Wolfgang Hohlbein - Die Schwarze Bruderschaft

 
===Buchdaten===
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Die schwarze Bruderschaft
Verlag: Ueberreuter
Erschienen: 2001
ISBN-13: 978-3800028238
Seiten: 191
Einband: TB
Kosten: 4,95€
Serie: Operation Nautilus


===Eigene Inhaltsangabe===
Die Besatzung der Nautilus ist nach ihrem Abenteuer mit dem Meeresvulkan auf einem Urlaub in Kairo. Dort wollen sie sich entspannen, bis die Nautilus wieder seetüchtig ist. Im Hotel freunden sie sich mit eLady Grandersmith und ihren beiden Bodyguards an. Daher fällt es ihnen auch nicht auf, dass mit den drei Figuren etwas nicht stimmt. Dankend nehmen sie das Angebot der Lady an, in ihrem Haus zu wohnen, als sie aus dem Hotel fliegen. Es dauert jedoch nicht lange, bis sie ihr wahres Gesicht zeigt und die Besatzung der Nautilus bietet sie bei einem Bergungsversuch von einem Schatz zu helfen. Dieser Schatz befindet sich auf der Titanic und scheint gefährlicher zu sein, als die Besatzung erahnen kann.

===Meine Meinung===
Dieser Teil schließt genau an den vorherigen Teil an. Wer diesen jedoch nicht gelesen hat, wird trotzdem keine Probleme mit dem Einstieg haben. In wenigen Sätzen wird das ehemalige Abenteuer angerissen, die gesamte Besatzung der Nautilus eingeführt und die aktuelle Situation erklärt. Schon nach zwei bis drei Seiten ist somit auch jeder neue Leser ausreichend informiert und mit den Figuren vertraut. Gerade am Anfang habe ich mich über die Naivität von Mike gewundert. Sonst zeugt diese Figur von einer guten Menschenkenntnis. Hier vertraut er Lady Grandersmith sofort, obwohl es sehr deutlich ist, dass sie ein falsches Spiel spielt. Schon nach dem Hotelrauswurf hätte ihnen klar werden müssen, dass dies ein abgekartetes Spiel ist. Trotzdem begleiten sie Lady Grandersmith in ihr Haus. Bei diesem Buch dauerte es in meinen Augen sehr lange, bis wirklich eine gewisse Spannung aufgekommen ist. Nach rund 60 Seiten kommt ein Spannungshöhepunkt, der danach aber wieder schnell nach unten geht. So richtig spannend wird es dann erst wieder als sie sich mit ihren Wächtern auf die Suche nach der Titanic begeben. Immer rätselhafter sind die Figuren und der sagenumwobene Schatz. Nach dem letzten Teil, der sehr realistisch umgesetzt ist, merke ich hier sofort, dass es dieses Mal wieder in den unrealistischen Bereich übergeht. Die Titanic ist ein faszinierendes Schiff und es hat mir sehr gefallen, dass es in einem der Abenteuer eingebaut wird. Der Hintergrund, was den Schatz jedoch betrifft, fand ich doch sehr kindisch und unwahrscheinlich. Es passt zwar zu dieser Serie, da schließlich auch Atlantis in den Abenteuern vorkommt, jedoch ist das einfach eine Nummer zu erfunden. Wolfgang Hohlbein konstruiert sich durch dieses Abenteuer eine ganz neue Sichtweise über den Untergang der Titanic. Es ist erschreckend, wie er auf eine solche Idee kommt, aber ich persönlich konnte nur den Kopf schütteln. Die anderen Abenteuer sind zwar auch unrealistisch gewesen, aber trotzdem glaubwürdig, interessant und voller Fantasie. Hier ist es einfach eine übertriebene Fantasie. Auch wenn es logisch und nachvollziehbar ist, dass wenn es Atlantis gibt auch andere Welten vorhanden sein können.

Ich persönlich habe dieses Abenteuer an zwei Abenden gelesen, da ich endlich wissen wollte, welcher Schatz sich auf der Titanic befindet.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der die andere Bücher der Reihe schon gelesen hat. Als Quereinsteiger dürfte es zwar keine Probleme vom Einstieg her geben, die Umsetzung ist hier aber nicht so gut gelungen, wie bei den vorherigen Teilen. Daher sollte es lieber gelesen werden, wenn schon andere Teile bekannt sind, um nicht zu sehr enttäuscht zu werden.


===Bewertung===
Von mir bekommt das Buch lediglich drei Sterne. Auch wenn es keine realistischen Abenteuer sind, war mir dieser Teil doch zu unrealistisch. Außerdem war der ständige Spannungsabfall zu viel. Da kann ich diesem Teil nicht volle Sterne geben, wie seinen anderen Teilen.