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Über uns der Himmel, unter uns das Meer / Jojo Moyes

Heute habe ich mal wieder eine Rezension zu einem Buch, das ich von meiner Mama geschenkt bekommen habe. Wir haben einen recht ähnlichen Buchgeschmack und freue mich daher immer, wenn ich Werke von ihr geschenkt bekomme. Dieses Buch habe ich mit gemischten Gefühlen ins Regal gestellt, denn ich war im Gegensatz zu anderen Leseratten von der Autorin bis dato nicht sonderlich angetan. Leider war ich krank und mein Sohn sollte mir neuen Lesestoff bringen und er griff dieses Buch.


DAS COVER
Das Cover passt zu den Werken der Autorin und macht es unverkennbar zu ihrem. Eine Frau steht an einer Reling, schaut aufs offene Meer und über ihre die Sterne. Ich mag es. Zwar nicht mein absolutes Highlight, aber doch ganz schön.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Margaret – Farmerstochter, verliebt, hochschwanger, herzensgut
Jean – wild, junge 16 Jahre, kann Gefahren noch nicht einschätzen
Frances – wortkarge Krankenschwester mit gutem Herz
Avice – Reiche Tochter, wohl erzogen
Nicol – Soldat auf der Victoria, der auf die Mädchen aufpasst

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Victoria Schiff / Australien
Zeit: 1940er

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Australien 1946: 600 Frauen machen sich auf die Reise ins Ungewisse. Sie haben Soldaten geheiratet, und sind nun auf den Weg zu ihren Ehemännern in England. Einige haben nur Stunden oder Tage mit ihren Männern verbracht und niemand weiß genau, was sie drüben erwartet. Margaret ist hochschwanger, hat ihren Joe durch ihre Brüder kennengelernt. Sie geht von der Farm ihres Vaters in ein unbekanntes Leben. Sie freut sich, hat aber auch wahnsinnige Angst, als Mutter und Ehefrau zu versagen, ist sie doch nur mit Jungs aufgewachsen. Avice hingegen ist eine wohlerzogene Tochter aus reichem Hause und hat sich den Platz auf dem Schiff erkauft. Ihren Ian hat sie sozusagen nötigen müssen, damit er sie heiratet. Sie fühlt sich sichtlich unwohl mit den anderen Mädchen auf den Zimmer. Besonders Jean, die sie schon in Australien kennengelernt hat, kann sie nicht ausstehen. Sie ist ungehobelt, jung, wild und plappert den ganzen Tag. Frances ist ruhig, verschlossen und als Krankenschwester angesehen. Doch die Dinge liegen bei fast allen Frauen anders, als die Oberfläche vermuten lässt. Frances hat zwei Geheimnisse, die während der Fahrt mehr oder weniger freiwillig ans Tageslicht kommen. Avice muss erkennen, dass Geld nicht alles ist und Jean wird lernen, dass man auch mit 16 schon etwas reifer sein muss, als man oft möchte. Die sechs Wochen auf den Schiff ändern für die Frauen vieles, und das nicht immer zum Guten.

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Vorab möchte ich sagen, dass ich wirklich kein Fan der Autorin war und es gibt auch eine Menge, das mich hier gestört hat, aber ich habe am Ende Pipi in den Augen gehabt und alleine diese Tatsache macht das Buch für mich zu einem Highlight, weswegen ich automatisch fünf Sterne gebe.

Nun aber zu dem, was das Buch im Allgemeinen ausmacht. Die Autorin ist bekannt für ihre emotionalen Werke und das trifft es hier nur bedingt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es weniger emotional fand, als ich erwartet habe. Unterschiedliche Charaktere, unterschiedliche Schicksale. Ihre Gefühle sind greifbar, aber durch die verschiedenen Schicksale eben nicht ganz so intensiv, wie bei einem Buch, das auf eine Figur fixiert ist.

Deutlich merkt man beim Lesen, dass sich die Autorin sehr für das Schicksal ihrer Großmutter und der anderen 600 Damen an Bord der Victoria interessiert hat. Sie hat ausführlich recherchiert und lässt uns an kleinen Ausschnitten mit jedem Kapitel teilhaben. Sie sind interessant, aber nicht so wichtig wie das Buch, sodass ich mich oft ertappt habe, dass ich am Seitenende ankam und oben noch gar nicht gelesen hatte.

Vielleicht gelingt es ihr deswegen so gut, das Leben auf dem Flugzeugträger so überzeugend zu präsentieren. Die Enge, Hitze, Wasserknappheit, das Feuer, die verschiedenen Charaktere, die teilweise notgeilen Männer. Es macht einfach Spaß den Schicksalen zu folgen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Einleitung in der Gegenwart spielt und man versucht zu erfahren, wer denn nun die Großmutter war.

Was mich jedoch störte war der Stil. Er wirkte streckenweise so belanglos, so einfach, so laienhaft. Es fließen Details ein, die mich teilweise an Sätze erinnern, die ich bei meinen ersten Versuchen auch genutzt habe, die aber nach einigen Tagen eher doof klangen. Mir fehlte ganz ehrlich die Wortmagie, hat mir aber gezeigt, dass auch einfache Texte das Herz berühren können. Es kommt eben auf den Stil und den Inhalt drauf an.

FAZIT: Ihr seht, es sind nur Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und war am Ende mit Pipi in den Augen echt traurig, dass es schon zu Ende war. Vielleicht nicht so emotional wie ihr Debüt, aber dafür hat es mich überzeugen können.

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Jojo Moyes
Titel: Über uns der Himmel, unter uns das Meer
Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 11 (26. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499267330
ISBN-13: 978-3499267338
Originaltitel: The Ship of Brides
Preis: € 14,99
Genre: Kriegsbräute, Liebe, Marine, Krieg
Gelesen in: 3 Tagen

COVER💜💜💜💜
STIL💜💜💜💜💜
CHARAKTERE💜💜💜💜💜
SPANNUNG💜💜💜
HUMOR💜💜💜 
LIEBE💜💜💜💜 
GESAMT💙💙💙💙💙

Kommentare

  1. Hey Saray
    Eine tolle Rezi, aber der Ausdruck "Pipi in den Augen" in der Mitte. Ehrlich? Ein schönes neues Jahr!

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    Antworten
    1. Was spricht gegen eine kindliche, triviale Beschreibung?

      Löschen

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