Wiko Cink Peax 2 im Test

In Frankreich schon auf Platz 1, versucht der Handy-Hersteller Wiko nun auch Deutschland zu erobern. Eins seiner ersten Modelle, ist das Cink Peax 2, ob es mit den Deutschen Lieblingen, wie dem Samsung Galaxy S3 oder dem iPhone 5 mithalten kann, und was uns zu erwarten hat, haben wir für euch unter die Lupe genommen.  



'''o0o...Preisklasse...o0o'''
Das Einsteigermodell aus dem Hause Wiko wurde mit einer UVP von 199€ angesetzt.

'''o0o...Technische Details...o0o'''


'''o0o...Für euch getestet..o0o'''
Wie wohl die Mehrheit aller Deutschen, besitze ich ein Samsung Galaxy während mein Mann auf iPhone schwört. Dementsprechend sind wir neugierig, ob Wiko uns überzeugen kann.

BENUTZERHANDBUCH 
Wie es sich für ein Smartphone gehört, gibt es ein kleines Benutzerhandbuch. Obwohl die Mehrheit der User sicherlich nie einen Blick hineinwerfen wird, da die Benutzung in der Regel sehr intuitiv ist, gibt es immer wieder Nutzer, die sich erst einlesen möchten. Das Handbuch ist leicht und verständlich beschrieben, dafür aber relativ kurz gefasst, sodass nur die wichtigsten Punkte aufgenommen wurden.  
 



OPTIK 
Optisch ist das Smartphone ein echter Hingucker. Auf den ersten Blick erinnert das Modell mit seinem 4.5 Zoll großen Display an das Samsung Galaxy S3. Schaut man sich das Smartphone jedoch von der Rückseite an, zeigt sich schon hier, dass dem nicht so ist. Optisch tendiert es genauso in Richtung Mobistel Cynus F3. Besonders die etwas hervorgehobene Kamera auf der Rückseite sticht hier heraus. Dadurch bekommt das moderne Smartphone einen leichten Retro-Touch, verliert aber nichts von seiner guten Handlichkeit. Mit seinen 124g liegt es federleicht in der Hand und eignet sich sowohl für kleine Frauenhände, als auch größere Männerhände. Das Cink Peax 2 gibt es im Übrigen in zwei Farben. Bei dem schwarzen Hochglanzmodell wird auf der Rückseite jede Fingerabdruck gleich strafend angeprangert. Bei unserem weißen Modell, ist dies zwar auch vorhanden, aber nicht so sichtbar. Die Anschlüsse und Tasten sind sauber angepasst. Unten befinden sich drei Touchtasten, links an der Außenseite die Lautstärkenwippe und rechts der An/Aus-Schalter. Lediglich die Plastik-Rückseite wirkt etwas dünn und billig, aber hier finde ich, dass auch das Galaxy S3 leicht schwächelt. Bei dem weißen Modell wird man jedoch Kratzer nicht so schnell sehen. Ansonsten aber ein hochwertiger, moderner, jugendlicher und edler Eindruck.


EINSTIEG 
Der Einstieg ist sehr angenehm gestaltet. Deckel ab (unten rechts ist die Öffnungshilfe) eine oder zwei Simkarten einlegen (Sim Karte 1 und 2 ist sichtbar beschriftet), Akku einlegen und Deckel wieder rauf. Hinein kommt eine handelsübliche Sim-Karte, aber auch eine Micro-Sim stellt kein Problem dar. Danach kann es gleich eingeschaltet werden, da der Akku halbwegs geladen war. Nachdem ersten Einschalten bekommt der User einige Punkte erklärt, muss jedoch keine allgemeinen Einstellungen in Bezug auf Uhrzeit oder Datum vornehmen, denn dass passiert automatisch. Weiter geht es sofort mit den individuellen Einstellungen, die viel Spielkram für euch bereithalten. Hintergrundbilder, Farbschema, Klingeltöne für beide Sim-Karten, Wlan Einstellungen, Email-Konto und vieles mehr. Es ist alles sehr leicht und auch wenn man noch nie ein Smartphone besessen hat, dauert es nur wenige Minuten, bis man mit der Benutzeroberfläche klarkommt.


DISPLAY 
Vom Display her bin ich persönlich minimal enttäuscht. Bei der Auflösung muss man natürlich das Preisleistungsverhältnis beachten. Das Display ist ausreichend groß, hat dank einer qHD Auflösung auch eine gestochen scharfe Optik, verfügt über brillante Farben und Multitouch Funktionen. Was mich persönlich stört, ist die Tatsache, dass bei diesem Modell auf Gorilla Glas verzichtet wird. Wenn selbst bei einem Kindersmartphone (Nokia Asha 311), welches rund 100€ kostet, schon Gorilla Glas genutzt wird, sollte bei einem hochwertigeren Modell nicht daran gespart werden. Es muss nur ein Sandkorn in der Tasche sein und schon geht etwas schief. Dies ist jedoch nur eine Kleinigkeit, denn viele Smartphones haben dieses Glas noch nicht und so wird auch hier eine typische Schutzfolie helfen. Damit der Display nicht zu sehr den Akku strapaziert, könnt ihr im Übrigen einstellen, wie schnell er sich abschaltet. Ab 15 Sekunden könnt ihr aufwärts wählen. Ich persönlich finde 30 Sekunden optimal, und über den An/Aus Knopf kann ebenfalls der Display abgeschaltet werden. Einfach kurz drücken.

DUAL SIM
Dual-Sim bieten schon einige Handyhersteller an und es werden immer mehr. Der Vorteil im mobilen Zeitalter liegt klar auf der Hand. Statt zwei Telefone mit sich herumzuschleppen, kann der Nutzer nun zum Beispiel Firmen- und Privathandy in einem haben, weiß aber dank verschiedener Klingeltöne immer sofort, wer anruft. Ich selbst werde das gute Stück mit zwei privaten Sim-Karten betreiben. Eine mit kostenlosen, mobilen Internet, die andere zum Telefonieren. Ausprobiert habe ich es schon mit einer anderen Sim-Karte, aber nur kurz, da meine zweite leider noch nicht angekommen ist. Im Handy selbst gibt es zwei Steckplätze, die mit Sim 1 und Sim 2 klar gekennzeichnet sind. Hier schiebt ihr eure einfach hinein, und könnt nachher zum Beispiel individuelle Einstellungen in Bezug auf Klingeltöne eben über diese Bezeichnung vornehmen. Auch oben am Rand werden beide Sim-Karten vom Empfang her deutlich angezeigt. Verwechslungsgefahr ist gleich null. Auf jeden Fall ein netter Zusatz, der bei vielen Nutzern punkten wird.

HANDHABUNG UND MENÜ
Doch nun zum wohl wichtigsten Punkt, der Handhabung. Bei einigen Smartphones kann ich wirklich sagen: Wir stehen auf Kriegsfuß. Es gibt Modelle, die keine Befehle annehmen und ich regelmäßig verzweifle. In der letzten Zeit ist dies zwar dank neuerer Techniken immer besser geworden, aber es gibt auch jetzt noch preiswerte Smartphones, die leider sehr schlecht reagieren. Wiko setzt hier auf Qualität und dementsprechend auf ein sehr gut reagierendes Touchdisplay. Alle Befehle werden sofort erkannt und angenommen. Das Durchblättern funktioniert super fix und auch die Auswahl bei Produkten. Generell merkt man beim Cink Peax 2, dass es über guten Arbeitsspeicher und einen schnellen Prozessor verfügt. Es hakt nichts und alle wird schnell ausgeführt. Das Menü selbst kann natürlich eingerichtet werden wie man es möchte. Es gibt einmal das Homescreen, wo ihr beliebte Apps integrieren könnt. Hier könnt ihr euch verschiedene Seiten einrichten und natürlich auch wieder löschen. Ich selbst setze nur auf den Kalender und eine Seite, da ich persönlich nicht mehr brauche, es besteht aber die Möglichkeit mehr einzurichten. Von Anfang an sind glaube ich 5 Seiten eingerichtet gewesen, die ich aber gelöscht habe. Neben dem „Schnellmenü“ gibt es noch das richtige Menü, wo die Apps alle installiert sind. Vorab sind viele tolle Sachen installiert, wie zum Beispiel Taschenrechner, Googlemail, Playstore, Galerie, Sprachsuche und vieles mehr. Was jedoch auffällt, dass Apps, die der Nutzer inzwischen als selbstverständlich hinnimmt, gar nicht installiert sind. Darunter sind zum Beispiel Social Networks oder gar Ebay. Gerade ersteres ist sogar bei dem Asha 311 fest installiert gewesen. Natürlich könnt ihr alles ergänzen, löschen und ähnliches. Einfach länger auf das Symbol drücken und schon könnt es auf euren Homescreen ziehen oder im Apps-Menü deinstallieren.

Für alle wichtigen Einstellungen, gibt es oben eine versteckte Leiste, die mit einer Wisch-Bewegung abwärts hervorgezaubert wird. Dort könnt ihr Wlan, mobile Daten, Klingeton-Profil und vieles mehr auswählen.

Weiter geht es mit SMS, Nummerengabe und den Emails. Das Tippen funktioniert einwandfrei. Die Felder sind auch im Hochformat groß und beim richtigen Schreiben wird eine Qwertz-Tastatur angeboten, sodass das Tippen schnell von Statten geht.
Die Bedienung via Tasten ist auf wenige beschränkt. Die äußeren habe ich euch schon erklärt. Unten befindet sich er Homescreen-Button, der das Programm sozusagen beendet. Rechts gibt es den üblichen Zurück-Button, der euch einen Schritt zurückbringt. Der linke Touch-Knopf führt zu Einstellungen im Bereich Apps und Co.

Ihr seht schon, es erinnert nicht nur äußerlich, sondern auch von der Nutzung her sehr an das Samsung Galaxy S3 und das gefällt mir, aber auch anderen, die das Handy schon in der Hand hatten, sehr gut.



Was mich hier minimal störte, war lediglich der Punkt, dass der Homescreen-Button nicht zum Anschalten des Handys genutzt werden kann. Damit das Smartphone aus seinem Ruhezustand zurückkehrt, muss kurz der An-Knopf gedrückt werden. Unten eine Taste ist da schon schneller, aber auch so geht es sehr gut.
 

BETRIEBSSYSTEM
Oben habe ich nun die ganze Zeit von Apps geredet und so möchte ich auch noch kurz auf das Betriebssystem eingehen. Sicherlich habt ihr es schon gelesen. Aktuell ist Android 4.1.2 installiert. Es funktioniert damit reibungslos, aber es sollte natürlich erwähnt werden, dass es schon Android 4.2 gibt. Apps können über den Google-Play-Store heruntergeladen werden. Dort gibt es viele tolle kostenlose Apps, oder aber kostenpflichtige, die via Kreditkarte bezahlt werden können.

VERBINDUNGSMÖGLICHKEITEN 
Ins Internet geht es entweder mobil über eine der Sim-Karten oder über WLAN. Beide Varianten ermöglichen einen schnellen Zugriff. Das WLAN lässt sich problemlos einrichten. Es sucht automatisch danach und wird auch rasch fündig. Nun benötigt ihr nur noch euer Passwort, sofern ihr es gesichert habt, und dann könnt ihr surfen. Bei uns im Haus, 140m², habe ich überall sehr guten Empfang, was leider nicht bei allen Smartphones der Fall ist. Damit der Akku länger hält, empfiehlt es sich bei Nicht-Nutzung sowohl mobile Daten, als auch WLAN auszuschalten.

TELEFONIEREN UND SPRACHQUALITÄT
Das Telefonieren funktioniert entweder über die Kontaktliste oder über die Eingabe der Telefonnummer. Beides funktioniert problemlos. Und auch an der Sprachqualität gibt es nichts zu bemängeln. Es rauscht beim Telefonieren nicht im Hintergrund, sofern es nicht gerade stürmisch ist, und sowohl ich, als auch mein Gesprächspartner konnten einander gut verstehen. Die Lautstärkenwippe ist ebenfalls gut zu erreichen, hat aber leider auch einen gewöhnungsbedürftigen Druckpunkt. Die Freisprechfunktion verzerrt nichts und so macht es viel Spaß mit diesem Smartphone zu telefonieren. Ob sich hier was ändert, wenn ich meine passende Hülle nutze, die leider aus Frankreich etwas länger braucht, verrate ich euch ggf. später.

MUSIKWIEDERGABE
Musik darf in der heutigen Zeit auf keinen Smartphone fehlen. Natürlich darf man hier keine Wunder erwarten, aber der Klang ist vollkommen ausreichend. Dabei ist es egal, ob mit oder ohne Kopfhörer. Der Bass ist nicht wummerig, die Höhen nicht übertrieben spitz und alles ist klar verständlich. Es ist auf jeden Fall eine gute Musikwiedergabe im Smartphone-Bereich. Ihr könnt eine Playlist anlegen, all eure Musik nach bestimmten Faktoren sortieren lassen und vieles mehr.

KAMERA 
Die Kamera, oder bessere gesagt die Rückseitenkamera, kann mit ihren 8 MP klar punkten. Die Bilder sind zwar nicht mit einer Spiegelreflex-Kamera zu vergleichen, aber für Produktfotos, Familienschnappschüsse und andere Dinge, die Kids, Blogger, Familien und Berufstätige benötigen, reicht es vollkommen aus. Die Qualität ist vollkommen in Ordnung, und die Bilder sind auch gut beleuchtet. Klar, kommt es auch hier auf die Person vor und hinter der Kamera an, aber bei meinem Test kann ich sagen, dass sie mit vielen Modellen aus dem Hause Nikon mithalten kann, wie zum Beispiel dem S6400. Die Front-Kamera hat lediglich 2MP und hier merkt man einen deutlichen Unterschied. Allerdings ist das nicht weiter schlimm, denn die Front-Kameras haben in der Regel deutlich weniger und somit befindet sie sich im normalen Mittelfeld. Für eigene Schnappschüsse oder Videotelefonie reicht es auf jeden Fall. 
 



AKKULAUFZEIT
Die Akkulaufzeit ist einer der wichtigsten Punkte. Das Handy soll viel bieten, aber eben natürlich auch nicht unterwegs ausgehen. Wiko setzt hier auf einen eher kleinen Akku, der aber austauschbar ist. 192 Stunden Standby sind jedoch ausreichend, genauso wie 10-15 Stunden Gesprächszeit. Somit kommt der Akku in der Theorie über den Tag und kann über Nacht aufgeladen werden. Bei mir hat es sich je nach Nutzungsintensität eingependelt, dass er alle 1-3 Tage aufgeladen werden muss. Wenn zum Beispiel die Kinder viel spielen, häufig Mails kommen oder ich etwas mehr telefonisch erreichbar sein muss, dann tendiert es zu einem Tag. Diesen schafft er aber problemlos. Klar ist es abhängig von den eigenen Einstellungen, aber ich bin mit meinen zufrieden und der Akku hält. 

TESTFAZIT
Schaut man sich einmal den Preis an und vergleicht es mit dem, was das Handy beinhaltet und leistet, dann kann das Cink Peax 2 überzeugen. Wiko ist in unseren Augen nicht grundlos einer der führenden Hersteller in Frankreich. Die Speicherkapazität von 4GB könnte den einen oder anderen stören, aber hier kann man via SD Karte problemlos erweitern, und sonst liefert das Telefon eine gute Performance, läuft schnell, macht gute Bilder, der Touchscreen ist sehr genau und der Akku leistet gute Arbeit. Das einzige was mich etwas störte, war eben der Aspekt mit dem Gorilla Glas, aber das dafür gibt es tolle Hüllen. Übrigens könnt ihr hier auch die Hüllen vom ersten Cink Peax nutzen, da es die gleichen Maße hat. 

'''o0o...Für euch zusammengefasst..o0o'''



POSITIV

+ Akku
+ Performance
+ Schnelligkeit
+ guter Klang
+ solide Fotos
+ präziser Touchscreen
+ Einfache Bedienung
+ Erinnert an das Samsung Galaxy S3


NEGATIV
- Leider kein Gorilla Glas
- Interner Speicher doch recht klein, aber erweiterbar 

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