Mann unter Feuer

===Buchdaten===
Autor: A. J. Quinnell
Titel: Mann unter Feuer
Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: Goldmann; Auflage: 1 (2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442458129
ISBN-13: 978-3442458127
Kosten: 0,01€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Drama / Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
A. J. Quinnell (* 25. Juni 1940 in Nuneaton, Warwickshire, Großbritannien; † 10. Juli 2005 in Gozo, Malta; bürgerlicher Name Philip Nicholson) war ein Mystery- und Thrillerautor.

Mehrere der von ihm in seinen Büchern beschriebenen Personen traf er tatsächlich auf seinen vielen Reisen. Er war dreimal verheiratet. Seine letzte Frau Elsebeth Egholm ist eine dänische Mysteryautorin. (Quelle: Wikipedia)

===Optischer Eindruck===
Das Cover stellt eine Szene aus dem Film dar. Passt und macht Lust auf das Buch.

===Zitierter Klappentext===
Auf dem Tiefpunkt seines Lebens wird dem desillusionierten Ex-Soldat Creasy von einem alten Freund ein Job vermittelt: Er soll die zehnjährige Tochter einer wohlhabenden Familie beschützen. Obwohl er sich zunächst dagegen wehrt, entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen dem Bodyguard und dem kleinen Madchen. Doch als sie bei einem Entführungsversuch getötet wird, schwört Creasy blutige Rache . (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Creasy ist ein ehemaliger Söldner, der sich in der Nacht dem Alkohol hingibt. Auf dem Tiefpunkt seines Lebens hilft ihm sein ehemaliger Kollege und beste Freund einen Job als Bodyguard zu finden. Als Leibwächter soll er die Tochter einer reichen Familie betreuen. Nachdem eine von Pintas Freunden entführt wurde, musste sie die Schule gegen eine Gouvernante tauschen. Inzwischen ist sie 11 Jahre und hat die Nase voll. Da ihre Eltern zur Zeit auch nicht genügend Geld haben, ist eine staatliche Schule in Mailand nur eine Frage der Zeit. Nur ihre Mutter möchte eben, dass sie vor einer Entführung geschützt wird. So kommt Creasy trotz seines Alkoholproblems zur Familie. Mit der Zeit gelingt es Pinta sich mit ihm anzufreunden. Doch alles verändert sich mit der Zeit. Erst muss er feststellen, dass er bei einem Attentat auf eine andere Person nicht hätte rechtzeitig da sein können, wenn dieser seiner Auftraggeberin gegolten hätte, dann schläft er zudem mit ihr und zu allem Überfluss wird er angeschossen und Pinta entführt. Bei dieser Entführung kommt Pinta ums Leben, und so schwört Creasy nach seiner Genesung Rache. Nach und nach will er alle, die dafür verantwortlich sind, töten.

===Sarahs meine Meinung===
Das vorliegende Buch ist erstmals unter „Der Söldner“ erschienen. Es wurde mit Denzel Washington verfilmt und es ist einer der vielen Filme, die ich mir nie angesehen habe, obwohl ich den Schauspieler sehr schätze. Dementsprechend habe ich mir das Buch zum Film vor einigen Wochen bei einer Tauschbörse ertauscht.

Der Einstieg in das Buch beginnt schon recht verwirrend. Ich weiß nicht, ob das Original besser ist und es einfach auf Grund der Filmbasis so schlecht geworden ist, aber ich fühlte mich anfangs recht hilflos. Man wohnt einer Entführung bei und wird plötzlich an die Seite eines anderen Jungen gesetzt, der einen Mann beobachtet. Damit ist der Prolog beendet und man wird den Eltern von Pinta vorgestellt. Es ist eine typisch reiche Familie, die eigentlich alles mit Hypotheken beliehen hat und bei dem ein Teil nichts von den Problemen wissen will. Obwohl die Familie authentisch dargestellt wurde, konnte ich keine Verbindung zur Familie herstellen. Das Problem liegt hier aber auch an der Lustlosigkeit des Autors. Emotionen bleiben einfach nur an der Oberfläche, sodass dem Leser egal ist, was mit den Figuren passiert. Spätestens als ich den ersten Fehler bemerkte, war ich schon richtig enttäuscht. Laut Klappentext ist Pinta ein zehnjähriges Mädchen. Im Buch ist sie jedoch mit 11 Jahren beschrieben. Ein Fehler, der eigentlich nicht passieren sollte.

Anfangs springt das Buch noch zwischen der Familie und Creasy hin und her. Auch hier erfährt man viel über den guten Freund von Creasy, deren Kennenlernen und die regelmäßigen Treffen. Eine schöne Sache, die jedoch recht zähflüssig und langatmig ist. Im Film sicherlich spannend eingebunden, aber hier gelingt es dem Autoren in meinen Augen nicht mich zu fesseln. Das Hauptproblem war einfach, dass ich wusste was kommen würde. Erst zur Hälfte des Buches tritt dann eben diese Entführung samt Tod ein. Erst danach könnte es spannend und bewegend werden. Leider empfand ich diese Darstellung auch nicht gerade fesselnd. Einfach weil die emotionale Ebene in meinen Augen nicht gut beschrieben wurde. Es ist eins der Bücher, wo ich wirklich sage, ich bin froh, dass es zu Ende ist. Da ich mich damit nicht zufrieden geben wollte, habe ich sogar extra den Film in der Videothek ausgeliehen. Der Film ist 1000fach besser. Einfach weil hier alles nicht so plump dargestellt wurde. Hier würde ich nun gerne einmal den Vergleich zum Original-Buch ziehen.

Mich konnte diese Umsetzung nicht überzeugen, sodass ich dem Buch nur 2 Sterne gebe. Die Story ist sicherlich mit viel Potential gesegnet, wie auch die Verfilmung zeigt, aber in diesem Fall hat mir das Buch zum Film mal so gar nicht gefallen.

===Abschließendes Fazit===


Pro: Idee,
Contra: Fehler, langatmiger Stil
Empfehlung: Nein, 2 Sterne