Blogtour - Falsche Haut

Willkommen zur Blogtour "Falsche Haut" ...

Meine erste Blogtour seitdem mein Blog umgezogen ist. Irgendwie bin ich gerade total aufgeregt. Aber nicht nur deswegen, sondern weil ich ein Thema habe, welches für mich einen besonderen Stellenwert hat. Ich darf über den Zweiten Weltkrieg reden.




DIE DATEN
  • 1939 bis 1945
  • 1.9.1939 mit dem Überfall auf Polen
  • Größter militärischer Konflikt in der Geschichte der Menschheit
  • 60 Staaten waren mehr oder weniger freiwillig beteiligt
  • 60-70 Millionen Opfer fordert der Krieg
  • Er steht für Judenverfolgung, Rassenhass, Nazis und Hitler
  • Hitler starb am 30.4.1945
  • 5.5.1945 trat um 7.00 die Teilkapitulation in Kraft. am 8.5.1945 um 23.01 die vollständige Kapitulation
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FALSCHE HAUT
Der Zweite Weltkrieg ist noch immer ein Krieg, den niemand vergessen kann oder auch will. Noch heute erinnern Gedenkstätten an die KZ, Todesopfer und den Irrsinn. Denkt man an den Krieg, dann denkt man automatisch an Hitler, Konzentrationslager und Juden. Doch der Krieg ist so viel mehr und vieles können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen. Daher möchte ich euch ein paar Begebenheiten erzählen, die mir mein Mutter immer erzählt hat, um einfach mal diese anderen Seiten zu beleuchten, so wie es auch bei diesem Buch der Fall ist. 

Der Herd im zweiten Stock
Meine Mutter ist 1938 geboren und sie hat den Krieg als Kind erlebt. Viele Dinge haben sich in ihr Gedächtnis gebrannt. So zum Beispiel diese Erinnerung. Das Jahr weiß ich leider nicht, da sie es nie erwähnte. Es war eine Bomben-Nacht wie jede andere in Halle an der Saale. Fliegeralarm, ab in den Luftschutzkeller, hoffen und beten, dass man die Nacht überlebt. Dann ein riesiger Knall, der Keller erzittert, Dreck rieselt herunter, Brandgeruch, aber der Keller steht. Dann irgendwann das erlösende Signal der Sirene. Hektik und plötzlich wird meine Mutter aus dem Fenster gehoben, statt wie sonst die Treppe zu nutzen. Auf der Straße nur wenige Meter von ihr entfernt eine Fliegerbombe, die nicht explodiert ist. Sie wird weggezerrt, weg von der Bombe und als sie sich umdreht sieht sie ihr Haus oder was davon übrig ist. Die gesamte Hausfront fehlt, viele Wohnungen sind zerstört, aber da im zweiten Stock in der Küche steht ein Herd und darauf dampft noch eine Suppe. Eine Suppe, die niemand mehr Essen würde, weil es unmöglich war zu dieser Wohnung zu kommen.

Der Rohrstock lässt grüßen
Damals war es üblich mit 5 Jahren eingeschult zu werden. Ob man soweit war oder nicht. Kurz nach der Einschulung wurde meine Mutter schwer krank und durfte lange nicht aufstehen. Als es ihr wieder besser ging, wurde ihr empfohlen die erste Klasse zu wiederholen, aber was war in dieser chaotischen Zeit schon normal. Wiederholen, für so einen Unsinn hatte weder meine Oma noch Uroma Zeit. Sie kam direkt in die zweite Klasse. Eingeschüchtert und unwissend. Da gab es regelmäßig den Rohrstock, obwohl sie schließlich nichts dafür konnte. Wie soll man eine Frage beantworten oder etwas rechnen oder schreiben, wenn man es nicht gelernt hat. Zum Glück hat sie das eher angespornt und rasch hatte sie alles aufgeholt.

Die volle Straße
Schaut man heute auf die Straßen oder Spielplätze, dann sieht man ehrlich gesagt wenige Kinder. Früher war das anders und in dem Punkt habe ich meine Mutter trotz dem Krieg immer beneidet und auch sie hat diese Tage geliebt. Wenn es ruhig war, die Hausaufgaben erledigt und im Haushalt nichts zu tun war, dann ging es für die Kinder nach draußen. Meist trafen sie sich auf der Straße, spielten Völkerball, Brennball, Himmel und Hölle, bauten sich eigene Eislaufbahnen oder aus den Resten Puppen und andere Dinge. Immer waren Kinder zum Spielen da und nie war die Gruppe kleiner als 10 Kinder. Gibt es das heute noch? Das gab es schon zu meiner Kindheit nicht wirklich.

Es gibt wirklich viele Geschichten, die sie mir erzählt hat. Wie mein Opa ins KZ kam, wie sie mit Rationsmarken stundenlang für einen harten Kanten Brot angestanden hat in der prallen Sonne und vieles mehr. Auch solche Dinge finde ich wichtig und für mich ist jedes Buch eben ein Stück Kindheit meiner Mutter. 

TOURPLAN - Täglich ab 17.00
17.07. Falsche Haut 
Manja von
18.07. Alex Kaufmann 
Anja von

19.07. Interview mit Leon Sachs
Franzi von

20.07. Frankreich
Diana von

21.07. Informationen zum 2. Weltkrieg
Sarah von

Bewerbung bis einschließlich 23.07.2017 möglich
24.07.Gewinnerbekanntgabe auf



Gewinne:
Hauptpreis: Je eine signierte Ausgabe von „Falsche Haut“ und „Eleven“ (sobald erschienen) 2. + 3. Preis: Je eine signierte Ausgabe von „Falsche Haut“
Jeder Blogger denkt sich eine Tagesfrage aus, die individuell zu beantworten ist (keine gleichen Antworten oder Fragen die mit Ja/Nein zu beantworten sind). Für jede beantwortete Frage kann man sich ein Los für den Lostopf sichern. Also kann man bis zu 5 Lose sammeln und seine Gewinnchancen erhöhen.
Frage: Was verbindet ihr mit dem Zweiten Weltkrieg.
Teilnahmebedingungen
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

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Kommentare:

  1. Ich muss daran denken, dass meine Großväter kämpfen mussten und kaum darüber gesprochen haben.

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  2. Hallo,
    das sind ja interessante persönliche Erinnerungen. Mit dem Zweiten Weltkrieg verbinde ich ganz viel unnötiges Elend, Unmenschlichkeit, in Bezug auf Frankreich Kollaboration und Widerstand, Vichyregime und Exilregierung, Hunger, Entbehrung und ganz viel mehr. Ich hoffe einfach, dass so etwas nie wieder geschehen wird.

    Liebe Grüße, Jutta

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  3. Sehr viele negative Erfahrungen - die Erlebnisse, was man aus der Schule kennt, aber auch Erfahrensberichte von den Großeltern. Die Zeit damals muss echt schrecklich gewesen sein und wir können alle froh sein, da noch nicht gelebt zu haben.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  4. Hey!

    Ich verbinde damit meine Großeltern bzw urgroßeltern und deren Erzählungen...eine schwere zeit...aber das leben und Kleinigkeiten wurde viel mehr geschätzt!

    Liebe grüsse Carina

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  5. Ich verbinde damit eine trauige Zeit in der viele Menschen ihr Leben verloren haben, was nicht hätte sein müssen.
    Mein Onkel hat mir früher mal erzählt wie er die Zeit erlebt hatte. Ich bin einfach nur froh zur richtigen Zeit im richtigen Land geboren zu sein. Er hat mir von den Fliegeralarmen erzählt und wie sie immer in den Bunker mussten.

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