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Das Vermächtnis des Vaters / Jeffrey Archer


Es geht endlich weiter. Während einige von euch sicherlich länger auf die Fortsetzung gewartet haben, habe ich mich erst an die Reihe gewagt, nachdem Band 2 schon erhältlich und in meinem Besitz war. Obwohl mir der erste Teil nicht zu 100% gefallen hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es weiter geht. 




==ooo AUTORENPORTRAIT ooo==
Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos Die Clifton-Saga stürmte die englischen und amerikanischen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheirat, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge. (Quelle: amazon.de)

==ooo DAS COVER ooo==
Das Cover ist Orange und zeigt ein Paar auf einem Schiff, dass in New York ankommt, was man an der Freiheitsstatue erkennt. Echt sehr schön und passend.

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Harry – Will am Hafen arbeiten, mag die Schule nicht und kann wunderbar singen
Giles – Mitschüler von Harry, aber Erbe einer Schiffarts-Dynastie
Emma – Giles Schwester

==ooo INHALTLICHE FAKTEN ooo==
Ort: England / USA
Zeit: 1930er
Perspektive: Wechselnde Perspektivel
Alter der Figuren: 20er

==ooo AUSGEWÄHLTES ZITAT ooo==
»Mein Name ist Harry Clifton.« »Klar. Und ich bin Babe Ruth«, sagte Detective Kolowski und
zündete sich eine Zigarette an. »Nein«, sagte Harry, »Sie verstehen nicht. Das alles ist ein
schrecklicher Irrtum. Ich bin Harry Clifton, ein Engländer aus Bristol. Ich habe auf demselben Schiff gearbeitet wie Tom Bradshaw.« (Zitat S. 9)

==ooo INHALT ZITIERTER KLAPPENTEXT ooo==
Harry Clifton, aufgewachsen bei den Hafendocks in Bristol, und Giles Barrington, Nachkömmling einer großen Schifffahrt-Dynastie, verbindet seit ihrer Jugend eine tiefe Freundschaft. Aus der Enge des Arbeitermilieus hat Harry es auf eine Eliteschule geschafft und steht als junger Mann jetzt an der Seite seiner großen Liebe Emma, der Schwester von Giles. Mit dem Eintritt Englands in den Zweiten Weltkrieg 1939 werden die Schicksale beider Familien erschüttert. Giles gerät in Kriegsgefangenschaft und Harry verschlägt es von Bristol nach New York, wo er eines Mordes angeklagt und verhaftet wird. Emma, macht sich auf, um den Mann zu retten, den sie liebt ...

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Nach der Empfehlung meiner Mutter hatte ich mich schon sehr auf den ersten Band gefreut. Wurde jedoch leicht enttäuscht. Klischees über Klischees, langatmig, der eine oder andere Kopfschüttler und lediglich der Cliffhanger hat Lust auf die Fortsetzung gemacht. Wer möchte nicht wissen, was mit Harry passiert ist, der nach der Einreise in die USA mit einem falschen Namen verhaftet wird.

Da ich das Buch direkt im Anschluss gelesen hatte, war ich noch mitten in der Geschichte, aber man wird auch mit einer Pause wieder gut in die Geschichte kommen. Figuren, aber auch Situationen waren sofort wieder präsent, auch laut meiner Mutter, die den vorherigen Band schon im Sommer gelesen hat. Ich hatte sogar das Gefühl, dass Archer alle Bände in einem Stück geschrieben hat, und nur an passenden Cliffhangern geteilt hat.

Das Gefühl lässt aber schon nach gut 100 Seiten nach. Während sich der erste Band noch halbwegs normal lesen ließ, und lediglich durch einige Sprünge in der Perspektive etwas langatmig erschien, ist es hier schlimmer. Hier ist es offensichtlich langatmig, denn immer wieder springt der Autor nicht nur in der Zeit und Perspektive, sondern lässt den Leser viele Situationen eben durch die verschiedenen Augen betrachten. Bis auf Gedanken und Emotionen, die eben neu sind, ist dies einfach nervig. Zudem habe ich das Gefühl gehabt, dass viele Probleme einfach mit einem Übergang gelöst wurden. Statt auf Wiederholungen in anderen Perspektiven, wäre hier vielleicht die eine oder andere Erklärung besser gewesen, wie zum Beispiel der verwundete Harry in den Schoß seiner Familie kommt. Ich mag es, wenn nicht alles immer extrem lang geschildert wird, aber grundlegende Dinge sollten nicht der Fantasie des Lesers überlassen werden, und schon gar nicht, wenn andere Bereiche wiederholt aufgewärmt werden.

Was ich auch schade fand, ist die Tatsache, dass Harry, der ja in Band 1 eine tragende Rolle spielt und im Grunde auch der Saga seinen Namen verleiht, hier nur sehr wenig vorkommt. Randfiguren dominieren, genauso wie wichtige Nebenfiguren. Alles was nicht benötigt wird, entfernt der Autor irgendwann durch tot.

Ich habe das Buch innerhalb von wenigen Tagen gelesen und fand manche Entwicklungen wirklich sehr schön und interessant, aber ich muss ehrlich sagen, der Schuss ging für mich persönlich nach hinten los. Ich war einfach zu oft genervt, und sogar meine Mutter, die den ersten Teil so toll fand, hat am Ende gesagt, dass der Autor stark nachgelassen hat bei der Fortsetzung.

Highlight ist aber mal wieder der Schluss. Cliffhanger, der deutlich macht, dass der Autor das Buch einfach mittendrin an einer spannenden Stelle abgebrochen hat. Ich habe nichts gegen Cliffhanger. Aber wenn man das Gefühl bekommt, dass der Autor extra ganz viele langatmige Perspektiven einführt, immer wieder etwas wiederholt, und dann mitten in der Geschichte abbricht, dann nervt das. Im Grunde hätte er die Geschichte um Harry in ein Buch packen können. Mich reizt der Cliffhanger nun nicht mehr, um auch noch den dritten Band zu lesen.

FAZIT: „Das Vermächtnis des Vaters“ ist ein nahtloser Übergang zum ersten Teil, der dennoch so anders ist und nicht mehr viel mit Harry dem Namensgeber der Saga zu tun hat. Wiederholungen, Längen und ein erneuter Abbruch mitten in der Handlung als Cliffhanger, haben mich ehrlich gesagt enttäuscht.


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