Joan D. Vinge - Die Sommerkönigin II. Die Abkehr der Welt



===Buchdaten===
Autor: Joan D. Vinge
Titel: Die Sommerkönigin II. Die Abkehr der Welt.
Verlag: Heyne
Erschienen: 1993
ISBN-13: 978-3453072381
Seiten: 663
Einband: TB
Genre:Science-Fiction
Serie: Der Tiamat Zyklus

===Zitierter Klappentext===
"Die Sommerkönigin Moon Dawntreader sucht durch Reformen ihre Heimatwelt Tiamat vor dem Zugriff raffgieriger Außenweltler zu schützen. Doch Gefahr droht nicht nur von außen. Die Winter-Leute wollen den Tod ihrer Königin rächen, ein geisteskrankes Genie stört alles, was ihr lieb und teuer ist, und selbst ihre Familie wendet sich von ihr ab."

===Meine Meinung===
Nachdem ich mich durch den ersten Teil des Zyklus „Die Schneekönigin“ hindurch gequält hatte, war ich stark am überlegen, ob ich wirklich „Die Sommerkönigin“ lesen sollte. Zudem ist „Die Schneekönigin“ in zwei Teile unterteilt und ich hatte nur den zweiten Band. Gekauft ist gekauft und ich hatte die Hoffnung, dass dieses Werk vielleicht besser werden würde.

Diesmal durfte ich in die Rolle der Sommerkönigin schlüpfen und ihr bei dem Versuch ihren Heimatplanete Tiamat vor fremden Welten zu schützen. Dabei muss sie feststellen, dass sie nicht nur Feinde außerhalb von Tiamat hat, sondern auch in ihren eigenen Reihen Feinde findet.

Diesmal befasst sich die Autorin nicht nur oberflächlich mit anderen Planeten, sondern deutlich mehr. Während im ersten Buch noch ein Mix aus Science-Fiction und Fantasy war, kommt hier endlich eine deutliche Richtung zum Vorschein. Hier merkt man, dass es sich wirklich um Science-Fiction handelt. Die Autorin beschreibt detailliert und farbenfroh die fremden Welten und ihre Bewohner. Leider befasst sie sich in meinen Augen zu sehr mit diesen neuen Welten. Tiamat hingegen erscheint mit seinen Protagonisten recht blass. Zudem gelingt es der Autorin in diesem Teil noch weniger Spannung aufzubauen oder gar zu fesseln. Ich fühlte mich beim Lesen als Außenstehender, da ich zu keiner Figur eine Bindung aufbauen konnte. Zwar waren die Emotionen ausreichend beschrieben, aber ich konnte sie oftmals gar nicht nachvollziehen. Das lag daran, dass sie in meinen Augen nicht zu den Figuren passten. Ich bekam das Gefühl, dass die Autorin in diesem Band wirklich mehr Wert auf fremde Welten und deren Beschreibung legt, als auf die eigentliche Handlung. Selbst nach 100 Seiten war ich nicht in der Geschichte verwurzelt. Für mich macht das keinen Spaß, gerade da ich eh nicht für Weltraumabenteuer zu begeistern bin. Wenn dann die eigentliche Handlung noch schwach ist, dann hätte mich nicht mal mein Lieblingsgenre fesseln können. Aus diesem Grund habe ich dieses Buch nach 200 Seiten abgebrochen. Es lohnt sich einfach nicht Zeit in ein Buch zu investieren, wo der erste Teil schon schlecht war und sich dieser Band sogar noch schlechter wirkt.

Der leichte Märchenansatz, welcher bei der Schneekönigin noch zu merken war, fehlt hier fast gänzlich.

Empfehlen kann ich dieses Werk nicht. Auch wenn die Welten farbenfroh geschildert werden, ist der Rest einfach nur lahm.

===Bewertung===
Von mir erhält das Buch einen Stern. Werke, welche ich abbreche, da die Handlung weder spannend noch fesselnd ist, Charaktere nicht nachvollziehbar und blass erscheinen, und der Einstieg kein Ende nimmt, verdienen einfach nicht mehr.