Weltprobierer - Spezialitäten aus Algerien

Leider hat meine nächste Etappe etwas länger auf sich warten lassen. Diesmal habe ich mich entschieden für euch Algerien zu bereisen und einfach mal im Alphabet etwas weiter zu reisen. Ich selbst war noch nie in Algerien und ehrlich gesagt kenne ich das Land hauptsächlich aus den Medien, wenn es darum geht, ob das Land als sicher gilt oder nicht. Diesmal soll die Flüchtlingsthematik aber keine Rolle spielen, sondern wir beschäftigen uns schließlich mit der kulinarischen Seite. Couscous heißt das Zauberwort und ist somit nicht nur das Nationalgericht, sondern auch in Vorspeisen oder als reine Beilage sehr häufig zu finden.

MENÜ
Bei dem Menü hab ich mich, bis auf die Hauptspeise sehr schwer getan, weil ich einfach etwas leckeres finden wollte, das nicht ganz so schwer zum Nachkochen ist, denn wir hatten alle gerade Magen-Darm und daher wollte ich es einfach halten.  

Vorspeise - Flafa
Es handelt sich hierbei um einen sommerlichen Paprikasalat, den man so essen, aber auch kombinieren kann, und der sich vielleicht auch als Beilage zum Grillen anbietet.

 
Zutaten für 4 Personen
  • 3 Paprika vorzugsweise grün (geht aber auch mit gelb oder rot)
  • 1EL Olivenöl
  • 1EL feingehackte Zwiebeln
  • 1 kleingehackte Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer
  • 1 gewürfelte Eiertomate 

Zubereitung
  • Paprika als ganzes, aber einzeln in Alufolie wickeln. Bei 230 Grad Ober und Unterhitze für 30-45 Minuten in den Backofen. Nach 30 Minuten wieder kurz reinschauen, damit die Paprika nicht verbrennt. Sie ist fertig, wenn die Haut einige winzige schwarze Stellen hat und sich langsam löst.
  • Herausnehmen und 10 Minuten abkühlen lassen Haut abziehen und nun die Paprika entkernen.
  • In Würfel schneiden mit Öl und den anderen Zutaten kurz dünsten lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. 

Geschmacksfazit
Der Salat wurde bei uns auf einem Blattsalat angerichtet, da ich vorsorglich nur eine Probierportion zubereitet habe. Es schmeckt jedoch überraschend gut. Sowohl mein Mann, als auch ich fanden es als Extra für den Salat sehr gut.

4,5 von 5 Punkten

Hauptspeise - Gemüse Couscous
Wie oben erwähnt ist Couscous in sämtlichen Variationen sehr beliebt in Algerien. Ich habe mich für eine vegetarische Variante entschieden, aber ihr könnt natürlich auch etwas Fleisch hinzugeben. Als Tipp, wer nicht selbst würzen mag oder sich nicht traut, der bekommt von Knorr auch eine Tüte zum Würzen. Ich find sie, wenn es mal schnell gehen muss oder ich nicht alles habe, sehr gut



Zutaten für 4 Personen
  • 250g Couscous Instant
  • 3 Tassen Gemüsebrühe
  • 1 Zucchini
  • 2 kleine Möhren
  • 1 Paprika
  • 1 Tomate
  • 2 Lauchzwiebeln in Ringe geschnitten
  • Öl
  • Salz, Pfeffer, rote Paprika, Chili, Ajvar  

Zubereitung
  • Den Couscous in der heißen Brühe wie angegben zubereiten. 
  • Zucchini putzen in kleine Würfel schneiden. Das gleiche gilt für die Möhren, Paprika und die Tomate. Zucchini, Möhren und Paprika mit Öl anbraten und wenn sie etwas Farbe bekommen die Tomaten hinzugeben und noch etwas garen lassen.
  • Couscous und die Lauchzwiebeln unterheben und mit den Gewürzen abschmecken. 
 
Geschmacksfazit
Ich persönlich mag Couscous super gerne. Als Salat aus der Salattheke im Supermarkt oder auch von Frosta mit Rosinen. Er ist aber auch schnell selbst gemacht und ist für mich eine sättigende Beilage oder auch ein Hauptgericht. Die vegetarische Variante mag ich sehr gerne, die Kinder fanden es okay und mein Mann ebenfalls. Man muss eben Couscous mögen. Ich glaube mit Fleisch hätte es meiner Familie besser geschmeckt, aber auch so war es eine schöne Erfahrung auf die ich mich sehr gefreut hatte, weil ich so ein Couscous Fan bin. Probiert ihn einfach mal aus. 

4 von 5 Punkten 

Nachspeise - Gateaux de Bimo
Klingt irgendwie französisch, aber ist ein algerisches Konfekt. Mit einem Happs im Mund, sah es zudem sehr ansprechend aus. 
  
Zutaten für 4 Personen
  • 1 Paket Butterkekse
  • 50g Honig
  • 1 EL Butter
  • 50 g Mandeln
  • 100g Blockschokolade 

Zubereitung
  • Die Kekse in einen Beutel geben und mit der Kuchenrolle zerbröseln
  • Zusammen mit dem Honig, der Butter und den Mandeln zu einem Teig vermengen. Als Kugeln oder als Rolle formen und mit der geschmolzenen Schokolade überziehen.
  • Abkühlen lassen und ggf. in Scheiben schneiden. 

Geschmacksfazit
Das Rezept klingt lecker, so nach kalter Hund im ersten Augenblick. Da mein Mann bekanntlich auf Mandeln höchst allergisch reagiert, habe ich diese durch Haselnusskrokant ersetzt. Geht also auch. Geplant war die Kugeln zu machen und sie in Konfekt oder Muffinförmchen zu legen. Leider war mein Teig alles andere als ideal. Er klebte nur und ließ sich einfach nicht formen.Daher hab ich ihn einfach sehr stückig in die Muffinförmchen gegeben und mit der Schokolade übergossen. Sieht nicht perfekt aus, war aber lecker. Gerne wird laut Kochbar noch eine Mangocreme serviert. Ich habe ein Mangosorbet dazu gereicht. Gibt es im Supermarkt zu kaufen oder kann, wer wie ich eine Eismaschine hat auch mit Mango, Wasser, Zucker und Zitronensaft selbst hergestellt werden. Geschmacklich harmoniert beides sehr gut. 

5 von 5 Punkten


FAZIT
Damit endet meine Reise nach Algerien. Generell kann ich sagen, dass besonders der Nachtisch allen gefallen hat. Der Paprikasalat ist als Extra für einen Blattsalat nicht schlecht und das Nationalgericht ist eben etwas für echte Fans wie mich, und muss nicht unbedingt der gesamten Familie schmecken. Auf jeden Fall habe ich mich sehr gefreut das Land kulinarisch etwas besser kennen zu lernen und an meiner Bewertung könnt ihr ja sehen, dass wir zumindest das eine oder andere Rezept für die Zukunft im Kopf behalten werden.

 

Broken - Der Moment, in dem du fällst • Tabitha Suzuma

Ihr mögt Sport, Olympia und habt Lust auf etwas Drama, Liebe und kein Happy End? Dann könnte das nachfolgende Buch etwas für euch sein. Ja, ich weiß, ihr wollt gar nicht wissen wie es ausgeht, da aber viele Menschen ein Happy End brauchen, wollte ich nur schon einmal darauf hinweisen, dass ihr es hier nicht bekommt. 


==ooo DAS COVER ooo==
Wasser, ein Springer – passt in meinen Augen sehr gut.

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Matheo – Sportler, Olympia Anwärter, dunkles Geheimnis
Lola – Seit Jahren seine Freundin

==ooo INHALT IN EIGENEN WORTEN ooo==
Matheo ist Sportler mit Leib und Seele. Seit Jahren ist er Turmspringer und hat die Möglichkeit mit seinen Sprüngen vom 10m Brett bald bei Olympia sein Glück zu versuchen. Seine Freundin Lola steht immer voll und ganz hinter ihm. Doch dann passiert bei einem Wettkampf etwas, das sein Leben komplett verändert. Es ist so schlimm, dass es Matheo einfach nicht gelingen will, darüber zu reden. Stattdessen verändert er sich komplett. Er zieht sich zurück, wird gewalttätig und hat immer wieder kleinere Ausraster. Erst als er damit schon fast seine Beziehung verliert, traut er sich seiner Freundin die Wahrheit zu sagen. Für sie bricht eine Welt zusammen und kann nicht glauben, dass Matheo die Wahrheit sagt. Es kommt zu einem tödlichen Showdown.

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Ich habe mich unglaublich auf das Buch gefreut, als es bei Facebook in einer Gruppe hieß, wir dürfen es alle rezensieren. Als es da war, habe ich mich sofort ans Lesen gemacht. Ich selbst habe in meiner Kindheit mit dem Schwimmen angefangen, und hätte sicherlich auch weit kommen können, wie meine Trainer gesagt haben, aber ich war nicht der Leistungsdruck-Typ.

Irgendwas ist mit Matheo passiert und der Leser möchte eigentlich von der ersten Sekunde an wissen, was es ist, das ihn so aus der Bahn bringt. Somit ist der Einstieg in die Geschichte sehr gut gelungen, und auch die Figuren sind sehr authentisch und bindend. Matheo mit dem Wunsch zu siegen, seine Freundin, die Angst hat und ihn trotzdem immer unterstützt, seine Eltern die nur den Sieg und ihre Arbeit im Kopf haben, der lockere Schwiegervater. Sie sind alle gut und individuell gestaltet, sodass man nicht das Gefühl einer konstruierten Geschichte hat.

Irgendwann kommt jedoch der Punkt, wo man erkennt, was vielleicht passiert ist und ab dann wird Matheos Selbstzweifel, sein Hass, seine Wut noch greifbarer, aber irgendwann leider Gottes auch nervig. Ich weiß nicht, wie ich selbst in einer solchen Situation reagiert hätte und mit Sicherheit kann man auch sagen, dass diese Umsetzung nahe an der Realität ist, denn niemand spricht gerne über solche Dinge, aber diese Qual hätte eben auch gut 100 Seiten weniger sein können, ohne dabei etwas an ihrer guten Umsetzung zu verlieren.

Auch ich hatte oft das Gefühl gerne mal einige Seiten zu überspringen, was ich nicht gemacht habe, aber am Ende hätte gerne tun können, da sie nichts neues enthielten, abgesehen von den Ängsten und Zweifeln von Matheo. Wie gesagt, ich verstehe es, und für die Beteiligten ist es ein so langer Kampf, wenn nicht sogar noch länger. Aber man kann als Autor auch auf Seiten verzichten, wenn man mit weniger Wörtern das gleiche Ergebnis einfangen kann, und das hätte die Autorin in meinen Augen problemlos geschafft.

Highlight, wenn man das so nennen kann ist der Schluss, denn damit habe ich in der Tat nicht gerechnet und er hat mich sogar etwas traurig gemacht.

FAZIT: Das Buch ist etwas in die Länge gezogen, und könnte daher etwas nerven. Abgesehen davon ist es wirklich so, dass das Buch ungemein Spaß macht, weil es so authentisch umgesetzt wurde. Nicht nur im Sportbereich, sondern auch das andere Hauptthema, welches ich nun nicht vorwegnehmen möchte, auch wenn man es erahnen kann. Hier hat die Autorin wirklich ein gutes Händchen bewiesen und ich kann das Buch daher sehr ans Herz legen.

NIVEA - Figurformende Leggins

Schon letztes Jahr durften wir aus dem Hause Nivea die neuen Q10 Produkte in Form von Unterhosen testen. Der Test ist bei mir mit gemischten Gefühlen ausgelaufen. Ich fand es einfach zu teuer, dafür, dass im Grunde irgendwann die Funktionaltiät nicht mehr gewährleistet ist, weil die Stoffe aufgebraucht sind. Dann gab es zwar immer noch eine tolle, bequeme Unterhose, aber die bekomme ich für weniger Geld in der gleichen Qualität. Nun hat sich Nivea an Leggins herangetraut. Auch hier wird auf das Straffungsprinzip gesetzt. Das ganze soll durch eingearbeitete Mikrokapseln mit Q10, Mandelöl und Aloe Vera erreicht werden.


PREIS
Den Shorty gibt es in S/M, sowie L/XL und kostet zum Beispiel bei Famila 29€.

DIE LEGGINS
Ich beneide Frauen, die nach jedem Kind noch genauso aussehen wie vorher und das auch ohne OP, aber bei mir ist das nicht der Fall. Dellen, Schwangerschaftsstreifen und ein kleiner Bauchansatz bleiben immer zurück. Ich trage daher gerne Kleidung, die etwas strafft und stützt. Zur Zeit ist das jedoch nicht möglich, denn ich bin schwanger und viele Frauen werden bestätigen, dass der Bauch etwas mehr Platz braucht und nicht eingeengt werden mag. Daher muss ich bei diesem Test etwas schummeln und mich auf die Erfahrungen mit den Shortys beziehen, und kann nur zur Qualität und Co etwas sagen. 

Auch hier lässt sich sofort sagen, die Produkte fallen sehr klein aus. Klar, sie sollen eng anliegen, aber S/M, ist glaube ich eher XS. Ich habe M und das wäre verdammt eng. Die Leggings dehnt sich zwar vom Material her wie die Shorty, aber man muss sich am Abend schon herausschälen. Dafür merkt man schon beim über den Arm streifen, das das Produkt durch den engen Hautkontakt sehr gut stützt. Oben ist das Gummi genug dehnbar, sodass mit Sicherheit wie bei den Shortys nichts eingeschnürt wird. Zudem riechen sie genauso wie die Shortys, nämlich nach Nivea

Dehnt man den Stoff nun etwas, dann sieht man, das die Leggins tagsüber eher unter der normalen Hose getragen werden sollte, denn sie ist eher wie eine Strumpfhose und leider sehr kurz. Ich bin mit 165cm eher klein und bei mir ist sie trotzdem etwas über dem Knöchel, selbst wenn man es nur anhält. Angezogen kann sich das ganze zwar noch etwas dehnen, aber mit Sicherheit nicht viel. Gerade am  Hintern ist es schon sehr durchsichtig, wenn man nur etwas an der Breite ändert, da hätte der Stoff deutlich verdickt sein können. 

TRAGEERFAHRUNGEN MIT DEM SHORTY
Getragen werden soll er mindestens sechs Stunden am Tag. Idealerweise tagsüber und am Abend sexy Unterwäsche, wenn man verabredet ist. Der Shorty sorgt zumindest bei mir für eine ansprechendere Silhouette. Es hängt nichts mehr und die Hosen passen besser. Ich würde sagen 1/2 Kleidergröße bei Hosen sind schon weniger. Aber nicht nur das fällt auf. Ich finde, dass die Haut schon nach den ersten sechs Stunden überraschend weich wirkt. Ich würde sogar sagen, so zart wie ein Babypopo.  Cellulite wirkt schon nach 2-3 Tagen weniger. Es ist wirklich so, als wenn man die Füße am Abend in Öl badet, im Anschluss dick eincremt und mit dicken Socken die Nacht über alles einwirken lässt. Das Ergebnis kann überzeugen.

Eigentlich hört sich das klasse an, ABER: Damit die Pflegestoffe an die Haut kommen, darf natürlich keine zweite Unterhose getragen werden. Außer man trägt einen Tanga. Daraus erfolgt die Tatsache, dass die Hose eben täglich gewaschen werden muss, außer euch fällt eine andere hygienische Lösung ein. Allerdings habe ich dann nach dem zwölften Tragen gemerkt, dass die anfängliche Euphorie einen Dämpfer bekommt, denn die Pflegekugeln brauchen sich schließlich auf und das wird beim Waschen sicherlich unterstützt. Zumindest fühlte sich die Haut nicht mehr ganz so babyweich an. Komplett ohne Pflegegefühl waren die Shortys nach 26 Waschgängen. Danach können sie noch als Shapeware getragen werden und vielleicht kann man einfach die Creme so auftragen und einmassieren lassieren, aber ich finde 19€ für knapp einen Monat etwas teuer. 


ZUSÄTZLICH
Zusätzlich gibt es noch das Öl, was direkt auf die Haut aufgetragen werden kann. Damit kann die Hose zumindest etwas länger einen pflegenden Effekt in die Haut einarbeiten, aber es ist ja nicht so, dass diese Kugeln dann noch da sind. Das Öl riecht gut, und eigentlich ist es eine nette Kombination, auf die ich mich ganz ehrlich nach der Schwangerschaft  sehr freue. 

*Damit alles seine Ordnung hat. Es handelt sich um ein kostenfreies Testprodukt. Diese Tatsache hat keinen Einfluss auf meine Bewertung. 

Ich wünsch dir ein glückliches • Jacky Dreksler

So, wie wohl jeder Bücherjunkie, bekomme auch ich regelmäßig das Programmheft der Verlage. Darin stöbere ich und finde immer wieder tolle Bücher, die mich interessieren. Diesmal hab ich mich beim DuMont Verlag für folgende Biographie ganz doll interessiert. Einfach weil meine Mutter den Zweiten Weltkrieg erlebt hat, und weil ich weiß, dass wir gerne solche Geschichten lesen, wenn auch aus anderen Gründen. Doch wie hat mir das Buch nun gefallen. 


==ooo DER ERSTE EINDRUCKooo==
Das Buch zeigt eine Mutter und einen Sohn. Authentischer geht es nicht. Es fehlt der magische Moment, wo ich als Leser sage, das hätte ich im Buchladen sofort zur Hand genommen, aber ein besseres Cover hätte ich mir nicht wünschen können.

==ooo WORUM GEHT ES IN DEM BUCH ooo==
Zwei Ghettos und zwei Konzentrationslager liegen 1945 hinter der polnischen Jüdin Fela Dreksler. Eine Leidensgeschichte, die auch nach Kriegsende noch nicht vorbei ist. Denn nur zwei Monate nach ihrer Befreiung wird Fela von einer anderen ehemaligen KZ-Insassin zu Unrecht denunziert. Sie soll in Auschwitz Mitgefangene misshandelt haben.

Im Gefängnis bekommt Fela einen Sohn, Jacky, – und endlich Hilfe. Die Gefängniswärterin Claire Stahl nimmt sich ihrer an und erreicht schließlich, dass Fela aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes begnadigt wird. Jacky und Fela ziehen zu ihrer Retterin. Doch schon früh ahnt der kleine Jacky, dass das Motivfür Frau Stahls Hilfsbereitschaft alles andere als reine Nächstenliebe ist. Hinter der Maske der aufopferungsvollen Helferin verbirgt sich eine glühende Nationalsozialistin.

Als Jacky neun Jahre alt ist, stirbt seine Mutter und hinterlässt einen Sohn, der nicht viel anderes kennt als Leid, Ausgrenzung, Lügen und Unterdrückung. In seinem Buch erzählt er, wie es ihm trotzdem gelang, ein erfolgreicher Mann und glücklicher Familienvater zu werden. Und wie sehr ihm das bemerkenswerte Credo seiner Mutter dabei half: »Du musst versuchen, glücklich zu sein. Egal, was kommt. Du musst es wollen. Mehr als alles andere.« (Quelle: Klappentext)

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
„Ich wünsch dir ein glückliches Leben“ ist kein Buch, das man in einem Zug lesen kann. Es ist harter Tobak, und dementsprechend habe ich auch länger benötigt, als ich sonst für ähnliche Literatur benötige.

Die Geschichte von Jacky und seiner Mutter ist alles andere als außergewöhnlich, denn im Grunde hat viele Menschen früher ein ähnliches Schicksal erlitten, nur wenige schreiben darüber. Die Art und Weise wie Jacky all die Geschehnisse in Worte fassen ist teilweise fast nüchtern und dadurch eher erschreckend. Obwohl die emotionale Basis fehlt, leidet man mit den Menschen und möchte sie einfach nur in den Arm nehmen.

Am Anfang muss ich sagen, dass mich der Stil etwas geärgert hat. Geärgert im Sinne von, es viel mir verdammt schwer mich mit ihm anzufreunden, weil ich persönlich etwas anderes erwartet hatte. Aber es kommt der Punkt, zumindest war es bei mir der Fall, wo man sich einfach nur in das Buch verliebt und es sehr bereut hätte, wenn man es einfach abgebrochen hätte.

FAZIT: Kein leichter Kampf, aber einer der sich lohnt.

Den Himmel gibt's echt / Todd Burpo

Es ist wohl das Buch des Jahres. Zumindest wird es gelesen, als gäbe es kein Morgen. Und obwohl ich eigentlich viele Neuerscheinungen auf dem Radar habe, ist das Buch tatsächlich an mir vorbeigegangen. Nur durch meine liebe Mama, die das Buch natürlich lesen musste, habe ich davon erfahren. Kommen wir aber nun zum Buch und der Frage „Unglaublich, erstaunlich oder der Versuch eines Pastors Gläubige zu finden?“.


== OPTK ==
Das Cover ist leuchtend Gelb und darauf ist ein süßer Junge abgebildet. Es passt, wobei ich mir eine Zeichnung gewünscht hätte, wo Colton zum Beispiel den Himmel gemalt hat.

== FIGUREN ==
Todd – Pastor und Vater
Colton – 3 Jahre alt, kurzzeitig tot

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: USA
Zeit: 2000er

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Todd fühlt sich schon als Junge zu Gott berufen und wird Pastor, obwohl er damit nicht reich wird, und sogar einen zweiten Job annehmen muss. Er findet seine große Liebe, heiratet, sie bekommen eine wunderschöne Tochter und damit beginnt dann eine Zeit der Unglücke. Erst verliert seine Frau ihr zweites Baby und mit Coltons Geburt scheint alles wieder ins Lot gekommen zu sein. Doch dann bricht sich Todd das Bein, es wird Krebs diagnostiziert und dann wird Colton plötzlich krank. Am Anfang gehen die Ärzte von einer Magen-Darm-Grippe aus, doch keine Behandlung schlägt an. Der Junge ist mehr tot als lebendig, als er in ein anderes Krankenhaus kommt und diese erkennen, dass er schon vor fünf Tagen einen geplatzten Blinddarm hatte. Er schwebt buchstäblich in Lebensgefahr und ist eigentlich schon mit einem Bein im Grab. Todd und auch die gesamte Gemeinde beten, während Colton operiert wird. Er überlebt und alle sind glücklich. Die Unglückssträhne ist vorbei und Colton geht es von Tag zu Tag besser. Und dann erzählt er seinem Vater, dass er bei Jesus auf dem Schoß gesessen hat. Mit Fragen, Fangfragen und anderen Ideen versucht Todd herauszufinden, was sein Sohn wirklich gesehen hat und ob seine Geschichte stimmen kann. War Colton wirklich, wenn auch nur für wenige Sekunden tot und bei Gott im Himmel?

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Den Himmel gibt’s echt“ ist ein Buch, dass Menschen Hoffnung gibt. Wer fragt sich nicht, was nach dem Tod kommt und immer wieder berichten Menschen, die kurz Tod waren von einem göttlichen Erlebnis. Und wäre es nicht schön, all die irdischen Schwächen und Laster zurückzulassen und in einem völlig gesunden Körper wiedergeboren zu werden. Was aber nach dem Tod ist, weiß niemand zu 100%.

Todd Burpo und seine Co-Autorin haben wirklich ein schönes Buch geschrieben, welches sich unglaublich leicht lesen lässt. Alle Inhalte werden biblisch belegt und sollen zeigen, dass das, was Colton gesehen hat, sich irgendwo mit der Bibel beweisen / belegen lässt. Es ist eine zauberhafte Geschichte, und gerade als Mama, eines Sohnes, der zur Zeit so alt ist wie Colton damals, berührt es mich natürlich sehr.

Vorab möchte ich gleich sagen, dass meine Mutter sehr religiös ist und ich auch an Gott glaube. Trotzdem gehe ich nicht in die Kirche und habe auch einige Zweifel. Vielleicht halten mich einige nun verrückt, aber mein größter Zweifel wird durch die lieben Dinosaurier hervorgerufen. Ja, ich bin verrückt. Sie haben nun einmal existiert, werden aber nie auch nur in der Bibel erwähnt. Gott hat die Welt erschaffen, vielleicht haben sie da gelebt, bevor er fertig wurde. Aber heißt es nicht für ihn sind 1000 Jahre, wie ein Tag und lebten die Dinos nicht viel länger? Außerdem warum hätte Gott die Dinos dann aussterben lassen sollen, denn er liebt ja Tiere und im Paradies hätten sie ja auch gut leben können, und hätten sie am Anfang existiert, hätte nicht einer von diesen Langhälsen zum Beispiel gesprochen? Solange mir das nicht plausibel erklärt werden kann, werde ich wohl immer Zweifeln.

Und genau deswegen sehe ich das Buch auf der einen Seite als, ja es ist vielleicht möglich und bitte lass es so sein, weil es eine wirklich schöne Vorstellung ist, aber auf der anderen Seite zweifle ich auch an dem Buch. Warum? Als Sohn eines Pastors lernt man genug über die Bibel, Kinder schnappen eh mehr auf, als es den Eltern lieb ist. So kann mein 3jähriger Sohn Begriffe, die er mal aufgeschnappt hat, punktgenau benutzen. Vieles kann ein kleiner Junge also aufgeschnappt haben, wenn er seinen Eltern zuhört oder in der Kirche. Hinzukommt für mich die Frage, warum er alles so stückchenweise erzählt. Statt genau zu erzählen, kommt er viel später zum Beispiel mit seiner Schwester an. Das wäre so mit das erste was ich gefragt hätte, zumal er ja später sogar wegen ihr weint. Nun gut, Kinder haben vieles im Kopf, vergessen und verlegen es zeitweilig, wie ich es auch bei meinem Sohn kenne.

Warum hat er aber alles erlebt, obwohl er laut Ärzten nicht mal für eine Sekunde tot war, oder haben es die Ärzte deswegen nicht mitbekommen? Und warum hat der Vater nicht mehr überprüft? Würde mir mein Sohn sagen er war tot und im Himmel, würde mir Namen erzählen, dann wäre ich im Zeitalter von Google am Laptop und würde gucken. 10-20 Namen überprüfen. So wie es der eigenen Mutter gut ging, als sie hörte, dass sich ihre Tochter auf sie freut, würde sich doch auch eine andere  Mutter vielleicht freuen. Wobei ich mich eh frage, wie kann es sein, dass der Opa in der Blüte seiner Jahre erscheint, die tote Schwester als Kind? Warum sind nicht alle in der Blüte ihres Lebens?

Es gibt Sachen, wo man merkt, dass der Vater versucht Fangfragen zu stellen, und manche Antworten hätte ich als normaler Gläubiger nicht aus dem FF gewusst, sodass ich mich schon frage, ob ein 3-4 Jahre altes Kind wirklich alles so behalten kann. Ich muss ehrlich sagen, es wäre wirklich schön, wenn es so ist, und ich glaube schon daran, aber ich könnte noch mehr glauben, wenn meine Zweifel eben weg wären zum Beispiel mit den Dinos.

Also alles in allem ein Buch, das Hoffnung weckt, Hoffnung stärkt, aber auch Zweifler aufblühen lässt. 



Neugierig geworden? Dann gibt es in der Alpha Alpha Buchhandlung genau die richtigen Werke für euch. Es ist eine große, christliche Buchhandlung, mit einer echt tollen Auswahl an Werken.

== BUCHFAKTEN ==
Autor: Todd Burpo
Titel:  Den Himmel gibt's echt
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: SCM Hänssler; Auflage: 15., Aufl. (9. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3775152784
ISBN-13: 978-3775152785
Originaltitel: Heaven is for real
Preis: € 14,95
Genre: Biographie, Religion
Gelesen in: 2 Stunden

Blogtour Herz verloren, Glück gefunden

Hallo und herzlich willkommen zu meiner aktuellen Blogtour. Wir durften das Buch "Herz verloren, Glück gefunden" für euch lesen. Ich habe mich darüber super doll gefreut, weil das Buch teilweise in meiner Heimatstadt Hamburg spielt. Lange hab ich überlegt, welches Thema ich nutzen könnte. Midlife Crisis, Hüttengaudi oder Hamburg, und entschieden habe ich mich für Hamburg. Ich denke, wenn man 25 Jahre in einer Stadt mehr oder weniger aufwächst, zur Schule geht und lebt, dann ist man ein guter Tipp-Geber.


KULINARISCH
Hamburg hat natürlich viele kulinarische Highlights, wie zum Beispiel ein Achterbahnrestaurant, die beste Paella in Deutschland und vieles mehr. Es gibt aber eine Möglichkeit Hamburg geschichtlich und kulinarisch kennenzulernen, und zwar gibt es Touren, die sich "Eat the World" schimpfen. Verschiedene Stadtteile, Tourguides mit viel Wissen und leckere Lokalitäten. Ich selbst habe einmal an der Tour in St. Pauli teilnehmen dürfen und fand, dass sogar eine Hamburger Deern noch einiges lernen kann, und es viele Lokale gibt, die man so nie besucht hätte. Falls ihr euch für eine kleinen Live-Eindruck interessiert, klickt einfach die Überschrift an, dann kommt ihr auf meinen Testbericht hierzu. 


SEHENSWÜRDIGKEITEN
Sehenswürdigkeiten gibt es mit Sicherheit viele, und ich werde sicherlich vieles vergessen. Fangen wir mit dem Hamburger Hafen an. Bei schönem Wetter lohnt sich immer eine Fahrt mit einer Barkasse. Die Touren sind von klein bis groß vertreten und auf jeden Fall echt schön, sofern man nichts gegen ein paar Wellen hat. Der Hamburger Kiez ist für Party-Fans Pflicht, aber auch sonst lohnt sich ein Gang über die Reeperbahn. Sex-Shops, tolle Clubs und mit Sicherheit viel zu sehen. Planten un Blomen ist ein Park recht zentral. Er ist in der Nähe der Messehallen und im Sommer unglaublich schön angelegt mit Wasserspielen, XXL Spielplatz, Teehaus und anderen tollen Dingen. Als Kind war ich dort ständig und auch jetzt bin ich gerne dort, weil es sehr entspannend ist. Der Hamburger Michel und ein paar Museen dürfen natürlich nicht vergessen werden, aber ich muss gestehen, ich kenne sie nur von außen. *Lach* 

ATTRAKTIVITÄTEN
Ich pack das einfach mal hier rein. Das Miniatur Wunderland ist für Groß und Klein ein wahrer Magnet. Es liegt in der Hafen City, ist gut zu erreichen und die Leute haben sich echt Mühe gegeben. Leider ist es immer so voll, dass man schon fast drängeln muss. Nebenan ist direkt der Hamburger Dungeon, wo man noch etwas mehr Sphaben kann. Es ist gruselig, aber sicherlich lernt man viel über Hamburgs Geschichte. Und wer mag, hier war ich nämlich schon, der kann im Anschluss noch ins Gewürzmuseum.

FUNATTRAKTIONEN
Einige Spaß-Attraktionen gibt es auch. Damit meine ich jetzt keine Indoorspielplätze oder Minigolf, das gibt es auch, sondern eher die Sachen, für die man sogar etwas weiter anreist. Zum Beispiel haben wir 3 Mal im Jahr den Hamburger DOM. Unser Volksfest und immer einen Besuch wert. Viele Karussels, Bierzelte, Fressbuden und ein XXL Riesenrad. Dazu kommen noch einmal im  Jahr der Hamburger Hafen Geburtstag mit vielen Bands und Attraktionen, das Alstervergnügen oder den Schlager Moove.


Das sind natürlich nur Kleinigkeiten, die Hamburg ausmachen. Ich hoffe, ihr habt einen schönen Eindruck bekommen und somit auch Lust auf das Buch