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Kistall der Träume / Barbara Wood

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches zufällig vor Jahren in mein Regal gekommen ist. Während einer Dienstreise von meinem Mann, durften wir mit nach Sylt fahren. Es war kalt, stürmisch und regnerisch. Kurzer Hand war mein Buchvorrat schnell aufgebraucht und so habe ich mir die Aufforderung Bücher aus dem Schrank der Ferienwohnung zu tauschen erfreut wahrgenommen. Ich liebe Barbara Wood und somit ist ihr Werk ohne nähere Betrachtung bei mir im Regal gelandet. Begleitet mich auf einem Stück Geschichte. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Barbara Wood
Titel: Kristall der Träume
Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 9 (14. Oktober 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596159547
ISBN-13: 978-3596159543
Originaltitel: The Blessing Stone
Preis: € 9,95
Genre: Hiistorisch, Zeitreise
Gelesen in: 10

== DAS COVER ==
Das Cover mag ich nicht wirklich. Es ist eine Art dunkles Rot, mit einem leichten Braunton. Darauf ein Symbol und ein blauer Kristall. Sehr schlicht und nichts, was mich im Laden magisch angezogen hätte.

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Die Inhaltsangabe ist in diesem Fall wirklich einmal sehr schwer, weil es keine typische feste Geschichte ist, sondern die Reise eines Steins über viele Jahrhunderte. Über ihn und seine wichtigsten Etappen wird in diesem Buch berichtet.

Der blaue Kristall ist ein Bruchstück von einem Kometen, der vor Urzeiten auf die Erde geprallt ist. Die Umgebung hat ihn zu einem ungewöhnlichen Kristall geformt. Die Geschichte beginnt 100.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Damals findet „Die Große“, eine Ureinwohnerin Afrikas, zum ersten Mal den Kristall. Ihr vorbestimmtes Schicksal und das von ihrem Clan wird in wenigen Seiten beschrieben, bevor es für den Kristall weitergeht.

Danach wandert der Kristall in diverse Epochen. In den nahen Osten (35.000 v.Chr.); ins Jordantal (1000 v.Chr.)n; ach Rom (64.n.Chr). nach England (1022 n.Chr.) ; Deutschland/Orient (1520); Martinique (1720) und zum Schluss in den amerikanischen Westen (1848).

Jede Epoche erzählt ihre eigene Geschichte, die jedoch nur im Hintergrund spielt, denn die Hauptfigur ist und bleibt der Kristall.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
Barbara Wood ist eine außergewöhnliche Autorin von der ich schon so manches Buch gelesen habe. Mein erstes Werk habe ich in einem Buchpaket ersteigert und später immer wieder Werke dazu ertauscht, weil ich genau solche Geschichten liebe. Vergangene Zeiten, Schicksale und vielleicht ein paar Liebschaften und Dramen. Dafür ist Barbara Wood bekannt und mit der Idee hätte sie sicherlich ein geniales Werk daraus erschaffen können.

In meinen Augen gelingt es ihr jedoch überhaupt nicht. Ich habe das Buch damals schon wenige Tage nachdem ich es getauscht habe, angefangen zu lesen. Die Schilderung über den Kristall und die Eingeborene hat mich jedoch überhaupt nicht mit dem Buch warm werden lassen, weswegen ich es abgebrochen habe. Selbst ein zweiter Versuch hat es nur bis Seite 50  geschafft. Da ich jedoch zu den Leseratten gehöre, die immer das Gute in einem Werk sehen und Angst haben etwas zu verpassen, habe ich im dritten Anlauf nun durchgelesen.

Nicht nur der Ansatz, sondern die verschiedenen Epochen sind mit etwas Geduld wahre Goldschätze. Allerdings hätte die Autorin sich mehr Zeit für sie nehmen müssen. Sie hätte daraus eine Reihe machen müssen. Jede Epoche ein einzelner Band, damit der Leser wirklich viel mehr über diese Zeit erfahren kann. So wird einfach vieles nur schnell abgehakt. Sicherlich nicht verkehrt, aber dafür ist Barbara Wood leider nicht ausgelegt. Sie schafft es einfach nicht zu fesseln und zu faszinieren. Das liegt zum Teil daran, dass die Autorin das Augenmerk eben zu sehr auf den Stein legt. Die Emotionen und Situationen der wirklichen Menschen gehen unter. Man kann behaupten es sind alles Randfiguren und der Stein ist die Hauptfigur. Außerdem bedarf es einige Seiten bevor man sich als Leser in der Epoche zurecht findet und meist ist es dann auch schon wieder vorbei.

Mit Sicherheit hat das Buch Potential und mit Sicherheit werden es viele Leute gerne lesen. Wer generell Kurzgeschichten mag, wird hier vielleicht glücklich, da ich jedoch nie davon eingenommen wurde, hat mich das Buch leider nur enttäuscht. Gute Ansätze reichen mir jedoch nicht aus.

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