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Buchkritik - ORMOG / Thomas Engel

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass mir einen dicken Stein im Bauch verursacht hat. Letztes Jahr bekam ich eine Mail, ob ich Lust hätte ein Buch zu rezensieren. Genauer gesagt wurden mir zwei Exemplare angeboten. Ich nahm das Angebot dankend an und kurz darauf erhielt ich auch das eine Exemplar. Gelesen, rezensiert und das andere geriet in Vergessenheit. Jetzt, fast ein Jahr später kam eine Mail, ob ich denn das andere auch noch rezensiere. Das hatte ich jedoch nie erhalten. Wie es bei uns so ist, landete es wohl bei unserem "zweiten Haus", dem Haus, mit dem wir ständig verwechselt werden. Da die Frau des Hauses auch liest, hat sie wohl nicht weiter auf den Empfänger geachtet. Wie oft packe ich aus und wundere mich, warum ich Kleidung in XL in den Händen halte oder ein Parfüm, das ich gar nicht mag. Nach einem Jahr konnte sie sich nicht mehr erinnern, oder wollte auch nicht, wer weiß das schon und so hab ich dann das Buch erworben über Ebay. Ich mag nicht, wenn ein Verlag den Eindruck bekommt, ich bin unzuverlässig.


FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Thomas Engel
Titel: ORMOG
Gebundene Ausgabe: 365 Seiten
Verlag: fabulus Verlag; Auflage: 1., Erstauflage (13. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944788303
ISBN-13: 978-3944788302

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Genre: Fantasy
Preis:16,95€
Gelesen in: 2 Tagen

DAS COVER
Das Cover passt zum Buchschnitt, der Orange gehalten ist. Ein Magierer und bunte Kreise. Sieht interessant aus,gefällt mir, ist magisch, aber ist jetzt kein Wow-Cover, wo ich im Laden hinrennen und unbedingt kaufen müsste. Vielleicht weil Orange nicht meine Farbe ist. 

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Ormog - Weißmagier
Vatya - Kämpferin

WORUM GEHT ES
Planet Magnus unbekannter Zeit: Auf dem Planeten Magnus leben Menschen zusammen mit anderen vernunftbegabten Wesen. Magische Kräfte sind allgegenwärtig. Zwischen den Mitgliedern des Weißen Ordens und den abtrünnigen Gorgulzauberern entspinnt sich ein Machtkampf, der das einst blühende Reich von Kamal zu zerreißen droht. Im Konflikt auf Leben und Tod versuchen der Weißmagier Ormog und seine Gefährten zu verhindern, dass der Dunkle Meister der Gorgul sein Ziel erreicht: die unumschränkte Herrschaft des Bösen. Das Blatt wendet sich, als Ormog sich mit seiner gefährlichsten Gegnerin verbündet. Vatya, die Elitekämpferin der Gorgul, wechselt die Seiten. Können sie und Ormog ihre Zivilisation vor dem Untergang bewahren? (Quelle: Klappentext)

MEINE LESEEINDRÜCKE
Thomas Engel ist ein Autor, der mit Baujahr 2000 sehr jung ist und trotzdem schon einen solchen Roman veröffentlicht hat. Ich ziehe mit meiner Kurzgeschichte auf die ich stolz bin meinen Hut. Es gehört schon einiges an Talent dazu. 

Allerdings muss ich sagen, dass das Buch für mich ein wahrer Kampf war, der sich bis zum Schluss nicht gelohnt hat. Es beginnt schon mit dem Einstieg, der mich sehr abgeschreckt hat. Der Autor wirft nur so mit Fachbegriffen um sich, die manchmal gut, aber in der Regel gar nicht erklärt werden. In dem Moment kam ich mir gerade alt vor. Ich bin 33 und lese viel, nicht hauptsächlich Fantasy, aber auch gerne mal, aber hier hatte ich echt das Gefühl aus einem 100 jährigen Schlaf zu erwachen und alles nachschlagen zu müssen. 

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Geschichte sehr chaotisch geschrieben ist. Wenn man nicht die 100%ige Aufmerksamkeit aufbringen kann, dann kommt häufig das Gefühl auf, dass etwas nicht ganz ausgereift ist. Habe ich die Passage etwas später mit Abstand noch einmal gelesen, war es besser. Ich bin aber nun einmal Mama von kleinen Kindern und werde gerne mal beim Lesen unterbrochen, weil eins aufwacht oder ich immer wieder beim Spielen aufschaue, ob auch alles okay ist auf dem Spielplatz. Kommt dann ein Charakter, der einen nicht sofort fesselt oder eine Szene, die so detailliert und langatmig geschildert wird, dass man kämpfen muss, um sich zu konzentrieren, ist das Buch nicht so, wie man es sich wünscht. Zumindest bei mir nicht. 

Man merkt an vielen Stellen, dass er noch jung ist oder besser gesagt, dass es sein erstes Werk ist. Merke ich ja bei mir auch. Ich hab bei meiner ersten Idee sehr abgehackt geschrieben, um nicht zu langatmig zu werden. Das Mittelmaß zu finden ist unglaublich schwer. Die Ideen und viele Ansätze der Geschichte gefallen mir gut, und ich werde auch ein weiteres Werk von ihm probieren, aber zur Zeit, wäre das dann auch ein letzter Versuch. 

FAZIT:  Nett, interessant und gut für einen Erstling, aber leider sehr schwer zu lesen. 



COVER💜💜💜💜💜
STIL💜💜
CHARAKTERE💜💜💜💜
SPANNUNG💜💜
HUMORNicht relevant
LIEBENicht relevant 
GESAMT💙💙

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