Wolfgang Hohlbein - Teufelsloch

===Buchdaten===
Autor: Wolfang Hohlbein
Titel: Teufelsloch
Originaltitel: -
Verlag: Heyne
Erschienen: 2007
ISBN-10: 3453212215
Seiten: 237
Einband: TB
Kosten: 3,00€ gebraucht vom Flohmarkt
Serie:

===Inhaltsangabe===
In der Mine Devil's Hole geschehen seltsame Dinge. Harrison ist dort Ingenieur und steht vor einem Rätsel, denn seine Leute werden total aggressiv, seit sie in einem bestimmten Stollen arbeiten. Harrison stellt Nachforschungen an und entdeckt dabei einen alten Stollen, in dem eine völlig entstellte Leiche ist. Diese liegt dort schon über 50 Jahre, seit der Schließung dieses Stollens. Harrison lässt dies keine Ruhe und er stößt auf ein tödliches Geheimnis.

===Meine Meinung===
Wolfgang Hohlbein ist mein absoluter Lieblingsautor. Dementsprechend hab ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Außerdem hatte ich es in meinen Buchpaket doppelt. Daraus habe ich geschlossen, dass der Roman gut sein muss. Das Cover mit seinen leuchtenden Farben und dem Ungeheuer passte zu der spannenden Inhaltsangabe.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt damit, dass Harrison einem alten Indianer begegnet, der ihn vor dieser Mine warnt. Kurz nach der Warnung geschehen rätselhafte Dinge. Mitarbeiter werden gewalttätig, ein Stollen, soll unbedingt bearbeitet werden, ein Stollen wo nichts altert, rostet, verfault, dämonische Gestalten die auftauchen, Wunden die nicht heilen, sondern schlimmer werden und dieser furchtbare Gestank in der Mine. Diese Mine beherbergt ein grausames Geheimnis und Harrison setzt alles daran es zu lösen.
Schon von der ersten Seite war ich von der Geschichte gefesselt. Das Licht das Angst vor der Mine hat, das verheißt Spannung. Außerdem beschreibt der Autor so herrlich bildhaft, dass ich alles direkt vor meinem Auge sehen konnte. Sonnenuntergänge, Figuren, Emotionen sind authentisch vermittelt. Die Geschichte hält sich an einen roten Faden und wirkt dadurch gut strukturiert. Am Anfang ist deutlich was als nächstes passieren wird. Wer ähnliche Horror-Bücher oder welche vom Autor kennt, ahnt schon die Zusammenhänge. Einige Punkte waren mir auch zu vorhersehbar oder zu komisch. Zum Beispiel wusste ich, dass Markus ein falsches Spiel treibt, komisch fand ich aber, warum die Leute nicht gehen durften, so starben doch eigentlich nur Figuren, wenn sie nicht rechtzeitig den Ort verlassen haben. Warum war es damals anders, als jetzt. Diese kleinen, offenen Fragen stören den Lesegenuss aber in keinster Weise. Der Schluss wird für jeden Leser eine Überraschung. Ich habe mir während des Lesens meine Gedanken gemacht und war ehrlich überrascht, wie die Handlung abgeschlossen wird. Hier ist dem Autor ein genialer Schluss gelungen. Er hat das Leseerlebnis für mich nur abgerundet.

Für die Horror-Erzählung habe ich einen Tag gebraucht, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte Zwar ist die Idee nicht unbedingt neuartig, aber die Umsetzung lohnt sich in meinen Augen.

Empfehlen kann ich dieses Werk jeden,der gerne Horror-Bücher liest oder Fan des Autoren ist.

===Bewertung===
Wenn ich ein Buch verschlinge, kann es für mich nur fünf Sterne geben. Spannend, bildhafter Stil und ein überraschender Schluss sorgen hier für ein Lesevergnügen.