WMF Filterkaraffe Dara - Auf die Dauer zu teuer


Vor einigen Monaten habe ich mir einen Tischwasserfilter geholt und war eigentlich sehr zufrieden mit ihm. Allerdings sind die Kartuschen doch recht teuer. 3 Kartuschen kosteten für den Tischfilter 19,99€. Bei WMF gibt es für 10€ mehr insgesamt 6 Dara-Kartuschen, und das ist doch deutlich günstiger. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden einfach mal dieses Modell auszuprobieren, als ich die Möglichkeit bekommen habe, sie bei Amazon-Vine zu testen.


PREISLICHE FAKTEN
Den Tischfilter gibt es in verschiedenen Farben und er hat eine UVP von 29,95€. Das weiße Modell gibt es jedoch schon für unter 20€ bei Amazon. Und die 6 Filterkartuschen gibt es für das Modell Dara für 29,98€.

HERSTELLER
WMF
Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft
Eberhardstraße
D-73312 Geislingen/Steige

PRODUKTMERKMALE
# Material: hochwertiger Kunststoff, weiß
# Produkteigenschaften: Fassungsvermögen: 3,8 l, gefiltert 1,8 l
Karaffe und Trichter (ohne Deckel) für die Reinigung in der Spülmaschine geeignet.
Wasser aus der Filterkaraffe schmeckt aromatischer, Kaffee und Tee entfalten mehr Geschmack.
Mg2+ Technology mit der doppelten Wirkung: Entzieht Leitungswasser Kalk und Stoffe, die den Geschmack beeinträchtigen. Mineralisiert mit Magnesium.
# Maße :Volumen in l 3.80
# Eigenschaften: Automatische Filterwechselanzeige mit Pause- und Sicherheitsfunktion im Deckel. Große Öffnung für einfaches Befüllen. Passt ins Getränkefach handelsüblicher Kühlschränke. Wasserbehälter ohne Deckel für die Spülmaschine geeignet. Kartusche spätestens alle 4 Wochen austauschen.

IM TEST
Optisch kann das schlichte Basic-Modell Dara überzeugen. Zwar sieht es nicht so peppig aus, wie mein alter Wasserfilter von BWT, der in Pink war, aber auch schlichte Farben haben ihren Reiz und wirken dezenter und edler. Eine große Öffnung zum Befüllen sorgt dafür, dass dies leicht von der Hand geht. Zusätzlich ist im oberen Bereich ein Zähler integriert, der leicht abzulesen ist. Unten sind Gummifüße, damit sie nicht rutschen, und durch das schlanke Design passt sie perfekt in die Kühlschranktür und nimmt wenig Platz im Geschirrspüler weg.

Vor dem ersten Gebrauch sollte das Gerät mit milden Seifenwasser gereinigt und mit klarem Wasser ausgespült werden, für den Fall, dass sich doch Staub oder andere Partikel innen abgesetzt haben. Die Kartusche selbst kann und sollte vor dem Gebrauch selbst 5 Minuten in kaltes Wasser eingelegt und danach erst eingebaut werden.

Dank der großen Öffnung im Deckel braucht dieser nicht abgenommen zu werden, um befüllt zu werden. Diese Öffnung hat einen selbstschließenden Mechanismus. So öffnet er sich durch einen Kippmechanismus und lässt Wasser ein, aber hält 100%ig das Wasser im Behälter. 
 

Die digitale Zähluhr zählt die Befüllungen und erinnert euch automatisch, wenn eine neue Kartusche eingebaut werden sollte. Allerdings sollte generell, sofern es nicht vorher schon der Fall ist, spätestens nach vier Wochen eine neue Kartusche eingesetzt werden. So vermeidet man, dass sich schädliche Keime festsetzen. Allerdings finde ich den Zähler eigentlich unnötig, so wie ich es auch schon bei dem BTW unnötig fand. Die Karaffe hat ein gefiltertes Volumen von 1,8l. Bei uns, meine Kids mischen ja immer fleißig, reicht eine Karaffe einen ganzen Tag. Länger sollte das Wasser auch nicht genutzt werden, wegen Bakterien. Bei uns haben wir also 28-35 Nutzungen bis es heißt – wechseln. Man nutzt es also nicht vollends. Außerdem finde ich die Angabe der Kartusche hier sehr widersprüchlich. Die Longlife-Kartusche soll 120l oder 85 Füllungen reichen, spätestens nach vier Wochen jedoch getauscht werden. 85 Befüllungen sind jedoch 153l. Also theoretisch würde nach 67 Befüllungen, was rund 120l sind, die Kapazität ausgegangen sein. Oder stehe ich auf den Schlauch? Von daher finde ich den Zähler so oder so überflüssig.

Doch wie schmeckt das Wasser? Obwohl wir hier in Neumünster eigentlich recht weiches Wasser haben, zumindest war dies bei uns im alten Haus so, ist es hier sehr schlimm. Deswegen haben wir vor einiger Zeit auch in den Badezimmern Wasserachten einbauen lassen. In der Küche haben wir jedoch eine spezielle Größe, die es dort nicht gibt. So heißt es bei uns entweder Tischwasserfilter, kalkhaltiges Wasser oder die wenigen Schritte ins Bad. Für alle, die nicht wissen was eine Wasseracht ist, eine kurze Erklärung. Wasserachten sind spezielle Dichtungen, die in den Wasserhahn eingebaut werden. Durch ihre Form wird das Wasser auf eine bestimmte Art und Weise bewegt wird, wie in der Natur, wo es im Übrigen keine Kalkablagerungen gibt, oder habt ihr ihm Fluss schon einmal Felsen oder Steine mit Kalk gesehen!?

Ich selbst bin nicht der Fan von Leitungswasser, sondern bevorzuge die Variante mit Kohlensäure. Meine Kids trinken jedoch gerne Saft mit Leitungswasser verdünnt oder auch mal pur.

Bei unserem alten Wasserfilter haben wir schon gemerkt, dass das Wasser weicher schmeckt und das Wasser mit den Wasserachten ist wirklich sehr klar, ohne Partikel und wenn wir dieses Wasser nutzen, setzt sich in der Tat kein Kalk ab. Wir haben nun das gute Wasseracht-Wasser mit unserem neuen WMF Wasserfilter verglichen und man merkt, dass es im Vergleich zu einer Probe ohne Filter wirklich klar ist, untereinander ist jedoch kein Unterschied sichtbar. Die Getränke schmecken in meinen Augen mit gefilterten Wasser intensiver. Den Kindern ist es jedoch völlig egal, ob mit oder ohne Filter. Da wird kein Unterschied geschmeckt, aber mit knapp 2 und 10 Jahren, achtet man auf so was auch noch nicht.

ABSCHLIEßENDES FAZIT
Der Wassertischfilter filtert das Wasser sehr gut und gerade bei Kaffee oder Tee schmeckt man heraus, dass es intensiver ist, wenn kein Kalk vorhanden ist. Wer hartes Wasser hat, wird mit diesem Produkt sicherlich glücklich, denn er funktioniert einwandfrei und erfüllt seinen Zweck. Ist das Wasser jedoch in Ordnung, wird man kaum einen Unterschied merken. Das sollte vor dem Kauf einkalkuliert werden. Genauso wie der Nachkauf der Kartuschen, und der regelmäßige Wechsel nach vier Wochen. Als ich noch keine Alternativen kannte, fand ich einen Tischwasserfilter nicht schlecht, da ich es nur für meinen damals 10 Monate alten Sohn haben wollte. Allerdings sind die Kosten schon recht hoch, und was den Kalk betrifft, finde ich meine aktuelle Lösung mit den Wasserachten, die schnell eingebaut sind, und deutlich preiswerter sind, viel, viel besser. Hier muss man einmal wenige Minuten Einbauzeit einkalkulieren und schon hat man weiches Wasser. Allerdings werden hier keine anderen Stoffe gefiltert, sodass die günstige Alternative nur etwas für jemanden ist, dem es wiriklich um Kalk geht.

*Damit alles seine Ordnung hat. Es handelt sich um ein kostenfreies Testprodukt. Diese Tatsache hat keinen Einfluss auf meine Bewertung.