Filmkritik - Sharknado 2

Samstag, August 27, 2016 0 Comments A+ a-

Ja, auch wenn der erste Teil wirklich ganz unterirdisch war, haben wir uns entschieden auch den zweiten Teil zu schauen. Warum? Ganz einfach, nachdem der erste Teil so einen Hype ausgelöst hat, stand für den zweiten Teil mehr Geld zur Verfügung und alle haben gesagt, der soll definitiv besser sein. Also wollten wir uns davon überzeugen, und haben uns die DVD bei einem Freund ausgeliehen.  



FAKTEN
Titel: Sharknado 2
Land: USA
Jahr: 2014
Produktion: The Asylum
Regie: Anthony C. Ferrante
Darsteller: Ian Ziering, Tara Reid, Vivica A. Fox ...
Laufzeit: 91 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16

WORUM GEHT ES
Ein Jahr ist seit dem ersten Sharknado vergangen und Fin befindet sich mit April auf dem Flug nach New York, wo er sich mit seiner Schwester und deren Kindern treffen möchte. Doch schon auf dem Flug geht einiges schief, denn plötzlich kommt ein Unwetter auf und überall tauchen Haie auf. Am Anfang denkt Fin noch an Übermüdung und Sinnestäuschung, aber dann sind sie mitten in einem Haisturm, und es liegt an Fin das Flugzeug zu landen. Dabei verliert April ihre linke Hand. In New York gelandet versucht Fin die Bevölkerung zu warnen, aber wird erst einmal nicht ernst genommen, bis es nicht mehr zu übersehen ist. Nun heißt es seine Schwester und deren Familie, die sich aufgeteilt haben, zu finden und New York vor dem Sharknado zu retten. Wieder versuchen sie den Bomben mit selbstgebauten Bomben, Kettensägen und Schwertern zu besiegen. 

UNSERE FILMKRITIK
Länger, rasanter und einen Tick besser, so könnte man die Fortsetzung von Sharknado beschreiben. Müsste ich mir eine passende Überschrift für eine Bewertung ausdenken, würde sie jedoch "Sharknado trifft auf Frogger" lauten.

Wirklich perfekt ist die Fortsetzung auch nicht geworden, aber es wurde eine Menge verbessert, was definitiv an einem höheren Budget liegen muss. Ja, sogar der Abspann ist deutlich langsamer, weil die aktiven Menschen auch gesehen werden wollen. Kommen wir aber lieber zum Film selbst.

Die Verbesserung fängt schon bei den Schauspielern an. Sei es eine größere Motivation, ein besseres Gehalt, eine bessere Auswahl oder bessere Regie-Anweisungen. Fakt ist, dass Selbstironie, Jokes und auch ernstere Dialoge einfach besser zur Geltung kommen und nicht vollkommen unmotiviert und deplatziert heruntergeleiert werden, wie man es von Schülern bei Gedichten kennt. Ja, Mimik und Dialog passen diesmal schon deutlich besser zusammen. 



Inhaltlich haben sich die Produzenten auch deutlich mehr Mühe gegeben, denn die Action ist von Anfang an präsent und nicht nur auf den letzten 20  Minuten, wie im ersten Teil. Mit Sicherheit ist nicht alles logisch und vieles wirkt noch immer künstlich, wie zum Beispiel die plötzliche Entstehung des Sharknados, aber es ist zumindest spannend und ja, teilweise sogar witzig. Ich erwarte keine erstklassige Logik, wie von einem Wissenschaftler, aber manchmal wäre es doch angebrachter gewesen, damit sich nicht einige der Zuschauer an den Kopf fassen und fragen, ob das Gehirn hier vielleicht von einem Hai angeknabbert wurde. Um euch ein kleines Beispiel zu nennen. Wir befinden und in einem Hotel und versuchen den Sharknado zu zerstören. Oben regnet es brennende Haie, die brennend vom 65 Stock bis in den 5 Stock die Treppe runter rutschen. Von unten steigt jedoch eine Flut mit weiteren Haien. Warum aber nur dieses Treppenhaus überflutet ist, nebenan und die Straßen jedoch nicht, zeigt deutlich, das noch einige Arbeit vom Gedanken her nötig ist. Ja, es ist trashig, aber etwas Logik darf sogar da vorhanden sein.



Auch bei den Effekten merkt man, das das Budget noch nicht so ausreichend gewachsen ist, um mit großen Produktionen mitzuhalten. Abgesehen von den Haien, sind auch andere Animationen so künstlich, dass man sie sofort erkennt und eher an ein PC-Spiel denkt, als an einem Film. 

FAZIT - 3 von 5 Sternen
Obwohl ich von dem Film nicht zu 100% überzeugt bin, muss ich sagen, dass der Film definitiv besser ist als der erste Teil und das in allen Bereichen. Vergleichen mit den Animationen vom ersten Teil könnte man pauschal sagen, es ist wie Playstation zu Playstation 3. Aber auch die anderen Bereiche haben eine gute Steigerung erlebt, und es sogar geschafft, dass ich einige Male lachen und schmunzeln konnte. Der Weg zum gelungenen Trash-Horror ist für mich nun erkennbar und ich freue mich ganz ehrlich auf Teil 3. 

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