Brother MFC-8520DN im Test

Dienstag, Juli 19, 2016 0 Comments A+ a-

Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten HP Drucker erinnern, der mich in den Wahnsinn getrieben hat. So selten wie ich gedruckt habe, hat er regelmäßig leere Patronen angezeigt, obwohl die vorhandene Monate vorher neu aufgefüllt wurde. Es funktionierte nur jeder zweite Druck, weil er so mies eingezogen hat und Fotos hat er gar nicht geschafft, da gab es immer Fehlermeldungen, sobald auch nur eine Bilddatei in einem Dokument war. Seit damals hat sich eine Menge getan und seit einigen Tagen ist bei uns im Arbeitszimmer ein neuer Drucker zu finden. Und zwar ein Monolaserdrucker aus dem Hause HP. Wir hatten schon längere Zeit damit geliebäugelt, und auch verschiedene Modelle ins Auge gefasst und uns durch Zufall dafür entschieden. 


AUFGESTELLT &  INSTALLATION
Geliefert wird der Drucker in einem riesigen Karton, der sehr stabil ist. Ausgepackt müssen einige Schutzfolien und Klebestreifen entfernt werden, bevor der Drucker an seinen Platz gestellt werden kann. Das der Drucker, der eher für Unternehmen oder kleinere Firmen ausgelegt ist, brauche ich euch nicht zu sagen, daher ist er schon etwas größer, als die normalen Drucker, die man sonst so für zu Hause kennt. Bei uns hat er einen Platz auf einem Sideboard bekommen und wird wahrscheinlich noch um ein zusätzliches Papierfach erweitert, weswegen er noch etwas höher werden könnte. Klare Formen, sauber und hochwertig verarbeitet.


Die Anschlüsse für die Kabel befinden sich auf der Rückseite und sind sofort gut zu erkennen. Die anschließende Einrichtung ist erst einmal ungewohnt, da unser alter Brother über ein Touchdisplay verfügt hat, hier jedoch alles über Tasten bedient werden muss. Die Installation ist eigentlich selbstredend, da das Menü sehr gut gegliedert ist und keine Fragen offen lässt. Für Unternehmen gibt es viele wichtige Aspekte, wie zum Beispiel Kurzwahl, Faxversand mit 0 fürs Amtszeichen und vieles mehr. Wir haben gut 10 Minuten gebraucht, um alles für uns so einzustellen, dass der Drucker einsatzbereit war. Wer mag kann noch einiges an der Brother Software am PC einstellen, aber das benötigen wir persönlich nicht. Danach wird das Papier eingelegt. Es bietet Platz für 250 Blatt und kann wie oben erwähnt, um weitere Fächer erweitert werden. Es gibt oben noch eine Klappe die für einen automatischen Einzug geöffnet werden kann, was praktisch ist, wenn man zum Beispiel anderes Papier nutzen möchte oder ein Etikett bedrucken will. 

Ein kleiner Probedurchlauf darf bei dem Produkt nicht fehlen. Nur so kann man sich sicher sein, dass im Alltag alles funktioniert. Wir haben hierfür einen Probedruck durchgeführt, ein Testfax aus dem Internet schicken lassen, selbst ein Fax verschickt, einige Seiten kopiert und ein Dokument eingescannt. Den Probedurchlauf hat das Gerät anstandslos gemeistert. 


DER DRUCKER 
Ich kann beim besten Willen nichts bemängeln und bin sogar positiv überrascht. Für uns ist dieses Modell nahezu perfekt. Wir drucken eben viele Texte, Geschäftsbriefe, Bauunterlagen und was mein Mann für seine Baustellen benötigt. Aber eben auch mal Grafiken, Tabellen oder Versandetiketten. Klar kann mit so einem Modell kein Foto gedruckt werden, da er eben nur Schwarz/Weiß druckt, aber so selten wie wir in der Tat Fotos gedruckt haben, werden wir das nicht vermissen. 

Generell braucht der Drucker einige Zeit zum Anlaufen, weswegen er für seltene Drucke eben nicht unbedingt ideal ist. So zumindest dachten wir, allerdings war der Drucker keine Sekunde langsamer als unser vorheriger Brother. Die Warmlaufzeit beträgt einige Sekunden, ich würde sagen 10 Sekunden ungefähr und da er so schnell druckt, ist er sogar noch schneller, als der alte von uns. Er druckt exakt, hat klare Ränder, nichts verschmiert oder ist unleserlich. Das Modell schafft pro Minute 36 Seiten, wo unser altes Modell 35 Seiten geschafft hat. Duplex schafft er 18 Seiten und das kommt auch ungefähr hin. 


Der Papiereinzug ist, wie oben beschrieben eine Schublade, wo das Papier eingelegt wird. An der Seite kann man über ein kleines Fenster sehen, ob noch genügend Papier vorhanden ist, damit man nicht immer dieses Fach öffnen muss. Alternativ kann dieses durch weitere Fächer ergänzt werden, was wir wie gesagt noch ausprobieren werden, falls uns das nicht reicht. Ein weiteres Fach kostet rund 80€. Ansonsten kann der Einzeleinzug genutzt werden. Hier das Dokument mit dem Schriftzug sozusagen nach oben legen, wie eine Seite, die ihr lesen wollt. Hier habe ich schon einige Seiten ausprobiert und bis jetzt, toi toi toi, wurde das Papier noch nie schief eingezogen, selbst das Etikettenblatt, wo nur noch ein Etikett drauf war, hat er problemlos eingezogen, wo unserer sich ständig verheddert hat.


SCANNEN, KOPIEREN, FAXEN
Den Bereich nutzt wie gesagt mein Mann sehr viel, da er alle Büroarbeiten von zu Hause verrichten muss. Faxen und Kopieren werden da neben dem Druck am häufigsten genutzt. 

Fangen wir mit dem Scan an, da wir ihn nur einmal genutzt haben. Einfach auf die Glasplatte auflegen, Scnannen starten und die Software hilft, falls es Probleme gibt. Wir haben ein Dokument eingescannt und das hat wunderbar funktioniert. 

Weiter geht es mit dem Kopierer. Hier kann entweder das Flachbrett des Scanners genutzt werden, oder man kopiert oben über den Einzug gleich mehrere Seiten. Pro Minute schafft der Drucker rund 12-15 Seiten zu kopieren, was in meinen Augen völlig ausreichend ist. Das kopierte Papier und die Kopien werden korrekt sortiert und gerade ausgeworfen.

Die Fax-Funktion ist ebenfalls super. Der Sendebericht funktioniert zuverlässig, aber ich habe das Gefühl er braucht deutlich länger zum Senden, als unser altes Gerät. Unser Testdruck war innerhalb von Sekunden da und auch ausgedruckt, aber das Fax, welches ich an die Versicherung geschickt habe, hat sehr lange gedauert. Zum Glück steht im Display bei welcher Seite er ist, sonst würde man sich doch sehr wundern. Die Qualität soll sehr gut sein und auch wir können natürlich nichts bemängeln, wenn wir Faxe empfangen. 


GERÄUSCHKULISSE
Bei uns steht der Drucker im Arbeitszimmer, und die Tür ist in der Regel geschlossen. Man hört, ob er anspringt und druckt, aber als laut empfinde ich es nicht. Eine genaue Dezibelzahl kann ich nicht sagen, aber da habe ich schon einige Drucker erlebt, die deutlich lauter sind. 

DRUCKERKOSTEN
Brother ist generell teuer und hier gibt es keine Patronen, sondern man muss eine Kartusche holen, die dann 8000 Seiten schafft, und alle 30.000 Seiten auch die Trommel austauschen. Original kostet eine solche Kartusche über 100€. Es gibt jedoch auch günstigere Varianten, sogar mit überraschend positiven Bewertungen, wo dann 3 Kartuschen plus eine Trommel nur die Hälfte von einer Original-Kartusche kosten. Wir werden letztere ausprobieren und selbst wenn eine nur 2000 Seiten schafft, ist es im Grunde doch günstiger. Aber das wird eben erst die Zeit zeigen.  

FAZIT
Es ist ein Drucker, der sich eher an Vieldrucker und Büros richtet, aber dann eine sehr gute Performance abliefert. Er ist schnell, die Drucke sind sauber, er ist nicht unnötig laut, kann erweitert werden. Die Funktionen haben alle im Test bis jetzt tadellos funktioniert, und er sieht auch noch dezent aus. Ob das Gerät mit der Nutzungsdauer Macken entwickelt oder sich erste Fehler zeigen, das kann ich jetzt noch nicht sagen, aber bis jetzt geht unser Daumen für das Modell ganz klar nach oben. 

PREIS
345€

FAKTEN ZUM PRODUKT 
    Druckgeschwindigkeit: Simplex: Bis zu 36 Seiten/Minute; Duplex: Bis zu 18 Seiten/Minute (Bis zu 9 Blätter/Minute)
    Druckauflösung: Echte 1.200 x 1.200 dpi
    Schnittstellen: USB 2.0 Hi-Speed, 10/100Base-TX
    Herstellergarantie: 36 Monate bei Verkauf und Versand durch Amazon. Bei Verkauf und Versand durch einen Drittanbieter gelten die Angaben des jeweiligen Verkäufers
    Lieferumfang: Brother MFC-8520DN Multifunktionsgerät
(Quelle: Amazon.de)




*kostenfreies Testmuster ohne jegliche Bedingungen. 

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