Buffy - Die Dämonin des Todes / Christopher Golden


BUFFY - JETZT BRAUCHT SIE HILFE

Buffy, ich persönlich habe einige Folgen gesehen, aber als Fan würde ich mich nicht bezeichnen. Mein Mann ist da ganz anders. Er hat alle Staffeln auf DVD gehabt, konnte mitsprechen und hat eben auch drei Bücher von Buffy. Da ich gerade für eine Challenge ein Buch mit Vampiren brauchte, habe ich mich entschlossen, mir eins dieser Werke zu Gemüte zu führen. Nachdem mich letztes Jahr schon ein anderer Band eher etwas enttäuscht hatte, war ich schon neugierig, ob mich ein eigenständiges Buch überzeugen kann.



'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Veronique ist gefangen und das schon viele Jahre. Doch nun ist ihre Zeit gekommen. Sie bekommt Hilfe vom Triumvirat. Mit einer neuen menschlichen Hülle kann sie die griechische Insel verlassen und den Plan ihrer Meister, einen einzigen, allmächtigen Dämonen zu erschaffen, verfolgen. Der Dämonin wiederum hat sich das Ziel gesetzt alle Menschen auszurotten. Mit einigen Anhängern und Neuvampiren macht sie sich auf den Weg nach Sunnydale. Dort trifft sie konsequenterweise auf Buffy, Willow, Xander, Angel und die anderen. Aufmerksam wird die Gruppe auf Veronique jedoch erst, als Leichen vom Friedhof verschwinden. Gehen alle am Anfang noch von Spaßvögeln und lebendigen Grabschändern aus, wird bald deutlich, dass Vampire dahinter stecken. Für Buffy eigentlich keine Herausforderung, aber Veronique entwickelt sich zu einer Gegnerin der Extraklasse. Mit ihrem Pflock und den Angriffstechniken, die sie sonst verwendet, kann Buffy zumindest keinen tödlichen Treffer erzielen. Zusätzlich hat Buffy private Probleme, die sie daran hinter, mit den Gedanken alleine beim Vampir-Problem zu sein. Ihre Gefühle zu Angel lenken sie immer wieder ab, aber auch ihre Mutter macht ihr große Sorgen. Am Anfang gehen alle nur von Überarbeitung und einer harmlosen Kleinigkeit aus, aber bald schon stellt sich heraus, dass es ernster um ihre Mutter steht. Sie muss sich sogar eine Operation unterziehen. Ob es Buffy trotzdem gelingt die Welt zu retten und ob ihre Mutter die schwere Operation übersteht, müsst ihr aber selbst lesen.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Buffy ist wohl eine der beliebtesten Serien Ende der 90er gewesen. 1997-2003 wurde sie produziert und hat viele Fans. Mein Mann hatte alle Staffeln und konnte sogar komplett mitsprechen. Auch ich habe einige Folgen gesehen, konnte dieser Welt aber nichts abgewinnen. Wie es sich für eine erfolgreiche Serie gehört, gibt es früher oder später zahlreiche Abenteuer im Buchformat zu lesen. Dieses Buch zählt zu den Werken, die eindeutlich positiv angekommen sind.

Der Leser wird in die bekannte Welt von Sunnydale und Buffy geworfen. Logischerweise sind Gefühle, Beziehungen, Zusammenhänge vorausgesetzt. Nichtsdestotrotz hatte ich als Buffy-Laie nicht das Gefühl arg auf den Schlauch zu stehen. Minimales Hintergrundwissen reicht vollkommen aus.

Buffy selbst ist eine Figur, die schon durch die Fernsehserie geprägt ist. Sie ist toll umgesetzt und man erkennt auch ohne den Namen, dass es sich um Buffy handelt. Sportlich, selbstbewusst, kampfbereit und trotzdem weiblich. Gleiches gilt für alle anderen Hauptfiguren der bekannte Serie. Mit Veronique wird diese Reihe um eine spannende Gegnerin erweitert. Zwar ist von Anfang an logisch, dass Buffy am Ende siegen wird, aber der Weg zum Sieg ist natürlich das Wichtigste.

Generell ist das Buch von Anfang an sehr spannend gehalten. Wer ist diese unbekannte Veronique und wieso reist sie von Griechenland nach Sunnydale. Mit ihrer Überlebenstaktik sich andere Körper anzueignen, kommt ein ganz neuer Aspekt in die eigentliche Serie und gestaltet sie faszinierend. Gleichzeitig setzt das Autoren-Duo auf zahlreiche Kämpfe und brenzlige Situationen, wie man sie auch in der TV-Serie erleben kann. Dank des authentischen und sehr beschreibenden Stil entsteht das Gefühl kein Buch zu lesen, sondern die Serie zu schauen. Kopfkino pur. Manchmal sind die Kämpfe zwar etwas sehr detailliert, aber so müssen sie sein, damit sie einfach realistischer erscheinen.

Während sonst die anderen Werke eher auf Spannung und Action ausgelegt sind, setzt das Duo diesmal auf eine Spur Romantik und Drama. Die komplizierte Liebessituation zwischen Angel und Buffy ist da auf der einen Seite. Der Wunsch nach Nähe und die Tatsache, dass Angel als Vampir nie alt werden kann, während Buffy jede Sekunde altert. Die Gefühle werden authentisch dargestellt und für Fans der Serie ist es ein Muss. Als zweite Idee erkrankt Buffys Mutter und auch dieser Ansatz gibt den Buch einen gewissen Reiz. Zumal alles irgendwie zusammenhängt.

Man möchte wissen, wie alles ein rundes Bild ergibt und sich zusammenfügt. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, und unter anderen Umständen hätte ich das Buch sogar einem Tag verschlungen.

Wie ihr seht, bin ich nach meiner Pleite von „Die verlorene Jägerin2“ begeistert, doch auch hier gibt es einen kleinen Kritikpunkt. Die Geschichte und Entwicklung von Veronique wird an Hand von Rückblenden erzählt, die immer wieder in ein frühes Europa entführt. Am Anfang als Prolog oder mit Hilfe einer etwas längeren Rückblende. Diese Stückelungen haben mich aber auf die Dauer doch etwas genervt und leider Gottes die Spannung an manchen Stellen reduziert.

Nichtsdestotrotz macht es großen Spaß das Buch zu lesen und die Idee hinter der Geschichte ist serienreif.

'''o0o FAKTEN RUND UM DAS BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: Christopher Golden, Nancy Holder
Titel: Buffy – Die Dämonin des Todes
Gebundene Ausgabe: 285 Seiten
Verlag: Egmont Vgs (2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802527550
ISBN-13: 978-3802527555
Preis: € 0,08€ gebraucht
Genre: Fantasy
Gelesen in: 3 Tagen

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''
Pro: Figuren, Spannung, Veronique als Gegnerin, Drama und Action
Contra: Rückblenden,
Empfehlung: Ja
Sterne:5