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Weltprobierer - Spezialitäten aus Dänemark

Weiter geht es auf meiner Weltreise und diesmal habe ich mir ein direktes Nachbarland ausgesucht. Der Zufallsgenerator hat den Buchstabden D gezogen, und da ich mich nicht gleich an die deutsche Küche wagen wollte, die kennt ihr schließlich, fiel meine Wahl auf Dänemark. Viele besuchen das Land gerne und kennen sicherlich auch einige Spezialitäten. Ich habe mir diesmal die Hilfe von einem befreundeten, dänischen Autoren geholt, und so ist ein typisch dänisches Menü entstanden, welches euch vielleicht zum Nachkochen inspiriert.



 
DÄNISCHE KÜCHE
Die dänische Küche ist der unseren nicht ganz so fremd. Fisch und Fleisch dominieren ganz klassisch die Hauptmahlzeiten. Am Bekanntesten ist wohl ganz klassisch das Smørrebrød. Dahinter verbirgt sich Vollkornbrot, welches reichlich belegt wird und als kaltes Mittagessen gern gesehen ist. Ebenfalls beliebt ist der Hot Dog mit seinem roten Würstchen. Aber auch Milchprodukte, wie der Käse Esrom gehören zu den bekannteren dänischen Produkten.

Die Hauptmahlzeiten sind das Middag oder Aftensmad, das wie unser Abendbrot zwischen 17.00 und 19.00 eingenommen wird. Nach dem Essen wird sich in der Regel bei der Köchin bedankt. Das gemeinsame Essen und Trinken steht hierbei jedoch im Vordergrund. 

MENÜ
Wie oben schon erwähnt habe ich das Menü diesmal mit Hilfe eines Landsmannes erarbeitet, denn vieles wird als Nationalgericht betitelt, ist aber nicht unbedingt für das gesamte Land ein Nationalgericht. Deswegen war ich froh, dass ich diesmal wirklich jemanden fragen konnte.
 
Vorspeise - Rejecocktail
Fisch wird in Dänemark sehr gerne gegessen und deswegen habe ich mich für eine solche Vorspeise entschieden.

Zutaten für 4 Personen
  • 300g Garnelen (Kuttergarnelen), frisch oder TK
  • 1/2 Eisbergsalat
  • 1 Tomate
  • 1 Zitrone
  • 1 Blatt Lollo Bionda oder falls ihr nicht wollt,e in Blatt Eisbergsalat
  • Dill
  • 500ml Creme-Fraiche
  • 250ml Gewürzgurke plus etwas Wasser
  • 3 EL Ketchup   
  • 2 TL Tomatenmark
  • Etwas Worcester Sauce
  • Salz, Peffer
  • 4 x grüner Spagel, sofern Saison ist, ich habe stattdessen etwas Salatgurke genommen

Zubereitung
  • Garnelen, sofern sie TK sind auftauen. Idealerweise im Kühlschrank.
  • Eisbergsalat waschen und in feine Streifen schneiden. Diesen unten ins Glas füllen. 
  • Creme Fraiche, Gewürzgurke, Worcester Sauce, Ketchup und Tomatenmark  vermengen und zu einer cremigen Sauce verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
  • Dressing auf den Eisbergsalat geben, dann die Garnelen und noch einen Klecks von dem Dressing oben auf die Garnelen.
  • Spagel kochen oder im Backofen mit Salz und Pfeffer etwas grillen. Ebenfalls zum Garnieren nutzen
  • Tomate und Zitrone vierteln und oben garnieren. 
  • Lollo Bioda und Dill ebenfalls zum Garnieren nehmen.    


Geschmacksfazit
Unser Fischhändler hatte gerade keine Kuttergarnelen, weswegen ich auf Tiefseegarnelen, die ich mit Knoblauch angebraten habe, ausweichen musste. Ansonsten war das Essen aber wirklich lecker. Wäre jetzt etwas, das ich mir auch im Restaurant bestellen würde oder mir öfters, dann aber als großen Salat zu Hause vorstellen könnte.

5 von 5 Punkten

Hauptspeise - Flæskesteg
Mir wurde gesagt, jeder Däne kennt es, jeder sieht es als Nationalgericht an und es gibt kaum jemanden, der es nicht mag. Also warum nicht, obwohl ich sagen muss, dass mich ein Schweinebraten schon sehr an unsere Küche erinnert. Ich habe mir erlaubt, die Menge etwas größer zu machen, da es ein kleines Resteessen aus diesen Zutaten gibt, sodass ich dieses ebenfalls ausprobieren wollte. Wer das nicht möchte, reduziert die Zutaten natürlich

Zutaten für 4 Personen
  • 1,5 kg Krustenbraten
  • 3 Lorbeerblätter
  • Zwiebel
  • Öl
  • Salz, Peffer
  • 2,5kg Kartoffeln
  • brauner oder heller Saucenbinder
  • 1 Paket Rotkohl  
Zubereitung
  • Den Braten in der Fettschicht fächern, das heißt einfach in die Schicht ein paar mehr oder weniger feine Linien schneiden.
  • Mit der Fettseite für ca. 2 Stunden in eine Schüssel mit Wasser legen. Achtung nur das Fett darf mit Wasser in Kontakt kommen
  • Danach das Fleisch dezent salzen und pfeffern. Die Fettschwarte richtig doll salzen, die Lorbeerblätter hineinstecken und etwas Pfeffer hinzu  
  • Nun den Braten in den vorgeheizten Backofen bei 180° C ca 90 min. "backen". Eventuell etwas Öl zugeben. Der Braten selbst kommt aufs Rost und unten ist eine Schale mit Wasser. In das Wasser habe ich noch die Zwiebelnstücke gelegt.
  • Danach noch einmal 10 Minuten bei voller Hitze knusprig braten
  • Bratensaft abgießen und mit dem Saucenbinder zu einer leckeren Sauce anrühren.
  • Kartoffeln koche ich in diesem Fall als Pellkartoffeln, da ich die meisten Kartoffeln für den nächsten Tag nutze. Wenn sie gar sind, wir die benötigte Menge gepellt, die anderen kommen in den Kühlschrank.
  • Rotkohl wie angegeben zubereiten      
  

Geschmacksfazit
Ich habe zwar schon öfters Braten gemacht, aber meist fertig gekauften Rollbraten oder eben einen Rinderbraten. Das war mein erster eigener Schweinebraten und ich muss sagen, dass ich ihn überraschend lecker fand. An einigen Stellen etwas zu salzig, da wo die Fettschicht am Ende nicht so gut abgeschnitten wurde, aber dafür war er nicht trocken. In Kombination mit Rotkohl und Sauce, hat mein Mann ebenfalls gesagt, dass ist doch ein typisch deutsches Essen, und das soll das Nationalgericht von Dänemark sein. Dementsprechend hat es ihm auch geschmeckt. Da wir nicht so die Fans von Braten sind, wird es diesen nicht sehr oft geben, aber das Rezept habe ich nun, und einmal im Jahr oder so, wird es diesen Braten sicherlich wieder bei uns geben. Nächstes Mal aber mit Rosenkohl. 

4 von 5 Punkten

Reste-Essen Biksemad
Wie gesagt, gibt es ein Resteessen, dass auch jeder Däne kennt und deswegen wollte ich es auch gleich mit umsetzen. Geschmacklich natürlich lecker. Da brauche ich kein extra Fazit, denn bei uns im Haus liebt jeder Bratkartoffeln.  Nur der Braten muss nächstes Mal anders aufbewahrt werden. Er war doch etwas trocken.

Zutaten für 4 Personen
  • Die Kartoffeln vom Vortag
  • Die Reste vom Braten
  • 1 große oder 2 kleine Zwiebeln
  • Glas mit rote Beete
  • 8 Eier
  • 4 Essiggurken
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie TK
  • Öl


Zubereitung 
  • Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Ich habe hierzu den Nicer Dicer genommen
  • Zwiebeln schälen und ebenfalls klein schneiden
  • Reste vom Braten in mundgerechte Stücke schneiden. 
  • Alles zusammen mit Öl in der Pfanne anbraten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit der Petersilie noch etwas verfeinern.
  • Eier als Spiegeleier anbraten.
  • Gewürzgurken leicht fächern.
  • Alles zusammen als vier Portionen auf den Tellern anrichten.
4 von 5 Punkten
Nachspeise - Rød grød med fløde
Als Nachspeise habe ich rote Grütze gewählt. In Dänemark wird sie mit Sahne oder auch Milch gegessen, aber niemals mit Vanillesauce. Das ist natürlich etwas ärgerlich, denn ich liebe Vanillesauce.
Zutaten für 4 Personen
  • 1 Glas Schattenmorellen groß
  • 1 Paket Vanillepudding
  • 1 Paket mit rund 500g gemischten roten Früchten TK
  • 200ml Sahne 
Zubereitung
  • Die Schattenmorellen abgießen und Saft auffangen. 
  • Den Saft aufkochen lassen und mit dem Puddingpulver vermengen. Lieber mit etwas Saft anrühren vorher, damit es keine Klümpchen gibt.
  • Ist der "Pudding" gekocht, kommen die Früchte hin. 
  • Ich lasse es dann noch einmal rund 5 Minuten aufkochen, damit die Früchte auch weich sind.
  • Nun für 1-2 Stunden in den Kühlschrank  und anschließend mit der Sahne als flüssiges oder auch steifgeschlagen servieren.  

Geschmacksfazit
Die rote Grütze ist überraschend schnell gekocht und von der Konsistenz so, wie die dänischen Tüten, die man fertig im Supermarkt kaufen kann. Genauso hat dieses Rezept auch geschmeckt. Süß mit einer leichten Säure. Da ich auf meine Figur achten muss, habe ich mich gegen die Sahne entschieden und es mit Milch gegessen, was ich ebenfalls sehr lecker fand. Ich muss aber sagen, so typisch deutsch mit Vanillesauce schmeckt es uns dann aber doch besser. Rote Grütze werd ich ab jetzt öfters selbst machen, einfach weil es extrem schnell geht und selbstgemacht immer cooler ist, als gekauft, aber dann nur noch mit Vanillesauce. Tut mir leid liebes Dänemark. 

4,5 von 5 Punkten
 
FAZIT
Mit Dänemark haben wir ein Land bereist, das dem unseren nicht ganz so unähnlich ist, wie Afghanistan bei unserem letzten Besuch. Es schmeckt alles sehr gut, sind bodenständigere Gerichte und vor allen Dingen leicht nachzukochen und das mit Zutaten, die man sofort im Supermarkt um die Ecke bekommt. Auf jeden Fall einen Besuch wert. 

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