Sophie Hannah: Nimmermehr

WORUM GEHTS 

Nie wieder. Nie wieder will Sally ihren Mann betrügen. Nie wieder die quengelnden Kinder als Last empfinden, wenn sie, aufgerieben vom Job, nach Hause kommt. Vorausgesetzt, dass sie ihre geliebte Familie je wiedersieht. Sally glaubt nicht mehr daran. Denn sie ist in der Gewalt eines Wahnsinnigen. Er hat gemordet und wird wieder morden. Und er verfolgt einen monströsen Plan … (Quelle: Klappentext)


Copyright Sarahs Bücherwelt
SARAHS MEINUNG

Nimmermehr ist auch das Wort was mir einfällt, nachdem ich das Buch endlich aus der Hand gelegt hatte. Während mich „Still Still“ noch überzeugen konnte, bin ich von diesem Buch maßlos enttäuscht.

In diesem Buch entführt die Autorin die Leser in verschiedener Familien. Sie versucht den Leser aufzuzeigen, wie anstrengend es ist, wenn man Kinder in die Welt setzt. Dabei übertreibt sie unerhört. Ich selbst bin Mutter eines 9jährigen Stiefsohnes und eines acht Monate alten Sohnes. Klar ist es nicht immer leicht, und man muss hinterher räumen, seine Belange hinten anstellen und es ist absolut stressig. Aus diesem Grund kann ich die Wahl der Thematik nachvollziehen. Allerdings kommen vier Familien in dem Buch vor. Alle vier haben Kinder und alle vier sind genervt, angekotzt und regen sich ständig darüber auf. Im Grunde kann man es als Heul-Arie bezeichnen. 70% des Buches sind Gejammer und das nervt.

Auf Grund der oben genannten Thematik sind die Protagonisten auch alles andere als gut. Zwar wirken sie gedankentechnisch wie normale Mütter. Sie machen sich Sorgen, sind genervt und lieben und hassen ihre Kids zu gleichen Teilen. Aber wenn man nur auf negative Protagonisten trifft, dann macht das Lesen schon keinen Spaß mehr.

Da kann auch kein klarer, bildhafter Stil helfen, der durch eindrucksvolle Beschreibungen versucht zu punkten. Oft wirkt alles in die Länge gezogen, da zu oft unwichtige Details in den Mittelpunkt gestellt werden. Genau dies ist auch der Grund dafür, dass kaum Spannung aufkommt. Jeglicher Versuch wird zusätzlich im Keim erstickt, da einfach zu viele Perspektivwechsel vorkommen. Mal wird aus Sicht von Sally beschrieben, dann begleitet man die verschiedenen Polizisten. Auch hier wird einfach zu viel geschwafelt.

Abgeschlossen wird das Buch durch einen haarsträubenden, unbefriedigenden und leicht kranken Schluss. Er ist zwar logisch, aber für mich nicht die beste Option.