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Ohne jede Spur / Robert L Stine

ibt zwar einige Ausnahmen, doch in der Regel werde ich nicht enttäuscht. 

Quelle: Loewe-Verlag

'''Buchdaten'''
Autor: R. L. Stine
Titel: Ohne jede Spur
Verlag: Loewe Verlag (1999)
ISBN-10: 3785533535
ISBN-13: 978-3785533536
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Seiten: 156
Kosten: 0,01€ gebraucht
Serie: Fear Street

'''Leseinformationen'''
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Kids ab 12
Lesedauer: 2 Stunden


'''Autor/in'''
Robert Lawrence Stine, besser bekannt als R. L. Stine, wurde 1943 in Ohio geboren. Schon im zarten Alter von neun Jahren liebte er das Schreiben von Geschichten. Seine Karriere begann jedoch nicht schon in diesem Alter. Nach seinem Abschluss war er erst über Jahre als Lehrer tätig und hat auch Erfahrungen als Lektor gesammelt, bevor er selbst mit dem Schreiben begannt. Anfangs waren es jedoch eher humorvolle Sachen, bevor er sein Talent für Gruselgeschichten entdeckte. 1992 schaffte er mit der Reihe „Gänsehaut“ den Durchbruch. Inzwischen ist er nicht nur Millionär, sondern steht auf im Guinness-Buch der Rekorde. Neben Gänsehaut gibt es genauso viele Fans für die Jugendreihe Fear Street.

'''Optischer Eindruck'''
Optisch ist das Cover definitiv treffend. Ein Mädchen, das eine andere Person verfolgt. Diese Szene kommt auch im Buch vor und passt deswegen genau. Das Cover der amerikanischen Ausgabe ist jedoch besser, denn dort sind die Mitglieder des Geheimbundes zu sehen, was deutlich mehr Spannung verspricht.

'''Zitierter Klappentext'''
Mark und Cara sind völlig außer sich. Von Mom und Dad fehlt jede Spur. Keine Nachricht, kein Anruf. Absolut nichts! Auch in der Firma will keiner die beiden gesehen haben. Die Sache wird immer mysteriöser: Wieso spielt das Telefon verrückt? Steckt dahinter vielleicht Roger, der bei den Burroughs zur Untermiete wohnt? (Quelle: Klappentext)

'''Leseprobe'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

Aus rechtlichen Gründen verlinke ich nur die Leseprobe auf eine Seite, wo die Genehmigung vorliegt.

===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Mark und Cara sind Geschwister, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Cara ist eher verschlossen, misstraurisch und findet schwer Freunde. Mark hingegen ist naiv, witzig und stets beliebt. So findet er auch diesmal in der neuen Stadt sofort eine Freundin und viele Freunde. Cara hingegen sieht darin einfach keinen Grund, denn beruflich werden ihre Eltern eh im Laufe des Jahres wieder umziehen, so wie die Jahre davor auch schon. Der heutige Tag war dementsprechend auch kein Highlight für Cara. Morgens hatte ihr Bruder einen heftigen Streit mit den Eltern, weil diese ihm ohne Grund seine Freundin verbieten wollten, abends darf sie zusehen, wie ihr Bruder eine Party schmeißt und mit seiner Freundin wild herum macht. Der Streit ist für ihn vergessen, während sie sich Gedanken macht, was die Eltern wohl sagen. Doch diese kommen einfach nicht. Selbst ihrem Cousin Roger, der bei ihnen wohnt, fällt es auf. Immer merkwürdiger wird die Situation, denn auch am nächsten Tag sind die Eltern nicht da, das Telefon geht nicht, und Roger benimmt sich sehr merkwürdig. Kurzer Hand schwänzen sie die Schule, um ihre Eltern auf der Arbeit zu besuchen, doch angeblich sollen sie dort gar nicht tätig sein. Niemand kennt sie, oder weiß wo sie sind. Als sie Roger beim Schnüffeln und Lügen entdecken, und zudem noch eine Pistole bei ihm finden, bekommen sie es mit der Angst zu tun. Sie vertrauen sich einem Polizisten an, der einen Raub in der Nachbarschaft untersucht. Doch statt die Sache aufzuklären, wird es noch mysteriöser. Marks Freundin will ihn von einer Sekunde auf die nächste nicht mehr sehen, ruft ihn jedoch hysterisch an, um ihn zu warnen, und als dann auch noch Roger ermordet wird, merken sie, dass die Gefahr viel größer ist, als sie geahnt haben.

'''Sarahs Meinung'''
Auch wenn ich eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe, 12-15 Jahre gehöre, lese ich noch immer gerne Bücher des Autors. Sie sind zwar immer alle sehr ähnlich, da man bis zum Ende auf eine falsche Spur gelenkt wird, um dann ein überraschendes Ende zu erleben, aber wenn man diesen Trick durchschaut hat, achtet man mehr auf den Inhalt und kennt das Ende schon vorab. Trotzdem hat mich das nie groß gestört. Da diese triviale und doch lehrreiche Art von Lektüre immer wieder für Unterhaltung sorgt, habe ich mir einen ganzen Karton bei Ebay Kleinanzeigen gekauft. In diesem Paket befanden sich auch dieses Buch. Es gehört zu den wenigen, die ich in meiner Jugend noch nicht gelesen hatte. Dementsprechend neugierig habe ich mich ans lesen gemacht.

Dieses Buch unterscheidet sich in meinen Augen deutlich von den anderen Werken dieser Reihe. Zwar geht es auch diesmal wieder um Jugendliche, aber die Probleme betreffen nicht sie selbst oder ihre Freunde, sondern direkt ihre Eltern. Auch sonst unterscheidet sich das Buch minimal von der Masse. Ob dies positiv ist, oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Ich bin bezüglich der Wahl leicht geteilter Meinung. Warum, will ich euch erklären.

Es beginnt schon mit den Protagonisten. Clara und Mark sind zwei Figuren, die unterschiedlich sind, sich jedoch perfekt ergänzen. Für jeden Leser ist somit eine Figur vorhanden, mit der sie sich identifizieren können. Sie sind lebendig, authentisch und jugendlich beschrieben, sodass es eine Freude ist, sie begleiten zu dürfen. Am Anfang wird aus Sicht von Cara alles beschrieben. Doch ohne Vorwarnung begleitet man plötzlich Mark. Und genau diese Wechsel sind bei Werken von R. L. Stine zwar auch schon vorgekommen, aber eher sehr selten. In meinen Augen auch gut so, denn der Autor hat leider kein Talent dies umzusetzen. Manchmal begleitet man einen Protagonisten über mehrere Kapitel, manchmal jedoch nur eins. Mitten beim Lesen wird plötzlich deutlich, dass man die Perspektive gewechselt hat, weil man plötzlich zum Beispiel mit dem anderen Geschwisterteil spricht. Es ist sehr nervig und auch leicht anstrengend. Eine Kennzeichnung oder direkt im ersten Satz ein Hinweis und es würde kein Problem darstellen, aber so, ist es einfach eine schlechte Umsetzung. Zwar nicht verkehrt gewählt, denn so wird die Situation von verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, aber es ist schwer zu folgen.

Die andere Änderung ist eben, dass die Jugendlichen nicht selbst Mist bauen oder ihre Freunde, sondern eben die Eltern verschwinden. Es gibt dementsprechend keinerlei Lehrgehalt in dieser Geschichte, und das empfand ich als sehr ungewöhnlich, denn sonst achtet der Autor sehr darauf, dass man etwas aus der Geschichte entnehmen kann. Zwar könnte man sagen, dass der Lehrgehalt ist, dass man Eltern vertrauen soll, diese sich jedoch auch irren können, aber das ist schon recht an den Haaren herbeigezogen. Schließlich geht es sonst um Eifersucht, Freundschaft, Lügen oder Alkohol. Also bedeutendere Ansätze.

Die Geschichte selbst beginnt spannend und von der ersten Sekunde an rätselt man mit, was hinter dem Verschwinden steckt. Zudem fragt man sich, wie man selbst reagieren würde, wenn die Eltern spurlos verschwinden. Aus emotionaler Sicht wird es gut beschrieben und auch die Ideen, wie sie versuchen zu klären, wo die Eltern sind, gefallen am Anfang gut. Viele Hinweise, wie zum Beispiel das ungemachte Bett, oder auch die verschiedenen Ungereimtheiten in Bezug auf Roger, machen das Buch wirklich spannend. Doch dann lässt das Buch schlagartig nach. Man hat das Gefühl, dass es künstlich in die Länge gezogen wird. Immer wieder baut der Autor Hinweise, die zu Marks Freundin oder eben zu Roger führen ein. Allerdings wirkt es immer flacher und in meinen Augen auf verzweifelter. Weiß er nicht weiter, dann kommt ein Anruf oder eine andere Beobachtung, die dazu führt, dass man wieder einer neuen Spur folgt. Da es sich jedoch irgendwie immer wiederholt, ist es total eintönig. Logischere Ansätze hingegen werden gar nicht überhaupt aufgegriffen. Zum Beispiel haben sich die Eltern immer mit einem Kollegen getroffen, den die Kids auch aufsuchen, als sie vom Chef der Firma erfahren, dass die Eltern dort angeblich nicht arbeiten. Hätte ich die Liste mit der Durchwahl meiner Eltern gesehen, hätte ich den Kollegen darauf angesprochen und gefragt, wieso der Chef die Eltern verleugnet. Selbst wenn man das alles noch akzeptiert, weil eben die Situation stressig und belastend ist, wird es zum Ende hin immer schlimmer. Okay, R. L. Stine ist ein Autor, der gerne mal auf mysteriöse Ausgänge, wie Telekinese setzt, aber zu 90% sind seine Auflösungen logisch und perfekt. Wer anfangs halbwegs aufgepasst hat, wird schon nach wenigen Seiten wissen, dass die Eltern zwar Computerexperten, jedoch im Grunde FBI-Agenten sind. Das ist spätestens klar, als die Eltern verschwinden ohne das die Kinder etwas erfahren, kein Lösegeld gefordert wird oder die Kinder bedroht werden. Eltern und FBI ist sicherlich kein schlechtes Thema, aber für R. L. Stine schon sehr ungewohnt. Wäre die Schiene ausgebaut worden, dann hätte mir der Schluss auch gefallen. Stattdessen wird etwas neues eingebaut, dazu noch Mord und das soll es sein. In diesem Fall ist es schwer, euch das Problem ohne Spoiler zu verraten, daher werde ich es einfach damit lösen.

SPOILER ANFANG
Dass die Eltern verschwinden, ist noch einigermaßen verständlich und auch, dass Roger ebenfalls Geheimagent war. Allerdings würde kein FBI-Agent ohne Absicherung oder halbwegs vernünftigen Plan ein Haus stürmen. In diesem Fall passiert dies und stattdessen muss ein Kind den Helden des Tages spielen. Ab diesem Punkt wird klar, dass das Buch zwei Ansätze hat, den bösen Polizisten und noch einen. Der böse Polizist alleine wäre perfekt, aber dann noch einen Geheimbund einzubauen ohne zu wissen, wie man es geschickt auflösen und aufklären kann, geht gar nicht. Am Ende hatte ich definitiv nicht das Gefühl, die Gründe für das Handeln des Geheimbundes zu verstehen. Viele Menschen wollen einen Führer, aber die Umsetzung in diesem Fall, ist sehr fragwürdig. Genauso wie die Tatsache, dass man sich ohne Probleme einschleichen konnte.

SPOILER ENDE
Der Schluss ist und bleibt wischi-waschi. Zudem werden viele Dinge gar nicht aufgeklärt. Anfangs findet Mark einen Affenschädel in Miniatur, und dieser taucht an verschiedenen Stellen auf. Wieso jedoch bleibt ungeklärt. Manchmal sollten solche kleinen Stolperfallen lieber ausgelassen werden. Wenn man Details einbaut, dann sollten diese auch später logisch sein. Zwar wird der Affenkopf in diesem Fall geklärt, aber warum er immer wieder im Buch auftaucht und das nur bei Mark, leider nicht.

Alles in allem ist es ein Buch, dass sich von der Reihe sehr unterscheidet. Es ist sicherlich nicht schlecht, aber hätte ich es als erstes Werk gelesen, ich hätte sicherlich kein weiteres Fear Street Buch gelesen. „Zugeschneit“ oder „Mord im Mai“ sind da schon 1000 mal besser. Man kann es lesen und sicherlich zählt es nicht zu den schlechtesten Werken, aber überzeugend war es definitiv nicht. Daher gibt es von mir auch nur 2 Sterne.

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