Nikon Coolpix S6400 im Test

Auf meiner Suche nach einer perfekten Kamera darf ich euch nun wieder etwas Neues berichten. Diesmal hatte ich bei Amazon Vine wieder Glück gehabt, und habe eine Nikon ergattert. Gesehen und es war Liebe auf den ersten Blick. Ohne es mir weiter anzusehen, habe ich gesagt: Die muss ich testen, vielleicht ist sie meine ultimative Kamera. Wie ihr wisst, such ich die ja noch immer. Für Familienfotos, Produktfotos und Co benötige ich keine Spiegelreflexkamera, aber ich erwarte zumindest eine gute Bildqualität in allen Lebenslagen und auch eine gute Video-Aufnahme. Ist dann der Akku und die Bedienung Top, bin ich eigentlich wunschlos glücklich. Bis dato ist es meist an der Bildqualität oder der Bedienung gescheitert. Bei meiner aktuellen stört mich einfach die Micro-SD Card, die einen zusätzlichen Adapter bedarf, und das ich bei Produktfotos und Filmen oft das Problem habe trotz Programm und eigener Einstellungen, dass die Bilder im Nahformat oder im Dunkeln zu unscharf sind, oder eben überbelichtet. Trotzdem ist sie ein Fliegengewicht und irgendwo halt immer einen Tick besser gewesen, als die Vergleiche zu Austauschoptionen. Diesmal tritt die Nikon Coolpix S6400 zum Vergleich an, und zwar im tollen Königsblau. Ihr Preis liegt bei rund 249€, was ein angemessener Preis ist. Nicht zu teuer und nicht zu billig, Wobei ich natürlich nichts gegen billig habe, solange die Qualität stimmt.

===oo0oo...Das Datenblatt für Nerds...oo0oo===
'''Elektronik'''
Farbtiefe 24 Bit (16,7 Millionen Farben)
Sensor 1/2,3" C-MOS Chip mit 16.000.000 Bildpunkten
Dateiformat JPEG (.jpg), AVI-Video (.avi) oder WAV
Speicherung nach DCF-Standard ja
DPOF-Unterstützung ja (EXIF 2.2)
Speicherung druckrelevanter Aufnahmeeinstellungen Exif Print (EXIF 2.2)
Unterstützte Direkt-Druck-Verfahren PictBridge
Flash-Speicher intern 78 MByte
Wechselspeicher- Kompatibilität SD Card (SDHC und SDXC sowie Eye-Fi kompatibel)
Verbindung zum Computer USB-Schnittstelle (Version 2.0 Hi-Speed)
Sonstige Anschlüsse Anschluss für Netzgerät, Audioausgang, HDMI
Stromversorgung 1 x Lithiumionen-Akku, Kamera-spezifisch (740 mAh; 3,7 V)
Typ: EN-EL19
Netzgerät optional

'''Ausstattung'''
Wechselobjektivfassung nein
Brennweite entsprechend 35-mm-Kleinbildformat 12-fach Zoom, 25 bis 300 mm, zusätzliches digitales 4-fach Zoom
Filtergewinde nein
Schärfebereich 50 cm bis unendlich (Weitwinkel)
Scharfstellung Autofokus
Nahaufnahmen/Makro 10 cm (Weitwinkel)

Lichtempfindlichkeit ISO 125-1600 (automatisch)
ISO 125-3200 (manuell)
Belichtungssteuerung Programmautomatik
Verschluss mechanisch und elektronisch (Kombination)
Belichtungszeiten 1/1.000 s bis 4 s (manuell)
Blenden F3,1 (Anfangslichtstärke bei Weitwinkel)
F6,5 (Anfangslichtstärke bei Tele)
Manuelle Belichtungskorrektur +/- 2 in 1/3 Stufen
Sucher LCD-Monitor
LCD-Monitor 3" TFT-LCD-Monitor (Touch-Screen) mit 460.000 Bildpunkten
Blitzgerät eingebaut ja, Blitz ein, Blitz aus, Automatikblitz, Funktion zur Vermeidung roter Augen, Aufhellblitz, Langzeitsynchronisation
Selbstauslöser 3 s oder 10 s (wahlweise)
Fernsteuerung vom Rechner k. A.
Menüsprachen wählbar Tschechisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Finnisch, Französisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Holländisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Thailändisch, Chinesisch
Videoaufzeichnung H.264
1920 x 1080 Bildpunkte (30 Bilder pro Sekunde)
1280 x 720 Bildpunkte (30 Bilder pro Sekunde)
640 x 480 Bildpunkte (30 Bilder pro Sekunde)

'''Sonstiges'''
Sonstige Belichtungsautomatik + (Automatik und weitere 20 Belichtungsprogramme); manueller Weißabgleich; verschiedene Verfahren zur Belichtungsmessung (Matrix- bzw. Mehrfeldmessung über 256 Messfelder, mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung); Serienbildfunktion bis 10 Bilder pro Sekunde Serienbildfunktion ( nur bei hoher Auflösung); Panoramaunterstützung ; Tonaufnahme ; Bild-Effekte(Sepia Tönung, Weichzeichnung; Selektive Farbe; Sterneffekt; Fisheye; Miniatureffekt; Gemälde; Spielzeugkamera 1 & 2; Superbrillant; Sepia; Blauton; Pop; Crossentwicklung (Rot, Blau, Gelb, Grün); High Key; Low Key; High-ISO-Monochrom); S/W-Modus; Anzeige des Batteriezustandes; Anzeige des verbleibenden Speichers; Anzeige aller Aufnahmen im Bildindex; Anzeige von Datum und Uhrzeit; Speicherung von Datum und Uhrzeit für jede Aufnahme; Stativgewinde; Metall-Gehäuse; optischer Bildstabilisator (Lens-Shift); Verwacklungswarnanzeige; Porträt-Autofokus mit Gesichtserkennung zur automatischen Scharfstellung auf die Augen des Motivs; Active D-Lighting;

'''Abmessungen und Gewicht'''
Abmessungen B x H x T 95 mm x 59 mm x 27 mm
Gewicht 150 g (betriebsbereit)

'''Lieferumfang'''
serienmäßig EN-EL19 (Li-Ion)-Akku
Netzadapter mit Ladefunktion MH-69P
USB-Kabel UC-E6 Audio/Video-Kabel EG-CP16
Trageschlaufe
Tragegurt AN-CP19Kamerasoftware ViewNX 2
===oo0oo...Was verspricht der Hersteller...oo0oo===
Mit der schlanken Nikon COOLPIX S6400 verleiht man all seinen Fotos und Filmen einen eleganten Touch. Der 16-Megapixel-CMOS-Sensor mit rückwärtiger Belichtung und das Objektiv mit optischem 12-fach-Zoom sorgen bei allen Lichtverhältnissen für brillante Fotos und Filme. Intelligente Touchscreen-Menüs unterstützen die intuitive Navigation und ermöglichen den schnellen Zugriff auf eine ganze Reihe verschiedener Fotoeffekte. Man steckt die COOLPIX S6400 einfach in die Hosentasche, wenn man mit Freunden ausgeht, oder in den Rucksack, wenn man um die Welt reist. Von perfekten Porträts bis hin zu fantastischen Landschaftsaufnahmen - man fotografiert mit Stil, bei jeder Gelegenheit.

===oo0oo...Und was sagt der Test...oo0oo===
Die Nikon Coolpix S6400 ist ein echtes Leichtgewicht und richtet sich an Leute, die einfach anschalten und losknipsen wollen. Also theoretisch genau das, was ich suche. Anschalten, losknipsen und mir endlich nicht mehr Gedanken machen müssen, ob die Belichtung stimmt, ob ich weit genug weg bin, ob der Blitz zu grell erscheinen wird oder vieles mehr. Meine Samsung DV300F ist eigentlich ein kleines Wunder, aber mich stört es oft genug, wenn die Bilder zu grell werden, man bestimmte Kleinigkeiten nicht lesen kann oder ähnliches. Inzwischen kann ich zwar schon alles sehr gut einstellen, aber als Mama und Bloggerin bin ich eben faul. Es soll eben einfach schnell gehen und ein tolles Ergebnis bringen.

Klein, leicht und ein farbliches Wunder
In die hellblaue Farbe der extrem schlanken Kompaktkamera habe ich mich sofort verliebt. Es gibt sie sonst auch noch in rot, lila, silber und schwarz, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Vorne ist das eigentlich sehr dünne Gehäuse an einer Stelle mit 2,7cm etwas dicker als der Rest, was aber auf Grund des großen Zooms verständlich ist. Trotzdem ist sie ein schlankes Wunder im Vergleich zu vielen anderen Modellen. Meine DV300F kam mir schon schlank vor und sie hat eine Dicke von 4,8cm. Dafür ist sie mit 118g minimal leichter als die S6400, die schon lachhafte 150g auf die Waage bringt. Die S6400 liegt dementsprechend super in der Hand und ist auch für lange Videos oder Fotostrecken super zu gebrauchen. Das Besondere ist auf der Rückseite das große 3 Zoll Display, das mit 460.000 Pixeln eine scharfe Vorschau bietet. Auf den ersten Blick Standard, aber ist es nicht, denn das Display bietet eine Touchscreenfunktion, die definitiv besser als die kleinen Menütasten sonst am Rand sind. Selbst Männer mit breiten Fingern werden keine Probleme haben. Was aber nicht heißt, das schlanke Finger keinen Vorteil hätten.

Handbuch oder Selbstläufer
Die Bedienung der Coolpix ist generell einfach. Gerade für Laien oder Hobby-Fotografen das Richtige. Profis und erfahrene Fotografen könnte dies aber zu billig oder langweilig sein, denn im Grunde gibt es eine Belichtungs-Automatik oder einen manuellen Zugriff auf 20 Motivprogramme. Einzig eine Belichtungskorrektur könnte man nutzen, sofern man sie benötigt. Gegebenenfalls kann noch einfach über das Touchscreen etwas scharfgestellt werden, aber auch dies ist nicht wirklich nötig. Im Test zeigte die Kamera sich jedoch so von ihrer guten Seite, dass dies nie nötig war. Die Automatik-Einstellungen funktionieren vorbildlich.

Einblicke in den Alltag
Während meiner Testphase hatte ich wirklich mal nichts zu meckern. Der 12fach Zoom mit einem Brennweitenspektrum von 25-300mm bietet alles, was man in meinen Augen Privat für normale Fotos benötigt. Der optische Bildstabilisator macht einen guten Job, wie ich finde. Was die Lichtstärke betrifft, ist sie Standard für diese Preisklasse. Sie liegt bei f3,1 bis f6,5. Und der Makromodus hat eine Naheinstellgrenze von 10cm, was bei der DV300F schon 5cm waren. In den Punkten liegt die Kamera ungefähr in dem Bereich was ich gewohnt bin, sieht man einmal von dem Zoom ab. Im Nahbereich schwächeln also auch hier einige Bilder, dafür erkennt das Programm Motive definitiv besser, und so heißt es an einem regnerischen Tag nicht Nachtmodus mit Stativ. Zudem wirken die Bilder im direkten Vergleich nicht so grell, sondern natürlicher, wenn man den Blitz verwendet. Zudem sind die Bilder alle sehr gut geworden. Auch beim Heranzoomen hatte ich nicht das Gefühl, dass ich danach einen Pixxel-Salat vor mir hatte. Definitiv einen Tick besser, als meine DV300F.
Ein großer Vorteil ist zudem, dass das Umstellen im Allgemeinen einfach viel besser geht. Bei meiner DV300F hat es mich immer genervt, dass ich mich lange durch ein Menü arbeiten musste, um dann noch einige Zeit zu warten, bis ich endlich die gewünschte Aufnahme machen konnte. Im Normalfall ist es nicht schlimm wenn man im Foto-Modus ist und dann rund eine Minute braucht, bis endlich ein Film aufgenommen werden kann. In der Praxis ist es jedoch tödlich, wenn man gerade etwas wirklich witziges aufnehmen und es dabei schnell gehen muss. So zum Beispiel bei Kindervideos. Hier geht es deutlich schneller und zudem in gleicher Qualität, da auch diese Kamera HD-Videos aufnehmen kann und der Ton in meinen Augen sehr gut ist. Auch das Anschalten ist viel schneller. Hier benötigte meine meist fünf Sekunden und dann musste ich meist erst schauen, ob ich Film oder Foto ausgewählt habe, um dann endlich ein Bild knipsen zu können. In der Regel vergeht so eine ganze Minute. Bei der S6400 geht es in meinen Augen deutlich schneller, wobei ich aber nie gestoppt habe.

Zum Spielen gibt es noch 30 Spaßprogramme, die besonders die jüngere Generation gerne nutzt, um Bilder zu verschönern. Es funktioniert sehr gut, und ist auch mal lustig, wird jedoch von mir eigentlich nicht genutzt. Allerdings sind es nette Optionen wie knallige Farbe, nostalgischer Touch oder ähnliches. Selbst ein 3D Modus oder eine Panoramaoption gibt es. Spielkram für Spielkinder.
Einen Nachteil habe ich noch entdeckt, es gibt wieder keine 1MP Bilder. VGA oder 2MP sind die Einstellungen. Ich weiß, für viele ist das egal, aber ich fand 1MP immer gut von der Größe her, wenn es um Produktfotos für meinen Blog ging. Nun nutze ich VGA oder 2MP ich muss mal schauen.

Akku oder wie siehts aus
Der Akku ist mir natürlich auch sehr wichtig. Dieser hält ewig. Der Akku kann über USB oder ganz normal mit einem USB-Netzadapter an der Steckdose aufgeladen werden. Der Akku überzeugt. Ich drehe nur kurze Videos von 5-15 Minuten und mache in der Regel 50-100 Fotos in der Woche. Der Akku war nach einer Woche noch rund 50% voll. In unserer Testwoche hatte ich 76 Fotos und 3 Video-Clips gedreht, wobei natürlich pro Video sicherlich 10 Anläufe nötig waren.

===oo0oo...Sarah hats getestet sagt: ...oo0oo===
Alles in allem eine gute Kamera, die optisch schon einmal beeindrucken kann, und auch von der Bildqualität nicht zu verachten ist. Auch hier geht es besser, aber zum ersten Mal heißt es bei mir nicht: Die DV300F ist dann doch einen Tick besser, sondern: Ade DV300F. Akku, Nachtbilder, Zoom, Umstellen und Schnelligkeit, sowie der Touch-Display gefallen mir doch besser, da nehme ich auch die fehlenden 1MP in Kauf

+ Zoom
+ Bildqualität außer im Nahbereich
+ Akkulaufzeit
+ Aussehen, Verarbeitung und Handlichkeit
+ Touchscreen
+ Schnelligkeit

- Nahaufnahmen
- 1MP nicht als Größe einstellbar


NACHTRAG vom 4.3.2013.
Inzwischen bin ich von der Kamera nicht mehr so begeistert. Im Alltag zeigt sie ihr wahres Gesicht und mich enttäuscht dieses sehr. Besonders der Akku kann nicht überzeugen. Er hält zwar sehr lange, aber das Problem ist, dass ohne Vorwarnung die Kamera ausgeht, und dann der Akku leer ist. Nun könnte man es der Anzeige vorab entnehmen. Praktisch zeigt sie jedoch noch halbvoll, und so kann man nie wissen, wann sie ausgeht. Teilweise sogar ohne Vorwarnung in einem Video. Für mich als Bloggerin ein No-Go. Zudem muss ich der Kommentatorin "Wir-Testen-und-Berichten" recht geben. Auch hier stimmt oft der Focus nicht. Deswegen sind auf die Dauer gesehen viel mehr Bilder unscharf. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu blöd. In dem Ausmaß hatte ich jedoch noch nie Probleme und dementsprechend, bin ich in letzter Zeit eher genervt.  

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