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Olympus Tough TG-4 im Test

Vor zwei Jahren wollte mir mein Mann eine Freude machen und hat eine Spiegelreflex Kamera gekauft. Die ESOS 600D ist nicht verkehrt, aber macht mich einfach nicht wunschlos glücklich. Das liegt daran, dass sie bei Videos nicht zum Einsatz kommen kann, da der Fokus funktioniert nicht automatisch und das „Scharfstellen“ hört man regelmäßig. Außerdem ist sie im Macro-Bereich einfach nervig. Unser Ersatz ist die Olympus TG4 geworden.



LIEFERUMFANG
TG-4 schwarz; LI-92B Lithium-Ion- Akku; F-2AC Netzteil; CB-USB8 USB-Kabel; Trageschlaufe; weltweite Garantiekarte; Bedienungsanleitung; Olympus Viewer 3 Software CD ROM; Objektivring (weitere Farbe)

DER ERSTE EINDRUCK
Geliefert wird die Kamera in einem kleinen, handlichen Karton mit dem oben angegebenen Zubehör. Die  Kamera ist im Vergleich zu anderen Modellen zum Beispiel von Sony, Canon und Co etwas schwerer und macht einen hochwertigen Eindruck und liegt sowohl in kleinen als auch größeren Händen sehr gut. An das Gewicht muss man sich gewöhnen, ist aber ehrlich gesagt angenehm, weil man weiß, dass man etwas in der Hand hat, und weil dadurch deutlich wird, dass die Versprechen wahrscheinlich eingehalten werden, die Olympus gibt. Dazu aber später mehr.
Alle Tasten, Knöpfe und Bedienelemente auf der Oberseite und hinten sind gut zu bedienen und haben in meinen Augen einen guten Druckpunkt. Bevor es losgehen konnte, hieß es den Akku aufzuladen. In der Zeit kann, sofern nötig in der Anleitung herumgestöbert werden. Es ist verständlich, einige Begriffe werden wohl via Google erfragt werden müssen, zumindest bei Anfängern, die ihre erste Kamera haben. Speicherkarte einlegen und schon kann es losgehen. 




BEDIENELEMENTE
Hinten befindet sich das klassische Drehrad, wo verschiedene Modis eingestellt werden können. Einfach drehen und die gewünschte Modi auswählen. Dazu kommt das Steuerkreuz mit dem ihr den Blitz und andere Dinge manuell schnell einstellen könnt. Ausführlicher geht es über das Menü. Die Taste zum Löschen von Bildern, eine Infotaste und die Videoauslösung dürfen nicht fehlen. Oben ist der An/Ausschalter, sowie W/T.

DAS MENÜ
Das Menü befasst sich mit den üblichen Aspekten einer Kamera. Auflösung von Bild und Video, Korrekturen, Kreativfilter, automatisches Abschalten, automatisches Drehen etc. Man braucht nicht lange um sich mit dem Menü auszukennen oder kleinere Einstellungen vorzunehmen.




WIRKLICH SO ROBUST
Fangen wir mit der Robustheit an, denn ich muss zugeben, dass ich dies recht interessant bei einer Kamera fand. Die Kamera soll zum Beispiel bis zu 15m Wassertiefe dicht sein. Das kann ich nicht überprüfen, da weder unser Pool, noch unser Schwimmbad, noch meine Badewanne oder der See, wo wir ab und an mal plantschen gehen diese Tiefe hat. Wasserdicht ist sie allerdings, wie ich im Schwimmbad kurzer Hand ausprobiert habe. Hier ist auch längere Zeit kein Problem. Wir haben die Kamera rund 50 Minuten tauchen lassen und sie ging sofort ohne Probleme. Es handelte sich hierbei um die Salzwassertherme SaLü in Lüneburg. Nun gut, das ist keine Tiefenreferenz, aber zumindest kann ich so die Wasserdichte bestätigen, was mich schon echt überzeugt, auch wenn ich dies nur sehr selten mal brauche, wie zum Beispiel mit den Kindern am Wasser oder  in einem Schwimmbad. Außerdem verfügt die Kamera über einen Drucksensor, der bei einem Tauchgang die Tiefe anzeigt. Das funktioniert überraschend zuverlässig, wie ich im Schwimmbad überprüfen konnte. Die Tiefenangabe stimmte mit dem Beckenrand überein.
Zusätzlich soll die Kamera bis 100kg belastet werden können. Ich wiege 60kg und habe mich einmal drauf gesetzt, während sie auf einem harten Stuhl lag und sie funktioniert noch. Aber das macht mein Handy und auch andere Kameras.
Sie soll auch noch bis Minus 10 Grad kälteresistent sein, was ich nur bei 4 Grad Kühlschranktemperatur überprüft habe und auch bruchsicher und stoßgeschützt sein. Letzteres wollte ich durch einen kleinen Sturz unnötig simulieren. Falls sie aber mal herunterfällt, gebe ich hier gerne ein Update.
In meinen Augen ist sie somit robuster als die meisten Kameras und daher ideal für den Einsatz von Outdoor Aufnahmen.




IM EINSATZ
Als Bloggerin und Mama ist mein Fokus natürlich etwas lockerer. Ich fotografiere hauptsächlich Produkte oder Menschen. Mir ist es wichtig, dass sie eine gute Größe haben, damit ich sie am PC noch etwas nachbearbeiten und schneiden kann,  die Farben natürlich wirken, nicht verwackelt sind, Nahaufnahmen funktionieren, schnell ausgelöst wurden und eine gute Belichtung haben. Die ersten Fotos waren natürlich alles Schnappschüsse von unserer Familie und häuslichen Gegenständen. Alles klappt auch ohne viel Grundkenntnisse sehr gut, denn die Kamera macht im automatischen Modus fast alles selbst. Die Bilder sind im Vergleich zur Digitalkamera um Längen besser und ich würde sogar sagen im Laiensektor vergleichbar mit der Canon Eos 600D. Die ersten Bilder konnte die Kamera also überzeugen.

Auch die etwas genaueren Bilder, wo man sich schon mehr Mühe gibt können überzeugen. Die Farben sind sehr lebendig, kräftig und unverfälscht. Die Schärfe ist sehr gut und die Bildstabilisatoren leisten gute Arbeit wie ich finde. Der integrierte Blitz sorgt für scharfe und unverfälschte Bilder am Tage, und leuchtet in der Nacht sehr gut aus, um das Fotoobjekt gut zu erfassen. Wer es etwas detaillierter möchte und den Hintergrund nicht zu schwarz umgesetzt haben will, der kann den Nachtportraitmodus anwählen. Alternativ gibt es noch die LED-Leuchte, die ebenfalls für Beleuchtung sorgt, aber nicht so grell ist wie ein Blitz. Die Bildqualität kann mich überzeugen. Besonders genial finde ich den Makrobereich. Was die Kamera hier herausholt, hätte ich ohne zusätzliches Objektiv bei meiner Canon Eos 600D nie herausholen können. Etiketten, Sandkörner, kleine Tiere, Details alles kein Problem, wo ich vorher ganz ehrlich oftmals verzweifelt bin.

Ein weiteres Highlight ist ganz klar die Schnelligkeit. Sie ist nicht nur schnell einsatzbereit und die Kamera arbeitet mit einem präzisen Fokus, der richtig fix ist. So muss man nicht ewig warten bis einmal scharf gestellt ist und man auslösen kann. Gerade bei Familienschnappschüssen mit Kindern ist es empfehlenswerter. Zwar habe ich noch immer Momentaufnahmen, wo ein Kind wieder wegguckt, aber die Wahrscheinlichkeit, dass meine Söhne 1 und 4 gemeinsam nach vorne in die Kamera gucken ist deutlich größer. Vergleichbar mit der Schnelligkeit bei meinem Galaxy S5. Zudem speichert die Kamera sehr schnell.

Überzeugen kann mich die Olympus TG-4 auch bei den Videos. Da es mit meiner Spiegelreflex nicht möglich war, habe ich für Videos immer mein Handy genutzt und dadurch auch oft damit Fotos gemacht. Die Qualität hat damit schon etwas gelitten. Der Bildstabilisator und der Autofokus beim Film sind sehr gut. Meine aufgenommene Stimme ist von der Lautstärke und der Aufnahmequalität gut und die Videos sind generell von der Farbe, Schärfe und Belichtung sehr gut. Das macht gleich viel mehr Spaß sie bei Youtube zu teilen.

Spielkram gibt es auch. Den benötige ich nicht. Zum Beispiel können die Bilder und Videos gleich geteilt werden, es gibt eine GPS Funktion zum Tracken der Bilder. Außerdem hat die Kamera WLAN, womit man die Bilder direkt aufs Handy oder den PC übertragen kann, was ich jedoch sehr angenehm finde, jedoch wieder am Akku zieht. Außerdem gibt es eine App mit der die Steuerung, wie zum Beispiel Auslöser, via Smartphone übernommen werden kann. Das ist in manchen Fällen ebenfalls praktisch, aber nichts, was ich wirklich benötige.

Im Einsatz kann ich so pauschal sagen, bin ich durchweg positiv überrascht, was aus einer Kompaktkamera herausgeholt werden kann.

AKKU
Der Akku hält und das sehr gut. Aufgeladen ist er nach ca. 2-3 Stunden. Danach hält die Kamera eine gewisse Zeit. Das hängt natürlich vom Einsatz ab. Ich muss sie alle 3-4 Wochen aufladen, wenn ich hauptsächlich meine Blog-Fotos mache, sie ab und an für die Kids nutze und vielleicht 1-2 Videos drehe. Bei mehr Videos geht der Akku schneller leer. Pauschal würde ich sagen 200-250 Bilder und 10-20 Minuten Video.

FAZIT
Es ist keine Spiegelreflex-Kamera, wo man wirklich noch sehr viel herumspielen kann, muss und sollte. Vieles ist voreingestellt mit diversen Modis und ganz ehrlich damit macht die Kamera auch sehr gute Bilder. Mich überzeugt die Bildqualität und mit der Kamera macht es auf jeden Fall wieder mehr Spaß Bilder zu machen. Eben weil sie viel schneller auslöst und im Makrobereich punkten kann. Die Kamera ist zudem robust, leicht zu bedienen und liegt gut in der Hand. Würde ich die Kamera meiner Familie und Freunden empfehlen. Ganz klar ja. Sie ist zwar teuer, weswegen man sich überlegen sollte, ob WLAN, wasserdicht und andere Dinge wirklich gebraucht werden, aber lautet die Antwort hier – brauche ich – kann ich sie ganz klar empfehlen. Aber überzeugt euch von den Bildern selbst, die sie macht.

PREISKLASSE
Die Preisklasse liegt bei 399€.

FAKTEN ZUM PRODUKT
    Outdoorkamera: bis 15m wasserdicht, aus bis zu 2m stoßfest, 100kg bruchsicher und bis -10°C frostgeschützt
    Objektiv & Display: lichtstarkes F2,0 Hochgeschwindigkeits-Objektiv (4fach Zoom) & kratzfestes und hochauflösendes 3 Zoll Display
    Technologie (iHS): hochempfindlicher 16 Megapixel CMOS-Sensor & extrem schneller True Pic VI Prozessor mit Live Composite & RAW Modus
    Weitere Ausstattung: WiFi, Full HD-Video, elektronischer Kompass, schnelles GPS-System mit >700.000 gespeicherten Sehenswürdigkeiten,...
    Lieferumfang:TG-4 schwarz;LI-92B Lithium-Ion- Akku;F-2AC Netzteil;CB-USB8 USB-Kabel;Trageschlaufe;weltweite Garantiekarte;Bedienungsanleitung;Olympus Viewer 3 Software CD ROM;Objektivring (weitere Farbe)
    Macro

  *Damit alles seine Ordnung hat. Es handelt sich um ein kostenfreies Testprodukt. Diese Tatsache hat keinen Einfluss auf meine Bewertung. 

Kommentare

  1. Das klingt nach einer vernünftigen Spiegelreflexkamera. Die WLAN Funktion wäre auch für mich interessant.

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  2. hallo!
    sehr guter test.
    da ich hauptsächlich Unterwasser mit dieser Kamera fotografiere, kann ich noch etwas hinzufügen.
    ich habe sie bis 15m getestet, und sie hält was sie verspricht. Zeitraum war ca. 1 stunde.
    der bildstabilisator ist bei Unterwasseraufnahmen sehr hilfreich, da man ja gerade beim schnorcheln nicht so still halten kann :)
    wenn man die Kamera zum schnorcheln verwenden, empfehle ich die schwimmende handschlaufe dazu. somit kann sie nicht sinken, sollte sie aus der Hand rutschen.
    bruchsicher ist sie definitiv bis zu 1m. meine tochter (4) verwendet sie öfters, da ist sie auch schonmal runter gefallen.
    lg und viel Freude damit

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ZUTATEN  90% Schweinefleisch, Trinkwasser, Speisesalz, Gewürze (Paprika, Senf, Knoblauch, Zwiebel, Petersilie, Oregano, Rosmarin, Koriander, Majoran, Thymian, Cumin), Zucker, Maltodextrin, Gewürzextrakte (Pfeffer-, Paprika-, Chili-, Curcumaextrakt), Dextrose, Jogurtpulver, Hefeextrakt, Würze.

Hinweis für Allergiker: Enthält Senf und Milcherzeugnisse.
NÄHRWERTE Energie     911 kJ / 219 kcal
Fett     16 g
davon gesättigte Fettsäure     3,2 g
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