein ist, schleicht er sich hin. Er findet eine Ledertasche, die er mitnimmt. Zwar wird er dabei beobachtet, aber denkt sich noch nichts bei. Erst als er zu Hause entdeckt, dass gut 50.000€ in der Tasche sind, ahnt er etwas. Von seinem besten Freund Felix, den er einweiht, erfährt er, dass die Bank einige Straßen weiter überfallen wurde und so verstecken sie das Geld. Schon am nächsten Tag stehen jedoch die Bankräuber vor der Tür, denn einer von ihnen hat Felix tatsächlich mit der Tasche gesehen. Sie verfolgen ihn und bedrängen ihn regelmäßig. Doch damit nicht genug. Auch Murats Gang, die ihn und Felix im Park gesehen haben, wollen wissen, warum er von diesen Typen bedroht wird. Niklas ist klar, dass etwas passieren muss und so heckt er mir Felix einen total verrückten Plan aus, der schon damit schief geht, dass Niklas zusammen mit Murat von den Bankräubern entführt wird.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Fett Kohle“ ist das neueste Werk von Dorit Linke und spielt im Brennpunkt Neukölln. Damit ist schon klar, dass sich das Buch von der Masse abhebt.

Es fängt schon bei den Figuren an. Ist normalerweise die Hauptfigur eher der intelligente Part, der gemobbt wird, ist Niklas zwar ein Opfertyp, aber authentisch aus dem Leben gegriffen. Getrennte Eltern, der Stiefvater ein Bilderbuch Hartz IV Empfänger, die Klasse besteht zum größten Teil aus Namen, die nicht im Deutschen vorkommen und wo man sich fragt, wie sie ausgesprochen werden. Das Niklas ebenfalls kein Musterschüler ist, viel Mist baut um anerkannt zu werden, könnte nicht authentischer sein. Wer selbst Kinder in dem Alter hat, der weiß, dass die heutige Generation der Beschreibung zumindest in vielen Brennpunkten sehr nahe kommt. Vom Opfertyp, Schulschwänzer bis zur beliebten Gang ist alles vertreten, womit sich die heutige Generation zum größten Teil identifizieren kann. Auch wenn es hart klingt.

Inhaltlich möchte die Autorin dies jedoch nur am Rande einfließen lassen, denn sonst würde das Buch ja kaum einer lesen. Wer möchte seinen Alltag lesen? Um es spannender und nicht nur alltäglich rüberkommen zu lassen, setzt sie auf Bankräuber und das Thema Fundsachen. Wie verhält man sich richtig, wenn man etwas findet, das einem nicht gehört. In diesem Fall viel Geld, aber auch im Allgemeinen, also eine Geldbörse oder ein Handy. Hier lässt sich die Autorin viel einfallen, damit das Buch wirklich spannend ist. Manchmal fand ich es etwas zu übertrieben, aber die jüngeren Leser wird dies wohl kaum stören.

Die wichtigste Frage, was ist das richtige und werden sich diese Kinder dafür entscheiden, wird auf jeden Fall gut gelöst. Bis dahin passiert aber eine Menge, wie zum Beispiel eine Entführung. Es kommen dementsprechend viele spannende Momente hinzu, die durch Weisheiten aus dem Leben untermalt wurden. Zum Beispiel „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“. Solche Dinge, lässt die Autorin sehr gut einfließen. Es zeigt aber auch, dass Kinder und Jugendliche manche Tragweite gar nicht einschätzen können, und es so schnell vorkommen kann, dass sie ungewollt in Gefahr geraten.

Die Autorin baut auf jeden Fall eine Menge ein und macht sich viele Gedanken zum Inhalt. Deswegen eignet sich das Buch in meinen Augen für den Unterricht in Schulen. Sei es in Brennpunkten, weil den Kindern die Augen minimal geöffnet werden können, oder in anderen Schulen, um zu zeigen, wie es anderen Kindern geht, und wie man vielleicht helfen kann.

Sprachlich ist das Buch nicht unbedingt gut für den Lehrplan. Es ist sehr jugendlich und umgangssprachlich gehalten. Aber verschließen wir nicht die Augen, setzt euch einmal in Hamburg oder auch Berlin in eine U-Bahn, wo viele Schüler sind, und ihr werdet genau diese Sprache vorfinden. In meinen Augen hätte die Autorin daher gar keinen anderen Stil für ihr Buch verwenden dürfen. Er ist manchmal unter der Gürtellinie, aber eben Realität.

Was mir nur bedingt gefällt ist der Schluss. Nachdem alles sehr realistisch umgesetzt wurde, passiert im Zeitraffer einer Menge. Das ist an sich sehr gut, denn wer kennt es nicht. Nach einer Geschichte fragt man sich oft, was passiert  mit den Figuren im Anschluss. Die Fragen werden sehr gut beantwortet und sind gut überlegt. Allerdings wirkt es in meinen Augen sehr künstlich. Zum Beispiel die Art wie Georges Problem gelöst wird oder warum Niklas Vater nicht schon vorher in den Popo getreten wurde. Das hätte die Autorin, nach der Vorgeschichte besser gekonnt.

Mein Fazit: Spannendes Kinder / Jugendbuch, das ich zwar nicht unbedingt noch einmal lesen muss, aber jedem empfehlen kann. 





* Buch zur Blogtour kostenfrei

Blogtour - Fett Kohle - Fakten zum Thema Fundsachen + Gewinnspiel

Heute darf ich euch zur Blogtour "Fett Kohle" begrüßen an der ich aktiv teilnehme. Für alle, die noch nicht wissen, worum es geht. Es handelt sich um ein brandaktuelles Jugendbuch, welches sich mit verschiedenen Themen befasst. Ausländer, Gangs, Arbeitslosigkeit und das Finden von Geld. Es spielt im Berliner Bezirk Neukölln und ist wirklich interessant umgesetzt. Wie immer gibt es bei mir eine ausführliche Rezension am Ende der Blogtour.


Da sich das Buch mit dem Thema "Geld finden" auseinander setzt, habe ich die Aufgabe übernommen, einmal zu schauen, wie die rechtliche Lage hier aussieht. Da ich nicht Jura studiert habe, übernehme ich hier keine Haftung auf Richtigkeit. :)

AB WANN BESTEHT MELDEPFLICHT
Hier ist sich das Internet einig. Die Meldepflicht besteht ab einen Wert / Betrag von 10€. Darunter muss man es nicht abgeben, aber dem Verlierer aushändigen, falls dieser euch findet und darauf anspricht. 

WO GEBE ICH FUNDSACHEN AB
Ist der Wert höher oder persönlich wertvoller, wie eine Brieftasche, kann man die Fundsache entweder bei der Polizei oder im Fundbüro abgeben. Dort bekommt ihr eine Quittung. Findet ihr es im Supermarkt könnt ihr es auch dort abgeben, denn dort wird am Ehesten nachgefragt, allerdings bekommt ihr dort keinen Beleg.

GIBT ES EINE STRAFE
Da findet man zum Beispiel eine Geldbörse mit 100€ oder ein Handy ohne Simlock. Abgeben? Definitiv, denn der Wert ist über 10€ und behält man die Sache für sich, ist dies Fundunterschlagung und kann laut Internet mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren geahndet werden.

ICH HABE ES ABGEBEN, UND NUN
Habt ihr es bei der Polizei oder im Fundbüro abgegeben, heißt es warten. Nach sechs Monaten, verliert der Eigentümer das Recht an der Sache. Nun kommt es darauf an, wo ihr die Sachen gefunden habt. Wurde es zum Beispiel in der Bahn gefunden oder am Bahnhof, werden die Sachen versteigert. Findet ihr es zum Beispiel auf der Straße oder einem Spielplatz, gehört die Sache nach Ablauf der Frist euch. Allerdings kann der vorherige Besitzer im Anschluss gefunden werden, kann dieser den alten Gegenstand einfordern oder zumindest den aktuellen Gegenwert. Das gilt nur für Dinge, die ihr abgeholt habt, und die nicht versteigert wurden. Generell gilt, der Anspruch muss innerhalb von drei Jahren geltend gemacht werden, danach erlischt jeglicher Anspruch. 

FINDERLOHN
Ehrlichkeit wird in Deutschland belohnt. Der Finderlohn richtet sich nach dem Wert der gefundenen Sache. Bei einem Wert bis zu 500€ beläuft sich der Finderlohn auf 5%. Übersteigt der Wert die 500€, bekommt man für den Mehrwert 3%.  3% sind auch bei Tieren üblich. Kann der Wert nicht beziffert werden, wird er geschätzt. Findet man etwas in einem Bahnof, Zug oder einer Behörde gelten jedoch völlig andere Regeln. Hier gibt es einen Finderlohn erst ab einem Wert von 50€ und man bekommt nur die Hälfte von dem Finderlohn. Wenigstens muss der Finderlohn beim Finanzamt nicht angegeben und versteuert werden.


So viel erst einmal zum Thema Fundsachen. Mit mir endet die Blogtour, und ich hoffe, ihr konntet euch ein gutes Bild machen und habt Lust auf das Buch bekommen.


Gewinnspiel

Wir freuen uns riesig, euch gleich drei Gewinne anbieten zu können!

Drei von euch haben die Chance auf ein ganz besonderes Magellan-Erlebnis.

Wer zusammen mit Niklas durch Neukölln ziehen möchte, kann für das Buch „Fett Kohle“ in den Lostopf hüpfen.

Wer bei diesen Temperaturen gerne zusammen mit dem Wal ins kühle Nass springen möchte, kann für einen Gummiwal in den Lostopf hüpfen.

Wer beim Lesen gerne nascht, kann für ein Glas Lesezuckerl in den Lostopf hüpfen.



Was ihr dafür tun müsst?

Kommentiert unter meinem Beitrag, gebt an, welchen Gewinn ihr gewinnen möchtet, und beantwortet folgende Frage:
 

WAS HABT IHR SCHON EINMAL GEFUNDEN, UND WAS HABT IHR DAMIT GEMACHT

Ihr könnt bis zum 02. August 23.59 Uhr auch bei den anderen Teilnehmern Fragen beantworten und so mehrere Lose sammeln.

Die Gewinner geben wir am 03. August bekannt.



Teilnahmebedingungen:

1. Der Teilnehmer muss über 18 Jahre sein, oder eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten vorzuweisen haben. Teilnahmeschluss ist der 02.08.2015, 23.59 Uhr.

2. Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.

3. Der Versand erfolgt an Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

4. Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen muss eine gültige E-Mail Adresse hinterlegt werden, unter der wir euch im Gewinnfall benachrichtigen können.

5. Die Daten der Teilnehmer werden nicht gespeichert und lediglich zur Gewinnermittlung benutzt.

6. Die Adresse des Gewinners wird nach Versand umgehend gelöscht.

7. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

8. Für Gewinne, die auf dem Postweg verloren gehen wird keine Haftung übernommen.

 

Hundeherz / Christiane Sadlo

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich zufällig auf Facebook entdeckt habe. Das Buch wurde vorgestellt und es wurden einige Leser gesucht, die Lust haben es zu lesen. Ich habe mich beworben und durfte das Buch lesen. Wie es mir gefallen hat, verrate ich euch nun. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Christiane Sadlo
Titel: Hundeherz – Ein Held auf vier Pfoten
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (22. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734100666
ISBN-13: 978-3734100666
Preis: € 8,99
Genre: Liebe, Hunde, Trennung
Gelesen in: 4 Tagen

== DAS COVER ==
Das Cover besticht durch ein angenehmes Türkis, ganz viele Herzen und einen halbwegs süßen Hund. Halbwegs süß ist darauf bezogen, dass mich sein Nasenfell, welches absteht und dadurch beim Foto minimal ins Auge steht, aus der Perspektive stört. Aber sonst ist es ein knuddeliges Kerlchen.

== FIGUREN ==
Leo – Süßer Hund mit eigenem Willen
Dora – Vollzeittochter, Mitte 30, Single
Jochen – Liebt Dora, aber nicht ihre Mutter


== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: Deutschland
Zeit: Gegenwart 2010er
Perspektive: Dritte Person Wechselnd
Alter der Figuren: 30er

== AUSGEWÄHLTES ZITAT ZUM STIL ==

Aufwachen, ausgiebiges Dehnen und Strecken, Sprung ins Bett meines herzgeliebten Frauchens Dora, verträumtes Kuscheln mit ihr. Danach Frühstück und Spaziergang. Die Nase voll mit auf- und anregenden Gerüchen. (….) (Zitat 1. Kapitel Perspektive Leo)

»Du willst dich von mir trennen? Nur weil ich nicht mit dir nach Italien reisen kann?«, sagt sie und versucht vergeblich, das Beben in ihrer Stimme zu unterdrücken. »Das kannst du nicht ernst meinen.«  (Zitat 1. Kapitel Perspektive Dora)

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Dora ist wunschlos glücklich. Leo ist der beste Hund der Welt und Jochen ist ihr absoluter Traummann. Nur leider sieht Jochen es anders und stellt sie vor die Wahl. Sagt sie erneut den lange geplanten Urlaub nach Florenz ab, dann trennt er sich von ihr. Für Dora bricht eine Welt zusammen, denn bis jetzt dachte sie, Jochen sei glücklich und verständnisvoll. Immerhin hat ihre Mutter einen Bandscheibenvorfall und benötigt eben Hilfe. Okay, es stimmt, sie hat den Urlaub schon oft wegen ihrer Mutter abgesagt, aber wenn diese nun einmal Hilfe benötigt. Aus Angst Jochen zu verlieren, will sich Dora jedoch dieses mal durchsetzen und plant trotzdem zu fliegen. Am Anfang ist ihre Mutter begeistert, springt wie ein Jungbrunnen auf, will sogar selbst mitfliegen, bis ihr einfällt, dass es nicht um den Verkauf ihres neuesten Buches geht, sondern die Reise für Dora und Jochen ist. Schon fällt sie wieder in sich zusammen und bekommt sogar einen Zusammenbruch, als Dora wirklich fahren will. Was Dora nicht wahrhaben will, ihre Mutter manipuliert sie gekonnt, denn in ihren Augen ist Jochen, ein einfacherer Blumenhändler, nicht gut genug. Viel besser gefällt da schon ihr Hausarzt, der schon seit einiger Zeit ein Auge auf Dora geworfen zu haben scheint. Und so spielt die Mutter Kupplerin. Nur hat sie die Rechnung ohne den verhassten Flohträger Leo gemacht, denn der kleine Hund liebt Jochen genauso, wie Dora ihn liebt, und so muss er sich was einfallen lassen. Ob es ihm gelingt, müsst ihr selbst lesen.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Hundeherz – Ein Held auf vier Pfoten“ ist ein heiterer Unterhaltungsroman, der auf Romantik, Liebe, Hindernisse und vier Pfoten setzt. Also genau das Richtige für den Sommerurlaub. Zumindest trifft dies im Ansatz auf das Buch zu, denn vollends konnte mich die triviale Lektüre nicht überzeugen.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Ab und an kommen Gedanken und Situationen aus der Sichtweise zum Beispiel von Jochen oder Doras Mutter, in der Regel begleitet der Leser jedoch Dora und Leo. Es ist witzig, wie die Autorin versucht den Alltag mit einem Hund in Gedanken zu fasst. Zum Beispiel bedeutet hochspringen nicht gleich Freude, sondern ist manchmal auch der Wunsch den gegenüber einfach dreckig zu machen, weil man ihn zum Beispiel nicht mag. Klar sind solche Gedanken lustig und für Hundeliebhaber sicherlich auch schön. In meinen Augen, obwohl ich Hunde mag, war es eine nette, humorvolle Ergänzung, auf die ich aber auch hätte verzichten können. Doras Blickwinkel hingegen ist wirklich interessant und gut beschrieben.

Als Leser lerne ich sie sehr genau kennen, aber leider war es mir unmöglich mich mit ihr zu identifizieren. Es wird zwar im Verlauf des Buches besser, aber gerade am Anfang hätte ich sie oft links und recht ohrfeigen können. Sie ist Mitte 30, hat eine eigene Wohnung, einen eigenen Kopf und ist intelligent, wie das Schreiben für ihre Mutter zeigt. Und manche Kinder haben eine sehr enge Bindung zu ihren Mutter oder auch Vater, aber wenn Dora mal wieder auf ihre Mutter reinfällt, was so offensichtlich beschrieben wird, dann frage ich mich, warum sie es einfach nicht merkt. Zum Beispiel leidet ihre Mutter, weigert sich hilfreiche Tabletten zu nehmen, kann sich angeblich nicht bewegen und springt sofort auf, wenn es darum geht ihre Belange durchzusetzen oder Spaß zu haben. Wenn man bedenkt, dass sie eine Schauspielerin ist, ist ihr Talent nicht sonderlich groß. Ich selbst bin auch ein absolutes Mama-Kind und setze mich sofort ins Auto, wenn sie mit knapp 77 Hilfe braucht, aber ich wäge auch ab, ob es wichtig ist, wie bei ihrem Herzinfarkt oder ob es auch reicht, wenn ich ein  paar Tage später komme. Wäre Dora eine andere Persönlichkeit hätte ich es besser nachvollziehen können.

Abgesehen davon ist das Buch wirklich unterhaltsam und es passiert eine Menge bis Dora endlich mit dem richtigen zusammen ist. Man muss nicht viel nachdenken, sondern kann entspannen. Falls ihr also wissen wollt, für wen sich Dora entscheidet, lest das Buch.

*Rezensionsexemplar

Eat the World - Hamburg St. Pauli

Ihr wohnt in Hamburg, Berlin oder einer anderen Großstadt in Deutschland? Dann könnte das nachfolgende Event vielleicht etwas für euch sein. In vielen Großstädten gibt es sogenannte Eat the World Touren. Seit 2008 bietet das Unternehmen kulinarisch, kulturelle Stadtführungen, die abseits der Touristenattraktionen Einblicke in bestimmte Stadtteile ermöglicht. 



Zusammen mit einer guten Freundin von mir habe ich eine solche kulinarische Stadtführung in Hamburg besucht. Wer sich für eine Tour interessiert, sollte einmal auf der Homepage des Anbieters gucken, ob seine Stadt schon vertreten ist, und welche Stadtteile eine Tour anbieten. In Hamburg gibt es zum Beispiel schon sechs solcher Touren.
  • Grindel
  • St. Pauli
  • Eppendorf
  • St. Georg
  • Schanzenviertel
  • Ottensen
Auf Grund der hohen Beliebtheit, sollten die Touren rechtzeitig gebucht werden. Wir hatten nämlich wirklich Schwierigkeiten einen Termin zu finden, denn gerade am Wochenende sind die Termine über Wochen ausgebucht oder weisen nur einzelne Restplätze auf. Am Ende haben wir einen Platz für die Tour St. Pauli angemeldet, obwohl uns Grindel, sowie Schanze mehr interessiert hätten. 


Pro Person kostet eine solche Tour 33€. Kinder bis 7 Jahre, sofern sie nicht mitessen sind kostenlos. Die Tour findet bei jedem Wetter statt und es sollte ggf. an einen Regenschirm gedacht werden. Getränke sind nicht inklusive und sollten ebenfalls eingepackt werden. Die Mahlzeiten sind so ausgelegt, dass man im Anschluss ausreichend gesättigt ist und Vegetarier oder Diabetiker sollten vorab Bescheid geben. 

Die St. Pauli Tour beginnt im bunten Wohnviertel und endet mit einem unvergesslichen Ausblick auf den Hamburger Hafen. Rund 3 Stunden dauert die Führung. Während der Tour erwarten euch folgende geheimnisvolle Lokalitäten, die jedoch wegen Urlaubszeiten oder ähnliches manchmal geändert werden.
  • ein kleines verstecktes Café
  • ein Kiez-Imbiss
  • eine familiengeführte Konditorei
  • das erste ayurvedische Restaurant Deutschlands
  • eine kleine Schokoladenmanufaktur
  • ein Nachbarschaftscafé
  • ein ehemaliges Bordell mit der schönsten Aussicht
Bei unserer Tour hatten wir mit dem Wetter wirklich Glück und die Sonne war angenehm, aber nicht brütend heiß. Der Treffpunkt ist direkt Feldstraße vorm "Grünen Jäger" und kann gar nicht verfehlt werden. Spontan habe ich meinen 3jährigen Sohn mitgenommen, der eigentlich nicht viel isst und daher bei mir mitessen sollte. Unser Guide kam pünktlich, wirkte leicht wie eine zerstreute, sympathische Professorin. Im ersten Moment war sie von dem kleinen Begleiter etwas verwirrt, weil er nicht auf der Liste stand, konnte mein Argument, dass er ja unter sieben ist, und höchsten bei mir nascht, nachvollziehen. Nachdem die Anwesenheit überprüft wurde, ging es auch gleich zu unserem ersten Platz, wo wir etwas über die allgemeine Hamburger Geschichte und später in Kombination mit St. Pauli erfahren haben. 

Am Anfang haben wir uns schon etwas unwohl gefühlt, wie Touristen in einer Gruppe herumzustehen. Meiner Freundin fehlte am Anfang der Bezug zu St. Pauli, aber später im Verlauf wurde sehr auf den Stadteil eingegangen. Die einen oder anderen Informationen konnten wir aus der Führung entnehmen und ich muss zugeben, dass ich St.Pauli sonst eher mit Reeperbahn und Rotlichtviertel in Verbindung gebracht habe. Nun kenne ich auch eine andere Seite, die sehr interessant ist.

Zwischen den kulinarischen Standorten sind meist sehr kurze Wege von wenigen hundert Metern. Theoretisch ohne Zwischenhalte benötigt man lediglich 2-3 Minuten, während es mit einem Zwischenhalt manchmal eben 5-15 Minuten gedauert hat. In den Lokalitäten waren wir dann auch noch 10-20 Minuten. Damit möchte ich sagen, dass die Wege recht kurz sind und Kinder die Tour problemlos schaffen können. 

Kommen wir zu den kulinarischen Erlebnissen. Neben den unbekannten Informationen zum Stadteil ist dies besonders beliebt, bei den Leuten gewesen, die schon mehrere Touren hatten. Sie sagen, so entdecken sie neue Geheimtipps, die sie später wieder mit Freunden und Familie besuchen. Und genau das ist es. Wir haben Lokalitäten kennengelernt, die ich trotz 25 Jahren als Hamburger Deern nicht kannte. 

Ich muss aber zugeben, dass ich mir die Tour anders vorgestellt habe. Das hat mehrere kleinere Gründe. Man weiß vorab welche Lokalitäten angesteuert werden. Trotzdem läuft man an vielen Lokalitäten vorbei, wo man viele Gäste an den Tischen sieht, und mal einen neugierigen Blick auf die Teller wirft, der Lust auf einen Halt gemacht hätte. Auch unsere Lokalitäten waren gut besucht, aber ich habe mich gefragt, wie die Tour im Winter abläuft. Zum Beispiel bietet einer eurer Zielpunkte innen nur Platz für 3-4 Leute. Wir haben draußen gespeist, aber im Winter, bei Schnee, stelle ich mir das doch etwas ungünstig vor. Als Feedback vom Veranstalter habe ich folgende Aussage erhalten:Im Winter gibt es angepasste Lokalitäten. Zum Beispiel gibt es Touren mit einer Eisdiele, die im Winter durch einen Bäcker ersetzt wird. So sind auf dieser Tour im Winter Lokalitäten mit ausreichend Platz vorhanden. 
Außerdem fanden wir die Start-Lokalität nicht günstig gewählt. Sie ist kultig, aber die Verköstigung hat uns im ersten Moment zum Lachen, dann zum Kopfschütteln und dann zum Gedanken: Wow, echt kulinarisch, gebracht.


In Einverständnis mit dem Veranstalter darf ich das erste Restaurant kurz vorstellen. Es handelt sich um ein Café namens Pauline. Früher eine Schlachterei und das erkennt man an einigen Stellen noch immer. Oben ist die Wohnung der vorherigen Besitzer und das Wohnzimmer ist noch genau wie damals. Total gemütlich ist das Café und man soll dort super frühstücken können. Ich hätte mir eine Spezialität aus dem Lokal gewünscht. 




Als kulinarisches Highlight haben wir ein mundgerechtes Stück leckeren Nuss-Brownie bekommen und eine vegetarische TK-Frühlingsrolle. Sowohl die Größe als auch die Kombination finde ich weniger gelungen. Dann lieber einen halben, dafür super mega leckeren Brownie, statt TK-Frühlingsrollen. Fettig ohne Dip und irgendwie hat es nichts mit kulinarisch zu tun gehabt, und wirkte auf der Serviette etwas lieblos. Tut mir leid, aber das ist meine Meinung. Für den Start in meinen Augen nicht ideal, egal wie cool die Lokalität ist. Danach geht es weiter zu vielen interessanten Restaurants. Welche möchte ich nicht verraten, aber einen kleinen Einblick in die kulinarischen Highlights geben, denn es gab bei unserer Tour immer wieder Teilnehmer, die dankend das Essen abgelehnt haben. Zum Beispiel gibt es Currywurst, die super schmeckt, aber deren Soße recht scharf ist. Meine Freundin konnte es vom Magen her nicht essen, mein Sohn hat geweint und ich habe noch beim nächsten Halt dieses Brennen im Mund gehabt. Dananch ging es weiter mit einer Salatvariation, deren Tendenz ins saure geht. Meine Freundin hat dies lobenswert mit ihrer Schulverköstigung im Osten verglichen, weil es sie geschmacklich an damals erinnerte. Es waren sehr klassische, eingelegte Salate, die es in  vielen Imbissen gibt. Was an sich nicht schlecht ist, aber was schade ist, wenn gerade das Hähnchen vorab so gelobt wird. Dann würde ich lieber hiervon ein paar Happen verköstigen, um die Gäste damit zu binden. Mehr möchte ich aber nicht verraten, denn danach werden die Verköstigungen wirklich klasse und keiner hat mehr etwas abgelehnt. Es kommt sogar ein Halt, wo es eine richtige Portion mit Nachschlag samt Getränk gibt.

Satt geht ihr raus und es gibt wirklich einige Geheimtipps und coole Hintergrundinformationen, aber ich würde eine andere Reihenfolge empfehlen, denn die ersten Sachen könnten abschrecken, obwohl die Lokalitäten sicherlich einen zweiten Besuch wert sind, denn geschmacklich waren es wirklich kleine Geheimtipps. Laut anderen Teilnehmern soll Grindel und das Schanzenviertel im Übrigen absolut sehenswert sein. Mal gucken, wann und ob wir es in Angriff nehmen, denn ich habe gemerkt, wie wenig ich meine Heimatstadt manchmal kenne.

Olaf - Erleichter Baby die Schnupfenzeit

Kennt ihr schon Olaf, den Nasensauger? Ich muss zugeben, ich kannte ihn bis vor einigen Tagen nicht, möchte ihn aber auch nicht mehr missen. Bei dem Wetter ist schnell ein Schnupfen eingefangen und gerade bei einem Baby ist das nicht immer schön. Sie schlafen unruhiger, bekommen schlecht Luft und die Nase können sie noch nicht eigenständig putzen oder zumindest ausschnauben. Von Jacks Babyzeit haben wir noch einen richtigen Nasenstaubsauger, der bei Nick auch schon super oft zum Einsatz kam. Allerdings muss ich zugeben, dass es gerade in der Nacht nervig ist, wenn der Nachwuchs keine Luft bekommt und der Staubsauger angeschaltet werden muss. 


Olaf ist ein kleiner, mobiler Nasensauger, der mit Batterien betrieben wird. Er sieht aus wie ein Ohr-Thermometer und passt praktischerweise sogar in die Handtasche, sodass man ihn unterwegs nutzen kann. Wir hatten in in den letzten Tagen im Einsatz und haben ihn schon als neues Familienmitglied akeptiert.
Um ihn nutzen zu können, müssen die Batterien eingelegt werden. Wir nutzen ihn nun schon 3 Tage fast alle 30 Minuten und die Batterien sind noch fast voll. Am Handstück ist ein An/Ausschalter, der gedrückt werden muss. Dieser ist nicht optimal gelöst, da der Druckpunkt sehr genau ist und man ihn nicht immer erwischt. Angeschaltet brummt er sehr leise und wird vom Nachwuchs nicht als störend oder beängstigend empfunden. Das Nasenteil ist weich, ist aber sehr leicht abzunehmen, sodass eine flinke Kinderhand es schon mal abziehen kann. Vorsichtig wegen Verschluckungsgefahr. Pro Seite sind höchstens 5 Sekunden notwendig und die Nasen sind frei. Das gilt für weichen Schnotter. Dickere Popel kann das Gerät nicht, aber hierfür haben wir ja unsere Alternative. 

Unser Sohn akzeptiert den Sauger und findet ihn sogar eher lustig. Zwar greift er danach, aber nicht weil es weh tut, sondern weil Kinder eben neugierig sind. Ich habe es bei mir auch einmal ausprobiert und es kitzelt irgendwie ganz dezent. Mehr aber nicht. 



Zum Reinigen kann alles auseinander gebaut werden. Danach weichen wir es in Spüli-Wasser ein und bei einem ganz kleinen könnt ihr es mit sterilisieren, wenn ihr mögt. Das machen wir inzwischen nicht mehr. Damit der Schnotter gut abgeht, würde ich empfehlen es nach jedem Saugen oder wenn ihr von unterwegs nach Hause kommt, sofort zu machen. Das Reinigen ist leicht und gründlich, dafür lässt es sich nicht so gut zusammen setzen. Ich bekomme es gar nicht gut hin, mein Schatz ist da schon etwas geübter.

Fazit: Bei Schnupfen kann ich Olaf wirklich nur ans Herz legen. 

Hier geht es zu dem Produkt auf Amazon.

* Produkt wurde mir für einen unabhängigen Test zur Verfügung gestellt. Der Bericht stellt meine eigene Meinung dar. 

Loving more / Katrin Bongard

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches mir sehr am Herzen liegt. Falls ihr euch erinnert, habe ich erst kürzlich den ersten Band verschlungen und war so was von traurig, dass das Buch zu Ende war. Wie es manchmal im Leben so ist, habe ich gar nicht gewusst, dass es sich um eine Trilogie handelt und war daher total happy, als ich davon erfahren habe. Wie mir die Fortsetzung gefallen hat, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Katrin Bongard
Titel:  Loving More
Taschenbuch: 324 Seiten
Verlag: Red Bug Books (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943799786
ISBN-13: 978-3943799781
Preis: € 9,99
Genre: Jugend, Liebe, Blogging, Falsche Gerüchte
Gelesen in: 2 Tagen

== DAS COVER ==
Ein Bett, zwei Paar Füße und recht hell. So ist das Cover nun mal leider. Es passt zum Buch, da viele Szenen im Bett spielen, aber ganz ehrlich ich finde es für mich und meinen Geschmack zu schlicht.

== FIGUREN ==
Ella – Bloggerin, Leseratte, verliebt in Luca
Luca – Sportfan, Mädchenschwarm, verliebt in Ella
Fritz – Bester Freund von Luca
Zoe – Beste Freundin von Ella
Tobias – Arbeitspartner von Ella
Susanna – Ex-Freundin von Luca

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: Deutschland, Berlin
Zeit: Gegenwart 2010er
Perspektive: Ich Perspektive
Alter der Figuren: 17 /18

== AUSGEWÄHLTES ZITAT ZUM STIL ==
„Ich weiß. Man muss um seine Beziehung kämpfen, man muss durch Höhen und Tiefen zusammen gehen. Das gehört dazu. Alles andere gehört in Kitschromane, wo das Happy End an jedes Riesendrama angeklatscht wird, als ob eine Beziehung alle Probleme lösen würde.” (Zitat aus Loving More)

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Ella und Luca sind ein Paar und noch bis über beide Ohren verliebt. Obwohl sie völlig unterschiedlich sind, können sie diese Unterschiede ausblenden und sich auf ihre Verliebtheit konzentrieren. Nach den Ferien holt sie jedoch der Alltag ein, und der ist mit viel Chaos. Ella muss erkennen, dass es gar nicht so einfach ist mit dem Held der Schule eine Beziehung zu haben. Außerdem muss sie mit seiner Exfreundin Susanna ein Youtube-Video hochladen, um in Englisch eine gute Note zu bekommen. Luca hingegen hat mit seiner schulischen Unlust und seinem Verletzungen aus dem lange zurückliegenden Unfall zu kämpfen. Er kann kaum noch Videos drehen und ihm tut immer alles weh. Durch seine chronische Unlust muss er jetzt nicht nur Sven Nachhilfe geben, sondern auch noch seiner Ex Susanna. Das verzwickte daran ist, dass er durch die Vereinbarung mit seinem Lehrer Ella nichts sagen kann. Und damit kommt die Lawine ins rollen, denn Ella erfährt davon und kurze Zeit später behauptet Susanna von Luca schwanger zu sein. Ella, die selbst schon mit Luca ohne Verhütung geschlafen hat, weiß, dass es sein kann und dann ist da auch noch Fritz, der anscheinend mehr für Ella empfindet. Kann diese Krise überwunden werden?

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Loving More“ ist die Fortsetzung von „Loving“. Der zweite Band beschäftigt sich diesmal mit wichtige Themen, die in einer Beziehung aufkommen können, wie zum Beispiel Vertrauen.

Die Autorin setzt mit ihrem zweiten Band genau dort an, wo der andere aufgehört hat. Wie schon der Klappentext verrät sind Luca und Ella inzwischen ein Paar und somit reiht sich das Buch nahtlos an den ersten Teil an. Das passiert nicht nur inhaltlich und zeitlich, sondern auch durch den lockeren Stil, der viele jugendliche Elemente einfließen lässt, leicht zu lesen ist, aber nicht umgangssprachlich klingt.

Wie auch schon im ersten Band möchte die Autorin zeitnah sein und sich mit den Lesern bzw. der Zielgruppe auseinandersetzen. Dadurch greift sie realistische Themen und Interessen auf. Ging es im ersten Buch noch darum, dass Ella liest und einen Buchblog betreibt, versucht sie es in diesem Band noch aktueller zu gestalten und lässt Ella einen Wandel durchleben, sodass sie am Ende einen Buch-Vlog betreibt. Ob dies ein Hinweis an uns Blogger sein soll, dass Rezensionen out sind? Ich habe mich auch schon daran gewagt und mit Sicherheit schauen sich die jüngeren Generationen lieber eine Buchbesprechung als Video an, aber ich bin sicher, dass wir Leseratten nichts gegen ein bisschen Text habe. Außerdem ist es doch so leichter dem Lehrer seine Arbeit zu übergeben, wenn man Copy / Paste benutzen kann. Ich glaube mit diesem Sprung hat sich Ella etwas von mir entfernt, aber auch durch die Tatsache, dass sie wegen einer neuen Beziehung weniger liest.

Neben den Büchern und Youtube im Allgemeinen, denn diesmal wird Youtube als Schulaufgabe integriert, beschreibt die Autorin sehr zeitnah, wie intensiv, einnehmend und veränderbar eine Beziehung macht. Sie zeigt aber auch, dass eine gute Beziehung auf geben und nehmen basiert, sowie den Wunsch für seine Liebe und seinen Partner Hindernisse aus den Weg zu räumen. Ebenfalls sehr schön lässt Katrin Bongard das Thema Vertrauen einfließen. Nicht nur über bewusste, notwendige Lügen, sondern auch durch Dinge die andere machen. Eine Beziehung, aber auch eine Freundschaft basiert auf Vertrauen, das regelmäßig durch Kleinigkeiten, Fremdeinwirkung oder unbedachte Sätze auf die Probe gestellt wird. Durch die Aktualität und Umsetzung schafft es die Autorin in meinen Augen die Liebe und eine Beziehung im guten, aufklärenden Licht darzustellen.

Dann wiederum geht Katrin Bongard auf das Kennenlernen der Eltern ein. Hier hätte die Autorin das Buch gerne früher rausbringen können, denn für mich waren diese ersten Treffen immer der absolute Horror, da ich selbst aus einer sehr einfachen, chaotischen Familie komme und ein gewisser Standard für mich zwar umsetzbar und normal war, aber ich eben immer Angst hatte zu einfach zu wirken oder gar etwas falsch zu machen. In dieser Umsetzung zeigt Katrin Bongard wunderbar, wie menschlich auch Eltern sind und die Angst in der Regel unbegründet ist.

Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, hier bin ich aber auch schon Mama und sehe es etwas reifer, ist der Punkt Verhütung. Diese wird ausführlich behandelt. Wie zum Beispiel sollte ich eine Pille nehmen, wie denken manche Eltern darüber, sind Kondome sicher, wessen Aufgabe ist es. Ihr seht, alles gut integriert, aber ohne das es langweilig wird. Was mich störte, war die Tatsache, dass Ella sich trotz ihrer Intelligenz und einem guten Grundwissen zu einem „Ich pass schon auf“ hinreißen lässt. Es zeigt, dass bei solchen Dingen der Verstand ausgeschaltet ist, aber die Angst im Anschluss schwanger zu sein, hätte gerne deutlicher sein dürfen, um zu zeigen, dass eben auch etwas schief gehen kann.

Gleichzeitig greift die Autorin das Thema Teenager-Mutter auf. Während die Mehrheit der Jugendlichen lieber eine Ausbildung oder Studium nach der Schule ins Auge fasst, gibt es auch Jugendliche, die lieber ein Kind möchten und das aus verschiedenen Gründen. Hier bin ich echt gespannt, wie die Autorin dies im nächsten Band umsetzt, denn schwanger werden geht schnell und ist schön, aber so jung Mutter werden ist eine andere Sache. Es ist eine Entscheidung fürs Leben, die jeder gut durchdenken sollte.

Neben der Verhütung gibt es noch einen anderen Punkt, der mich etwas gestört hat, und zwar der Mittelpunkt der beiden Hauptfiguren. Luca war schon im ersten Band ein Frauenschwarm, und nach Ellas Laseroperation an den Augen wurde sie ja schon im ersten Band etwas anders gesehen von den Mitschülern. Diesmal geht es noch eine Spur weiter. Sicherlich sehr realistisch, aber leider in meinen Augen nicht unbedingt grandios umgesetzt. Warum? Das die beiden Hauptfiguren begehrt sind, ist eine Sache, aber  mir fehlte die Ausführlichkeit und die Fixierung auf eine Person. Zum Beispiel schwärmt Fritz für Ella, die dies aber in ihrer Verliebtheit gar nicht wahrnimmt. Also sehr realistisch, denn wie häufig erkennt man die Gefühle eines anderen nicht. An Kleinigkeiten wird es ausgemacht, dann durch eine Szene stark verdeutlicht, aber leider in meinen Augen zu schwach beschrieben und dann auch jäh beendet.

Alles in allem war das Buch wirklich wieder schön, und einmal angefangen kann man einfach nicht aufhören. Ich habe die letzten 200 Seiten zum Beispiel an einem Abend in der Badewanne gelesen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Trotzdem war das Gesamtbild diesmal nicht so 100% rund. Es sind jedoch nur kleine subjektive Empfindungen, die das gesamte Lesebild nicht trüben. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den letzten Band. 

*Rezensionsexemplar

Kistall der Träume / Barbara Wood

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches zufällig vor Jahren in mein Regal gekommen ist. Während einer Dienstreise von meinem Mann, durften wir mit nach Sylt fahren. Es war kalt, stürmisch und regnerisch. Kurzer Hand war mein Buchvorrat schnell aufgebraucht und so habe ich mir die Aufforderung Bücher aus dem Schrank der Ferienwohnung zu tauschen erfreut wahrgenommen. Ich liebe Barbara Wood und somit ist ihr Werk ohne nähere Betrachtung bei mir im Regal gelandet. Begleitet mich auf einem Stück Geschichte. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Barbara Wood
Titel: Kristall der Träume
Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 9 (14. Oktober 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596159547
ISBN-13: 978-3596159543
Originaltitel: The Blessing Stone
Preis: € 9,95
Genre: Hiistorisch, Zeitreise
Gelesen in: 10

== DAS COVER ==
Das Cover mag ich nicht wirklich. Es ist eine Art dunkles Rot, mit einem leichten Braunton. Darauf ein Symbol und ein blauer Kristall. Sehr schlicht und nichts, was mich im Laden magisch angezogen hätte.

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Die Inhaltsangabe ist in diesem Fall wirklich einmal sehr schwer, weil es keine typische feste Geschichte ist, sondern die Reise eines Steins über viele Jahrhunderte. Über ihn und seine wichtigsten Etappen wird in diesem Buch berichtet.

Der blaue Kristall ist ein Bruchstück von einem Kometen, der vor Urzeiten auf die Erde geprallt ist. Die Umgebung hat ihn zu einem ungewöhnlichen Kristall geformt. Die Geschichte beginnt 100.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Damals findet „Die Große“, eine Ureinwohnerin Afrikas, zum ersten Mal den Kristall. Ihr vorbestimmtes Schicksal und das von ihrem Clan wird in wenigen Seiten beschrieben, bevor es für den Kristall weitergeht.

Danach wandert der Kristall in diverse Epochen. In den nahen Osten (35.000 v.Chr.); ins Jordantal (1000 v.Chr.)n; ach Rom (64.n.Chr). nach England (1022 n.Chr.) ; Deutschland/Orient (1520); Martinique (1720) und zum Schluss in den amerikanischen Westen (1848).

Jede Epoche erzählt ihre eigene Geschichte, die jedoch nur im Hintergrund spielt, denn die Hauptfigur ist und bleibt der Kristall.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
Barbara Wood ist eine außergewöhnliche Autorin von der ich schon so manches Buch gelesen habe. Mein erstes Werk habe ich in einem Buchpaket ersteigert und später immer wieder Werke dazu ertauscht, weil ich genau solche Geschichten liebe. Vergangene Zeiten, Schicksale und vielleicht ein paar Liebschaften und Dramen. Dafür ist Barbara Wood bekannt und mit der Idee hätte sie sicherlich ein geniales Werk daraus erschaffen können.

In meinen Augen gelingt es ihr jedoch überhaupt nicht. Ich habe das Buch damals schon wenige Tage nachdem ich es getauscht habe, angefangen zu lesen. Die Schilderung über den Kristall und die Eingeborene hat mich jedoch überhaupt nicht mit dem Buch warm werden lassen, weswegen ich es abgebrochen habe. Selbst ein zweiter Versuch hat es nur bis Seite 50  geschafft. Da ich jedoch zu den Leseratten gehöre, die immer das Gute in einem Werk sehen und Angst haben etwas zu verpassen, habe ich im dritten Anlauf nun durchgelesen.

Nicht nur der Ansatz, sondern die verschiedenen Epochen sind mit etwas Geduld wahre Goldschätze. Allerdings hätte die Autorin sich mehr Zeit für sie nehmen müssen. Sie hätte daraus eine Reihe machen müssen. Jede Epoche ein einzelner Band, damit der Leser wirklich viel mehr über diese Zeit erfahren kann. So wird einfach vieles nur schnell abgehakt. Sicherlich nicht verkehrt, aber dafür ist Barbara Wood leider nicht ausgelegt. Sie schafft es einfach nicht zu fesseln und zu faszinieren. Das liegt zum Teil daran, dass die Autorin das Augenmerk eben zu sehr auf den Stein legt. Die Emotionen und Situationen der wirklichen Menschen gehen unter. Man kann behaupten es sind alles Randfiguren und der Stein ist die Hauptfigur. Außerdem bedarf es einige Seiten bevor man sich als Leser in der Epoche zurecht findet und meist ist es dann auch schon wieder vorbei.

Mit Sicherheit hat das Buch Potential und mit Sicherheit werden es viele Leute gerne lesen. Wer generell Kurzgeschichten mag, wird hier vielleicht glücklich, da ich jedoch nie davon eingenommen wurde, hat mich das Buch leider nur enttäuscht. Gute Ansätze reichen mir jedoch nicht aus.

Ein Geschenk von Bob / James Bowen


Es tut mir leid, aber so langsam wird es einfach nur peinlich. Nachdem meine Mutter eigentlich schon vom vorherigen Band die Nase voll hatte, konnte sie im Laden doch nicht widerstehen und hat sich auch noch dieses Buch von „Bob, der Streuner“ geholt. Kein Wunder, dass es immer wieder Bücher von Bowen gibt, wenn sich damit gut Geld verdienen lässt. Für mich unverständlich. Dazu aber gleich mehr.
'''BUCHFAKTEN '''
Autor: James Bowen
Titel:   Ein Geschenk von Bob
Taschenbuch: 184 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2015 (8. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404608461
ISBN-13: 978-3404608461
Originaltitel: A Gift from Bob
Preis: € 8,99
Genre: Biographie
Gelesen in: 2Tagen

''' OPTK '''
Bob mit Schal und Tannenbaum im Hintergrund. Es passt zur Jahreszeit und daher ist das Cover okay.

'''FIGUREN '''
Bob – roter Kater
James – Straßenmusiker in London

''' INHALTLICHE FAKTEN '''
Ort: London
Zeit: 2010er
Alter der Figuren: Ende 20

''' WIE HAT ES MIR GEFALLEN? '''
Auch wenn mir jetzt eingefleischte Fans den Kopf abreißen werden, möchte ich meine ehrliche Meinung zu dem Buch abgeben und hoffe, dass ihr sie nachvollziehen könnt bzw. versteht, dass Meinungen verschieden sind. Ich liebe Katzen, habe selbst eine Herumtreiberin vor Jahren aufgenommen, habe aber schon beim ersten Buch nicht verstanden, warum man darüber ein Buch schreiben muss. „Bob, der Streuner“ war damals nicht schlecht, aber ich fand, dass es weniger um Bob ging, als darum wie schwer es James Bowen hat. Völlig in Ordnung, aber er ist in meinen Augen auf der Stelle getreten und hat vieles wiederholt, sodass ich damals nur drei Sterne vergeben habe. Die Fortsetzung fand ich schon nicht mehr gut. Im Grunde wurde einiges Neues erzählt, aber vieles alte erneut breit getreten. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass noch einmal aufgesprungen wurde, weil das erste Buch so gut ankam. Bei Weihnachten dachte ich das Gleiche.

Ich bewundere, dass der Autor seinen Weg geht und wenn man ihn in London trifft, auch sehr freundlich ist. Ich mag Katzen und ich kann nachvollziehen, dass der Winter 2010 absoluter Horror war. Man liest so viel in den Zeitungen, wie Obdachlose erfrieren oder ähnliches und auch tagsüber ist es nicht angenehm auf der Straße zu betteln.

Allerdings kann ich für mich persönlich sagen, dass es mir definitiv mit diesem Buch reicht. Mehr werde ich nicht lesen. Auch in diesem Buch wird vieles aus den ersten Werken aufgegriffen, wiederholt und durchgekaut. James Kindheit, James Drogensucht, James schwere Zeit. Junge, schreib eine Biographie und hak das Thema ab. Ich weiß nicht, warum man in drei Büchern immer wieder darüber Jammern muss, wenn es doch eigentlich laut Titel, laut Cover und Beschreibung um Bob gehen sollte. Beim ersten Buch konnte ich es verstehen, beim zweiten war es noch akzeptabel, aber nun nervt es mich persönlich. Zumal Bob eher eine Randfigur spielt und in meinen Augen definitiv zu wenig Beachtung kommt.

Für mich ein kleiner Reinfall, nach den vorherigen Bänden. Wie gesagt, hätte Bob einen vorrangigen Platz gehabt und wäre das Augenmerk mehr auf ihm, dann hätte ich das ewig gleiche Gejammer ertragen können, aber so tut es mir leid.

Wem die ersten Bände unglaublich gefallen haben, der wird hier jedoch auch glücklich. Es ist eben eine Einstellungssache und Frage des Geschmacks.

Girl on the train / Paula Hawkins

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das so vielversprechend geklungen hat. Ich habe mich sofort bei Blogg dein Buch beworben und wurde ausgewählt, es für euch zu lesen. Gelesen hatte ich schon viel positives von dem Buch, und so habe ich das Haarfärben und Einwirken dazu genutzt mich in das Buch zu vertiefen. Einmal angefangen kann man das Buch nur schwer aus der Hand legen, obwohl sicherlich nicht alles perfekt umgesetzt wurde. Wie es mir am Ende gefallen hat, lest nun selbst. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Paula Hawkins
Titel:  Girl on the train
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (15. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505222
ISBN-13: 978-3764505226
Originaltitel: The Girl on the Train
Preis: € 12,99
Genre: Thriller, Drama
Gelesen in: 2 Tagen

== DAS COVER ==
Meins ist das Cover nicht. Wisst ihr, wie es aussieht, wenn ein Zug schnell an euch vorbeifährt und ihr davon ein Foto macht. Genauso wie eine Linie sieht das Bild aus. Die Schrift wurde angepasst und nur eine Tür wurde angedeutet, wo eine weibliche Silhouette zu sehen ist. Es passt, aber ist nicht klasse.

== FIGUREN ==
Rachel – Alkoholikerin, liebt ihren Ex, arbeitslos und wohnt bei einer Freundin
Anna – Die neue von Rachels Ex
Tom – Der Exmann von Rachel
Megan – Die Frau, die Rachel aus der Bahn beobachtet
Scott – Der Mann, von Megan

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: England
Zeit: Gegenwart 2010er
Perspektive: Ich-Perspektive Megan, Rachel, Anne
Alter der Figuren: Anfang 30

== AUSGEWÄHLTES ZITAT ZUM STIL ==
»Kamal behauptet, ich müsse mir überlegen, wie ich mich selber glücklich machen kann; ich müsse aufhören, andernorts nach dem Glück zu suchen. Es stimmt, das muss ich, das ist mir selber klar, doch dann überkommt es mich wieder, und ich denke: Scheiß drauf, das Leben ist zu kurz.« (Zitat 10 Januar 2013)

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Rachel ist Alkoholikerin und das schon seit langer Zeit. Nachdem sie nicht schwanger werden konnte, fing sie damit an, und als ihr Mann sie wegen Anna verlässt, kommt sie gar nicht mehr aus dem Loch heraus. Sie zieht zu einer alten Freundin, stalked ihren Ex-Mann und als sie wegen Alkohol ihren Job verliert, pendelt sie aus Scham trotzdem jeden mit den gleichen Zügen, damit niemand Verdacht schöpft. Auf ihrer Fahrt kommt sie immer an ihrem alten Haus vorbei und wird schmerzlich an Toms neues Leben erinnert. Highlight ist jedoch das glückliche Paar ein paar Minuten vorher, wo der Zug regelmäßig hält. Hier erfindet Rachel Namen, freut sich sie zu sehen und ist vielleicht ein Stück neidisch. Doch dann entdeckt sie bei einem solchen Halt, dass Jess, wie sie die Frau genannt hat mit einem anderen Mann knutschend im Garten  steht. Sie kann nicht fassen, dass sie ihren Mann betrügt. Als Rachel kurz darauf erfährt, dass Megan, wie die Frau wirklich heißt, verschwunden ist, ahnt sie, dass dies mit ihrer Beobachtung zusammen hängt. Doch als Zeugin ist sie nicht brauchbar. Dafür trinkt sie einfach zu viel, hat Blackouts und wird von Anna sogar als Kindesentführerin dargestellt. Sie ist labil und die Polizei geht davon aus, das sie sich einfach nur wichtig machen will. Deswegen erfindet Rachel eine Freundschaft zu Megan, um mit ihrem Mann Scott Kontakt aufzunehmen. Sie freunden sich an und die Polizei nimmt seinen Hinweis nach einem Geliebten sogar ernster. Doch dann kommt heraus, dass sie eine labile Lügnerin ist und sie ahnt, dass sie herausfinden muss, was damals passiert ist. Sie spürt, dass ihr Blackout in jener Nacht von Megans verschwinden, der in ihrer Straße passiert ist, die Wahrheit ans Licht bringen wird. Sie beginnt mit ihren Nachforschungen und stößt dabei auf eine tödliche Wahrheit.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Girl on the Train“ ist eins der Bücher, um die wieder ganz großer Wirbel betrieben wurde. Obwohl ich kein Fan von solchen Hype-Werken bin, hat mich die Idee von dem Buch so fasziniert, dass ich es lesen wollte. Als Pendler habe ich mir auch oft genug vorgestellt, was sich in bestimmten Häusern abspielt, wer dort wohl lebt und beobachtet, sofern ich kein Buch zur Hand hatte.

Erzählt wird die Geschichte aus drei Perspektiven. Gewechselt wird in größeren Abständen zwischen Rachel und Megan, sowie später Anna. Jeweils aus der Ich-Perspektive ist es gut möglich die Figuren näher kennenzulernen. Dies ist bei den etwas schwierigen Persönlichkeiten auch nötig. Rachel zum Beispiel ist mit ihrer Alkoholsucht eher abschreckend. Die Hintergründe, die im Laufe des Buches aufgedeckt werden, schaffen jedoch eindeutig eine gewisse Sympathie für diese arme Seele. Megan erzählt die Zeit vor ihrem verschwinden und auch sie ist nicht so sympathisch, dass man sie lieben muss. Ebenfalls wird auf eine dramatische Vergangenheit gesetzt, die zumindest nichts für werdende Mütter ist. Annas Perspektive soll Einblicke gewähren, wie es ist, wenn die Ex-Frau sich immer wieder ins Leben drängt und auch hier gibt es viele Einblicke in die Persönlichkeit, die nicht unbedingt sympathisch sind. Im Laufe des Buches merkt man im Grunde, dass die gesamten Persönlichkeiten mehr Ecken und Kanten, sowie eine schwere Bürde aufweisen, die sie unsympathisch, aber doch wieder sympathisch wirken lassen.

Am Anfang fühlt man sich leicht in das Buch geworfen, was aber nicht weiter tragisch ist. Man lernt Rachel näher kennen, erkennt ihre Alkoholsucht, die augenscheinlichen Hintergründe und begleitet sie auf ihren täglichen Touren, wo sie die beiden Hausbewohner gerne beobachtet. Die Geschichte dümpelt so vor sich hin und ist teilweise sehr anstrengend durch den Alkohol und das Klammern an den Ex. Erst mit Megans verschwinden wird es spannender, um dann die Spannung sofort wieder zu verlieren. Klar, wollte ich als Leser wissen, was mit Megan passiert ist und es gibt viele ausbaubare Möglichkeiten, die  Spielraum für eigene Vermutungen lassen. Nur nützt es nicht, wenn sie leider im alltäglichen Geschehen untergehen. Die Geschichte entwickelt sich, aber durch Rachels Alkohol-Exzesse habe ich manchmal ehrlich gesagt, genervt mit den Augen gerollt. Entweder versackt Rachel, Anna bekommt wieder einen Wutausbruch, wo sie Rachel aus den Weg räumen will. Ich weiß, wie schwer es für eine alkoholkranke Person ist und die Autorin setzt dies super um, aber auch ohne Alkohol und Stalking hätte die Geschichte gut konstruiert werden können. Ein Schlag kann auch Blackouts verursachen. Nur eine kleine Idee meinerseits.

Ab der Hälfte des Buches wird es dann aber spannender, und man versucht selbst für sich zu ermitteln, was genau passiert ist, und was Rachels Blackout ans Tagelicht bringen könnte. Ich muss zugeben, dass ich im Gegensatz zu anderen Lesern, zwar eine gute Vorahnung hatte und zumindest mit einem Teil richtig lag, aber eben nicht ganz. Deswegen finde ich den Schluss eigentlich auch gut. Nur die Auflösung hätte gerne etwas anders sein können. Ich fand den Schluss ein bisschen naiv oder unausgegoren. An sich völlig spannend, logisch und gut. Was mich eben störte, ist die Tatsache ist die Umsetzung des Täters am Schluss. Es wird ein gewisses Lügengerüst aufgedeckt, der eine ideale Basis für das Geschehen bietet, aber mit fehlte ganz ehrlich der Background. Schließlich wird einiges angedeutet und man fragt sich eben noch lange nach dem Buch, ob da vielleicht mehr gewesen ist. Ich mag jedoch keine Fragen, die mich am Ende beschäftigen. Hier ein bisschen mehr, und das Buch wäre echt klasse gewesen, abgesehen vom Einstieg.

Alles in allem hat die Autorin wirklich gute Ansätze, einen leichten Stil und einen an sich guten Schluss. Mir fehlen jedoch Kleinigkeiten, die das Buch noch besser gemacht hätten. Den Hype kann ich nicht nachvollziehen, aber zumindest kann ich für mich behaupten, das Buch hat sich gelohnt und sollte es verfilmt werden, dürfte dies sicher sehenswert sein.

Klassische Curry-Bratnudeln

Vor einigen Tagen habe ich euch das Unternehmen Rund um Snack Piraten und ihre Saucen vorgestellt. Hier hatte ich versprochen, leckere Rezepte zu den Grillsaucen vorzustellen, damit Reste aufgebraucht werden können, sobald die Grillsaison beendet ist. Neben Grillsaucen, durften wir auch verschiedene Ketchup-Sorten testen. Ketchup ist leider so, dass man ihn immer zu allem Essen kann und nicht wegwirft. Daher habe ich mir für diese Produkte einfach drei leckere Gerichte ausgedacht, die dazu passen.

Den Anfang macht der klassische Ketchup. Hier haben wir uns einen Klassiker ausgesucht, der bei uns regelmäßig auf dem Tisch landet, weil es schnell geht ohne Fleisch ist ist und die Kinder es gerne essen.

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN
  • 500g Nudeln nach Wahl
  • 5 mittelgroße Eier
  • Curry Pulver
  • Salz
  • Öl
  • Ketchup



ZUBEREITUNG
  1. Nudeln mit etwas Salzwasser gar kochen.
  2. Die Nudeln im Anschluss mit Öl anbraten, bis sie die gewünschte Bräune haben.
  3. Eier aufschlagen, verquirlen und über die Nudeln geben. Ebenfalls anbraten.
  4. Im Anschluss mit Curry abschmecken und servieren.
  5. Für die Kinder mit Ketchup einlustiges Gesicht zaubern. 

Draußen im Moor / Sandra Greaves

Heute habe ich mal wieder für die jüngeren Leser eine kleine Buchempfehlung. Und zwar handelt es sich um ein spannendes und echt gruseliges Jugendbuch mit Horror Elementen wie von Hitchcock persönlich. Neugierig geworden auf das Buch? Dann guckt einfach mal, ob es nicht etwas für eure Sommerferien ist. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Sandra Greaves
Titel:  Draußen im Moor
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Chicken House (2. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551520690
ISBN-13: 978-3551520692
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre
Preis: € 13,99
Genre: Horror, Grusel, Jugend
Gelesen in: 2 Tagen

== DAS COVER ==
Ich persönlich finde das Cover einfach genial. Ein altes Haus, ein verwitterter Baum, alles total düster gehalten. Da kommt Gänsehaut-Feeling und Gruselstimmung auf.

== FIGUREN ==
Matt – Eltern getrennt, mag den neuen der Mutter nicht, Stadtkind
Tilda – In Matts Alter, kümmert sich um den Haushalt nach dem Tod ihrer Mutter
Jack – Onkel von Matt und Farmer mit Leib und Seele
Kitty – Kleine Schwester von Tilda

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: Darthmoor, England
Zeit: 2010er Gegenwart
Perspektive: Ich-Perspektive von Kitty, Matt und Tilda im Wechsel
Alter der Figuren: 5-14

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Matt hat die Schnauze voll. Sein Vater ist irgendwo mit dem Schiff unterwegs, der neue seiner Mutter ist einfach nur ein Idiot und all seine Freunde sind verreist. Zu Hause hält er es jedenfalls nicht aus und reist einfach zu seinem Onkel auf dessen Bauernhof auf dem er schon seit Jahren nicht gewesen ist. Das die Begrüßung von Jack und den beiden Cousinen Tilda und Kitty nicht herzlich ist, kann er gar nicht verstehen. Erst nach und nach erfährt Matt, warum ihn und insbesondere seine Mutter alle aus dem Haus hassen. Wegen ihrer Gier musste schon so viel gutes Weideland verkauft werden und sie war nicht mal bei der Beerdigung ihrer eigenen Schwester. Klar, dass alle davon ausgehen, dass Matt genauso ist. Trotzdem macht Matt das Beste aus der Situation. Obwohl Tilda keine Lust hat, muss sie ihm die Gegend zeigen und so kommen sie in den alten Wald ganz in der Nähe. Nach einem kleinen Streich und Zank, bei dem sich Tilda den Fuß verletzt, finden beide eine Kiste mit einem Vogelschädel drin. Das der alte Helfer Gabe sie vor den Vögeln und dem Anfang von etwas Bösem, einem Fluch und dem Teufel gewarnt hat, vergessen beide. Sie streiten sich und erst als sie merken, dass wirklich etwas im Busch ist, beginnen beide an einem Strang zu ziehen.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Draußen im Moor“ ist ein Buch über Wut, Freundschaft, Hass und Trennung. Es ist ein außergewöhnliches Buch, welches leider nicht vollends überzeugen kann. Weder mich als „älteren Leser“ noch meine Nicht, als Zielgruppe. Warum das der Fall ist, versuche ich euch einfach mal zu erklären.

Erzählt wird das Buch aus den verschiedenen Perspektiven und zwar aus den Sichtweisen von Tilda, Matt und Kitty. Diese Perspektiv-Wechsel sollen veranschaulichen, was die verschiedenen Figuren denken und in den Situationen empfinden. Leider kommt in meinen Augen dadurch eine gewisse Unruhe ins Lesen. Zwar ist deutlich, wer gerade erzählt, aber während des Lesens kommen immer wieder Momente, wo man doch denkt, eine andere beteiligte Figur erzählt dies. Nun gut, das ist immer eine Frage des Geschmacks. Was mir vielleicht die Sache etwas erschwerte, war die Tatsache, dass die Figuren etwas blass geschildert wurden. Zwar werden am Rande Fakten, wie Tod, Trennung oder der neue Partner erwähnt, aber ganz ehrlich es ist schwer eine Bindung zu den Figuren aufzubauen. Ich hatte das Gefühl reingeworfen zu werden und bis zum Ende bin ich nicht mit den Figuren warm geworden. Zwar konnte ich manche Ansätze verstehen, aber die Hauptfiguren wirkten so, kindlich, stur und bockig, während die jüngste, also Kitty hingegen schon so reif wirkte. Manchmal sehr realistisch, aber mir hat es nicht geholfen. Zumal die Geschichte eben sehr verworren ist.

Die Geschichte selbst befasst sich mit einer alten Legende und einer Art Fluch, der schon vor Jahren einmal den Hof der Familie heimgesucht hat. Am Anfang glaubt niemand daran, aber mit der Zeit passiert eben so viel, dass die beiden großen Kinder, um die es diesmal geht, eben erkennen, dass der Fluch erneut hervorgerufen wurde. Hervorgerufen durch Wut und Streit. An sich eine schöne Lektion zu zeigen, dass Wut und Streitigkeiten nicht sein müssen, wenn man einfach mal innerlich loslässt, oder mit der anderen Person sachlich redet. Die Autorin zeigt deutlich, wie leicht Streit durch Handlungen, äußere Einflüsse und eigene Gedanken beeinflusst wird. Von dem Aspekt super interessant umgesetzt und gerade für die jüngere Generation, aber auch uns Großen eine kleine gedankliche Anregung.

Neben Streitigkeiten wird auch die Thematik Freundschaft, Familie in Kombination mit Trennung und Tod behandelt. Authentisch wird gezeigt, wie manche Kinder nach dem Tod des Elternteils weiterleben und kämpfen, während andere, deren Eltern sich nur Trennen völlig hängen lassen und in Selbstmitleid aufgehen. Das Drumherum hat die Autorin also im Grunde schön, verständlich und greifbar geschildert.

Was mir, aber auch meiner Nichte nicht sonderlich gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Autorin nur sehr wage an die Sache herangeht. Immer nur kleine Bruchstücke, der Fluch selbst ist ein Geheimnis und erst ganz zum Schluss wird darüber überhaupt wirklich offen geredet. Ob damit versucht wird die Spannung bis zum Schluss aufzubauen, kann ich nicht sagen, denn von uns empfand es keiner als spannend. Das Hauptproblem war jedoch einfach der Punkt, dass weder meine Nichte noch ich, wirklich nachvollziehen konnten, war der Fluch selbst. Ich will nicht zu viel verraten, aber für mich klang das alles zum Ende des Buches sehr künstlich und an den Haaren herbeigezogen. Die Entstehung selbst, aber auch den Verlauf, wobei ich ehrlich sagen muss, dass dies noch der glaubwürdigste Teil war. Die Neuauflage oder Rückkehr vom Fluch und dem Teufel gehen jedoch in meinen Augen so gar nicht.

Ich habe das Buch aus der Hand gelegt und dachte mir nur „Ah ja, war das alles und vor allen Dingen was zur Hölle war es?“. Sicherlich keine gute Grundvoraussetzung, weswegen ich das Buch eben meiner Nichte gegeben habe. Auch sie war am Ende eher verwirrt und hatte einige Fragen, die sich beim Lesen nie aufgeklärt haben. Im Ansatz gut, aber es mangelt in unseren Augen an der Umsetzung.

* Rezensionsexemplar

Olia - Leider nicht blond

Vor einigen Tagen habe ich für euch das Gewinnspiel von Olia gestartet und dachte mir, dass ich selbst einmal eine mutige Typveränderung mitmache. Normalerweise habe ich rotblonde Haare, die ich persönlich einfach nicht mag. Daher färbe ich sie mir regelmäßig. Schwarz, blauschwarz, braun, rot, intensives Kupfer, aubergine. Ich hatte so manche Farbe in den letzten 15 Jahren. Wie ihr seht jedoch meist dunkler. Nur einmal hatte ich auf meiner Naturhaarfarbe blonde Strähnen und deswegen habe ich gedacht, färbe ich mir die Haare spontan blond.


Ich weiß, dass dies bei roten Haaren nicht so einfach ist, aber wenn ich mutigen Beispiels vorangehen will, warum nicht. Vor Orange hatte ich weniger Angst, als vor einer fleckigen Umsetzung. Das gebe ich ehrlich zu. Ich habe mich also mit meinem Mann auf einen Blondton geeinigt und mich am Abend ans Färben gemacht. Am Anfang sah auch alles super aus. Man sah, dass das Färbemittel einiges aus den Haaren herausgezogen hat und so habe ich 30 Minuten bewusst nicht in den Spiegel geschaut. Aber schon nach dem Auswaschen hatte ich nicht das Gefühl hellere Haare in den Händen zu halten. Okay, dachte ich am Anfang, sie sind nass und da wirken hellere Haare ja auch recht dunkel. 

Die Enttäuschung kam aber postwendend, denn leider sind sie nicht blond geworden, sondern sind noch immer rotblond. Sie sind zwar etwas heller geworden, das will ich nicht leugnen, aber es war eher so, als hätte ein Auto eine Autowäsche bekommen und der ursprüngliche Lack sei wieder zu sehen. Sprich die Reste von meinen früheren Färbungen in den Spitzen waren weg und sie sahen so aus, wie sie in meiner Kindheit aussahen. Mein Mann mag es, da er mich so ganz ohne Reste nicht kannte, aber wenn man blond, fleckig oder sogar orange erwartet, dann ist das schon etwas schade. Nächsten Sommer werde ich das definitiv beim Friseur in Angriff nehmen.  

Der Sinn des Lebens ist das Leben / Hugues de Montalembert

Es gibt Bücher, die ich euch vorstellen möchte, die sicherlich nicht die breite Masse interessieren. So sicherlich auch dieses Werk. Das Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte befasst sich nicht nur mit dem Sinn des Lebens, sondern ist eigentlich eine Biographie über einen Maler, der mit Mitte 30 erblindet ist. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Hugues de Montalembert
Titel:  Der Sinn des Lebens ist das Leben
Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: DuMont Buchverlag; Auflage: 1 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3832196455
ISBN-13: 978-3832196455
Originaltitel: Invisible
Preis: € 9,99
Genre:  Biographie
Gelesen in: 2 Stunden

== DAS COVER ==
Blauer Himmel, eine menschliche Silhouette, die an einem Gewässer steht und sich darin spiegelt. Das Cover hat etwas beruhigendes. Wobei ich ein komplett schwarzes Cover passender gefunden hätte.

== FIGUREN ==
Hugues de Montalembert – Maler, blind und stark

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: USA
Zeit: 1978
Perspektive:
Alter der Figuren:

== AUSGEWÄHLTES ZITAT ZUM STIL ==

'Jeden Morgen erwache ich voller Energie, Optimismus und Vorfreude auf den beginnenden Tag, jeden Abend bleibt ein Gefühl der Niederlage. Tag für Tag eine Niederlage.' (Zitat, Seite 22)

Statt sich zu ärgern muss man lächelnd einen Ausweg finden. (Zitat S. 70)

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Hugues de Montalember ist Mitte 30, als er an einem Sommerabend des Jahres 1978 nach Hause kommt und dort von zwei Männern überfallen wird. Es kommt zu einer Auseinandersetzung und einer der Männer holt eine Flasche mit Lösungsmittel heraus, die er Hugues ins Gesicht kippt. Obwohl die Männer gleich darauf von ihm ablassen, und er versucht seine Augen auszuwaschen, schwindet rasch das Augenlicht, denn Lösungsmittel lässt sich mit Wasser nicht entfernen. Am Ende des Tages hat er sein Augenlicht eingebüßt und muss sich nun in einer dunklen Welt, die lediglich von wenigen hellen Schatten unterbrochen wird, zurecht finden. Hugues gibt jedoch nicht auf, denn wenn er erst einmal grübelt, dann weiß er, kommen die Depressionen, wie bei allen. Er steht auf und kämpft sich zurück ins Leben.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
Ich muss zugeben, dass ich von Hugues bis dato noch nichts gehört habe, denn Maler und Fotografen sind nicht unbedingt mein Interessengebiet. Warum ich seine Biographie lesen wollte, einfach weil mich das Thema „Blind werden“ interessiert. Das Augenlicht ist eins der kostbarsten Güter und es kann jeden treffen. Sei es durch eine Netzhautablösung, einen Unfall oder ähnliches. Da ich selbst eine sehr dünne Netzhaut habe, bin ich natürlich schon recht interessiert, wie andere Menschen im Falle eines Falles damit umgehen.

Das Buch ist anders als erwartet. Statt einer richtigen Biographie, wie ich sie erwartet habe, setzt sich der Autor mit kurzen prägnanten Szenen, Gedanken und wegweisenden Momenten auseinander, die im ersten Moment etwas wirr präsentiert sind durch Seiten, wo manchmal nur 2-3 Sätze stehen, aber der Inhalt ist so gestaltet, dass er alles offenbart, was Hugues an Wissen vermitteln kann. Emotional, aber auch im Alltag.

Der Autor setzt hierbei auf eine so bewegende Wortwahl und Umsetzung, dass mich das Buch tief berührt hat, aber mir auch wertvolle Tipps für das Leben generell gegeben hat. Deswegen habe ich es auch gleich meiner Mutter gegeben, die nach einem Herzinfarkt sehr mit dem Leben zu kämpfen hat.

Es ist ein wunderbares Buch, das zum Nachdenken und Nachmachen animiert, denn es richtig sich wirklich nicht nur an Leute, die vielleicht Angst haben blind zu werden oder kurz vor der Erblindung stehen, sondern auch an Menschen, die ihr Leben positiv verändern wollen. Wer das Buch liest, wird eine Spur ruhiger, ob er möchte oder nicht.


* Kostenfreies Rezensionsexemplar

AmericanFood4You.de - Für alle Amerika-Fans

Ich bin ein absoluter Fan von Amerika und insbesondere finde ich die ganze Lebensmittelvielfalt unglaublich faszinierend. Dort gibt es schon ausgefallene Kreationen.  Deswegen habe ich mich auch beworben, als bei Facebook eine Aktion "WE WANT YOU" lief. Ich wurde ausgewählt und habe ein kleine Paket mit gemischten Produkten erhalten. Das fand ich so klasse, dass ich euch die Sachen auch gleich einmal vorstellen möchte.


AMERIKA KOMMT NACH DEUTSCHLAND
Wie der Name schon verrät, handelt es sich um einen Shop, der sich auf amerikanische Lebensmittel und Getränke spezialisiert hat. Die Auswahl ist natürlich nicht vergleichbar mit einem Walmart in den USA, aber das Herz von Fans schlägt auf jeden Fall höher. Man merkt, dass die Produkte abgestimmt sind für das deutsche Publikum. Schließlich mögen wir auch nicht alles. Ich persönlich könnte stundenlang stöbern und mich dann doch nicht entscheiden. Allein die ganzen Getränke, wären eine Sünde wert. Der Shop ist im Übrigen sehr übersichlich gegliedert und hat viele Kategorien, sodass ihr sofort findet was ihr sucht.

FAKTEN ZUM SHOP
Versandkosten: 4,90€ und ab 39,90€ kostenfrei
Unternehmen: DHL, DPD, UPS, Deutsche Post
Zahlung: Kreditkarte, Paypal, Vorkasse, Sofortüberweisung
Link zum Shop: Klick Hier

AMERIKA IN MEINEN VIER WÄNDEN
Wie oben erwähnt habe ich eine kleine Auswahl gewonnen, auf die ich keinen Einfluss hätte, sonst würde ich noch immer dort sitzen und grübeln. Ich stelle sie euch einfach mal allesamt vor und vielleicht ist ja eure Neugierde genauso geweckt worden wie meine.

Spaghettios - 1,99€, 425g
Es handelt sich hierbei um eine Dose mit Nudeln, die für Kinder geeignet ist. Kennt ihr hier sicherlich von Maggi. Die Dose habe ich meinem Zwerg gegeben, der gerne Nudeln ist. Die erste Portion war recht flüssig, weil dort die ganze Soße war. Unten wurde es dann besser vom Verhältnis. Die Soße ist nämlich sehr dünnflüssig. Geschmacklich sage ich nur Maggi und Ravioli. Nur eben ohne Fleisch(masse). Man muss den tomatigen und in meinen Augen recht künstlichen Geschmack mögen. Meine Kids mögen ihn. Ich finde schon den Geruch nicht sonderlich ansprechen. 


Blair's Death Rain- Cheddar Chips - 2,69€, 142 g 
Ich bin kein Fan von scharf, aber ich fand das die Chips einzeln gegessen mit Pause auszuhalten. Isst man sie jedoch schnell und ein paar mehr, dann wird es richtig scharf. Mein Großer hat sogar im Anschlus Milch trinken müssen. So als Gag, aber für uns zum Naschen beim TV einfach nichts.  

Corn Nuts BBQ - 1,59€,  48g
Sie sehen aus wie Kellogs, schmecken wie ungesüßtes Popcorn und sind Snacks aus Mais. Ist die Würzschicht erst einmal ab, schmecken sie wie diese Reispuffer, sehr nüchtern. Zwar eine witzige Idee, aber uns haben sie nicht geschmeckt. 




Dr Pepper Cherry Vanilla - 1,19€, 330ml
Ungewöhnlich aber Wow. Ich habe diese Dose bei unserem Edeka schon gesehen. Die haben auch eine kleine Amerika-Abteilung. Geschmacklich ist das Produkt unglaublich lecker, sofern man Kirschlollies mag. Ihr erinnert euch sicherlich an diese kleinen Kirschlollies, die man als Kind häufig geschenkt bekommen hat. So schmeckt das Getränk, nur etwas prickelnder durch die Kohlensäure. Ich mags total gerne, und mein Mann fand es auch klasse.




Country Time - 1,19€, 330ml
Sie soll zu den beliebtesten Limonaden der USA gehören. Ohne Kohlensäure und die fehlt mir persönlich, weswegen ich etwas Mineralwasser hinzugetan habe.Mehr als ein kleines Glas könnte ich aber nicht davon trinken. Es ist zwar eine gute Mischung aus süß und sauer, aber ich finde es minimal künstlich.



Hershey's - Cookies 'n' Cream  - 1,19€, 40g
Gibt es die auch in groß? Weiße Schokolade mit Oreo-Keks-Stückchen. Geschmacklich ist die Schokolade wie diese "Weiße Crisp" von Nestle, super lecker und statt Crisp gibt es intensive Schokokugeln. Meine Jungs und ich waren begeistert. Definitv Hüftgold, aber eine Sünde wert. Muss man probiert haben.


Reese's NutRageous Riegel - 1,19€, 51g
Das Produkt kann gentechnisch veränderte Zutaten enthalten. Okay, zum Glück habe ich es später gelesen, denn das hätte mich abgeschreckt. Ob mein Mann mutiert, verrate ich euch später, denn ich habe nur ein kleines Stück probiert. Kennt ihr noch Cruncher von Snickers? Daran erinnert mich dieser Erdnussriegel stark. Ich mag ihn total gerne, denn ich war absoluter Crunchers Fan.


Twizzlers Strawberry Twists - 1,39€, 70g
Kennt ihr diese Erdbeerschnüre, ich glaube von Haribo. Die mag ich total gerne. Dementsprechend ging ich davon aus, dass diese ähnlich schmecken. Weit gefehlt. Nach Erdbeeren, Erdbeeraroma oder ähnliches schmecken sie gar nicht. Erst schmeckt es sehr chemisch, aber undefinierbar und dann kommt nichts. Total eklig. Bei uns hat jeder einmal abgebissen und danach die Lust verloren. 





FAZIT
War für euch etwas leckeres dabei? Uns hat nicht alles überzeugt, aber es ist schon cool, solche Sachen ausprobieren zu können. Ich bestelle mir regelmäßig gerne solche Produkte, und werde daher sicherlich Stammkunde bei diesem Shop. Für alle, die es interessiert, MHDs waren alle weit entfernt, also die Waren waren frisch.
 

* Produkte stammen aus einer Facebook-Gewinnspiel-Aktion