Blaupunkt MotoPilot 43 EU LMU im Test

Freitag, August 12, 2016 1 Comments A+ a-

Sommerzeit ist ganz klar die Zeit der Motorräder und somit haben wir die Möglichkeit ergriffen ein spezielles Navigationsgerät für euch zu testen, welches für Motorräder konzipiert wurde. Es stammt aus dem Hause Blaupunkt und ist mit über 200€ nicht gerade preiswert. Wir haben das Modell bei einigen Fahrten ausführlich getestet und verraten euch nun, ob sich der Kauf lohnt. 


Navis sind schön und praktisch, aber ärgern den Nutzer gerne einmal. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich mit meinem ersten TomTom zu meinen Eltern fahren wollte, und ich mitten auf der unbekannten Strecke plötzlich gesagt bekam, ich befände mich auf einem riesigen Feld. Selbst nach 10km und einigen Ortschaften später, wo ich dann nach gut Glück gefahren bin, wurde mir nicht angezeigt, wo ich mich befinde. In der Zwischenzeit hat sich dann doch einiges getan.


Das Gerät kommt in einem hübschen Karton, der versiegelt ist. Oben liegt gut geschützt das Navigationsgerät und darunter befindet sich das umfangreiche Zubehör, wie zum Beispiel  Halterungen. Die erste Inbetriebnahme des Gerätes dauerte bei mir rund 2 Minuten. Als erstes müsst ihr einfach die Sprache auswählen, könnt noch einige Einstellungen vornehmen oder auch lassen und schon befindet ihr euch im Navi. Ein Update wurde hier nicht verlangt.  Danach befindet ihr euch erst einmal in Frankreich und solltet aus dem Haus gehen, denn sonst findet das Gerät kein aktuelles GPS Signal. Zumindest habe ich 10 Minuten gewartet und draußen war es nach einer Minute aktuell. In ländlicheren Umgebungen, wo das GPS Signal eh schlechter zu empfangen ist, bekommt ihr jedoch ähnliche Probleme. Wir hatten in der Testphase schon einmal das Problem, dass unterwegs für gut 15 Minuten kein aktuelles Signal kam und wir eher blind fuhren. Klar, das Problem haben auch andere Hersteller in diesen Regionen, aber es kann gerade bei unbekannten Gegenden etwas nerven. 

Später ist das Navi innerhalb von 40 Sekunden startklar, um Befehle und Eingaben entgegen zu nehmen. Generell ist das Navi sehr übersichtlich gestaltet und das Display schön groß von den Buchstaben her, denn beim Motorrad, kann man nicht einfach mal die Handschuhe ausziehen und tippen. 

Bevor wir jedoch unseren ersten richtigen Test starten konnten, muss eine Halterung am Motorrad befestigt werden. Es gibt praktischerweise eine Halterung, die an der Bordspannung angebracht werden kann, sodass das Gerät stets mit Strom versorgt ist. Natürlich hat das Gerät auch einen Akku, aber so ist es bei längeren Touren einfach sehr praktisch. Das liegt aber auch daran, dass der Akku selbst nicht lange hält. Längere Strecken wären daher nicht unbedingt möglich. 2-3 Stunden hat der Akku bei uns gehalten. Daher haben wir uns für die andere Halterung entschieden. Wir haben es fachmännisch anbringen lassen und dafür wurden 20 Minuten benötigt. Das Navigationsgerät hält in der Halterung sehr gut. 


Kommen wir also zum Navigieren. Hierzu einfach eine Zieladresse eingeben, und hier muss ich persönlich sagen, dass ich mir vom Touch mehr erwartet habe. Ganz oft wird zum Beispiel der Buchstabe blau hinterlegt angezeigt, wird aber nicht genommen. Man muss schon sehr stark drücken, damit der Befehl akzeptiert wird. Egal ob mit Handschuh oder ohne, man muss wirklich kraftvoll drücken und ansonsten nimmt er den Buchstaben oder den Befehl erst beim 2 oder 3 Versuch. 


Für die erste Fahrt empfiehlt sich stets ein Ziel das man kennt. Mein Mann ist deswegen an den Strand nach Kiel gefahren. Eine Strecke, die er sehr gut kennt. Die herausgesuchte Route stimmt im Übrigen mit seiner eigenen Standard-Route überein. Zur Wahl stehen verschiedene Optionen, wie zum Beispiel „Schnell“ oder „Kurvig“. Allerdings sind nicht alle Routen perfekt. Gerade in Regionen, wo man sich gut auskennt, merkt man, dass es kleinere Abkürzungen gibt, die bei keiner der möglichen Optionen angeboten wird. Ans Ziel sind wir bis dato immer gekommen und das auch immer halbwegs zeitnah. Weicht man von der Stecke ab, dann dauert es nur wenige Sekunden, bevor die Route neu berechnet wird. Sehr praktisch, denn das ewige „Bitte Wenden“ nervt doch. 


Die Ansagen sind klar und verständlich. Sie lassen sich im Helm sehr gut hören. Allerdings nervt die Häufigkeit und teilweise auch Sinnlosigkeit der Ansagen. Das Display selbst zeigt die Route ebenfalls gut an und selbst bei strahlendem Sonnenschein ist es gut abzulesen, sofern man im richtigen Winkel auf das Display schaut. Ansonsten ist es wie bei unserem Blaupunkt Navi fürs Auto, das Display wird im schlechten Winkel unlesbar, weil sich alles spiegelt. Beim  Motorrad kann das ganz schön nervig sein.
In kleineren Städten ist die Ansicht sehr flach und eher langweilig. Kiel ist da schon etwas besser und Paris (ich glaube es war Paris) aus der ersten Ansicht, zeigt sogar schön 3D Gebäude angedeutet. Farblich könnte es für meinen Geschmack etwas intensiver sein. 

Aktuelles Kartenmaterial gibt es in der Tat regelmäßig zum Herunterladen und das funktioniert auch gut. Beim ersten Versuch eines Updates hat es sich bei uns aufgehangen, aber das war nur einmal. Abgesehen davon ist das Material bei uns nun auf dem aktuellsten Stand. 

FAZIT: Perfekt ist das Navi leider nicht. Akku wurde mit Bordspannung gut gelöst, Display und Sonnenschein kann durch die Sprachausgabe minimal gelöst werden. Was mich und meinen Mann am meisten stört, ist die Tatsache, dass das Display wirklich nicht so toll reagiert. 

PREIS
239€

FAKTEN ZUM PRODUKT 
Motorradnavigationssystem MotoPilot 43 EU LMU mit Bluetooth
Ca. 10,7 cm / 4,3" Touchdisplay mit Handschuh bedienbar; Auflösung 480 x 272 Pixel
Avanteq FM-TMC Empfang von aktuellen Verkehrsmeldungen
Kartenmaterial gesamt Europa inkl. Russland und dem europäischen Teil der Türkei
Lieferumfang: Motorrad-Navigationssystem MotoPilot 43 EU LMU, Aktive Halterung mit Anschluss für Bordspannung (direkt an d. Fahrzeug-Batterie) Lenkerhalterung, Mini USB-Kabel, Bedienungsanleitung
(Quelle: Amazon.de)

*kostenfreies Testmuster ohne jegliche Bedingungen mit Rücksendung nach 40 Testtagn

1 Kommentare:

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12. August 2016 um 17:45 delete

Mit unseren sind wir eigentlich ganz zufrieden .

Lg Margit

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