Wie Energydrinks auf unseren Körper wirken

Donnerstag, Juni 23, 2016 0 Comments A+ a-

Energiedrinks sind heutzutage kaum mehr weg zu denken und verleihen, zumindest, wenn man der Werbung Glauben schenken darf,  Flügel. Warum sind sie aber bei Groß und Klein so beliebt, und welche Hauptzutaten helfen dem Körper wirklich?


von Schwimmern bis zum Rugbyspielen

Neueste wissenschaftliche Studien konnten bislang lediglich bei zwei der Inhaltsstoffe belegen,  dass sie für einen schnellen Energieschub nach dem Konsum eines Energydrinks verantwortlich sind: Koffein und Zucker. Eine typische Dose enthält nämlich rund 80 Milligramm Koffein, was in etwa einer Tasse Kaffee entspricht, und 27,5 Gramm Zucker (ein Cola-Dose hat im Vergleich 35 Gramm).     

Während Limonaden sich lediglich aus Wasser, Zucker und Geschmacksmittel zusammensetzen, keine positiven Wirkungen auf den Körper haben und „nur“ gut schmecken sollen, enthalten Energydrinks jede  Menge zusätzlicher Inhaltsstoffe, welche nach eigenen Angaben, dem Körper Auftrieb sowie Power, und dadurch, bei der sportlichen Betätigung den entscheidenden Wettbewerbsvorteil geben sollen.  Angepriesen werden sie zumeist als Energiespender für Sportler von Schwimmern bis zum Rugbyspielen und für Studenten oder generell Leistungsträger, die das gewisse Etwas im täglichen Wettbewerb suchen.  

Bevor sie aber bei uns im Westen beliebt wurden, waren Energydrinks schon seit den 60er Jahren in Asien bekannt, wo 1962 unter dem Namen Lipotivan D zum ersten Mal ein solches Getränk auf den Markt kam.  Interessanterweise enthielt es, so wie Red Bull auch, Taurin und zielte darauf ab, die Konzentrationsfähigkeit bei japanischen Workaholics auch nach 15 oder mehr Arbeitsstunden hochzuhalten. 

Bei einem Asien-Trip auf den Geschmack gekommen, brachte der österreichische Geschäftsmann Dieter Mateschitz eine leicht abgeänderte Version des in Asien äußerst beliebten Energydrinks nach Europa und der Rest ist seit dem wohl Geschichte.

Neben den weiter oben erwähnten Inhaltsstoffen Koffein und Zucker enthalten die meisten Energydrinks aber noch eine Reihe anderer Zutaten, welche zusätzlich leistungssteigernd wirken sollten:

  • a) Taurine: Hierbei handelt es sich um eine Aminosäure, welche auch vom Körper selber produziert wird und den Herzschlag sowie die Muskelkontraktion reguliert.
  • b) Ginseng: Soll angeblich dabei behilflich sein Stress abzubauen und die Konzentration zu erhöhen. Beides Eigenschaften, die im Sport einen enormen Wettbewerbsvorteil darstellen können. 
  • c) Guarana: Natürlicher Wachmacher, welcher von einer aus Brasilien stammenden Pflanzenart stammt. 
  • d) Kreatine: Weitere Aminosäure, welche bei Wirbeltieren wie dem Menschen zur besseren Versorgung der Muskeln mit Energie beiträgt.
  • e) Inosit: Trägt den Trivialnamen „Muskelzucker“ und wirkt bei Mikroorganismen als Wachstumsfaktor. Eine ähnliche Wirkung ist auch beim Menschen nicht unwahrscheinlich. 
  • f) Ephedrin: Hat eine euphorisierende und aphrodisierende Wirkung und soll die körperliche Leistungsfähigkeit steigern helfen.


Obwohl die Wissenschaftler bislang erst die kurzfristige Wirkung von Koffein und Zucker auf die körperliche Leistungsfähigkeit nachweisen konnten, erscheint es unwahrscheinlich, dass Millionen von Konsumenten rund um den Globus derartig irren könnten. Es ist schon viel eher davon auszugehen, wie so oft in der Geschichte, dass die Wissenschaft erst nach jahrelangen Studien in der Lage sein wird, die genaue leistungsfördernde Wirkungsweise vieler dieser natürlichen Inhaltsstoffe richtig zu deuten. 


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