Peter Mayle - Hotel Pastis

===Buchdaten===
Autor: Peter Mayle
Titel: Hotel Pastis
Originaltitel:
Verlag: Knaur
Erschienen: 2000
ISBN-13: 978-3426617427
Seiten: 463
Einband: TB
Kosten: gebraucht ab 3€ auf dem Flohmarkt
Serie: -

===Klappentext===
Wer hätte nicht schon einmal daran gedacht, dem Strapazeösen Alltag den Rücken zu kehren, ein ganz neuer Mensch zu werden, kurz: Auszugsteigen? Simon Shaw, erfolgreicher und gestresster Werbermanager und frisch geschieden, hat Job und Privatleben gründlich satt. Ein Kurzurlaub in der Provence und die Bekanntschaft mit der reizvollen und lebensklugen Nicole bringen plötzlich die große Veränderung, auf die er unbewusst gehofft hatte, denn Nicole macht ihm ein unwiderstehliches Angebot: Aus einer alten Gendarmerie in dem verschlafenen Ort Brassière-les-Eglises im Lubéron könnte man ein hinreißendes, romantisches Hotel zaubern!

===Meine Meinung===
Als ich das Buch damals auf dem Flohmarkt gekauft habe, wollte ich einfach etwas Abwechslung zum tristen Wetter haben und dazu ein lockeres, südliches Buch lesen. Die Cover-Farben sind in fröhlichen und leuchtenden Farben.

Zu Hause blätterte ich durch und wunderte mich, dass hinten ein richtiges Wörterbuch Französisch-Deutsch enthalten war. Ich spreche kein Wort dieser Sprache und wusste, dass ich es wohl brauchen würde. Trotzdem war ich schon nach 50 Seiten des Buches sehr genervt, als ich merkte, dass kein französisches Wort im Text auch nur übersetzt oder erklärt wird. Ich war tatsächlich gezwungen immer nach hinten zu blättern. Das hält beim Lesen nicht nur unnötig auf, sondern nervt auch. Bei mir ging der gesamte Lesefluss und damit das Vergnügen verloren. Kaum war ich in der Geschichte, musste ich auch schon wieder blättern und da ist es nicht schwer, wieder aus dem Rhythmus zu kommen. Wer die Sprache beherrscht dürfte sicherlich mehr Freude daran haben. Mir persönlich wäre eine im Text enthaltene Übersetzung lieber gewesen.

Die Geschichte beginnt in London, wo der gestresste Geschäftsmann von seinem Butler überredet wird, dass er eine Auszeit braucht. Butler sind schon etwas altbacken und langweilig. Trotzdem können sie auch lustig sein. In diesem Fall aber leider nicht und genauso wieder Butler steif ist, ist auch das Buch bis zu letzten Seite recht sparsam an Unterhaltung. Es plätschert einfach so vor sich hin. Leider kommt dabei weder Spannung noch das gewisse Etwas auf. Im Grunde reihen sich kleine Begebenheiten aneinander, aber es ist weder heiter, noch spannend, noch ironisch oder eine andere Eigenschaft, die ein gutes Buch ausmacht. Er geht auf alle Punkte eines Hotelaufbaus ein. Vom Bau, bis hin zu Personal, Einrichtung oder sogar Kochrezepten. Dabei fließt das französische Flair und die Personen mit ein. Mir persönlich fehlt aber der Pepp. Das Cover sprühte vor Leben und Farben, die im Buch aber nicht ansatzweise umgesetzt werden.
Die Charaktere sind schwach gestaltet. Einmal der reiche Hintergrund und dann der diebische, arme Hintergrund. Ich konnte mich weder mit der einen noch der anderen Seite identifizieren oder die Gedankengänge und Handlungen nachvollziehen. Für mich wahren die Figuren nicht bis zum Schluss durchdacht und passen teilweise gar nicht in die Geschichte.

Bis zum Schluss fand ich das Buch einfach nur noch total öde. Daher hab ich mich einfach nur schnell durch gequält und konnte es nach drei Tagen aus der Hand legen.

Empfehlen kann ich das Buch persönlich nicht. Für mich war es kein Erlebnis, sondern eher eine Zumutung. Da es aber ein Bestseller war, muss das Buch etwas haben, was andere Leser fasziniert. Dementsprechend kann ich es jedem empfehlen, der es einfach versuchen will. Meinungen sind zum Glück unterschiedlich.


===Bewertung===
Von mir bekommt das Buch zwei Sterne. Die Idee mag nett sein, aber das viele französisch, die nicht durchdachten Charaktere und die flache nicht ausgereifte Story, verdienen nicht mehr. Lediglich das Cover finde ich total klasse.