iRULU eXpro X1a Tablet im Test

Vor einiger Zeit habe ich euch mal ein Tablet für rund 50€ vorgestellt. Nun habe ich ein ähnliches Modell für 65€ testen dürfen und war neugierig, denn in den USA wird es recht gelobt in der Gadget-Welt. Wie uns das Tablet gefallen hat, werde ich euch nun verraten. 



 '''Das Unboxing – Optik, Gehäuse, erster Eindruck'''
Das Tablet kommt in einem kleinen Paket und ist ist mit doppelter Folie geschützt, damit auch wirklich keine Kratzer entstehen können. Das Tablet hat eine Größe von  23,9 x 14,8 x 1,1 cm und wiegt 570g. Damit hat das Tablet eine schöne Größe und liegt gut in der Hand. Das Gehäuse ist so, wie man sich ein günstiges Gehäuse vorstellt. Plastik und keins von der Variante, die hochwertig oder edel wirkt. Es hat keine Verarbeitungsfehler, die Knöpfe sind gut erreichbar platziert, haben einen guten Druckpunkt, und keine scharfen Kanten oder ähnliches. Wer seinen ersten Eindruck vertiefen möchte, kann das Gerät gleich nutzen, denn der Akku ist vorgeladen und reicht problemlos für die ersten Einrichtungen, Spielereien und ähnliches.




'''Display oder der zweite Blick'''
Das Display hat eine gute Größe, verfügt über einen gut funktionierenden Touchscreen, der sehr gut reagiert. Es hat mit seinen 9 Zoll zumindest eine Auflösung von 1024x600 Pixel. Das ist nicht viel und zum Vergleich hochwertigere Varianten für mehrere 100€ haben meist eine Auflösung von 2560x1600.  Die Farben sind kräftig, aber wirken nicht so lebendig, strahlend, brillant, wie bei anderen Geräten. Eher etwas dumpf, egal wie man es einstellt von der Helligkeit her. Die Oberfläche fühlt sich stabil und hochwertig an. Befehle werden schnell und sicher ausgeführt. Dabei ist es egal, ob man seine Hände nutzt, oder eben einen kleinen Stift, den ihr aber nicht mitgeliefert bekommt. Trockene oder feuchte Finger sind kein Problem. Größter Nachteil ist ganz klar der Betrachtungswinkel. Hier müsst ihr genau das Tablet halten, sonst stimmt er einfach nicht. Mein Mann war nach 5 Minuten genervt. Außerdem spiegelt sich alles. Man kann ihn problemlos als Schminkspiegel nehmen, wenn man draußen damit etwas machen möchte. Das zeigt eben die Grenzen des Displays auf. Draußen, egal ob Sonne oder Regen und ich kann euch nur ans Herz legen, lasst es zu Hause. 






'''Auf die inneren Werte kommt es an'''
Der interne Speicher ist mit 8GB, davon rund 5GB verfügbar, doch recht klein, wenn man bedenkt, dass das andere Modell für 50€ sogar 16GB verfügt. Immerhin kann auf 32GB aufgerüstet werden. Ein 1,3 GHz Quad Core Prozessor sorgt für eine flüssige Bedienung und gute Umsetzung, womit ihr die Standardspiele oder zum Beispiel die Bedienung beim Streamen nutzen könnt. Wirklich gute Spiele, die viel Leistung erfordern könnt ihr jedoch nicht spielen. Das wäre so wie damals auf einem nicht brandaktuellen PC den Versuch zu starten, SIMS zu spielen. Als Arbeitsspeicher wurden 512MB verarbeitet, was vollkommen ausreichend ist. Beim Benchmark-Check hat er es auf magere 14285 Punkte gebracht. Zum Vergleich, das 50€ Tablet hatte immerhin 16004. Für den Preis ist aber in Ordnung. 




'''Die Oberfläche sollte aber nie vergessen werden'''
Als System das Tablet Andorid KitKat. Die Oberfläche ist übersichtlich und man findet sich schnell zurecht. Wie immer gibt es ein umfangreiches Einstellungsmenü, wo alles wesentliche eingestellt werden kann. Wer seinen Google-Account einrichtet, der kann auch gleich seine früher genutzten Apps schnell installieren lassen. So hat man nach rund 10-15 Minuten ein Tablet, welches genau den eigenen Vorstellungen entspricht. Die Aktionstasten befinden sich, wie immer, unten am Rand. Abhängig davon, wie ihr das Tablet haltet.

'''Powerplay – Mögen die Spiele beginnen'''
Ein Tablet ohne Spiele werdet ihr bei uns nicht finden. Fast jeder den wir kennen hat ein oder mehrere Spiele installiert. Ich selbst begnüge mich mit einfachen Spielen im Tower-Defence-Sektor oder mag Point & Clicks. Das funktioniert hier recht gut, aber man merkt zum Beispiel bei Spielen mit vielen Details, dass man nicht alles erkennt. Zum Beispiel bei Spielen, wo ihr Gegenstände finden müsst, kann das nervig sein. Mein Sohn mag dann lieber Subway Surfer, Autorennen und Clash of Clans. Subway ruckelt leider etwas und hakt gerne mal. Die Grenzen sind also vorhanden. 




'''Filmspaß – Kinofeeling oder Regisseur'''
Jeder hat wohl schon mal auf seinem Handy oder Tablet ein Video geschaut. Sei es Youtube, Werbung oder ein richtiger Film zum Beispiel über Maxdome. Man kann damit gucken, aber vom Blickwinkel und den Spiegelungen macht es nur wenig Spaß. Außerdem ist es mit dem Tablet nicht möglich zu zweit zu gucken, sofern man nicht schön kuscheln möchte. Eine Person sieht immer schlecht. Um aber mal alleine im Urlaub oder im Zug ne Sendung zu schauen, reicht es aus. Gleiches gilt für die Kamera. Vorne sind 0,3MP und hinten 2,0 MP. Für einen lustigen Schnappschuss ausreichend, aber es ist schon sehr pixxelig und erinnert mich an die Anfänge von Handys mit Kamera. Schön ist was anderes, aber da ich persönlich bei einem Tablet keine Kamera nutze, ist es für mich nicht weiter tragisch.

'''Musik – Blechdose oder Konzert'''
Ich höre zwar nicht so viel Musik über ein Tablet, aber da gibt es sicherlich andere Fraktionen. Beim Sound erwartet bitte keine großen Wunder. Man versteht alles und die Stimmen sind nicht verzerrt, der Bass auch nicht dröhnen, aber letzteres liegt daran, dass man nicht mal sagen kann, ob es überhaupt Bass gibt. Da ist er mit Sicherheit, aber man hört ihn nicht heraus. Alles klingt sehr blass, manchmal etwas hohl und nicht so lebendig, wie manche teureren Tablets es ermöglichen.

'''Akku – Kurzstrecke oder Marathon'''
Der Akku ist so gehalten, dass ihr im Schnitt 5 Stunden das Tablet nutzen könnt. Das ist natürlich von Helligkeit und den Sachen, die ihr damit macht, etwas abhängig, aber im Schnitt schafft er 5 Stunden. Das ist okay und über Nacht wird er aufgeladen.  Wie lange der Akku diese Leistung hat, wird die Zeit verraten.

'''Unser Fazit'''
Wir haben das Tablet 14 Tage ausgiebig getestet und ich sage mal so, wer keine Ansprüche hat oder gerade für Jugendliche, die mit einem Tablet noch nicht so liebevoll umgehen, wie es nötig ist, ist ein solches Tablet eine gute Sache. Wenn es mal kaputt geht sind 65€ nicht so tragisch, wie 200€. Und für den Preis bekommt man keinen Schrott, aber eben auch nicht Technik, die auf den neusten und besten Stand ist. In den 14 Tagen hatte es keine Aussetzer, Aufhänger oder ähnliches (abgesehen von einigen Apps, wie Subway Surfers), an das Display gewöhnt man sich mit der Zeit und lernt, wie man es halten muss, damit es von den Spiegelungen nicht stört.  Für den Preis macht man nichts verkehrt.

PREIS
64,99€

FAKTEN ZUM PRODUKT
Technische Daten:
CPU: Quad-Core ARM Cortex-A7-CPU (4X1.3 GHZ)
Bildschirm: 9 Zoll mit 1024 * 600 Auflösung & HD-Touchscreen
RAM: 512MB DDR3
ROM: 8 GB NAND Flash (erweiterbar auf 32 GB)
Kamera: Dual-Kamera (vorne und hinten) mit 0,3 MP vorne und 2 MP hinten
Konnektivität:
Wi-Fi (802.11 b, n, g)
3G Unterstützung: Ja via 3G Dongle (nicht im Lieferumfang enthalten)
G-Sensor: eingebaut
Mini-USB-HOST

Lieferumfang:
1 x iRULU Tablet PC
1 x Handbuch
1 x Mikro-USB Kabel

(Quelle: Amazon.de)

*Damit alles korrekt ist. Kostenloses Testprodukt mit Rücksendung. Die Tatsache nimmt keinen Einfluss auf meine Bewertung. Testzeitraum: 14 Tage