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Test: Braun NTF3000 - Für Angstfreies messen


Mit drei Kindern, wovon aktuell eins krank ist und mich immer wieder ansteckt, sind Fieberthermometer gar nicht verkehrt. Ich verlege immer wieder eins, und gerade bei Kindern ist es immer schön, wenn man auch einmal kontrollieren kann, ohne mit einem Thermometer den Pöschi bearbeiten zu müssen. Nachdem ich nun aus dem Hause NUK ein Stirn-Thermometer ausprobiert habe, dies jedoch sehr ungenau fand, wollte ich einmal einen Vergleich ausprobieren, und habe noch ein Modell aus dem Hause Braun hinzugezogen.


PREIS
Das Modell Braun NTF3000 No-Touch und Stirnthermometer ist mit 64,99€ nicht gerade günstig.

FAKTEN ZUM PRODUKT
Dual-Technologie: No-Touch und Stirnthermometer
Patentierter Sensor für höchste Genauigkeit und präzise, gleichmässige Messung.
Schnelle Messung in nur 2 Sekunden
Farbcodiertes, beleuchtetes FeverInSight Display: warnt bei Fieber.
2 Jahre Herstellergarantie (Quelle:Amazon.de)

UNSERE ERFAHRUNGEN
Fieber und Kinder sind immer eine Sache, und ich spreche da aus Erfahrung. Sind die Zwerge noch klein, dann verziehen sie das Gesicht und weinen, wenn das Thermometer im Pöschi einmal genau messen soll. Später wird es dann schon ein Geduldsspiel, denn irgendwann wollen die Kinder einfach nicht mehr. Die Ohrvariante von Braun ist noch immer für Jack etwas arg groß und das Fieberthermometer von NUK muss immer noch via normalen Thermometer nachkontrolliert werden. Da demnächst die nächste Impfung folgt und mein 3jähriger Jack, als auch mein 3 Monate alter Nick gerne mit Fieber reagieren, war mir eine weitere Alternative sehr lieb. Bei all den positiven Bewertungen zu dieser Variante, wollte ich mein Glück ebenfalls versuchen.

Das Braun NTF3000 wird mit 2AA Batterien betrieben, die auch im Lieferumfang enthalten sind. Eine Anleitung erklärt hilfreich und zügig, wie das Gerät zu bedienen ist und worauf man achten muss. Ich empfehle das vorherige Lesen, denn es gibt wirklich eine Menge worauf man achten muss, damit es stimmt.

Die Messung selbst ist sehr simple, kann aber nicht sofort durchgeführt werden. Bevor es losgehen kann, muss sicher gestellt werden, dass das Kind mindestens 30 Minuten im Haus ist, sodass die Stirn nicht durch Sonne erhitzt oder durch Schneewetter abgekühlt ist. Danach muss die Stirn komplett von Schmutz, Schweiß und Fett befreit werden. Ein Glück schwitzen meine Zwerge nicht so, wenn sie Fieber haben, sondern sind nur glühend heiß, denn sonst könnte dies schon schwierig werden. So nehme ich einfach ein Desinfektionstuch, reibe einmal kurz drüber, warte bis alles getrocknet ist und suche dann die korrekte Messposition.

Zum Messen einfach das Gerät am An/Aus Schalter einschalten. Sobald die richtige Position eingenommen ist, die Thermometertaste betätigen und die Messung wird ausgelöst. Es kann sowohl mit Abstand von 3-5cm gemessen werden oder mit direktem Kontakt. Bevor man Piep sagen kann, ist das Ergebnis schon da. Zwei Sekunden sind eben echt fix.

Das Ergebnis wird auf einem großen Display angezeigt. Neben einer genauen Temperatur, wird auch noch einmal visuell dargestellt, was die Zahlen bedeuten. Bei kleineren Kindern kann man das sehr schön einsetzen. Denen sind Zahlen egal, aber eine Ampel kennen sie und das kann man sich zu Nutzen machen. Grün heißt gesund, gelb erhöhte Temperatur und rot heißt Fieber. Meinem Zwerg habe ich es so erklärt. Grün heißt, man darf gehen, spielen und spaß haben, weil man gesund ist. Gelb heißt, dass man kurz davor ist gehen oder stehen zu müssen. Man muss sich also schonen, damit man Bereit ist, wenn es weiter geht. Rot heißt stehen, und in dem Fall ausruhen, schlafen und nicht toben. Versteht Jack im Übrigen sehr gut.

Da Jack seine Erkältung noch immer mit sich trägt und mich erneut angesteckt hat, laufe ich seit Tagen mit Fieber / erhöhter Temperatur herum. Ich habe hier einmal zum Vergleich die Temperatur im Ohr und im Mund gemessen. Generell lässt sich sagen, dass es ohne Kontakt sehr ungenau ist. Zwar stimmt die Tendenz, aber während im Mund 40,2 hatte und im Ohr 40,5, hatte ich ohne Stirn-Kontakt 39,2. Mit Stirnkontakt kam es mit 39,9 schon recht nah und wurde auch bei einer weiteren Messung an minimal anderer Stelle bestätigt. Es kommt also hin, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte aber rektal noch einmal kontrollieren. Gerade bei Kindern ist dies wichtig, denn sogar der Hersteller sagt, dass die Stirnmessung ungenauer sein kann, und nur als Richtlinie gilt. Man soll sogar laut Braun 0,5 aufschlagen auf die Stirnmessung.


Ich finde diese Variante sehr angenehm. Man muss zwar einiges vorab beachten und vor allen Dingen die Stirn säubern, aber man muss das Kind nicht extra ausziehen und messen. Eine grobe Tendenz reicht meist schon aus für Zwischendurch und genauer nachmessen kann man schließlich, wenn man das Kind wickelt oder ich zum Beispiel der Meinung bin, das Kind muss eh ein Zäpfchen bekommen. Außerdem mag zumindest Jack schon einmal die tollen Farben und die Schnelligkeit.

Alles in allem ein teures Kontrollmittel für Fieber. Mit dem Wissen, dass man die Stirn berühren sollte und die Werte immer 0,5 höher gerechnet werden müssen, kann man eigentlich einen guten Wert herausbekommen. Das eine rektale Messung nun mal die genaueste Messung ist, wird sich in der nächsten Zeit wohl nicht ändern, aber dieses ist schon eine gute kleine Alternative für kleinere Kinder.

Kommentare

  1. Wenn das doch so ungenau ist, wozu braucht man das dann? Dann doch lieber mit einem normalen Thermometer messen und direkt die genauen Angaben haben.

    Liebe Grüße

    Olga

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