Weltprobierer - Spezialitäten aus Ägypten


Bis jetzt habe ich die Weltreise mit dem Zufallsgenerator durchgeführt und werde das auch gerne immer wieder mal machen, aber nachdem ich bei einer anderen Bloggerin etwas über Ägypten gelesen habe, wollte ich dieses Land unbedingt bereisen. Ägypten ist ein Land, das jährlich viele deutsche Touristen aufweist, aber so wirklich etwas über das Land oder deren kulinarische Seite, wissen nur wenige. Daher empfand ich es doch einmal interessant, euch ein tolles Menü zusammenzustellen. Ich selbst war noch nie in Ägypten, habe mich aber tierisch gefreut, die Rezepte zu durchstöbern. Natürlich erwartet euch wieder das Nationalgericht des Landes, sowie zwei kulinarische Highlights, die mich persönlich sehr überrascht haben. Deswegen habe ich sie ausgewählt, denn diese verbindet man sicherlich weniger mit Ägypten, sind dort aber sehr beliebt, wie mir von einem Insider verraten wurde. Mein Mann war zwar nicht so begeistert, dass ich dieses Rezept ausgewählt habe, weil es so europäisch klingt, aber warum nicht auch mal solche typischen Spezialitäten zeigen. Schließlich sind viele Rezepte, aus benachbarten Ländern sehr ähnlich. Aber nun lasst euch überraschen. 


MENÜ
Diesmal ist das Menü etwas verändert worden. Das Nationalgericht der Ägypter wird nämlich hauptsächlich als Frühstück serviert. Da ich nicht wusste, wie es bei uns ankommt, habe ich es für mein ägyptisches Menü nur als Probierportion vorab serviert, aber offiziell gibt es dieses Gericht dort als Frühstück. Inspiriert und viele liebe Hilfe habe ich von dieser Bloggerin bekommen, dort findet ihr natürlich noch tolle weitere Rezpte. Einige Rezepte habe ich natürlich minimal angepasst, da ich nicht alle Zutaten gefunden habe. Zudem habe ich diesmal wirklich einfache Rezepte gewählt, da ich stark erkältet bin.   


Frühstück - Foul Medammas
Zum Frühstück werden gekochte Fava Bohnen in Ägypten gegessen. Da die Bohnen sehr geruchsintensiv sind, kaufen die meisten Ägypter die Bohnen gekocht an einem Stand und bereiten sie dann zu Hause individuell vor. Das habe ich dann auch gemacht, indem ich mir bei Real eine Dose gekochter Bohnen gekauft habe. Zum Probieren also eine gute Möglichkeit. Hier gab es nur eine Sorte, aber in arabischen Lebensmittelgeschäften, gibt es natürlich verschiedene Sorten, genau wie im Internet.
 
Zutaten für 4 Personen zum Probieren
  • 1 Dose Foulbohnen
  • 1 kleine, gehackte Zwiebel
  • 1 kleine Salatgurke in Würfel geschnitten
  • 1 Tomate in kleine Würfel geschnitten
  • 1 Salatblatt als Deko
  • Salz, Pfeffer, Minze, Petersilie
  • Zitronensaft
  • Öl    

Zubereitung
  • Meine Bohnen waren schon mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft zubereitet. Daher habe ich sie in Öl mit etwas Zwiebeln angebraten
  • Wer es als Mus möchte, wie es offiziell gegessen wird, der gibt danach etwas Wasser hinzu, und kocht es, bis die Bohnen zu Mus gegart wurden. 
  • Mit Salz, Pfeffer, Minze und Petersilie abschmecken. Bei Bedarf noch Zitronensaft hinzugeben
  • Ich habe es auf einem Salatblatt angerichtet und mit den Tomaten und Gurken dekoriert. 

Geschmacksfazit
Typisch ist das Gericht als Mus, aber bei mir musste es nach 30 Minuten leider vom Herd, und selbst fertige Bohnen brauchen 4 Stunden bis sie Mus sind. Da ich sie nicht pürieren wollte, gab es se einfach als ganzes, wie ich es auch bei anderen Rezepten gesehen habe. Manche servieren sie auch in einer Tomaten-Chili Sauce, aber da ich zur Zeit nicht scharf essen darf, wegen dem Baby, hab ich mich an das klassische Rezept gehalten. Wir haben es alle probiert und auch wenn ich es nicht schlecht gewürzt habe, empfand es keiner bei uns lecker. Es ist eben nicht das, was ein Europäer so zum Frühstück essen würde. Trotz würzen schmeckte die Säure aus der Dose (hatte vorab eine probiert) sehr stark durch. Mit Sicherheit ist es sättigend, gesund und ein guter Start in den Tag, aber uns hat das Nationalgericht in Ägypten leider geschmacklich nicht begeistert. 

0 von 5 Punkten 




Vorspeise - Fattoush
Hinter der Vorspeise steckt ein orientalischer Salat, der gerne in Restaurants serviert wird. Es ist nicht so typisch, wie eine Linsensuppe zum Beispiel, und wurde bei mir als Beilagensalat gereicht, aber er klang sehr lecker. 
 
Zutaten für 4 Personen
  • 1/2 Fladenbrot
  • 2 Tomaten
  • 1 halbe Salatgurke
  • 1/2 Eisbergsalat
  • 1/2 Bunt Petersilie
  • 1 grüne Paprika
  • Etwas frische Minze
  • 2 Knoblauchzehen (gepresst)
  • 2 Stangen Frühlingszwiebeln
  • 5EL Zitronensaft
  • 5EL Olivenöl oder auch anderes pflanzliches Öl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung
  • Das Fladenbrot in kleine Stücke schneiden und in Öl mit etwas Knoblauch anbraten. Wer mag kann es auch einfach nur frittieren oder im Backofen rösten.
  • Salat, Tomaten, Gurken, Paprika, Frühlingszwiebeln kleinschneiden und zu seinem Salat vermengen.
  • Gewürze,  Zitronensaft und Öl zu einem leckeren Dressing vermengen
  • Alles zusammen servieren nachdem der Salat 30 Minuten im Dressing lag. 

Geschmacksfazit
Ich liebe Salat und es klang alles sehr lecker. Das Dressing ist sehr lecker, das geröstete Brot ebenfalls und der Salat hat generell sehr gut geschmeckt. Ich habe leider keine 30 Minuten ziehen lassen, sondern das Dressing nur einmal fix über den Salat gegossen, da ich nicht wusste, ob der matschige Salat ankommt und so hätte ich noch eine Alternative mit American Dressing für die Männer servieren können. Das wäre dann zwar nicht ägyptisch gewesen, aber eben eine gute Alternative, wenn das Dressing nicht ankommt.  Der Salat war so lecker, dass ich es auf jeden Fall wieder machen würde.

5 von 5 Punkten


Hauptspeise - Maccarona Bechamel
Bei dem Gericht hab ich einfach nachfragen müssen, weil ich mir echt unsicher war. Das wird so häufig, abgewandelt bei uns gegessen, dass ich nicht glauben konnte, dass dieses Gericht bei Ägyptern so beliebt ist. Okay, sie servieren gerne noch extra Fleischgerichte dazu, aber auch solo ist es nicht schlecht. Bei uns gab es das Gericht als Hauptspeise in Ägypten ist es eine sättigende Beilage :). Und laut meiner helfenden Bloggerin, kennt jeder Ägypter das Gericht. Es hat als Modegericht bei jüngeren Ägyptern seinen Anfang genommen und ist nun fest etabliert.
 
Zutaten für 4 Personen
  • 500g Nudeln (Penne)
  • 1l Milch
  • 80g Mehl
  • 80g Butter
  • 400g Hackfleisch
  • 2 gehackte Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1-2EL Tomatenmark
  • 1 aufgeschlagenes, verquirltes Ei
  • Salz, Pfeffer und Muskatnus 


Zubereitung
  • Die Nudeln in Salzwasser gar kochen
  • Butter in einem Topf zerlaufen lassen bis es schäumt, Mehl hinzufügen und mit Milch zu einer sämigen Sauce verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss verrühren. Wer zu faul ist, kann sich auch die Sauce, die rund 10 Minuten braucht fertig im Supermarkt kaufen.
  • Hackfleisch mit Zwiebeln und dem gepressten Knoblauch anbraten. Tomatenmark hingeben und wir haben dann noch etwas Wasser hinzugegeben, damit es zumindest nicht ganz so trocken ist. 
  • Nudeln abgießen und mit der Hälfte der Bechamelsauce verrühren. 
  • Hackfleisch darübergeben als Schicht, ich habe es einfach vermengt  
  • Danach die restlichen Nudeln mit der Sauce verrühren und in die Form geben. Etwas Sauce für das Ei überlassen und auf die Nudeln geben. 
  • Bei 200 Grad für 30-40 Minuten in den Ofen. 


Geschmacksfazit
Bei uns ist es nicht ganz so knusprig und goldgelb geworden, da alle schon nach 15 Minuten um den Backofen standen und Hunger hatten. Der Auflauf war sehr lecker und die Kinder haben überraschend viel gegegessen. Sogar uns Großen hat es sehr gut geschmeckt. Meinem Mann fehlte etwas, aber da dieser Nudelauflauf normalerweise sein Rezept in der Küche ist, kann ich nicht beurteilen, ob ihm wirklich was fehlte, oder er das einfach nur aus Spaß gesagt hat, um mich zu ärgern. Auf jeden Fall ist nichts übrig geblieben. Wer es natürlich nicht ganz so euroisch will, kann an Stelle des Hacks auch Hühnerinnereien nehmen oder nur eine halbe Portion kochen und dann dazu Reis und Fleisch servieren, wie es in Ägypten üblich ist. Nur das wäre uns zu üppig gewesen. 

5 von 5 Punkten 


Nachspeise - Bassima
Hinter diesem Namen versteckt sich ein kleiner Kokosnusskuchen, der aber mit Grieß gemacht wird, und ich muss zugeben, das klang echt lecker, aber auch einfach.

   
Zutaten für 4 Personen
  • 125 g Weichweizengrieß
  • 125 g Kokosflocken
  • 90 g Butter oder Margarine am besten leicht flüssig
  • 125 Milch 
  • 100g Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • Zuckersirup ( gekauft als Grafschafter oder selbst hergestellt aus 1,5 Tassen Zucker die mit 1 Tassen Wasser aufgekocht werden. Dazu gibt man 1EL Zitronenwasser, etwas Honig nach Bedarf und wer mag 1EL Rosenwasser)
Zubereitung
  • Falls ihr den Sirup selbst macht, dann am Besten einen Tag vorher, da der Sirup kalt verwendet wird, um ihn über den Kuchen zu gießen.
  • Grieß, Kokosflocken, Backpulver und den Zucker in einer Schüssel vermengen. Die geschmolzene Butter mit einem Spatel unterrühren.
  • Mit der Milch zu einem Teig vermischen. Wer keine Milch mag, kann auch Wasser nehmen.
  • Backform fetten, Teig einfüllen und bei 180 Grad goldgelb backen lassen. Die genaue Zeit ist abhängig von der Größe der Form und eurem Backofen. Bei uns hat es 15 Minuten gedauert.  

Geschmacksfazit

Super lecker. Ich habe den Teig einfach in Muffin-Förmchen gefüllt und einige mit Sirup andere ohne gemacht. Ob es jetzt an der Muffin-Form lag oder woran auch immer. Bei mir hat der Teig nicht gehalten. Backen liegt mir nicht und deswegen hab ich mich sehr genau an das Rezept gehalten. Es schmeckt auch lecker, aber der Teig ist auch nach dem Backen noch super krümelig. :( Egal ob mit oder ohne Sirup. 

3 von 5 Punkten
FAZIT
Ägypten ist ein schönes Land mit viel Kultur und Tourismus. In diesem Jahr werden sicherlich weniger nach Ägypten reisen und daher ist so eine kulinarische Reise dorthin nicht schlecht. Mit Sicherheit werden einige Ägypten-Fans nun kreischen, warum ich diese Gerichte ausgewählt habe, aber ich fand es faszinierend und bis auf das Nationalgericht, hier sei uns verziehen, fanden wir es sehr lecker. Den Nachtisch würde ich zum Beispiel gerne öfters machen, weil der echt super lecker ist, aber hier muss ich gucken, wo der Fehler liegt. Der Salat wird aber öfters auf dem Tisch zu finden sein. Yammi. 

Gefallen euch die Rezepte und wäre da etwas für euch bei? 

Restaurantkritik - Enjoy Live XXL Lübeck

Kennt ihr Jumbo Schreiner? Eigentlich müsste euch der Name ein Begriff sein. Vor x Jahren hatte er einige XXL Restaurants getestet und darunter auch das Enjoy Live in Lübeck. Für ihn das beste XXL Restaurant in ganz Deutschland. Klar, dass ich bei meinem Gutscheinbuch auch einen Gutschein für dieses kultige Lokal erworben habe. Am Wochenende waren wir zusammen mit der Familie und meinem Schwager dort. Ob wir genauso begeistert sind, verrate ich euch jetzt einfach mal. 


ADRESSE
Restaurant Enjoy Live 
Taschenmacherstr. 1-5
23556 Lübeck - Roggenhorst Nord
Telefon für Reservierungen: 0451 - 8 80 63 33
Telefax: 0451 - 8 80 63 22

E-Mail: info@enjoy-live-luebeck.de


ÖFFNUNGSZEITEN
Montag - Donnerstag   
11.30 - 22.30 Uhr

Freitag & Samstag
11.30 - 23.30 Uhr

Sonntag
11.30 - 22.30 Uhr
(Stand März 2016)



DAS RESTAURANT
Das XXL Restaurant liegt am Rande von Lübeck in Mitten eines Industriegebietes. Direkt vor dem Restaurant gibt es wenige Parkplätze, aber zum Abend hin können mit Sicherheit die umliegenden Geschäftsparkplätze mitgenutzt werden. Von außen erkennt man das Restaurant nicht auf den ersten Blick, nur wer das Schild kennt und gezielt danach sucht, entdeckt es. Meinem Mann ist es bei beruflichen Fahrten in die Gegend vorher nicht aufgefallen. Das Restaurant befindet sich im ersten Stock und kann über eine Treppe erreicht werden. Ob es noch einen behindertengerechten Eingang gibt, konnten wir nicht entdecken. Auf einer Terrasse gibt es viele Sitzplätze, die jetzt im März jedoch geschlossen waren. Innen ist das Restaurant so gestaltet, wie man sich die Burger-Lokale in den USA vorstellt. Weiche Lederbänke in rot, schon sehr weich, überall Nummernschilder, ein Teil von einem Auto, dazu noch eine Spielecke für die Kinder und Teppichboden. Sehr gemütlich, wie wir fanden. Nur die Tische hätten gerne etwas größer sein können. Wir hatten einen Tisch für 5 Personen und wir 4 Personen hatten gerade mal mit den Tellern genügend Freiraum.


RESERVIERUNG
Wir waren an einem Samstag Mittag dort und haben vorsichtshalber reserviert, was aber nicht nötig war. Empfohlen wird zum Wochenende und zum Abend hin zu reservieren. Mittags sind immer noch genügend Plätze frei. 



GÄSTE
Das Publikum ist durchwachsen. Von 4-60 war alles vertreten. Familien mit kleinen Kindern, größere Gruppen, Paare. 

PREISE
Die Preise sind durchaus fair. Ein klassischer Burger mit Pommes kostet zum Beispiel 7,95€, 1,5l Spezi 10,50€. Ein 300g Sirloin Steak mit Salat, Backkartoffel und Sauce hat 22,95€, 2kg Spare Ribs mit Pommes kosten 24,95. Der XXXXL Cheesburger ist das Spezial im Restaurant. 2Kg Hackfleisch im Fladenbrot als Burger. Er kostet 35,90€ und schafft ihn jemand in 60 Minuten, dann bekommt er 100€ bar auf die Hand. Wir haben für Getränke, diverse Speisen und Dessert 115€ bezahlt. 



DER SERVICE
Der Service ist echt cool. Ein eigener Humor, den man jedoch lieb gewinnen muss. Nachdem wir uns an einen zu kleinen Tisch gesetzt hatten, und noch einmal umgezogen sind, ist uns zum Beispiel das Besteck runtergefallen. Mit einem lustigen Spruch gab es ohne Nachfragen neues, womit wir nicht mal gerechnet haben. Wünsche werden umgehend ohne Probleme erfüllt. Faszinierend empfand ich auch das Gedächtnis unseres Kellners. Normalerweise werden erst einmal Getränke erfragt, und später das Essen. Alles wird auf einem Zettel notiert. In unserem Fall hat er sich alles im Kopf notiert und ihm ist nicht ein Fehler passiert. Obwohl unser Kellner am Anfang allein war, ist ihm kein Fehler unterlaufen und er hat alle Gäste schnell bedient. Dementsprechend kann man von einem perfekten Service auch bei kompletter Auslastung ausgehen.

 
SPEISEN UND GETRÄNKE
Burger, Schnitzel,Spare Ribs. Es gibt auch Nudeln Steaks, Sandwiches und Salate, aber die ersten Gerichte sind dort eben die Klassiker. Von normalen Portionen bis XXXXL ist alles vertreten an Größen und schafft man es nicht, gibt es kostenlos die Schwächelfolie (Alufolie) damit man die Reste mitnehmen kann. Eigentlich wollten wir, dass mein Schwager die Burger-Herausforderung annimmt, weil er ein echter Viel-Esser ist, aber zum Mittag war sogar ihm das zu viel. Ich selbst hätte mir ein paar Alternativen zur Challenge gewünscht,  eben Spare Ribs Challenge, HotDog Challenge oder auch eine Herausforderung für Schnitzel-Fans. Aber das ist nur so ein kleiner Wunsch am Rande und könnte man vielleicht für spezielle Aktiontage ins Auge fassen.

Die Männer haben sich für einen kleinen normalen 190g Burger inklusive Pommes entschieden, und ich habe mir ein großes Steak bestellt. Im Anschluss haben wir uns gemeinsam an die 2kg Spare Ribs gewagt, denn die wurden als so zart in dem Beitrag von Jumbo Schreiner beschrieben, dass wir sie probieren mussten.

Die Getränke kamen nach rund 5 Minuten und mein Cocktail hatte kein Gemüse, dafür etwas Süßes extra. Alle Getränke waren schön kühl, und die Spezi sehr gut gemischt.


Die Burger kamen rund 15 Minuten später. Sie waren laut meinen Männern perfekt. Einfach schon aus dem Grund, dass sie ohne herausquetschen mit der Hand gegessen werden konnte. Sonst fällt ja regelmäßig etwas aus Burgern heraus. Highlight waren die Pommes. Das waren ungelogen die besten Pommes, die ich in den letzten Jahrzehnten gegessen habe und durch meine Küchenausbildung habe ich schon viele Pommes gegessen. 

Mein Steak war in Ordnung. Man darf keine Steak-House-Umsetzung erwarten. Da meins wegen der Schwangerschaft schön durch sein musste, war es auch extrem durch. Außen war es schon sehr hart und ich war froh, als ich es geschafft hatte. Hier als Tipp, weniger lange scharf anbraten, bevor es in den Garer komm, denn außen war es eben steinhart. Die Backkartoffel wurde nicht halbiert, sondern nur oben etwas angeschnitten und schmeckte auch nicht sonderlich gut. Mehliger als die mir sonst bekannten Varianten, vielleicht auch zu lange im Ofen. Ich hab sie gegen einige Pommes meiner Männer getauscht. Der Salat war frisch und lecker. Sour Creme und Dressing würde ich glatt als Selbstgemacht einstufen, da die Konsistenzen und der Geschmack zumindest den mir bekannten Fertig-Produkten, anders waren.    

Danach kamen dann die Spare Ribs, und genau wie die Burger ein Gedicht. Mein Mann fand die anschließende Sauce, die noch einmal extra verteilt wurde unnötig, ich fand sie super lecker. Generell sind die Spare Ribs so zart, dass nicht ein Stück Fleisch zwischen den Zähnen gelandet ist, und die Knochen am Ende perfekt nackt auf dem Teller lagen. 

Die Speisen waren allesamt heiß und bis auf das Steak und die Kartoffel wirklich perfekt. Wenn ich nächstes Mal hinfahre und das wird sicherlich der Fall sein, werde ich auf Schnitzel oder Burger umsteigen. Zumindest solange ich es komplett durch essen muss. 

Im Anschluss haben wir uns noch ein Dessert gegönnt. Es gibt verschiedene Eiskreationen, alles sehr einfach gehalten, einen Brownie mit Eis oder Shakes. Die Eiskugeln sind sehr groß und ihr Geld wert. Was mir persönlich im Angebot fehlte, war eine Waffel mit heißen Kirschen und Eis, oder Apple-Pie. Das vielleicht an Anregung.    
  
FAZIT
Enjoy Live ist einfach genial. Auch wenn ich vom Steak leicht enttäuscht war und ich die Dessertkarte etwas einseitig fand, hat mir der Rest sehr gut gefallen. Wir waren gut zwei Stunden dort und sind am Ende glücklich, satt und begeistert nach Hause gegangen. Wenn ihr in der Nähe von Lübeck seid und den XXL-Kult einmal live erleben wollt, dann fahrt dorthin. Unsere Daumen gehen alle nach oben.