Blaupunkt Travelpilot 53 im Test

Donnerstag, Juli 28, 2016 1 Comments A+ a-

Ein Navigationssystem braucht man heute eigentlich nicht mehr unbedingt. Viele Autos haben schon eins fest installiert und es gibt auch so viele tolle Apps fürs Smartphone, sodass es eigentlich unnötig ist. Trotzdem gibt es viele Nutzer, die nicht ohne separates Navigationssystem können. Darunter zum Beispiel mein Vater, der einfach zu alt und zu geizig ist für ein festes oder für ein Smartphone.


In unserem Auto haben wir ein festes System integriert und ich liebe es, aber wenn mein Mann beruflich unterwegs ist, benötigt er doch noch ein extra Navi, und genau hier haben wir dieses Modell von Blaupunkt testen dürfen. 

ERFAHRUNGEN
Navis sind schön und praktisch, aber ärgern den Nutzer gerne einmal. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich mit meinem ersten TomTom zu meinen Eltern fahren wollte, und ich mitten auf der unbekannten Strecke plötzlich gesagt bekam, ich befände mich auf einem riesigen Feld. Selbst nach 10km und einigen Ortschaften, wo ich dann nach gut Glück gefahren bin, wurde mir nicht angezeigt, wo ich mich befinde. In der Zwischenzeit hat sich dann doch einiges getan.

Auspacken und dann heißt es erst einmal einrichten und alles einstellen. Die Inbetriebnahme samt neuestem Stand hat bei uns rund 30 Minuten gedauert. Wenn ihr das Navi startet, dauert es rund 40-50 Sekunden, bis das Navi wirklich einsatzbereit ist und auf Befehle bzw. Eingaben reagiert. Es ist alles übersichtlich gestaltet und man kann das Display sehr gut ablesen. Selbst, wenn man wie ich extrem kurzsichtig ist. 

Bevor es nun richtig los geht, muss die Halterung mittels Saugnapf an der Frontscheibe befestigt werden. Sie hält jetzt im Sommer sehr gut, auch wenn es richtig warm ist oder die Klimaanlage an ist. Das Gerät wird in die Halterung geklickt und das funktioniert sehr gut. Das Navi hält dort im Übrigen sehr stabil.

Kommen wir zur Zieleingabe. Sie könnte etwas schneller sein und auch Vorschläge enthalten, wenn man zum Beispiel ein viel früher besuchtes Ziel eingibt, aber eigentlich ist die Eingabe relativ schnell. Positiv fällt auf, dass die Buchstaben zumindest weniger werden und somit nur noch die wirklich möglichen Buchstaben bei Straßennamen und Orten angezeigt werden. Somit gibt es zumindest eine kleine Unterstützung. 

Für die erste Fahrt empfiehlt sich stets ein Ziel das man kennt. Wir haben uns einfach zu unserem Lieblingsrestaurant auf den Weg gemacht und sind bewusst mehrfach anders gefahren. Während andere Navis hier wirklich sehr lange „Bitte wenden“ anzeigen, rechnet er das innerhalb von wenigen Sekunden um, schließlich hätte man den Fehler bemerkt und wäre umgedreht, wenn man das wirklich gewollt hätte. Die Ansagen sind klar und verständlich, könnten aber eindeutig lauter sein, gerade wenn das Navi zum Beispiel in einem Transporter eingesetzt wird, wo die Geräuschkulisse nun einmal etwas höher ist. Abbiegen und andere Informationen werden deutlich angezeigt, die Karte ist aber in 2D und es gibt nicht sooo die tollen Variationen, wie wir es zum Beispiel mit unserem festen Navi kennen. Damit meine ich sehr detaillierte Bilder zum Beispiel von Kreuzungen. 3D ist also eher nebensächlich.TCM gibt es nicht oder funktioniert nicht wirklich, denn mein Mann hätte schon öfters im Stau gestanden, wenn er nicht im Vergleich noch seine Handy-App genutzt hätte. 

Ans Ziel sind wir bis jetzt immer gekommen oder besser gesagt mein Mann, aber nicht immer immer bietet das Navi die wirklich beste Route an. Da kennt mein Mann bei manchen Stellen doch den einen oder anderen Schleichweg, der besser ist, und eben nicht angezeigt wird, egal welche Einstellungen man vornimmt. Damit ist das Navigationssystem eigentlich guter Durchschnitt. Man kommt ans Ziel, halbwegs zeitnah, Änderungen erkennt es sofort und setzt sie um, ohne lange zu nerven, aber das war es auch schon.

Aktuelles Kartenmaterial gibt es in der Tat regelmäßig zum Herunterladen und das funktioniert auch gut. Beim ersten Versuch eines Updates hat es sich bei uns aufgehangen, aber das war nur einmal. Abgesehen davon ist das Material bei uns nun auf dem aktuellsten Stand. 

Trotzdem gibt es einige Punkte, die einfach nur stören. Zum Beispiel das Display selbst. Ist es sehr hell und strahlt die Sonne ungünstig, dann kann man das Display nur sehr schwer ablesen. Dafür kann die Schrift nichts, sondern die Spiegelung und das darf bei einem Navi nicht so gravierend sein. Der Geschwindigkeitsassistent ist leider auch nicht empfehlenswert. Einige Schilder sind bei uns schon länger geändert, also so um die 12 Monate und sie werden noch falsch angezeigt, sodass man an der Stelle geblitzt worden wäre. 

FAZIT: Es ist ein Navi mit dem Mann und Frau ans Ziel kommen. Mit dem Preis ist es so, dass es in meinen Augen im guten Durchschnitt liegt. Es gibt natürlich günstigere Modelle und welche, die viel teurer sind. Für jemanden, der es selten nutzt und dann eben ans Ziel kommen möchte super, aber es ist kein Highlight und eben auch nicht vergleichbar mit Modellen, die etwas teurer sind.

PREIS
90€


*kostenfreies Testmuster ohne jegliche Bedingungen mit Rücksendung

1 Kommentare:

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Anonym
AUTHOR
13. November 2016 um 21:42 delete

Nach anderen fahre ich jetzt die letzten 20 000 km mit Blaupunkt Das der Startknopf etwas länger gedrückt werden muß, nun man sollte vor der Abfahrt eingeben. Wenn ich aber von 5 bis 15 Minuten auf GPS Kontakt warten muß, finde ich unbefriedigend, besonders in unbekannter Gegend (vielleicht liegt es am Wetter Novemberkälte). Dieses Warten kannte ich von den Vorgängergeräten nicht, dies ist auch der entscheidende Negativwert.

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