Bissell 23K58N Lift Off Dampfreiniger im Test

Sonntag, August 07, 2016 0 Comments A+ a-

Regelmäßig 1-2 Mal die Woche wird bei uns der Fliesenboden im Untergeschoss mit einem Dampfreiniger gereinigt. Zum einen gehen so kleinere Flecken gut weg, es ist hygienisch und  ist nicht mehr Aufwand, als mit dem normalen Vileda Wischmopp auch. In den letzten tagen habe ich einen kleinen Bissell Dampfreiniger testen dürfen, und nun den großen Bruder.  


ERSTER EINDRUCK
Das Gerät kommt in einem kleinen Karton und muss erst einmal in einzelnen Teilen heraus gepult werden. Er ist groß, sehr gut verarbeitet und im ersten Moment gibt es eine Menge zu entdecken. Auf der Suche nach einer Anleitung, werdet ihr erst einmal eine fremdsprachige finden. Es gibt aber noch einen extra Zettel drin, wo die deutsche Anleitung enthalten ist.  Das Kabel ist rund 7m. Zudem gibt es einiges an Zubehör, was etwas sehr nach hartem, billigen Plastik aussieht, aber gut verarbeitet ist. Der erste Eindruck ist sehr positiv.

ERSTE SCHRITTE
Bevor es losgehen kann, muss das Gerät aufgebaut werden. Eine Anleitung und Bilder gibt es nicht wirklich, aber der Zusammenbau erklärt sich von selbst. Griff einstecken, festdrehen, Fuß einrasten und mit der Schraube, die am Griff festgeklebt ist unten noch einmal fixieren. Das ist eine Sache von 2 Minuten Danach muss in den Tank Wasser gefüllt werden. Er ist abnehmbar, muss unten aufgeschraubt werden, dann kann Wasser direkt vom Hahn oder aus dem Kanister eingefüllt werden. Stecker in die Steckdose und danach zieht erst einmal der Filter Wasser. Das klingt etwas gruselig, aber ist nicht schlimm. Ungefähr 20 Sekunden, dann ist das Gerät einsatzbereit. 


LAUTSTÄRKE
Die Lautstärke kann ich nicht in dB sagen, da ich dazu keine Info finde, aber es zischt nicht, ist viel leiser, abgesehen vom ersten Moment, wo der Filter Wasser zieht. Es ist ein ruhiges Arbeiten, mit einem vielleicht ganz dezenten Brummen.

SCHIEBEGEFÜHL
Das Schiebegefühl ist natürlich wichtig und ich muss ehrlich sagen, man muss sich erst einmal daran gewöhnen. Der Griff ist sehr dünn und das Gerät darunter überraschend schwer. Man benötig als mehr Kraft, als man im ersten Moment vermutet. Er ist jedoch sehr beweglich und wenn man das Kabel mit der anderen Hand etwas führt, ist dieses auch nie im Weg Klar ist die Bewegungsfreiheit bei einem Kärcher etwas besser, denn da hat man wie bei einem normalen Staubsauger einen extra Wischarm, aber dafür muss man immer das Gerät hinter sich her ziehen.


SAUBERKEIT
Bevor der Wischer zum Einsatz kommt, sollte der Boden gründlich gesaugt werden. Das ist aber selbstredend. Hier kann man nun langsam Reihe für Reihe die Fliesen bearbeiten. Saftfleckchen oder wenn die Kids mal gekleckert haben, gehen damit genauso gut weg, wie mit dem Kärcher. Man muss nur eben ein paar Sekunden auf den Fleck stehen bleiben oder ihn etwas hin und her bewegen. Für unsere Wohnküche haben wir mit rund 35qm 10 Minuten benötigt und ich bin mit einer Tankfüllung hingekommen. 


Zusätzlich kann das Gerät selbst abgenommen werden. Es gibt einen Schlauch, diverse Aufsätze für Fugen, Fenster und Co. Das ist sehr angenehm und stellt ihn in meinen Augen mit dem Kärcher gleich. Die Ersatzbürsten sind ähnlich teuer, müssen aber auch nur selten ausgetauscht werden. 

Fugen, Boden und Fenster werden richtig schön sauber ohne Flecken oder Streifen. 


Es gibt für das Gerät noch Demineralisiertes Wasser mit Duft, sodass die Räume im Anschluss wirklich gut riechen, wie nach einer richtigen Wischaktion zum Beispiel mit „Der General“. Es gibt das Produkt nicht nur vom Hersteller als Empfehlung, sondern auch in vielen anderen Formen und Düften, von der Konkurrenz. Ich selbst nutze immer etwas Essig im Wasser. Dann riecht es geputzt und es schadet dem Gerät nicht. Zudem entkalkt es damit auch etwas, wenn man normales Leitungswasser nimmt. Allerdings hat das Gerät eh einen kleinen Sandfilter, sodass dies nicht unbedingt nötig ist. 

KRITIKPUNKT
Ich  gebe hier einfach mal einen extra Überpunkt dafür, denn das sollte schon bedacht werden. Der Bissell hat keinen extra An/Aus Schalter. Sprich, sobald der Stecker in die Steckdose gesteckt wird, ist er an. Beim Boden wird nun via Handtaste der Dampf freigeschaltet, das ist aber bei dem Handstück nicht der Fall. Da kommt er immer raus. Daher am Anfang unbedingt in der Hand halten, wenn der Stecker eingesteckt wird und erst einmal auf leicht stellen. Es dauert ja einige Sekunden bis es losgeht, aber ich mache es trotzdem lieber, wenn die Kids schlafen.

FAZIT
Ich bin von dem Standmodell sehr angetan und hab auch schon meinen Kärcher nach der ersten Nutzung auf den Dachboden verbannt. Das Tuch fällt nicht ständig ab, das Wischergebnis ist genauso gut, und er ist durch seinen Standfuß eben platzsparender im Haushaltsraum hinzustellen. Klar, muss ich das  Kabel erst einmal aufrollen, aber das sind wenige Sekunden, die ich auch beim Kärcher aufbringen müsste, wenn ich es nicht einfach nur oben auf da Gerät gelegt hätte. Der Griff könnte etwas breiter und hochwertiger wirken, aber das ist eine Frage des Geschmacks. Mir gefällt diese Kombination auf jeden Fall sehr gut, und ich nutze ihn definitiv gern. Zumal er den Dampf nicht manchmal so tröpfelnd aufbringt, wie der Kärcher. Einziger Nachteil, aber daran gewöhnt man sich und das ist eine Frage des Geschmacks, der fehlende An/Aus Schalter.

NACHTRAG NACH 1 MONAT TESTPHASE
Nach einem Monat kommt noch ein Kritikpunkt hinzu. Ganz ehrlich, das Gerät ist eben schwer und gerade jetzt, wo ich dem Ende der Schwangerschaft zugehe, fällt mir das Gewicht doch deutlich auf. Es geht aufs Handgelenk und auch minimal auf den Rücken. Damit Wischen ist ganz klar anstrengend. 

PREIS
144€

FAKTEN ZUM PRODUKT 
Marke Bissell
Modellnummer 23K58N
Farbe Weiß
Artikelgewicht 4,3 Kg
Produktabmessungen 64,4 x 24,8 x 23,8 cm
Leistung 1500 Watt
(Quelle: Amazon.de)

*kostenfreies Testmuster ohne jegliche Bedingungen mit Rücksendung

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