Arthur-Heinz Lehmann - Hengst Maestoso Austria

===Buchdaten===
Autor: Heinz Lehmann
Titel: Hengst Maestoso Austria
Originaltitel: -
Verlag: Ullstein
Erschienen: 1966
ISBN-13: 978-3795105518
Seiten: 144
Einband: TB
Kosten: 0,50€ Ebay
Serie: -

===Inhaltsangabe===
Der Reitlehrer Georg Hochleitner reist zum Gestüt Piber, um den Hengst Maestoso Austria zu sehen. Er verliebt sich in Marika, die seine Leidenschaft für Pferde teilt. Sie ist im Besitz der kostbaren Stute Deflorata.

Marikas Verlober Graf Ferencz , der ruder ihres verstorbenen Mannes, steht ihrer Liebe zu Georg jedoch im Weg. Erst über die Suche nach Maestoso Austria finden Marika und Georg schließlich zusammen.

===Meine Meinung===
Mein erster Lehmann „Glück auf vier Beinen“ wurde abgebrochen. Diesen Klassiker wollte ich jedoch trotzdem eine Chance geben. Am Ende habe ich mir geschworen, ich werde nie wieder ein Werk aus dieser Feder lesen.

Am Anfang war die Geschichte noch verständlich, wenn man sich an den altmodischen Stil gewohnt hat. Zitat Seite 8“ Aber als ich mich dann hochgerappelt habe und hineingehatscht bin ins Haus, da hätte ich doch den vertrackten Knöchel gegen zehn wunde Herzen austauschen mögen.“So würde kaum ein moderner Autor mehr schreiben. Trotzdem war für mich verständlich, dass Hauptfigur, die in der Ich-Form erzählt, Liebeskummer hat. Hatte mich bei dem anderen Buch so sehr der schwäbische Dialekt gestört, hatte ich die Hoffnung, dass dies hier nicht der Fall sein würde. Schließlich fing es ganz annehmbar an. Jedoch durfte ich schon auf Seite 9 feststellen, dass der Autor auch hier nicht darauf verzichtet. Zitat Seite 9:“Dö Haxn is beim Teifi.“ oder „ Fahr doch net mit aaner rossigen Stuten, daß mir der Hengst rebellisch wird. Der is aa bloß a Mensch!“ Wobei ich glaube, dass dies eher nach bayrisch klingt, als nach schwäbisch.
Am Anfang war dies alles noch akzeptabel, da die wörtliche Rede sehr kurz gehalten wurde und somit musste ich mich nur mit dem altmodischen Schreibstil ärgern. Wenn ich da noch die Hoffnung hatte, dass es auch im Verlauf nicht anstrengender wird, merkte ich aber bald, dass dieses Buch auf einen normalen Durchschnitt an wörtlicher Rede basiert. Kurz gesagt, es wurde sich viel unterhalten. Nach 50 Seiten habe ich den Kampf aufgegeben. Auch wenn ich einiges mehr verstanden habe, als beim meinem Lehmann-Vorgänger, war es für mich kein Lesevergnügen, sondern eher eine Qual. In diesem Fall habe ich mich entschieden, dass ich das Buch lieber abbreche. Ich habe mir lediglich noch die Pferdefotos, die über das Buch verteilt sind, angesehen. Darauf ist der Majestätische und auch seine Freundin zu sehen. Es handelt sich um Schwarzweißbilder mit einem Begleittext. Für mich das einzige Highlight im gesamten Buch.

Das Buch wurde 1956 verfilmt. Den Heimatfilm habe ich aber nie gesehen und kann daher keine Vergleiche ziehen.

Empfehlen kann ich das Buch nicht. Abgebrochen ist einfach nicht empfehlenswert.

===Bewertung===
Von mir bekommt dieses Werk lediglich einen Stern und diesen gebe ich sogar gerne. Zumindest die Fotos haben diesen Stern verdient.