R. L. Stine - Fear Street - Brandnarben

   
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===Buchdaten===
Autor: R.L.Stine
Titel: Fear Street – Brandnarben
Originaltitel: The Fire Game
Untertitel: Gefährliches Spiel mit dem Feuer
Verlag: Loewe
Erschienen: 1997
ISBN-13: 978-3785530061
Seiten: 160
Einband: HC oder TB
Kosten: 7,50€
Serie: Fear Street


===Zitierter Klappentext===
Zuerst ist es nur eine Mutprobe. Der Papierkorb in der Schulbibliothek brennt sofort und beschert den Schülern der Shadyside Highschool ein paar freie Schulstunden. Gabe ist völlig fasziniert von dem Feuer. Doch als das leer stehende Haus an der Fear Street in Flammen aufgeht, wird auch ihm das Spiel zu heiss ...

===Meine Meinung===
Feuer fasziniert Kinder genauso wie Jugendliche. Wer hat nicht schon einmal mit einer Kerze gekokelt oder etwas angezündet? Für manche Personen ist dieser Reiz so groß, dass sie die Grenze zum normalen Kokeln überschreiten und sich zu einem Brandstifter entwickeln. Darum geht es in diesem Buch.

Jill und ihre Clique beschäftigen sich eigentlich mit unwichtigen Themen, wie Gruselfilme, die nächste Klassenarbeit, Klamotten oder der nächste Sportwettkampf. Dieser Alltag wird durcheinander gebracht, als Dianes ehemaliger Schulkamerad Gabe ebenfalls nach Shadyside zieht. Als Großstadtjunge langweilt er sich zu Tode, bis er vom Feuer in einem Papierkorb hört. Kurzerhand stiftet er Max an, in der Schultoilette ebenfalls ein Feuer zu legen. Unter Druck gibt dieser nach und legt ein gefährliches Feuer in der Schule. Von da an artet die Situation aus. Die Jungs stacheln sich regelrecht an und stecken sogar einen Schuppen an. Als dann Gabes Auto brennt, Max und Nick zu einem brennenden Haus eingeladen werden, weiß Jill, dass es tatsächlich zu weit geht. Gerade Diane hat panische Angst vor Feuer und nun sieht Jill ein, dass sie wirklich etwas unternehmen muss, aber wer steckt hinter der Einladung und hat somit den Obdachlosen getötet?

Harmlos und realistisch fängt die Geschichte an. Ein bisschen Herumkokeln und dabei versehentlich den Papierkorb entzünden, ist noch harmlos, zeigt aber schon auf, wie gefährlich Feuer wirklich sein kann. Ich persönlich kann daher schon nicht nachvollziehen, warum sich Max nach dieser gefährlichen Situation hinreißen lässt, ein richtiges Feuer zu legen. Abgesehen von dem Sachschaden können immer wieder Menschen versehentlich verletzt werden und es ist strafbar. In dem Punkt sind Jungen vielleicht anders. Schließlich möchte man nicht als Feige gelten. Diese Grundlage stellt R. L. Stine wirklich authentisch dar. Als Leser ist man sofort auf Dianes Seite und kann ihre Angst nachvollziehen. Zudem möchte man wissen, was damals passiert ist mit Gabe und warum sie panische Angst vor einem Brand hat. Hier habe ich als Leser viele Mutmaßungen angestellt und mitgefiebert. Je weiter das Buch fortschreitet, desto mehr Ideen kommen mir als Leser, wer für die weiteren Brände verantwortlich ist und was damals wirklich passiert ist. Damit ist es R. L. Stine wieder einmal gelungen Spannung aufzubauen. Allerdings wissen Fans der Reihe, dass der Autor seine Leser gerne aufs Glatteis führt und der Schluss oftmals eine überraschende Wendung beinhaltet. Dies ist auch in diesem Buch der Fall. Ich persönlich hätte mit diesem Schluss nur teilweise gerechnet. Die eine oder andere Idee kam mir zwar auch, aber mit einem anderen Hintergrund.
Mich hat die Schlussidee von R. L. Stine nicht nur überrascht, sondern ich fand sie sogar sehr verwirrend. Um nicht zu viel zu verraten, nur ein kleiner Ansatz. Wer ein so traumatisches Erlebnis mit Feuer in der Vergangenheit am eigenen Leib erfahren hat, würde und könnte niemals so etwas machen. Daher fragt man sich, ob der Autor eine Schreibblockade hatte und nicht wusste, wie er realistisch das Buch auflösen sollte.
Von Anfang an war das Buch lehrreich und zeigt dem Leser wie gefährlich das Spiel mit dem Feuer ist. Es ist schön anzusehen und zieht jeden in den Bann, aber es ist ein Spiel mit der Gefahr und dem Tod. Es klärt auf und schreckt den Leser ab. Für Kinder und Jugendliche als genau das Richtige. Man könnte dieses Buch sogar in der Schule lesen. Auf Grund der Thematik. Jedoch macht der Schluss die gesamte Realität kaputt, weil es einfach zu ausgedacht und unlogisch klingt.

Empfehlen kann ich das Buch trotzdem jedem, der gerne spannende Jungend-Bücher liest, denn Spannung kommt von der ersten bis zur letzten Seite auf.

===Bewertung===
Ein wichtiges Thema wird lehrreich umgesetzt und durch einen schlechten Schluss ruiniert. Trotzdem ist das Buch spannend, interessant und bis auf den Schluss authentisch. Dafür gibt es drei Sterne von mir.

===Leseprobe===

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