Damon Galgut - Der Betrüger

===Buchdaten===
Autor: Damon Galgut
Titel: Der Betrüger
Originaltitel: The Impostor
Verlag: Manhatten
Erschienen: 2009
ISBN-10: 3442546494
Seiten: 304
Einband: Hardcover
Kosten: 19,95€
Serie:

===Inhaltsangabe===
Als Adam Napier in das verlassene Haus am Rand eines südafrikanischen Kaffs zieht, hofft er dort auf einen Neuanfang als Dichter beginnen zu können. Kaum angekommen, lässt er sich immer mehr hängen. Erst als er Kenneth Canning trifft, einen ehemaligen Klassenkameraden, kommt wieder Leben in Adams Alltag. Dieser mittlerweile schwerreiche Geschäftsmann lebt mit seiner ebenso schönen wie mysteriösen Frau Baby in einem nahezu surrealen Paradies: Gondwana – ein grün schillernder Garten Eden inmitten einer Halbwüste. Hier fängt Adam nicht nur eine Affäre mit Baby, er wird ebenfalls in Cannings dupiose Geschäfte verwickelt und folglich in eine tödliche Tragödie, die auch das Ende des Paradieses besiegelt.

===Meine Meinung===
Dieses Buch habe ich auf dem Flohmarkt gekauft, da der Inhalt recht interessant klang.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit Adams Ankunft in dem Ort, wo er einen Neuanfang starten will. Sein Bruder hat dort ein verwahrlostes Ferienhaus, welches er seinen verträumten Bruder gibt. Die Mitmenschen sind recht komisch, und so wirklich Leben kommt erst mit seinem ehemaligen Schulkameraden in die Handlung. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich, aber authentisch geschildert. Leider konnte ich mich mit keinen der vorhandenen Figuren identifizieren. Adam ist mir einfach zu langweilig. Trotz seines Neuanfangs klappt nichts in seinem Leben. Canning ist mir zu zwielichtig und seine Frau ist mir total unsymphatisch. Auch sein Nachbar ist rätselhaft und ich habe mich ständig gefragt, warum er solche Angst hat, das Adam ihn tötet. Nur weil mir die Figuren nicht gefallen, kann die Handlung aber deutlich besser sein. Leider ist dies auch hier nicht der Fall.

Mit kleinen Rückblenden erfährt man gewisse Punkte aus Adams Vergangenheit. Alles ist sehr bildhaft geschildert. Farben, Landschaften und Charaktere sieht man vor seinem Auge. Gerade das Paradies, in dem Canning sein Haus hat, ist unendlich schön. Ich würde es gerne mal real sehen. Dieser Stil ist schön, aber vom Inhalt her, hätte ich einschlafen können.

Nach der Inhaltsangabe hatte ich etwas spannendes erwartet. Nach 100 Seiten hab ich das Buch zum ersten Mal aus der Hand gelegt und mich gefragt, wann die Affäre oder das tödliche Spiel beginnt. Nach weiteren 100 Seiten war zwar alles immer deutlicher, aber es kam keine Spannung auf und ehrlich gesagt habe ich nach 200 Seiten das Buch abgebrochen. Ich weiß nicht, ob ich die Nachricht des Autoren nicht verstanden habe, oder warum ich einfach nicht in die Geschichte kam. Bei Amazon sind die Rezensionen durchweg positiv, aber ich fand es einfach nur langweilig. Nicht mal unterhaltend, sonst hätte ich es wenigstens zu Ende gelesen. Die Idee mit der Mid-Life-Crisis und dem plötzlichen Wandel nach Gier und Macht, hat mir vom Ansatz zumindest gefallen. Nur hätte man es in meinen Augen besser umsetzen können.

Gelesen habe ich diese zweihundert Seiten in drei Tagen. Ich musste einige Pausen einlegen, um einfach wieder Lust zum „Weiterlesen“ zu bekommen. Die Kapitel sind sehr lang, wodurch für mich das Lesen unterwegs erschwert wurde.

Da ich das Werk abgebrochen habe, kann ich es nicht empfehlen. Ich konnte mit dem Inhalt einfach nichts anfangen, aber es gibt sicherlich Menschen, denen das Buch gefällt. Wer positive Rezensionen einmal lesen möchte, sollte die bei Amazon lesen. So bekommt man einen anderen Eindruck vom Buch.

===Bewertung===
Mir hat dieses Buch null gefallen, sonst hätte ich es nicht abgebrochen. Der Ansatz ist gut, aber die Umsetzung war langweilig. Daher gibt es nur einen Stern.