Schaebens - Sleeping Maske

Schönheitsschlaf - Der Körper braucht seinen Schlaf und so auch die Haut. Wer möchte, kann seine Haut bei diesem Schönheitsschlaf unterstützen. Ich habe von Schaebens eine neue Maske zum Testen bekommen, und die habe ich nun endlich testen können. Es handelt sich hierbei um die Limited Edition "Sleeping Maske".

PREIS
2 Anwendungen kosten 0,99€

INHALTSSTOFFE
Aqua, Glycerin, Cetearyl Alcohol, Caprylic/Capric Triglyceride, Oleyl Erucate, Dicaprylyl Ether, Calcium Carbonate, Cetyl Alcohol, Butyrospermum Parkii Butter, Sodium Stearoyl Glutamate, Allantoin, Glycyrrhiza Glabra Root Extract, Panthenol, Tocopherol, Ethylhexylglycerin, Hydrogenated Palm Glycerides Citrate, Parfum, Phenoxyethanol, Potassium Sorbate, Sodium Benzoate, Xanthan Gum, CI 77891.
 

FÜR EUCH GETESTET
Während der Nacht läuft der Regenerationsprozess der Zellen auf Hochtouren. Schaebens unterstützt diesen mit einem innovativen Wirkkomplex aus Parakresse und Q10. Die Maske wirkt wie ein Hydro-Booster für die Haut. Klingt gut, aber wie sieht nun die Wirklichkeit aus?!

Aussehen, Duft und Konsistenz
Die Maske ist weiß und von der Konsistenz her wie eine Creme. Der Duft ist in meinen Augen überraschend neutral. Ich bin leider auch etwas erkältet, aber auch mein Mann konnte leider nicht viel wahrnehmen.

Anwendung vom Hersteller empfohlen
Die Maske wird am Abend auf die gereinigte Haut aufgetragen. 2-3 Mal die Woche. Über Nacht einwirken lassen.

Wirkung, Verträglichkeit und andere Erfahrungen
Ich habe mir die Maske immer schon gemacht, wenn ich wusste, dass ich noch 1-2 Stunden wach bin. Da ich ein Seitenschläfer bin, wäre es nicht so günstig die Maske direkt vor dem Schlafengehen aufzutragen, da sonst vieles im Kissen landet. Generell lässt sich die Maske gut auftragen und die ersten dünnen Versuche sind immer schon recht schnell eingezogen. Danach wirkt sie wie eine Creme, wo zu viel aufgetragen wurde. Es brennt nichts, oder wird auf die Dauer unangenehm vor der Nase. Am nächsten Morgen war die Maske komplett verschwunden. Ein Teil sicherlich im Kissen, der Rest von der Haut aufgenommen. Die Haut wirkte glatter, trotz unruhiger Nächte, Fältchen nicht ganz so tief und was mir wichtig war, die Haut wirkte nicht fettig, es gab keine Fettschicht, die sich abrubbeln ließ und ich habe keine Pickelchen bekommen.

FAZIT
Ich liebe Schaebens  und seine Masken. Diese Maske ist mal nicht für die Badewanne, sondern für die Nacht und auch wenn einiges davon sicherlich im Kisssen landet, ist das Ergebnis gar nicht so verkehrt. Allerdings reicht eine offizielle Anwendung bei mir für 2 Anwendungen, weil es mir einfach sonst zu viel wäre.



 *Damit alles seine Ordnung hat. Es handelt sich um ein kostenfreies Testprodukt. Diese Tatsache hat keinen Einfluss auf meine Bewertung. 

Ein anderes Paradies / Chelsey Philpot

Selbst heute, wo ich weiß, dass Charme und Macht und, ja, auch die Liebe die dunkelsten Winkel des Herzens verbergen können, würde ich es wieder tun, alles. Angefangen bei der
Nacht, in der ich sie kennenlernte, dann ihn, dann den Rest. Ich würde das alles wieder tun, einfach nur, um einen Moment lang eine von ihnen gewesen zu sein, eine von den großen Buchanans. (Zitat S. 10)




===o0o FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN o0o===
Autor: Chelsey Philpot
Titel: Ein anderes Paradies
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen (27. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551583455
ISBN-13: 978-3551583451
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Even in Paradise
Preis: € 19,90€
Genre: Jugend, Drama, Liebe
Gelesen in: 3 Tagen
Wichtige Figuren: Charlotte, Julia, Sebastian, Gus
Schauplatz: Amerika
Zeit: 2010er Gegenwart

Bin ich zu alt für ein Jugendbuch? Ich denke nicht, und deswegen freue ich mich, euch heute wieder eins vorstellen zu dürfen. Es geht um Liebe, Macht, Geheimnisse und Ängste. Wenn ihr abtauchen wollt und das Geheimnis des letzten Schuljahres mit den Buchanans erfahren möchtet, dann lest einfach weiter.

===o0o WORUM GEHT ES IN DEM BUCH o0o===
Charlotte ist künstlerisch begabt, gehört nicht zu den Reichen und ist mit ihren Freundinnen eigentlich zufrieden. Als sie eines Nachts aufwacht und ein Mädchen kotzen hört, will sie ihr nur aus der Klemme helfen, und bringt sie heimlich in ihr Zimmer, bevor der Direktor sie im Hof findet. Obwohl Julia zu den großen Buchanans gehört und somit reich und verwöhnt ist, freunden sich die Mädchen an. Während Charlotte angezogen ist, von dieser Faszination Buchanans und auch dem Tod der älteren Schwester Gus, die einen dunklen Schatten auf Julia wirft, ist für Julia die Freundschaft zu Charlotte eher wie ein Rettungsring. Charlotte wird immer mehr Teil der Familie, verliert ihre früheren Freunde, verbringt die Urlaube dort, und verliebt sich sogar in den attraktiven und lieben Sebastian, Julias Bruder. Es könnte alles so schön sein, wäre da nicht Gus Tod gewesen, der die Familie sehr belastet und Julia immer wieder in düstere Stimmungen wirf. Alles eskaliert auf einer Feier und sorgt dafür, dass Charlotte über den Sommer anders anfängt zu denken.

===o0o MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG ZUM BUCH o0o===
Obwohl ich eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre, habe ich mich bewusst für das Buch entschieden. Es klang interessant, geheimnisvoll und irgendwie vielversprechend. Enttäuscht hat mich das Buch nicht wirklich. Im Gegenteil ich habe es regelrecht verschlungen und war froh, wenn ich es nach einer Pause wieder weiterlesen konnte. Trotzdem hat mir der Wow-Effekt gefehlt.

Julia ist eine Figur, die nach außen hin lebendig, stark, mutig und weltoffen präsentiert. Charlotte ist eher etwas schüchtern, künstlerisch begabt und muss sich zu vielen Dingen überwinden. Trotzdem ist die Freundschaft der beiden etwas besonderes, und die Entwicklung zu verfolgen macht mit jeder Seite mehr Spaß. Das Charlotte andere Freunde vor den Kopf stößt, ist ihr nicht bewusst, und genau das ist der Punkt, der bei neuen Freundschaften immer schnell passieren kann. Also genau eine Thematik, die in meinen Augen für die lesende Zielgruppe interessant ist.

Auch wenn die Freundschaft im Vordergrund steht, geht es in dem Buch um weitaus mehr. Charlotte, die eher in einer bodenständigen Familie lebt, lernt eine reiche Familie mit viel Einfluss kennen. Es sind zwei Welten, die der Leser ebenfalls beobachten kann, und merkt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. In meinen Augen wurde dieser Teil sehr gut umgesetzt, und bietet detaillierte, authentische Einblicke.

Die erste große Liebe darf natürlich nicht fehlen. Und ich glaube, die Tatsache, dass Sebastian sich sogar bewusst für sie und gegen seine Freundin entscheidet, macht das Buch noch eine Spur liebenswerter. Die Klassen-Unterschiede werden in der Beziehung noch einmal deutlicher, aber auch der Aspekt „Liebe und Freundschaft“ spielt eine wichtige Rolle. Es ist für jeden, der verliebt ist schwer, eine ausgewogene Balance zu finden.

Das Geheimnis, welches die Familie hütet, ist eigentlich kein Geheimnis. Der geübte Leser wird schnell das gehütete Geheimnis lüften. Welches ist, werde ich natürlich nicht verraten. Es ist realistisch und zeigt, was mit Geld alles aus der Welt zu schaffen ist.

Das Buch lässt sich wirklich klasse lesen. Kurze Kapitel, Telefonate, Emails, SMS, alles ist vertreten, um es moderner erscheinen zu lassen. Einziges Manko, es ist eben vorhersehbar und der Schluss hat mir nicht so gut gefallen. Das liegt daran, dass Julia eine Entscheidung trifft, weil sie zum ersten Mal einen anderen Blinkwinkel hat, aber es ist eine Entscheidung, die ich persönlich nicht ganz nachvollziehen kann und eher kindlich finde. Aber ich denke, dass werden Leser unterschiedlich sehen. Von reifer bis kindlicher Entscheidung wird einiges vertreten sein.

===o0o KURZ GESAGT o0o===
„Ein anderes Paradies“ ist ein Buch über Macht, Liebe, Verzweiflung und Ängste. Spannend, lustig und beklemmend. Ja, die Buchanans ziehen auch den Leser in ihren Bann.

Mama Mias Second Haendchen - Der Geheimtipp

Inzwischen bin ich in der 14SSW und weiß seit der großen Untersuchung, dass ich wieder einen Jungen bekomme. Zwar ist es in der 12SSW noch etwas früh, aber mein kleiner Bauchzwerg hat sich so lieb präsentiert, damit ich mir nicht noch länger Hoffnung auf ein Mädchen mache, dass die Wahrscheinlichkeit gleich Null ist, dass sich hier jemand geirrt hat. Einerseits ist das natürlich sehr praktisch, denn von Nick habe ich mehr als genug Kleidung, die ich aufbewahren kann, weil dieser so rasant wächst. Nur hatten wir kein weiteres Kind geplant und deswegen hatte ich alles, was zu klein war, also das gesamte erste Jahr wieder weitergeben. Die gesamte Babyausstattung muss also neu gekauft werden. Seit Nick bin ich absoluter Fan von Babybörsen. Man kann echte Schnäppchen machen, tolle Einzelteile oder Kombinationen finden, wäre da nicht die Schlacht um die besten Stücke. Genau aus diesem Grund hab ich mich auf die Suche nach einem Online-Second-Hand-Shop gemacht, der sich auf Baby-Bekleidung spezialisiert hat. Und ich kann sagen, ich habe einen echten Geheimtipp entdeckt.


MAMA MIAS SECOND HAENDCHEN
Hinter dem Second Hand Shop steck Mama Silvia, die nach der Geburt ihrer Tochter Mia im Jahr 2012 mehr Zeit mit ihrer Tochter verbringen, aber trotzdem Geld zum Haushalt beitragen wollte. Entstanden ist ein stetig wachsender, umfangreicher Online-Shop, wo die Eltern, die aus der Nähe kommen ebenfalls stöbern können. In erster Linie steht für Silvia nicht der Verkauf der Kleidung, sondern der Wohlfühlfaktor und damit die Kundenbindung. Jeder Kunde bekommt ein Teil als Überraschung geschenkt, sie hat immer ein offenes Ohr, falls jemand sich einmal ausheulen möchte oder Ratschläge braucht und sie geht auf Kundenwünsche bzw. Fragen zuverlässig ein. Jeden Tag kommt etwas neues in den Onlineshop, sodass sich stöbern wirklich lohnt. Die Kleidung ist ab Größe 50/56 bis 146 in verschiedenen Kategorien, sortiert nach Mädchen und Junge aufgeteilt. Jede Woche kommen ungefähr 200 neue Artikel in den Shop. Die Beschreibungen sind kurz und auf das Wesentliche beschränkt, die Fotos werden nicht stundenlang via Photoshop bearbeitet und ins rechte Licht gerückt, aber genau deswegen kann Silvia vieles zu echten Schnäppchenpreisen anbieten.


FAKTEN ZUM SHOP
  • Zahlungsmöglichkeiten: Paypal, Vorkasse und Barzahlung bei Abholung
  • Versandunternehmen: Hermes
  • Versandkosten: 5,00€, ab 35€ kostenfrei
  • Extras: zu jeder Bestellung gibt es eine altersgerechte Überraschung
  • Rabatte: Wer Werbung bei Facebook macht, bekommt 10%
  • Link zum Shop: Klick Hier

MEIN PERSÖNLICHER GEHEIMTIPP
Ich gehöre zu den Mamas, die schon recht früh alles für ihren Nachwuchs organisieren, und nachdem ich diesen Shop entdeckt habe, wurde auch gleich ausführlich darin gestöbert. Die Auswahl ist wirklich schön. Nicht überladen, sodass man als Mutter nicht überschlagen wird, sondern abwechslungsreich und praktisch. Das heißt von jedem Kleidungsstück, also Strampler, Body oder Pullover gibt es verschiedene Ausführungen oder auch verschiedene, sinnvolle Set-Kombinationen. Einiges davon ist Markenware, aber vieles eben auch ganz normale Kleidung, die man im Laden um die Ecke bekommt, und wo es nicht schlimm ist, wenn Möhrchenflecken einmal nicht rausgehen. Zudem sind die Preise absolut fair und so, wie ich es von vielen Eltern auf der Babybörse kenne. Zum Beispiel kosten zwei Bodys und ein Strampler 5€, was ein Preis ist, den ich im Laden sofort für gute gebrauchte Sachen bezahlen würde.


Bestimmte Favoriten, ich persönlich bevorzuge Hosen, die unten geschlossen sind, weil man das Kind einfacherer wickeln kann, waren online nicht angeboten, aber auf Nachfrage hatte die liebe Silva ganz tolle Exemplare.


Generell war der Kontakt mit Silva einfach nur empfehlenswert. Es entsteht das Gefühl, als würde man sie ewig kennen, und könne mit ihr wirklich über alles reden. Sie erklärt auf Wunsch jedem, wie es zu ihrer Geschäftsidee gekommen ist, beantwortet ganz lieb Fragen zu bestimmten Erziehungsansätzen und ist so ein Typ Geschäftsführer, wo ich am Liebsten bei einer Tasse Kaffee, die sie im Übrigen allen anbietet, vor Ort shoppen würde. Nur leider ist es zu weit weg, und so bin ich in den kostenlosen Versand gekommen.


Mein Paket ist durchwachsen und hat 35€ gekostet. Das Spielzeug gab es kostenlos dazu, und wurde schon von Nick als tolles Spielzeug eingestuft. Einige Kleidungsstücke sind praktischerweise schon eine Nummer größer, da Nick im Gegensatz zu Jack rasant wächst, vieles ist jedoch für die erste Zeit nach dem Krankenhaus. So kommt schon früh Babystimmung auf und ich freu mich noch eine Spur mehr auf meinen Sonnenschein.


Die Kleidung kommt in keiner extra Tüte, ist aber so gut verpackt, dass nichts dreckig wird. Als Tipp, wäre vielleicht hier noch etwas Einschlagfolie, wie man sie von Blumenläden kennt und von einigen Geschäften im Online-Versand auch genutzt wird. Die Kleidung riecht ganz doll nach Lavendel, ist komplett sauber, weich und frei von Flecken oder Löchern. Bei einigen Kleidungsstücken fehlte das Etikett, aber das finde ich nicht schlimm, da ich es auch häufig entferne, weil es eben kratzen könnte. Ich war echt überrascht wie neuwertig bzw. gepflegt die Kleidungsstücke sind. Auf jeden Fall ist alles total süß.


FAZIT
Würde ich in der Nähe von Berlin wohnen, ich würde ganz ehrlich regelmäßig dort shoppen fahren. Und bin ich irgendwann mal dort und sind die Kids noch kleiner, dann schau ich auf jeden Fall einmal vorbei. Hier steckt viel Herzblut dahinter und als Fan von Second Hand, kann ich ruhigen Gewissens sagen, es ist einer der sympathischten Shops, die kenne.   Wenn ihr also ein Baby erwartet, lohnt es sich dort einmal vorbeizuschauen.


 *Damit alles seine Ordnung hat. Es handelt sich um ein kostenfreies Testprodukt. Diese Tatsache hat keinen Einfluss auf meine Bewertung. 

Weine nicht / Lydie Salvayre

Heute darf ich euch wieder mit einem Überraschungsbuch beglücken. Ich habe Post als Buchflüsterer bekommen, und mich natürlich sofort ans Lesen gemacht. Ob das ausgewählte Buch meinen Geschmack getroffen hat, lest nun selbst. 


==ooo AUTORENPORTRAIT ooo==
Lydie Salvayre, 1948 in Südfrankreich geboren, studierte Literaturwissenschaft und Medizin. Sie arbeitete als Psychiaterin in Marseille und begann in den 1970er Jahren mit dem Schreiben. Für „La compagnie des spectres“ erhielt sie 1997 den Prix Novembre Ihre Romane wurden in viele Sprachen übersetzt, auch in Deutschland erschienen drei Romane. Für "Weine nicht" ("Pas pleurer") wurde sie 2014 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.  (Quelle: amazon.de)

==ooo DAS COVER ooo==
Ja, das Cover ist gar nicht mal schlecht. Ein schöner Blauton, eine leicht traurig wirkende Frau und Olivenzweige, wenn ich mich nicht täusche. Es passt zum Buch und ist ansprechend gestaltet.

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Montse – Bauerntochter, rebellisch
José – Bruder von Montse

==ooo INHALTLICHE FAKTEN ooo==
Ort: Spanien, Barcelona
Zeit: 1930er Jahre

==ooo AUSGEWÄHLTES ZITAT FÜR DIE VERANSCHAULICHUNG DES STILS ooo==
Am 18. Juli 1936 macht meine Mutter zum ersten Mal in ihrem Leben das Maul auf. Sie ist fünfzehn Jahre alt. Sie wohnt in einem gottverlassenen Dorf, in dem Großgrundbesitzer seit Jahrhunderten Familien wie die ihre in tiefster Armut halten.  (Zitat S. 7)

==ooo KLAPPENTEXT ooo==
Eine alte Frau, die am Fenster ihrer kleinen Wohnung sitzt, hat das Gedächtnis verloren und erzählt ihrer Tochter immer wieder von der einzigen Periode ihres Lebens, die in ihrem Geist lebendig geblieben ist: Montse wächst als Bauerstochter in einem kleinen katalanischen Dorf auf, in einer Welt, die so langsam wie der Schritt der Maulesel ist. Sie soll Dienstmädchen bei dem reichsten Großgrundbesitzer der Gegend werden. Statt dessen folgt sie im Sommer 1936 ihrem älteren Bruder José, der von anarchistischen Ideen beseelt ist, nach Barcelona. Dort entdeckt sie eine Freiheit, die sie schwindeln macht, und erlebt eine leidenschaftliche Liebe. Obwohl ihr Geliebter im Untergrund verschwindet, bleibt dieser kurze Sommer der Anarchie in ihrer Erinnerung für immer als Verzauberung haften. Schwanger kehrt sie in ihr Heimatdorf zurück und lässt sich von ihrer Mutter ausgerechnet mit dem politischen Widersacher ihres Bruders José verheiraten. Bald erschüttern erste Gewalttätigkeiten die Gemeinde, und Montses Familie ist gezwungen, neue Wege zu beschreiten.

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Für alle, die sich nun für die Meinung interessieren, möchte ich vorab kurz noch etwas erwähnen. Zum einen habe ich weder etwas von der Autorin gehört, noch etwas gelesen. Zum anderen ist es keine klassische Lektüre, die man sonst bei mir findet, denn ich bin nicht so der Fan von Werken, die in Spanien spielen. Trotzdem war ich wirklich neugierig darauf, denn Autorin hat für dieses Werk einen Preis bekommen und ihre Einführung in das Buch fand ich wirklich eindrucksvoll, weil sich kaum ein Autor diese Mühe macht.

Und dann ging das Buch los. Erzählt wird das Buch von der Tochter, die alle Erlebnisse und Erzählungen ihrer Mutter für die Nachwelt, also den Leser festhält. Auf den ersten Seiten dachte ich noch, du gewöhnst dich an den eher ungewöhnlichen Stil, aber ich muss sagen, dass ich mich daran bis zum Schluss nicht gewöhnt habe.

Es ist nicht nur die Tatsache, dass der Leser eben die Tochter begleitet, wodurch Emotionen nur so einen Hören und Sagen Touch hatten. Das fand ich als Leser leider nicht so gut und hat mich emotional und inhaltlich nicht so an die Hauptfigur gefesselt, wie ich es mir bei der Thematik gewünscht hätte. Irgendwie blieb Montse für mich trotz viele Details und eines bewegenden Abschnitts eine Teilfremde.

Was mich aber viel mehr störte, war die Wortwahl, die die Autorin an den Tag legt. Nun muss ich dazu sagen, dass meine Mutter 1938 geboren wurde, zwar in Deutschland und nicht in Spanien, aber die damaligen Umgangsformen bleiben haften. Worte und Satzphrasen wie „Maul aufmachen“ finde ich persönlich deplatziert. Weder meine Mutter, die ja vergleichbar mit der Tochter ist, noch meine Oma, haben so was, in der Öffentlichkeit in den Mund genommen.  Die Rebellion von Montse kann ich noch nachvollziehen, denn nicht jeder ist so ein Mauerblümchen gewesen wie meine Mutter, aber durch die Worte ihrer Tochter, wirkt es irgendwie befremdlich und nicht in die Zeit passend. Vielleicht bin ich da einfach nur fixiert, aber das hat mich im gesamten Buch abgeschreckt.

Lässt man einmal den Stil außen vor, dann ist die Geschichte sehr gut. Die 30er Jahre in Spanien sind eben eine andere Sache, als die 30er in Deutschland und so konnte man dank der guten Informationen viel über die damalige Zeit in Form von Menschen, aber auch die Fakten lernen.

Das hat mir jedoch nicht viel gebracht. Für mich war das Buch trotzdem ein echter Kampf.

FAZIT: Das Buch ist bemerkenswert vom Inhalt und vom Stil in meinen Augen eine kleine Katastrophe. Man muss sich darauf einlassen und sollte eher eine etwas schwerere Kost erwarten. Mich hat es nicht umgehauen und da ich mich sogar eher abgeschreckt gefühlt habe, gibt es von mir nur 2 Sterne.

Weltprobierer - Spezialitäten aus Dänemark

Weiter geht es auf meiner Weltreise und diesmal habe ich mir ein direktes Nachbarland ausgesucht. Der Zufallsgenerator hat den Buchstabden D gezogen, und da ich mich nicht gleich an die deutsche Küche wagen wollte, die kennt ihr schließlich, fiel meine Wahl auf Dänemark. Viele besuchen das Land gerne und kennen sicherlich auch einige Spezialitäten. Ich habe mir diesmal die Hilfe von einem befreundeten, dänischen Autoren geholt, und so ist ein typisch dänisches Menü entstanden, welches euch vielleicht zum Nachkochen inspiriert.

DÄNISCHE KÜCHE
Die dänische Küche ist der unseren nicht ganz so fremd. Fisch und Fleisch dominieren ganz klassisch die Hauptmahlzeiten. Am Bekanntesten ist wohl ganz klassisch das Smørrebrød. Dahinter verbirgt sich Vollkornbrot, welches reichlich belegt wird und als kaltes Mittagessen gern gesehen ist. Ebenfalls beliebt ist der Hot Dog mit seinem roten Würstchen. Aber auch Milchprodukte, wie der Käse Esrom gehören zu den bekannteren dänischen Produkten.

Die Hauptmahlzeiten sind das Middag oder Aftensmad, das wie unser Abendbrot zwischen 17.00 und 19.00 eingenommen wird. Nach dem Essen wird sich in der Regel bei der Köchin bedankt. Das gemeinsame Essen und Trinken steht hierbei jedoch im Vordergrund. 

MENÜ
Wie oben schon erwähnt habe ich das Menü diesmal mit Hilfe eines Landsmannes erarbeitet, denn vieles wird als Nationalgericht betitelt, ist aber nicht unbedingt für das gesamte Land ein Nationalgericht. Deswegen war ich froh, dass ich diesmal wirklich jemanden fragen konnte.
 
Vorspeise - Rejecocktail
Fisch wird in Dänemark sehr gerne gegessen und deswegen habe ich mich für eine solche Vorspeise entschieden.

Zutaten für 4 Personen
  • 300g Garnelen (Kuttergarnelen), frisch oder TK
  • 1/2 Eisbergsalat
  • 1 Tomate
  • 1 Zitrone
  • 1 Blatt Lollo Bionda oder falls ihr nicht wollt,e in Blatt Eisbergsalat
  • Dill
  • 500ml Creme-Fraiche
  • 250ml Gewürzgurke plus etwas Wasser
  • 3 EL Ketchup   
  • 2 TL Tomatenmark
  • Etwas Worcester Sauce
  • Salz, Peffer
  • 4 x grüner Spagel, sofern Saison ist, ich habe stattdessen etwas Salatgurke genommen

Zubereitung
  • Garnelen, sofern sie TK sind auftauen. Idealerweise im Kühlschrank.
  • Eisbergsalat waschen und in feine Streifen schneiden. Diesen unten ins Glas füllen. 
  • Creme Fraiche, Gewürzgurke, Worcester Sauce, Ketchup und Tomatenmark  vermengen und zu einer cremigen Sauce verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
  • Dressing auf den Eisbergsalat geben, dann die Garnelen und noch einen Klecks von dem Dressing oben auf die Garnelen.
  • Spagel kochen oder im Backofen mit Salz und Pfeffer etwas grillen. Ebenfalls zum Garnieren nutzen
  • Tomate und Zitrone vierteln und oben garnieren. 
  • Lollo Bioda und Dill ebenfalls zum Garnieren nehmen.    


Geschmacksfazit
Unser Fischhändler hatte gerade keine Kuttergarnelen, weswegen ich auf Tiefseegarnelen, die ich mit Knoblauch angebraten habe, ausweichen musste. Ansonsten war das Essen aber wirklich lecker. Wäre jetzt etwas, das ich mir auch im Restaurant bestellen würde oder mir öfters, dann aber als großen Salat zu Hause vorstellen könnte.

5 von 5 Punkten

Hauptspeise - Flæskesteg
Mir wurde gesagt, jeder Däne kennt es, jeder sieht es als Nationalgericht an und es gibt kaum jemanden, der es nicht mag. Also warum nicht, obwohl ich sagen muss, dass mich ein Schweinebraten schon sehr an unsere Küche erinnert. Ich habe mir erlaubt, die Menge etwas größer zu machen, da es ein kleines Resteessen aus diesen Zutaten gibt, sodass ich dieses ebenfalls ausprobieren wollte. Wer das nicht möchte, reduziert die Zutaten natürlich

Zutaten für 4 Personen
  • 1,5 kg Krustenbraten
  • 3 Lorbeerblätter
  • Zwiebel
  • Öl
  • Salz, Peffer
  • 2,5kg Kartoffeln
  • brauner oder heller Saucenbinder
  • 1 Paket Rotkohl  
Zubereitung
  • Den Braten in der Fettschicht fächern, das heißt einfach in die Schicht ein paar mehr oder weniger feine Linien schneiden.
  • Mit der Fettseite für ca. 2 Stunden in eine Schüssel mit Wasser legen. Achtung nur das Fett darf mit Wasser in Kontakt kommen
  • Danach das Fleisch dezent salzen und pfeffern. Die Fettschwarte richtig doll salzen, die Lorbeerblätter hineinstecken und etwas Pfeffer hinzu  
  • Nun den Braten in den vorgeheizten Backofen bei 180° C ca 90 min. "backen". Eventuell etwas Öl zugeben. Der Braten selbst kommt aufs Rost und unten ist eine Schale mit Wasser. In das Wasser habe ich noch die Zwiebelnstücke gelegt.
  • Danach noch einmal 10 Minuten bei voller Hitze knusprig braten
  • Bratensaft abgießen und mit dem Saucenbinder zu einer leckeren Sauce anrühren.
  • Kartoffeln koche ich in diesem Fall als Pellkartoffeln, da ich die meisten Kartoffeln für den nächsten Tag nutze. Wenn sie gar sind, wir die benötigte Menge gepellt, die anderen kommen in den Kühlschrank.
  • Rotkohl wie angegeben zubereiten      
  

Geschmacksfazit
Ich habe zwar schon öfters Braten gemacht, aber meist fertig gekauften Rollbraten oder eben einen Rinderbraten. Das war mein erster eigener Schweinebraten und ich muss sagen, dass ich ihn überraschend lecker fand. An einigen Stellen etwas zu salzig, da wo die Fettschicht am Ende nicht so gut abgeschnitten wurde, aber dafür war er nicht trocken. In Kombination mit Rotkohl und Sauce, hat mein Mann ebenfalls gesagt, dass ist doch ein typisch deutsches Essen, und das soll das Nationalgericht von Dänemark sein. Dementsprechend hat es ihm auch geschmeckt. Da wir nicht so die Fans von Braten sind, wird es diesen nicht sehr oft geben, aber das Rezept habe ich nun, und einmal im Jahr oder so, wird es diesen Braten sicherlich wieder bei uns geben. Nächstes Mal aber mit Rosenkohl. 

4 von 5 Punkten

Reste-Essen Biksemad
Wie gesagt, gibt es ein Resteessen, dass auch jeder Däne kennt und deswegen wollte ich es auch gleich mit umsetzen. Geschmacklich natürlich lecker. Da brauche ich kein extra Fazit, denn bei uns im Haus liebt jeder Bratkartoffeln.  Nur der Braten muss nächstes Mal anders aufbewahrt werden. Er war doch etwas trocken.

Zutaten für 4 Personen
  • Die Kartoffeln vom Vortag
  • Die Reste vom Braten
  • 1 große oder 2 kleine Zwiebeln
  • Glas mit rote Beete
  • 8 Eier
  • 4 Essiggurken
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie TK
  • Öl


Zubereitung 
  • Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Ich habe hierzu den Nicer Dicer genommen
  • Zwiebeln schälen und ebenfalls klein schneiden
  • Reste vom Braten in mundgerechte Stücke schneiden. 
  • Alles zusammen mit Öl in der Pfanne anbraten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit der Petersilie noch etwas verfeinern.
  • Eier als Spiegeleier anbraten.
  • Gewürzgurken leicht fächern.
  • Alles zusammen als vier Portionen auf den Tellern anrichten.
4 von 5 Punkten
Nachspeise - Rød grød med fløde
Als Nachspeise habe ich rote Grütze gewählt. In Dänemark wird sie mit Sahne oder auch Milch gegessen, aber niemals mit Vanillesauce. Das ist natürlich etwas ärgerlich, denn ich liebe Vanillesauce.
Zutaten für 4 Personen
  • 1 Glas Schattenmorellen groß
  • 1 Paket Vanillepudding
  • 1 Paket mit rund 500g gemischten roten Früchten TK
  • 200ml Sahne 
Zubereitung
  • Die Schattenmorellen abgießen und Saft auffangen. 
  • Den Saft aufkochen lassen und mit dem Puddingpulver vermengen. Lieber mit etwas Saft anrühren vorher, damit es keine Klümpchen gibt.
  • Ist der "Pudding" gekocht, kommen die Früchte hin. 
  • Ich lasse es dann noch einmal rund 5 Minuten aufkochen, damit die Früchte auch weich sind.
  • Nun für 1-2 Stunden in den Kühlschrank  und anschließend mit der Sahne als flüssiges oder auch steifgeschlagen servieren.  

Geschmacksfazit
Die rote Grütze ist überraschend schnell gekocht und von der Konsistenz so, wie die dänischen Tüten, die man fertig im Supermarkt kaufen kann. Genauso hat dieses Rezept auch geschmeckt. Süß mit einer leichten Säure. Da ich auf meine Figur achten muss, habe ich mich gegen die Sahne entschieden und es mit Milch gegessen, was ich ebenfalls sehr lecker fand. Ich muss aber sagen, so typisch deutsch mit Vanillesauce schmeckt es uns dann aber doch besser. Rote Grütze werd ich ab jetzt öfters selbst machen, einfach weil es extrem schnell geht und selbstgemacht immer cooler ist, als gekauft, aber dann nur noch mit Vanillesauce. Tut mir leid liebes Dänemark. 

4,5 von 5 Punkten
 
FAZIT
Mit Dänemark haben wir ein Land bereist, das dem unseren nicht ganz so unähnlich ist, wie Afghanistan bei unserem letzten Besuch. Es schmeckt alles sehr gut, sind bodenständigere Gerichte und vor allen Dingen leicht nachzukochen und das mit Zutaten, die man sofort im Supermarkt um die Ecke bekommt. Auf jeden Fall einen Besuch wert. 

Secrets - Wen Emma hasste / Daniela Pusch

Vor einiger Zeit wurde auf Facebook der Aufruf für eine Blogtour gestartet. Man konnte sich auch so für den Titel bewerben, und ich hatte das Glück für euch „Secrets – Wen Emma hasste“ lesen zu dürfen. Ich liebe Jugendbücher und so hab ich mich ganz schnell ans Lesen gemacht.  Die Bewertungen sind gerade bei Amazon sehr durchwachsen und ich war doch neugierig, was mich erwarten würde.


==ooo AUTORENPORTRAIT ooo==
Daniela Pusch ist Kostümbildnerin und arbeitet am Musicaltheater und als freie Lektorin. Ihre Kurzgeschichten waren 2012 und 2013 für den Agatha-Christie-Krimipreis nominiert und sind in der Anthologie "Ein Gefühl für Mord" enthalten. (Quelle: Amazon.de)

==ooo DAS COVER ooo==
Drei Mädchen, zwei flüstern einer etwas zu. Sehr dunkel gehalten. Ich muss sagen, dass ich die Eigenschaften mit ihrer Umsetzung mag, weswegen ich mir das Buch mit Sicherheit auch im Laden angeschaut hätte. Also alles richtig umgesetzt.

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Emma – Etwas pummelig, etwas egoistisch, mag Harmonie, Zwilling
Kassy – Sportlich, auffallend, ärmere Mutter
Marie – bildhübsch, Model, komischer Stiefvater

==ooo INHALTLICHE FAKTEN ooo==
Ort: Deutschland, Hamburg
Zeit: Gegenwart 2010er
Perspektive: Ich Perspektive Emma
Alter der Figuren: 16

==ooo AUSGEWÄHLTES ZITAT FÜR DIE VERANSCHAULICHUNG DES STILS ooo==
Alles begann mit einem Schwur.
Wir lagen auf dem Rasen hinter dem Haus von Marie, die Beine ausgestreckt, die nackten Zehen ins Gras gebohrt, und hielten unsere Gesichter in die Sonne. Die Hitze ließ die Haut auf unseren Oberarmen prickeln und die mitgebrachte kalte Limo zischen.
Kassy steckte Marie einen Grashalm ins Ohr und kitzelte meinen Fuß, eine Ameise krabbelte über das Bündchen ihrer Hose.
»So sollte es immer bleiben«, seufzte ich. »Nur wir drei und Sommer.« (Zitat erste Sätze des Prologs)

==ooo INHALT IN EIGENEN WORTEN ooo==
Emma und Marie sind seit der Grundschule beste Freundinnen. Erst in der 9. Klasse kommt Kassy, die von Berlin nach Hamburg gezogen ist, zur Clique hinzu. Zusammen sind sie beste Freundinnen für immer. Zugegeben Emma ist etwas genervt von Kassy, aber Marie mag sie, und Marie ist Emma sehr wichtig. Als Marie beschließt für ein Jahr nach Australien zu gehen, wollen sie noch einmal eine große Party veranstalten und nutzen dafür heimlich das Ferienhaus von Maries Eltern. An diesem Wochenende muss Emma Kassy auch noch etwas beichten, sonst wird Marie nie wieder mit ihr reden. Doch im Ferienhaus angekommen, ist dies alles für den Moment vergessen. Die Party beginnt und nimmt immer größere Ausmaße an, weil Kassy davon auf Facebook berichtet hat. Auch Emmas Zwilling Daniel kommt und zusammen spielen alle Wahrheit oder Pflicht. Irgendwann bekommt Marie die Aufgabe von der Klippe zu springen. Für sie ist Pflicht eben Pflicht und so geht es auf zur Klippe. Bevor Marie, die die Klippe und ihre Gefahren kennt, die Mutprobe absolvieren kann, will Kassy, die Parcour läuft springen. Emma wird das alles zu viel und geht wieder ins Haus. Als wenige Zeit später die Polizeit auftaucht, weil sich einige Nachbarn beschwert haben, finden sie auch die Leiche von Marie am Fuße der Klippen. Unfall oder Mord? Emma möchte wissen, was ihrer besten Freundin passiert ist, und stößt auf ein paar dunkle Geheimnisse, die ihr wahnsinnige Angst machen.

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Als ich mich für die Blogtour und Rezension des Buches beworben habe, war ich so naiv nicht zu wissen, dass es sich um eine Trilogie handelt. Dann auch noch verschiedene Perspektiven. Normalerweise eine Umsetzung, die ich zutiefst hasse. Andere Blickwinkel, andere Ansätze, inhaltlich aber meist doch sehr ähnlich. Ich bin also davon ausgegangen, dass der erste Band reichen würde, kann aber schon einmal vorab sagen, ich möchte unbedingt auch die anderen beiden Teile lesen, weil es eben doch anders ist.

Das Buch ist leicht geschrieben, hat den nötigen jugendlichen Touch, damit auch die angesprochene Generation sich wiedererkennt, Spaß am Lesen hat und sich nicht überfordert fühlt. Mir hätte es mit 14 Jahren auf jeden Fall sehr gut gefallen, einfach weil ich noch heute gerne lese, was ich damals gut fand.

Mit Emma, Marie und Kassy ist der Autorin ein Trio gelungen, das sehr unterschiedlich ist, und zeigt, dass auch gegensätzliche Typen sich anziehen und Freunde werden können. Hier wird eben das klassische Pummelchen mit dem Model und einer Sportskanone verkuppelt. Jedes Mädchen wird sich mit einer Person identifizieren können und das ist in meinen Augen bei Jugendbüchern sehr wichtig.

Inhaltlich macht die Autorin auch viel richtig. Gleich zu Beginn und daher verrate ich es auch, stirbt Marie, und es stellt sich die Frage, was wirklich oben auf den Klippen passiert ist. Ich liebe solche Fragen und hab mich sofort in meinem Element gefühlt, miträtseln. Doch so einfach macht es einem das Buch nicht. Lange Zeit verläuft sich das Buch in Banalitäten, die jedoch nicht uninteressant sind. Wie gehen Jugendliche mit dem Tod einer Mitschülerin oder besten Freundin um?! Wie sind Menschen wirklich, wenn ein wichtiges Bindeglied plötzlich fehlt!? Kennt man seine beste Freundin wirklich so gut, wie man glaubt!? Sind Zwillinge sich wirklich so ähnlich!? Es sind eben viele Punkte, die die Autorin einflechtet und die in meinen Augen Spaß machen, weil sie eben passen und das Buch realistisch wirken lassen. Dadurch gehen dann jedoch auch die Seitenzahlen dem Ende zu. Irgendwann kam dann der Punkt, dass die Autorin doch nun endlich mal das Rätsel lösen muss. Man hat so viele Vermutungen und dann kommt es zu einer gravierenden Wende. Und genau mit einem wirklich interessanten Satz endet das Buch. Also es hat noch Seiten mit der Leseprobe des nächsten Bandes, aber Emmas Geschichte ist einfach zu Ende. Einerseits ein genialer Cliffhanger, weil man natürlich immer noch nicht weiß, was auf der Klippe passiert ist, und man eben Maries Geschichte lesen muss, aber irgendwo ist man dann doch enttäuscht mitten so in der Luft zu hängen. Ich persönlich finde es frustrierend, zumal der nächste Band noch gar nicht erschienen ist, und ich genau weiß, dass die Auflösung frühestens in Band drei erfolgt, welches sogar erst Ende des Jahres erscheint.

Trotzdem hab ich mich in das Buch, die Geschichte und den Stil verliebt. Ich mag die Umsetzung sehr gerne, hatte den Wow-Effekt, trotz Frust am Ende, und bewerte daher das Buch einfach mal richtig positiv.

FAZIT: „Was Emma wusste“ ist ein spannender Auftakt, der Lust auf mehr macht, viel zu kurz ist und auch als Einzelband einen spannenden Jugendthriller abgegeben hätte. Ich hab mich seit langem wieder perfekt unterhalten gefühlt, und sofort den Wunsch verspürt auch die anderen Bände zu kaufen. Dementsprechend positiv fällt meine Kaufempfehlung für dieses Werk aus.

Restaurant-Kritik - The King of India

Zu Weihnachten habe ich meinem Mann ein selbst gestaltetes Restaurant-Gutscheinbuch geschenkt. Es gibt genügend Gutscheinbücher, aber individuell fand ich besser, und so habe ich zu verschiedenen Restaurants Gutscheine im Wert von 10-30€ gekauft und diese in einem Buch verbastelt. Darunter war auch ein Groupon-Gutschein für das Restaurant "The King of India". Ein 7-Gänge-Menü für 2 Personen für ca. 30€ fand ich verlockend, und da unser letzter Besuch beim Inder 6-7 Jahre her ist, hab ich zugeschlagen. Da das Restaurant noch wenig bewertet ist, wollte ich euch meine Erlebnisse nicht vorenthalten.


ADRESSE
The King of India
Maienweg 320
22335 Hamburg
Tel: (040) 46 64 50 23
Web: http://king-of-india.com

ÖFFNUNGSZEITEN
Tandoori & Grillspezialitäten
Montag-Sonntag 12 bis 24 Uhr

Mittagstisch
Montag – Freitag 12-15 Uhr

(Stand Februar 2016)

DAS RESTAURANT
Das Restaurant "The King of India" liegt in der Nähe vom Hamburger Flughafen. Neben dem Restaurant gibt es einen kleinen Parkplatz mit rund 7-10 Plätzen, die jedoch nur frei sind, wenn man rechtzeitig ankommt. Ansonsten findet man in der Umgebung sicherlich einen Parkplatz. Der Eingang zum Restaurant befindet sich in der Ecke. Der Eingang ist in meinen Augen behindertengerecht und zur Not kann die zweite Flügeltür noch geöffnet werden. Der Innenraum ist sauber gestaltet, hat einen leicht indischen Hauch durch seine goldenen Verzierungen. Die Holztische sind mit weißen Tischdecken und roten Servietten gedeckt, könnten aber einheitlicher sein. Manche Servietten wurden einfach nur als Spitze hingestellt, andere als Fächer gefaltet und zwei Tische waren nur mit platter Serviette auf dem Platzteller gedeckt. Einheitlich hätte ich persönlich etwas besser gefunden. Zudem hat unser kleiner Tisch arg gewackelt, was wir nur mit dem Fuß meines Mannes etwas ausgleichen konnten. Die Beleuchtung des Restaurants ist blau. Durch die Kerze auf den Tisch wirkt es etwas wärmer, aber ein blaues Licht ist ungewöhnlich. Sieht man auch bei den Fotos. Meinem Mann gefiel die dadurch gemütlichere Stimmung total, ich persönlich hätte mir ein wärmeres gelbes Licht gewünscht. Was mich jedoch wirklich störte, war die Tatsache, dass das Besteck nicht einheitlich ist. Zum Beispiel bekam mein Mann ein riesiges Tafelbesteck, während ich eine kleinere Ausgabe hatte. Bis auf das Vorspeisen-Besteck, war alles irgendwie zusammengewürfelt, und das darf bei einem Restaurant nicht der Fall sein. Dann muss man einfach beim Abwasch sortieren und zumindest pro Tisch einheitlich aufdecken.

RESERVIERUNG
Trotz Reservierung hatten wir noch die Möglichkeit uns einen der Zweier-Tische auszusuchen, da wir um 18.00 nur mit wenigen Gästen im Gastraum waren. Ab 19.30 ist das Restaurant jedoch komplett voll gewesen, weswegen ich eine Reservierung ans Herz lege. 

GÄSTE
Das Publikum ist durchwachsen. Von 20-60 ist alles vertreten. Paare, aber auch Familien und kleinere Gruppen.

PREISE
Wir haben für unsere 7 Gänge bei Groupon 30€ bezahlt, aber eigentlich soll dieses Menü rund 80€ kosten, wenn man Groupon glauben darf. Schaut man sich die Karte einmal an, dann kostet es im Laden bestellt ebenfalls nur rund 30€, allerdings pro Person. Unser Preis war in meinen Augen für die Menge absolut fair. Getränke sind ebenfalls nicht überteuert. Wir haben für zwei 0,3l Colas 5,40€ gezahlt.

DER SERVICE
Der Service ist interessant und gewöhnungsbedürftig. Wir wurden freundlich begrüßt und haben uns für einen Tisch ganz hinten in der Ecke entschieden. Direkt neben uns etwas versteckt war die Ausgabe für Getränke und Essen. Dementsprechend haben wir die englischen Zurufe aus der Küche gehört und eben mehr mitbekommen, als die Gäste an anderen Plätzen. Der Service ist absolut freundlich, beantwortet alle Fragen, ist zuvorkommen, aber leider chaotisch. Wir hatten erst eine große Spezi bestellt für meinen Mann und er bekam eine kleine. Solche Fehler in Form von Größe, aber auch vom Inhalt sind während unseres Besuchs weitere drei Mal passiert, was ich doch etwas viel fand. Pro Gang mussten wirzwischen 5-20 Minuten warten. Plant also lieber einen entspannten, längeren Abend ein, falls ihr einen Babysitter habt. Es würde glaube ich vom Personal her entspannter wirken und auch ruhiger ablaufen, wenn die Tische unterteilt gewesen wären und jeder Kellner für einen Bereich zuständig gewesen wäre. Wir hatten in der Zeit 4 Kellner an unserem Tisch. Vielleicht wirkte es auf mich aber auch nur so wuselig, weil wir eben einen Platz an der Ausgabe hatten.

SPEISEN UND GETRÄNKE
Beim Inder gibt es natürlich eine indische Speisekarte. Wer sich nicht auskennt, wird natürlich ganz lieb beraten. Ansonsten können wir die Menüs empfehlen, denn so kann vieles probiert werden, und vielleicht sein Favorit gefunden werden.

Unsere Getränke waren rund 5 Minuten nach der Bestellung am Tisch. Wie oben erwähnt, war das Getränk meines Mannes zu klein, und ohne Hinweis war es etwas verwirrend, aber da es uns nicht falsch berechnet wurde, akzeptabel.


Rund 3-4 Minuten später kam unser erster Gang. Papadams, also Linsenchips mit Kümmel, dazu drei Chutneys. Einmal eine Variante aus Joghurt, die wir beide nicht mochten, da es sehr nach Badezimmer schmeckte. Dann gab es eine schärfere Variante aus Tomaten und ein Mango-Chutney, welches nur leicht scharf war. Das Papadam ist gewöhnungsbedürftig und hat uns nicht geschmeckt. 


Erst 10 Minuten nachdem wir fertig waren, kam dann frisches, warmes Naan. Dahinter verbirgt sich ein Weizenfladen, der mit den Chutneys perfekt geschmeckt hat.  

Der nächste Gang war ein vegetarischer Vorspeisenteller und kam weitere 10. Das heißt Kartoffel, Zwiebeln, Spinat-Koriander, Blumenkohl in Teigmantel fritiert. Dazu einen Löffel voll gemischten Salat. Spinat und Zwiebeln waren nicht unsers und beim Salat hätten wir ganz ehrlich gerne etwas mehr gehabt. Der Teig war etwas nüchtern mit den Chutneys aber doch überraschend lecker. 


Danach haben wir fast 20 Minuten gewartet, um eine heiße Platte mit frisch geschnittenem Weißkohl, zwei Stück Fisch und zwei Stück Hähnchen zu bekommen. Angepriesen als Kebab, also Spieß, waren wir doch etwas überrascht. Der Fisch war butterweich, in meinen Augen zu weich, das Hähnchen war gleich gewürzt und hat sehr gut geschmeckt. Gleiches hat mein Mann bei dem Gang gedacht.


Nach 10 Minuten kam dann der nächste Gang, eine leckere Currysuppe mit Kokos und wie ich später erfahren habe Hähnchenbeilage. Das Fleisch hatte die Größe von Zwiebelwürfeln, schmeckte neutral, war unglaublich weich, sodass wir, die sich nicht informiert hatte, an Tofu dachten. Die Suppe war aber ganz ehrlich das Highlight des Essens. Einfach köstlich.


10 Minuten später kam eine Warmhalteplatte mit Teelicht und kalten Tellern und wenigen Minuten später eine Schüssel Reis mit Kardamon und ich weiß nicht, ob mit Kurkuma oder Safran leicht eingefärbt. Dazu gab es 4 Schüsseln, denn Gang 4,5 und 6 wurden auf einmal serviert und sind somit nur ein Gang. Nicht schlimm, aber ich verstehe nicht, warum dann mit 7 Gängen geworben wird und nicht, wie in der offiziellen Speisekarte mit 5 Gängen. 


In der einen Schüssel war etwas schärferes Rindfleisch mit Gemüse und Koriander. Das Fleisch war butterweich und ist auf der Zunge zergangen. Die Sauce war wegen dem Koriander nicht ganz mein Fall, ich finde eben es schmeckt wie Seife. Dann gab es eine kleine Schale mit Hähnchen in roter Currysauce. Das Hähnchen sah nah Presspappe aus, sodass ich im ersten Moment wieder an Tofu oder Kassler gedacht habe.


Es schmeckt aber lecker, ist aber defintiv TK-Hähnchen wie zum Beispiel von Vosko. Die dritte Schale hatte Gemüse mit roter Currysauce. Dort war sehr viel Koriander dran, weswegen sie von uns nur einmal probiert wurde, obwohl das mein Favorit gewesen wäre m
Mit Bohnen und Möhren. Die vierte Schale war Spinat und Kartoffeln mit Käse.


Es ist scharf und mir hat danach der Mund gebrannt. Ich war von allen Sachen weniger angetan und hätte lieber Hähnchen in der Suppe gegessen. Außerdem empfand ich die Saucen als zu dünnflüssig. Mein Mann fand Rind und Hähnchen wirklich klasse.


Der Nachtisch kam dann fünf Minuten später. Eine Kugel Vanilleeis, mit einer knallroten Sauce, die leicht süßlich schmeckte. Dazu geraspelte Möhren mit Rosenwasser. Einzeln komisch, aber mit dem Eis zusammen echt lecker. Mein Mann war absolut begeistert.  

Alle Speisen, die warm sein mussten, waren richtig warm / heiß, das Eis war gut gekühlt.
  
FAZIT
Vom Essen her gibt es eigentlich nichts zu bemängeln. Die Speisen hatten die richtige Temperatur, waren liebevoll angerichtet und hatten in meinen Augen für 7 Gänge die richtige Größe. Man konnte sich nicht überessen, aber ist auch satt aus dem Lokal gegangen. Geschmacklich ist es eine Frage des Geschmacks. Auf jeden Fall interessant und wir hatten Speisen, die wir gut fanden, aber eben auch welche, die uns von den Gewürzen oder der Konsistenz nicht zugesagt haben. Es war eine interessante Erfahrung, aber sowohl mein Mann und ich sind keine Fans von indischen Essen geworden. Wer die Küche liebt, sollte das Restaurant aber unbedingt ausprobieren. Ein Vergleich zu anderen Indern liegt jedoch nicht wirklich vor.  Auch wenn mir nicht alles geschmeckt hat, wäre das Essen für mich volle Punktzahl gewesen.

Was mich so arg ins straucheln gebracht hat, ist jedoch die Tatsache, dass das uns das Drumherum nicht ganz so zugesagt hat. Ich hatte immer so das Gefühl von Neueröffnung im Hinterkopf. Keine einheitlich gedeckten Tische, kein einheitliches Besteck, alles so wuselig und eben die Fehler. So, als müsste sich eben alles erst noch zusammenfinden. 

Aber ansonsten war es ein schöner Abend, sodass wir das Restaurant auf jeden Fall empfehlen können, egal ob mit oder ohne Groupon.