Martin Abraham - Pulverträume

Heute möchte ich euch einmal ein Buch vorstellen, welches ich eigentlich nicht rezensieren wollte. Da ich aber ganz lieb um die Rezension gebeten wurde, mach ich es trotzdem einmal für euch.

===Buchdaten===
Autor: Martin Abraham
Titel: Groschendetektiv - Pulverträume
Verlag: BoD
Erschienen: 2012 4. Auflage
ISBN-10: 3848213311
ISBN-13: 9783848213313
Seiten: 160
Kosten: 9,90€
Serie: Groschendetektiv Bd. 1

===Leseinformationen===
Genre: Krimi
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Das mit dem Namensgleichen aus dem Süden ist ein ständiger Konflikt mit Amazon. Ich wohne in Kiel. Und mein Hauptbrötchenberuf ist Übersetzer (hauptsächlich skandinavische Sprachen) für Homepages, Computerprogramme usw. Was ich sonst so übersetzt (skand. Literatur) und geschrieben (Liedtexte, Artikel, Rezensionen) habe, findest du auf meiner Homepage:www.martinabraham.de

===Optischer Eindruck===
Optisch habe ich beim ersten Blick gekreischt, denn es sieht auf den ersten Blick aus, wie ein Buch aus der roten Krimireihe, die 80 / 90er Jahre im Goldmann-Verlag erschienen sind. Schlicht, passend und geheimnisvoll. Mit diesem Cover hatte mich der Autor sofort.

===Zitierter Klappentext===
Der GROSCHENDETEKTIV hat sich um seine Karriere gesoffen und bearbeitet nur noch kleine Fälle. Als er mit dem Trinken aufhören muss, kann er sich auf nichts mehr konzentrieren. Ein Freund schenkt ihm ein geheimnisvolles Pulver, das hellseherische Träume verursacht. Und tatsächlich funktioniert es. Aber dann ermittelt er auf eigene Faust in einem Fall von Fahrerflucht und stolpert in eine Sache, die für ihn viel zu groß ist. Und plötzlich ist sogar sein Leben bedroht. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===

===Videobesprechung===



===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Da es ein sehr kurzer Krimi ist, und ich nicht zu viel verraten mag, nur eine kurze Inhaltsangabe. Abgehalftert durch seine Alkoholsucht, versucht er wieder auf die Beine zu kommen ohne Alkohol und Co. Als Detektiv kann er ohne Alkohol jedoch nicht tätig sein, denn die Konzentration ist verschwunden. Alles ändert sich jedoch, als er ein Pulver geschenkt bekommt, dass ihm hellseherische Träume beschert. Alles läuft wieder besser, bis ihn ein Fall Kopf und Kragen kostet, denn nicht jeder möchte, dass der Fall gelöst wird.

===Sarahs meine Meinung===
Das Buch wurde mir vom Autoren zur Rezension überlassen, und eigentlich wollte ich sie mir verkneifen, denn der Autor hat wirklich alles angewendet, was ich persönlich hasse. Der Autor bat mich aber meine Begründung, die ich ihm geliefert hatte als Meinung zu verfassen, und das habe ich gemacht.

Ich liebe gute Detektiv-Geschichten, und Martin Abraham ist objektiv gesehen auch ein durchweg guter Kriminalroman gelungen. Bei mir fängt es jedoch schon mit dem Einstieg an. Ich persönlich bin ein Mensch, der nach all den Werken sagt, ich mag einfach keine Ich-Perspektive. Sie kann gut sein, aber meist dauert es ewig bis man sich in die Hauptfigur hineinversetzen kann und sie ein klares Bild im Kopfkino liefert. Leider gelingt es den meisten Autoren gar nicht. Das ist auch das Problem bei diesem Buch. Für mich war die Hauptfigur im Kopfkino so, als hätte sie eine Tüte über den Kopf. Sie reagiert logisch, ich lerne Eigenarten kennen, aber trotzdem ist sie mir fremd und ich kann sie mir einfach nicht vorstellen. Dadurch ist das Lesen schon etwas erschwert. Alles andere wird jedoch bildhaft und ausdrucksstark dargestellt, sodass sich wieder zeigt: Ich-Perspektive ist nur für wenige Autoren etwas.

Weiter geht es mit der wörtlichen Rede. Ich brauche einfach „...“ bei den Dialogen. Hier kann ich dem Verlauf perfekt folgen. In Pulverträume wird jeder Dialog mit einem Bindestrich gekennzeichnet. Klar ersichtlich, aber ich finde es schwerer zu verfolgen, wer was sagt. Bei kurzen Dialogen okay, bei längeren muss ich wirklich genau verfolgen, wer was sagt. Ein Punkt den ich persönlich gar nicht mag, denn wer so angespannt liest, weiß nach wenigen Seiten gar nicht mehr den Inhalt. Es hält sich hier in Grenzen, aber es stört eben den Lesefluss.

Und zu guter Letzt setzt der Autor auf hellseherische Fähigkeiten. Viele von euch wissen, wie sehr ich Werke von R. L. Stine liebe. Jugend-Thriller der Güteklasse. Auch er setzt ab und an auf mystische, magische oder ähnliche Fähigkeiten, wie Telekinese. Bei Gänsehaut-Romanen klasse, aber bei Fearstreet, wo es wirklich um spannende Fälle in der Realität geht, ist es fehl am Platze. Selbst hier vergebe ich weniger Sterne. In einem Krimi hat das auch nichts zu suchen. Es gibt in Südamerika sicherlich solche Pulver, aber ich finde in einem Krimi passt so ein hellseherischer Ansatz nicht hinein.

Drei Aspekte, die mir persönlich verhasst sind, klar das mir das Buch dann auch nicht so gefallen hat. Dabei ist es logisch, spannend und inhaltlich interessant. Der Autor legt ein gutes Tempo an den Tag, es wird nicht langweilig, und spannenden Momente fesseln gekonnt. Von dem Aspekt her ein Krimi wie er sein sollte.

Aus diesem Grund wäre das Buch objektiv beurteilt 4 Sterne wert. Ich kann aber nicht diese Punkte ansprechen und dem Buch viele Sterne geben, denn Rezensionen sind nun einmal subjektiv. Aus diesem Grund bekommt das Buch zwei Sterne, aber ich kann es allen, die sich eben an diesen Punkten nicht stören, was sicherlich sehr viele sind, zu 100% empfehlen.