Tipps und Tricks - Wie erstelle ich einen Shop

Beauftragen oder doch selber machen...

Kürzlich habe ich mit einer befreundeten Autorin unterhalten. Irgendwie kamen wir auf das Vermarkten von Büchern. In der heutigen Zeit ist es einfacherer und gleichzeitig schwerer, als noch vor vielen Jahren. Das liegt daran, dass Bücher wie Blumen im Frühling aus dem Boden sprießen. Sie war nun am Überlegen ihre Bücher in einem eigenen Shop auf ihrer Website anzubieten, und da kam direkt die Frage - Kannst du mir helfen. Bei einem Shop ist neben Design, Struktur auch der Inhalt ausschlaggebend, ob ein Kunde am Ende kauft oder nicht. Hier sind einige Tipps, die wir zusammengetragen haben.



11. Tipps und Tricks zur Shop-Erstellung
1. Es ist völlig egal, was man verkaufen möchte - Das erste, was ein jeder Kunde sieht ist in meinen Augen das Layout. Es sollte sich der Zielgruppe anpassen. Schreibt man zum Beispiel über Liebesromane, passt ein rosa Design, ist man jedoch Handwerker, könnte dies deplatziert wirken. Idealerweise sollte vorab bei der Konkurrenz geschaut werden, genauso wie es wichtig ist mehrere Personen zu befragten, welches Design sie am Ende ansprechender finden. 

2. Neben dem Layout ist auch die Startseite ausschlaggebend. Gefällt die Seite, bleibt ein Leser, genauso wie ein potentieller Kunde. Gehe ich zum Beispiel in den Buchladen, greife ich bekanntlich immer nach einem ansprechenden Cover. Erst danach wird der Inhalt relevant. Um einmal zu übertreiben, würdet ihr ein Buch zur Hand nehmen, wo ein Cover absolut scheußlich ist? Oder geht ihr in einen Supermarkt, das einfach nur dreckig aussieht? So ähnlich verhält es sich nun mit der Startseite. Sie muss ansprechen. Ein kleines, übersichtliches Menü, ein paar Akzente, ein paar aktuelle und oder auch rabattierte Angebote und das reicht vollkommen aus. Im Supermarkt ist schließlich auch nicht alles im Eingangsbereich. 

3. Hat die Startseite überzeugt, geht jeder Kunde zum Menü. Das Angebot und die verschiedenen Kategorien sollten sofort ersichtlich sein. Hier sollte mit verschiedenen Untermenüs gearbeitet werden. Stellt es euch als Supermarkt vor. Außen an den Gängen hängen die Schilder oder eine kleine Auswahl und erst ein Besuch des Ganges zeigt das gesamte Sortiment. 

4. Weiter geht es mit den Produktbildern. Hier sollte entschieden werden, ob die Bilder selbst gestaltet werden. Kommen sie vom Hersteller, ist es wichtig, die Genehmigung dafür zu haben. Wer auf Nummer sicher gehen will, macht die Bilder selbst. Wichtig ist nur, dass sie einheitlich und professionell aussehen. Es empfiehlt sich eine Leinwand oder einen Foto-Kasten zu kaufen. Auf diese Weise wirken die Bilder besser belichtet und schöner. Beim  Hochladen sollten die Bilder dann auch beschriftet werden und nicht einfach nur 0815.jpeg heißen. Ein beschreibender Text oder auch der Name des Produktes helfen dem Kunden mehr. Es ist wie im Laden, ihr guckt euch nur das näher an, was euch optisch anspricht.

5. Der Kunde kann nicht, wie im Laden anfassen, riechen, drehen - Er ist auf die Beschreibung angewiesen. Das Problem kennt fast jeder - Das Interesse für ein Produkt ist geweckt, man geht drauf und es fehlen Informationen. Sei es bei einem Buch die Inhaltsangabe, bei einem Pullover das Material. Daher ist eine gute Produktbeschreibung Pflicht. Ich empfehle vorab andere zu fragen, was bei dem Produkt wichtig wäre, oder eben bei einem renommierten Shop erste Eindrücke zu sammeln.  Auf diese Weise können Anfänger-Fehler bei der Beschreibung vermieden werden.

6. Damit der Kunde später nicht lange suchen muss, ist ein direkt sichtbar platzierter Button mit dem Hinweis - Kaufen oder Jetzt bestellen - sehr wichtig. Erst kürzlich habe ich einen Shop besucht, wo nach einer XXL- Beschreibung ganz unten der Button kam, und ganz klein darunter der Hinweis - nicht verfügbar. Ich finde, dass so etwas direkt nach ganz oben gehört.

7 Direkt oben, sichtbar für den Kunden sollte der Warenkorb platziert sein. Alternativ kann nach jedem Artikel zusätzlich die Möglichkeit angeboten werden, direkt zur Kasse zu gehen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn ein Kunde Dinge in den Warenkorb packt, bezahlen möchte und diesen nun nicht mehr findet. Bei mir passiert es dann ganz schnell, dass ich die Seite ohne Kauf frustriert verlasse und woanders bestelle. 

8. Garantie,Lieferzeit und Rückgaberecht sollte direkt sichtbar für den Kunden platziert sein. Bei einigen Produkten empfiehlt sich der Hinweis direkt im Produkt, bei anderen Produkten im Warenkorb. Generell sollte jedoch zusätzlich die Garantie und Rückgabe in einem extra Punkt festgehalten werden.

9. Auch wichtig ist die Kontaktmöglichkeit, das Impressum, die AGBs und die Datenschutzbestimmungen. In Deutschland ist das eigentlich Pflicht und ein Laden ohne Impressum ist für mich ein No Go.

10. Bezahlmöglichkeiten sollten nicht einseitig angeboten werden. Damit meine ich, dass ein vielfältiges Angebot an Bezahlmöglichkeiten mehr Kunden anspricht. Paypal, Sofortüberweisung, Vorkasse, Nachnahme oder gar Amazon-Payment. Es gibt so viel und jeder Kunde bevorzugt eine andere Möglichkeit. 

11. Feeback - Davon leben Produkte und Shops. Bietet also die Möglichkeit an das Produkt, aber auch euch als Shop zu bewerten. Neben Sternen sollte auch die Möglichkeit eines kurzen Textes gegeben sein, denn nur so  können die  Kunden sich Gehör verschaffen. 

Schnell und einfach
Es gibt sehr viel zu beachten und von daher sollte man sich sehr genau überlegen, ob man einen Onlineshop erstellen möchte. Wer sich damit einfach einmal vertraut machen möchte, oder sich gar schon dafür entschieden hat, bekommt viele Anbieter, die darauf spezialisiert sind und dabei helfen. Meiner Freundin haben meine Anregungen sehr geholfen, und ich hoffe, euch auch.